Tanz mit dem Teufel

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • : Severn House, 2014, Titel: 'Devil's dance', Seiten: 236, Originalsprache
  • München: carl's books, 2013, Seiten: 350, Übersetzt: Regina Rawlinson

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Andreas Kurth
Clevere Kerlchen und böse Buben

Buch-Rezension von Andreas Kurth Dez 2012

Als Mitarbeiter einer privaten Detektei in Los Angeles wird David Spandau mit ganz speziellen Fällen betraut. Er wird immer dann gerufen, wenn es eher schmutzige Fälle zu lösen gilt. Denn er hat einen ganz speziellen Ruf Spandau gilt als absolut verschwiegen. In Hollywood ist das keine ganz unwichtige Eigenschaft. Und er hat keine allzu engen Verbindungen zu den wirklich Einflussreichen des Filmgeschäfts. Deshalb wird er zuweilen auch einfach mal eingeschüchtert, wenn seine Fälle zu heiß werden. Und so soll er in seinem neuen Fall für Leute die Kohlen aus dem Feuer holen, denen er in herzlicher Abneigung zugetan ist. Der längst abgehalfterte einstige Kultregisseur Jerry Margashak hat mit seinem aktuellen Film gute Aussichten auf eine Oscar-Nominierung. Aber irgendwer setzt zwielichtige Typen ein, um Jerry in der Klatschpresse dicke Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Ein typischer Fall für David Spandau, der schnell mittendrin steckt im Sumpf von Schein und Sein sowie grandiosen Ablenkungsmanövern in der großen Traumfabrik.

Daniel Depp hat mit Tanz mit dem Teufel seinen dritten Roman über David Spandau vorgelegt. Der Halbbruder des Schauspielers Johnny Depp zeigt auch in diesem Buch, dass er die Interna in Hollywood bestens kennt, durchschaut und eben sehr gerne durch den Kakao zieht. Dabei ist Daniel Depp ein Insider, denn er schreibt selbst Drehbücher, aber eben auch Kriminalromane, die er in Hollywood angesiedelt hat. Bei der Lektüre dieser Bücher wird deutlich, dass der Autor für den Betrieb in der Traumfabrik offenbar nicht mehr viel übrig hat. Das wird in vielen Szenen des Romans deutlich, und beginnt schon mit der Auswahl der Figuren, die neben Spandau eine Rolle spielen.

Zum Auftakt lernt der Leser beispielsweise im Mac-Arthur-Park eine Nebenfigur namens Deets kennen. Er ist auch ein eher untergeordneter Handlanger, nur halt auf der anderen Seite. Dort ist er der Mann fürs Grobe, und seine ernüchternde Sichtweise des Geschehens im Park kann auf die ganze Stadt projiziert werden. Und auch die übrigen Leute, mit denen Depp in seinem Buch die Filmstadt illustriert, sind moralisch eher ohne irgendwelche Maßstäbe unterwegs. Dabei wirft der Autor so einige Dinge in einen Topf, zu differenzieren ist offenbar nicht sein größtes Anliegen. Film-Produzenten mit modernen und stylischen Büros werden gleichgesetzt mit den Anführern armenischer Mafiasippen, die ihr "Imperium" von einem Schlachthof aus führen. Säumige Schuldner werden kurzerhand gefoltert, während die Filmleute die hinterhältige gegen die ungeliebte Konkurrenz Intrige bevorzugen. Aber Verbrecher sind sie offenbar alle, was im Laufe der Geschichte immer wieder bekräftigt wird.

Wer seine Verachtung für das Milieu, in dem sein Roman spielt, derart durchscheinen lässt, muss mindestens eine gute Geschichte erzählen. Das ist Daniel Depp in meinen Augen durchaus gelungen. Die Dialoge sind unterhaltsam, die Anspielungen passend, und die Spannung kommt nicht zu kurz. Ob das für mehr als drei Romane dieser Reihe gereicht hätte, lasse ich mal dahin gestellt. Auf jeden Fall finde ich es müßig, die Spandau-Romane von Depp mit anderen Büchern über Los Angeles oder Hollywood zu vergleichen. Mit Stadt der Verlierer hat der Autor begonnen, die Traumfabrik literarisch zu veräppeln. Wie gut ihm das letztlich gelungen ist, muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Als Kriminalroman ist Tanz mit dem Teufel eine kurzweilige Lektüre, die Hollywood-Anspielungen haben mir persönlich gut gefallen. Wie perfekt das nun ist, kann man wohl nur als Kenner der Verhältnisse dort wirklich gut beurteilen. Unterhaltsam und lesenswert ist der Roman allemal.

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