Siroco andaluz

  • Autor: Uli Wächter
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • -: CreateSpace Independent Publishing Platform, 2012, Seiten: 346, Originalsprache

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Wolfgang Weninger
Wenn buschige Augenbrauen Mörder jagen

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Aug 2013

Wenn ein Krimi damit beginnt, dass auf den ersten beiden Seiten beim Geschlechtsverkehr unter brutalen Umständen einer der Beteiligten sein Leben aushaucht, dann kann man fast sicher sein, dass die Spannung über einen weiten Teil der weiteren Handlung teilweise völlig zum Erliegen gerät, weil der Autor unter schriftstellerischem Ejaculatio praecox leidet.

Genau dieses Schicksal erleidet Uli Wächter in seinem Siroco Andaluz, in dem er seinen Capitán Centuron durch die hitzegeschwängerte Ortschaft San Pedro in Andalusien hetzt, um auf über 300 Seiten den eigenproduzierten Krimi unters Lesevolk zu bringen. Capitán Centuron ist übrigens einer, bei dem nur die getrimmten, buschigen Augenbrauen das wahre Alter verraten, ansonsten ist er auf 175 cm Größe ein nicht untypischer Vertreter seines Genres, denn außer Tendenz zum Bauchansatz, Nikotin-, Kaffee- und Alkoholkonsum läuft er sich auch noch die Haken ab, um irgendwo einen Anhaltspunkt zu finden, warum die schon etwas ältere Hamburger Deern in San Pedro mehrfach die Beine breit gemacht hat und wem sie dabei in die Quere gekommen wäre.

Auch der Capitán kommt natürlich jemandem in die Quere und das ist die Policía National aus Granada, aber wenn in so einem Kaff schon mal was Schlimmeres passiert, als dass einem Touristen die Brieftasche geklaut wird, dann entwickelt der sonst eher an Siesta denkende Beamte einen gewissen Ehrgeiz und hört sich um, wobei er zunehmend von reichen und skrupellosen Ausländern erfährt, die in der Umgebung in Immobilien investieren, nebenbei Rauschgift verhökern und Erbschaften verjubeln.

San Pedro ist plötzlich der Mittelpunkt des Verbrechens

Das glaubt zumindest der Autor dieses Elaborates, bei dem die seichte Wortwahl nur durch jede Menge spanisches Idiom verschleiert wird. Der auf einer Avocadofinca wohnende Möchtegernschriftsteller bedient mit diesem auf amazon.de hochgelobten Machwerk höchstens die alkoholgeschwängerten Gehirne auf dem Ballermann, von schreiberischer Eleganz ist dieses Buch jedoch meilenweit entfernt und man wundert sich nicht, dass sich für dieses Manuskript kein namhafter Verlag gefunden hat.

Wenn die Arbeit der spanischen Polizei auch nur annähernd so abliefe, wie es in diesem Roman vorkommt, bei dem die Beamten weniger durch ihre Ermittlungsergebnisse brillieren, dafür aber umso mehr Kommissar Zufall vertrauen, hätte sich dort die Mafia bereits breitgemacht.

Zu viel aus schlechten spanischen Krimiserien abgekupfert?

Die Charakterisierung des Ermittlers ist überhaupt nicht gelungen, denn dieser bleibt klischeehaft und farblos und es verwundert nicht, dass die Geschichte über weite Strecken keinen Spannungsbogen aufweist. Das ist die richtige Einschlaflektüre für die Siesta, aber nicht mehr. Schreiberischen Dilettantismus kann man auch mit spanischem Ambiente nicht übertünchen, vor allem wenn man nicht in der Lage ist, Bilder von Landschaften und Stimmungen zu erzeugen. Es reicht nicht, die Handlung nach Andalusien zu verlegen, wenn dann Plot und Sprache anstatt der angekündigten "wirklichen Klasse" höchstens für unterdurchschnittliches Amusement reichen. Der ganze Roman ist Zeitverschwendung und dafür wäre eine Empfehlung viel zu schade.

