Nicht schießen, Johnny!

Erschienen: Januar 1970

Bibliographische Angaben

  • Boston: Little, Brown, 1969, Titel: 'Johnny get your gun', Seiten: 227, Originalsprache
  • Frankfurt am Main; Berlin; Wien: Ullstein, 1970, Seiten: 156, Übersetzt: Renate Steinbach

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Detektiv Virgil Tibbs traut seinen Augen kaum. Aber bei diesem Mord deutet wirklich alles auf Johnny McGuire hin. Ein neunjähriger Junge! Dem Billy für sein Radio mit Blut bezahlen soll. Der einen Neger auf der Flucht erschießt. Und der ganz Pasadena in Rassenunruhen und in das Fieber einer Großfahndung stürzt. Ein neunjähriger Junge? Das muß Virgil Tibbs erst noch beweisen.

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17.02.2013 17:20:01
Stefan83

John Ball legt mit „Nicht schießen, Johnny!“ den bereits dritten Band aus der Reihe um den schwarzen Detective Virgil Tibbs vor. Vier Jahre nach dem Edgar Award prämierten Erstling „In der Hitze der Nacht“ spielt auch diesmal das Thema Rassismus eine größere Rolle. Eingebettet in eine Handlung, die in seinem Verlauf heute noch genauso aktuell daherkommt, wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 1969, den Spannungsaufbau allerdings weit weniger überzeugend bewältigt, wie seine beiden Vorgänger.

Kurz zum Inhalt: Als Virgil Tibbs zu seinem neuesten Tatort gerufen wird, traut er seinen Augen kaum. Alle Indizien sprechen dafür, dass es sich bei dem Mörder eines toten schwarzen Jungen um Johnny McGuire handelt. Selbst gerade mal neun Jahre alt. Und nun auf der Flucht vor der Polizei. In seinem Besitz der Colt seines Vaters, den er geklaut hatte, um die Zerstörung seines Radios zu rächen. Für die schwarze Gemeinde in Pasadena ist das endlich der Vorwand, auf den man gewartet hat. Überall branden Rassenunruhen auf, wird zur Jagd auf den Jungen aufgerufen. Für Tibbs, der als einziger Zweifel an der Schuld von Johnny hat, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit …

„Nicht schießen, Johnny!“ ist eins dieser Bücher, die man nach Beendigung relativ schnell wieder vergessen hat. Und auch eine zugehörige Rezension fällt kurz aus bzw. gestaltet sich vergleichsweise einfach, bietet Ball doch auf gerade mal 160 (vielleicht gekürzten?) Seiten in erster Linie altbekannte Kost, welche zwar immer noch essbar ist, die richtige Würze aber vermissen lässt. Steril, kalt, berechnend wirkt hier der Plot, dessen moralische Keule irgendwie zum Selbstzweck verkommen ist und streckenweise haarscharf am Seifenoper-Niveau vorbeischrammt. Wo der Autor in „In der Hitze der Nacht“ noch der Spagat zwischen Spannungsroman und Gesellschaftskritik gelungen ist, die Balance stets stimmte, wird dem Leser diesmal in vielen Passagen ein regelrechter Vortrag über das Gute und das Böse gehalten, wodurch die Handlungen und Schicksale der Protagonisten in den Hintergrund geraten.

So kühn die Idee ist, Ende der 60er Jahre auch den Rassismus der Schwarzen gegenüber den Weißen zu thematisieren, so wenig glaubhaft ist letztlich die Umsetzung. Da hilft es dann auch nicht, wenn man diesen Punkt immer wieder aufgreift, zumal Tibbs als schlichtender Vermittler völlig fehl am Platz ist. Seine Charakterentwicklung hat Ball überhaupt brach liegen lassen. Nur an wenigen Stellen des Romans blitzt dessen Holmsche Genialität auf, erweist sich der schwarze Ermittler als würdige Hauptfigur. Ansonsten bleibt sein Auftritt über weite Strecken arg blass. Und auch das kitschige Ende im Stadion passt letztlich so gar nicht zu dem kühlen, ruhigen Detective, den Sidney Poitier derart grandios und charismatisch auf der Leinwand verkörpert hat.

Insgesamt kommt „Nicht schießen, Johnny“ über viele gute Ansätze nicht hinaus. Virgil Tibbs dritter Auftritt ist, selbst für Freunde der Reihe, vernachlässigbar und bietet allenfalls kurzweilige Unterhaltung.