Racheengel

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • London: Harvill Secker, 2011, Titel: 'Stolen souls', Seiten: 314, Originalsprache
  • Berlin: Rütten & Loening, 2013, Seiten: 398, Übersetzt: Armin Gontermann

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Jörg Kijanski
Packend geschrieben, aber mit kleinen Schwächen

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mai 2013

Die neunzehnjährige Galya Petrowa aus der Ukraine träumt wie viele junge Frauen von einem besseren Leben. Doch nach einer Arbeit in einer Pilzfarm wird das hübsche Mädchen "entdeckt" und soll zur Prostitution gezwungen werden. Tomas Strazdas, Bruder des Mafiabosses Arturas, nimmt sich Galya persönlich an, wenngleich mit tödlichen Konsequenzen. Denn Galya denkt gar nicht daran, sich von Tomas vergewaltigen zu lassen und tötet diesen in Notwehr. Zwei Kumpels von Tomas kommen auf die Idee, dessen Leiche im Hafenbecken verschwinden zu lassen, denn schließlich waren sie für Tomas´ Sicherheit zuständig. Der Versuch geht schief: Ein Hafenbeamter wird verletzt, Galya gelingt die Flucht und binnen weniger Stunden gibt es weitere Tote.

Arturas will den Tod seines Bruders mit allen Mitteln rächen, während Lennon viel lieber mit seiner Tochter Ellen ein friedliches Weihnachtsfest feiern möchte. Aber Lennon ist zu sehr mit seinem Beruf verheiratet als dass er Galya nicht zur Hilfe eilen würde. Aber dazu bräuchte er erst einmal ein paar Antworten auf wichtige Fragen.

Detective Chief Inspector Jack Lennon übernimmt die Ermittlungen und schon bald ahnt er, dass ein Wettlauf mit der Zeit begonnen hat. Entweder findet er die junge Frau oder der von Arturas beauftragte Killer. Doch Galya sieht sich bereits einem anderen, ebenso schrecklichen Schicksal ausgeliefert.

Der dritte Fall setzt die Reihe (nur bedingt) gelungen fort.

Der dritte Teil der Jack-Lennon-Reihe ist packend geschrieben und kann durchaus als Pageturner gepriesen werden. Die Geschichte wechselt ständig zwischen den beteiligten Figuren, wodurch ordentlich auf das Erzähltempo gedrückt wird. Leider hat dieser Effekt den Nachteil, dass man jederzeit auf dem Laufenden ist und weiß, wer sich gerade wo befindet und was und warum macht. Galya hat ein handfestes Problem, während sich Lennon und Arturas´ Scherge ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Wer entdeckt Galya zuerst? Kommt es zum finalen Showdown? Und gibt es womöglich eine undichte Stelle bei der Polizei?

 

"Für Belfast wäre das eine Premiere. Einen Serienmörder hatten wir noch nie."
"Nein, bis vor kurzem hatte ja auch jeder mit einer Neigung, Leute nur so zum Spaß umzubringen, genügend andere Gelegenheiten."

 

Wer die beiden Vorgänger kennt wird sich über ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten freuen, wenngleich die Serie darunter leidet, dass in Blutige Fehde doch reichlich menschliche Verluste zu beklagen waren. Es fehlen einfach ein paar wichtige Personen, die den letzten Roman nicht überlebt haben. So fällt es dem Racheengel auch schwer, an den Vorgänger heranzukommen. Zudem "enttäuscht" der vorliegende Roman ein wenig, da die besondere "Situation" von Jack Lennon hier zu kurz kommt oder besser gesagt fast ausschließlich in Rückblenden stattfindet. Man könnte sagen, bekannte Dinge werden lediglich wiedergekaut und kaum fortgeführt. Doch womöglich möchte ja noch jemand die sehr lesenswerten ersten beiden Teile lesen, von daher soll hier auf die interessante "Biografie des Protagonisten" nicht eingegangen werden.

Wo bleibt der "Belfast-Effekt"?

Was aber (besonders) stört ist, dass in Racheengel kaum herausgearbeitet wird, warum die Geschichte in Belfast spielt. Würde sie in einer x-beliebigen anderen Stadt spielen, wäre (fast) alles gut. Aber Belfast ist nun einmal Belfast; eine Stadt, in der sich nach wie vor - sagen wir es mal ganz banal - bestimmte Gruppen nicht besonders vertragen. Genau diesen Konflikt hätte man aber in irgendeiner Form aufzeigen sollen (womit wir wieder bei der Biografie von Jack Lennon wären). In Blutige Fehde geschah dies sehr gut, hier passiert dies leider kaum. Dafür überzeugt Stuart Neville erneut mit einem ungewöhnlichen Finale.

Racheengel

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Letzte Kommentare:
02.10.2013 14:21:41
unclethom

Spannend von der ersten Seite an ist dieser Klassethriller. Gut konstruierte Fälle die diesen Thriller sehr glaubhaft machen. Die Protagonisten, ebenso wie auch die Schauplätze des Buches machen es dem Leser sehr leicht in die Story einzusteigen, man fühlt sich sofort mitten im Buch, nicht nur außen vor. Die Spannung die schon zu Beginn des Buches recht hoch ist steigert sich noch weiter bis zum atemberaubenden Finale. Besonders gut herausgearbeitet sind die Protagonisten die gleichfalls als Abschnittüberschriften dienen. Jeder der vier Protagonisten wirkt auf den Leser als wäre er lebendig. Insbesondere die Figur der Galya ist einem, trotz allem sehr sympathisch und man bangt mit ihr.
Ich vergebe für diesen tollen Thriller 4 von 5 Sternen.

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