Siroco andaluz

Siroco andaluz

  • Autor: Uli Wächter
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

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Letzte Kommentare:
16.10.2013 13:14:29
Kathrin Frehlandt

Mehr als ein Krimi!Ich kann mich der Kritik von Herrn Wenninger nicht anschließen.Mich hat das Buch überzeugt, gerade weil die Charaktere so beschrieben sind, dass man sie zu kennen glaubt. Für mich ist es nicht nur ein spannender Krimi, sondern eine Geschichte über das Leben in einem spanischen Küstenort. Ich konnte mich hineindenken und hinversetzen. Dem Autor ist es gelungen, dass ich mehrmals das Gefühl hatte, Capitán Centuron und sein Assistent Goméz, würden mir über den Weg laufen. Ich habe viel erfahren über politische Machenschaften, Korruption und menschliche Abgründe.Der flüssige Schreibstil von Uli Wächter gefällt mir gut, wenn auch die Sprache an manchen Stellen, für mein Empfinden, etwas deftig ist. Die Aufklärung des Mordes gestaltet sich schwierig und bleibt spannend bis zum Schluß und das Ende ist absolut überraschend.

15.09.2013 16:31:04
Sabine Klatt

Ein wunderbarer Urlaubskrimi, auch außerhalb Andalusiens !
Die Geschichte und die Atmosphäre sind überzeugend, eine spannende Unterhaltung bis zum Schluss. Ich war stets gerne in Andalusien und habe mich gefreut in dem Buch viele bekannte Dinge wieder zu finden.
Wo bleibt das zweite Buch Herr Wächter ?!

13.09.2013 11:52:12
Tanja Obst

Seit ich vor 5 Jahren eine Andalusien-Rundreise gemacht habe, interessiere ich mich besonders für dieses Land. So bin ich auf das Taschenbuch Siroco andaluz gestoßen. Obwohl ich kein Krimifan bin haben mich die typischen Charaktere von Capitan Centuron und vor allem von dessen Assistent Gomez in den Bann gezogen; ein spanischer Macho und doch liebenswert.Man durchlebt nicht nur eine spannende Geschichte, sondern - absolut nicht krimitypisch - erfährt man Ungewöhnliches über die bezaubernde Gegend, seine Bewohner und Besucher. Wer einen Krimi sucht, bei dem nicht Brutalität und Blutvergießen im Fordergrund steht, sondern Spannung, Humor und landestypische Informationen, der ist hier richtig!

12.09.2013 15:03:27
Heike Faber

Siroco Andaluz habe ich angefangen und am liebsten nicht wieder aus der Hand gelegt. Der Krimi ist spannend und das Ende überrascht. Mir gefällt besonders, dass man neben der Handlung viel von Land und Leuten erfährt. Korruption, Bausünden, aber auch Kleinstadtidylle und die Bewohner kommen nicht zu kurz. Ich konnte mir alles genau vorstellen und war mitten im Geschehen.
Capitan Centuron, genannt Cent, ist mir in seiner verschrobenen Art sehr symphatisch geworden. Ein Buch, dass Spass macht. Ich kann es empfehlen und hoffe, es folgen bald weitere Centurons.

06.09.2013 21:51:09
Sonja Schittek

Hallo,
ich habe das Buch kurz nach seinem Erscheinen gelesen, und war und bin bis heute immer noch sehr angetan. Ich verschenke den Krimi auch sehr gern , und bis jetzt immer mit ausgesprochen positiver Resonanz,
was mich natürlich sehr freut. Ich liebe Andalusien, und in diesem Krimi taucht
man wunderbar ein in die Atmosphäre dieser andalusischen Kleinstadt mit ihren ungewöhnlichen und interessanten Menschen, und bekommt viel von dem 'echten' Leben mit.
Von Capitan Centuron und seinem Assistenten Gomez bin ich ein richtiger Fan. Centuron ist very special mit seiner aristokratischen Herkunft und seiner ungewöhnlichen Vita. Er ist ein ungemein charismatischer Typ mit sehr vielen Ecken und Kanten und einer ausgeprägten Intuition. Mit seinem Assistenten Gomez , der ein liebenswerter, schlauer, verrückter Vogel ist muss Centuron einen Mord aufklären der sich nicht leicht erschliesst und bis zum Ende eine grosse Herausforderung darstellt.Mir gefällt die Sprache von Uli Wächter unheimlich gut, und auch das Cover fand ich mal erfrischend anders. Ich freue mich auf einen neuen Centuron, denn ich möchte unbedingt noch mehr von ihm lesen !!
Ich kann das Buch wirklich empfehlen; den Menschen die Spanien lieben, und den Menschen die es noch nicht kennen gelernt haben.
Viel Spass mit Capitan Centuron & Co.