Todesfrist

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 2013, Seiten: 416, Originalsprache

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Jürgen Priester
Der <cite>Struwwelpeter</cite> stand Pate

Buch-Rezension von Jürgen Priester Jun 2012

Andreas Gruber begann seine schriftstellerische Laufbahn im Phantastik-Genre. Seine Kurzgeschichten-Sammlungen erbrachten ihm über mehrere Jahre Nominierungen und vordere Plätze beim Deutschen Phantastik-Preis. Sein erster kompletter Roman Der Judasschrein erreichte ebendort den 1. Platz. Nach einem weiterer unheimlichen Thriller änderte Gruber seine Ausrichtung hin zum Psycho-Thriller. Die ersten Zwei dieser Art Schwarze Dame und Die Engelsmühle mit dem gemeinsamen Helden Peter Hogarth erschienen im Festa-Verlag und verkauften sich gut. Den großen Durchbruch gelang Gruber dann mit Rachesommer, der 2010 zuerst als Buch-Club Premiere veröffentlicht wurde, 2011 folgte die Taschenbuchausgabe bei Goldmann. Beim größten deutschen Buchversender wurde Rachesommer mit Lobpreisungen geradezu überschüttet - was den Rezensenten eher skeptisch macht und hält sich seitdem in oberen Regionen der hauseigenen Büchercharts. Skepsis hin und her, wenn die Neugier geweckt ist, lässt man sich dann doch zum Kauf verführen. Leider hielt Rachesommer nicht das, was so vielstimmig versprochen wurde. Guter Durchschnitt wie hundert andere auch. Da ist Todesfrist schon von ganz anderem Kaliber.

Todesfrist gibt es zur Zeit (September 2012) nur als Gebundene Ausgabe, wieder im Bertelsmann Buch-Club. Auf das Taschenbuch muss man bis zum März 2013 warten. Warten oder kaufen? Man muss ja nicht gleich dem Club beitreten. Second Hand bietet einige attraktive Angebote. Ob jetzt oder doch später es lohnt sich. Auch wenn Andreas Gruber den Serienkiller-Roman nicht neu erfindet, gelingt ihm das, woran fast alle anderen bei diesem Thema scheitern, nämlich eine glaubhafte Story zu schreiben. Zudem wartet der Autor mit einem wundersamen Helden auf.

Dieser heißt Maarten S. Sneijder, ist Holländer von Geburt und Fallanalytiker und forensischer Psychologe von Beruf. Momentan ist er für das BKA in Wiesbaden tätig. Maarten S. ist ein schlaksiger Typ mit kahlrasiertem Schädel und einem fadendünnen Bart, wie Rapper ihn gerne tragen. Ständig mit Selbst-Akupunktur gegen seine Cluster-Kopfschmerzen ankämpfend, kifft er, wo er geht und steht, wie ein Schlot. Sein Verhalten den Kollegen, aber auch Opfern und Zeugen gegenüber ist grobschlächtig und verletzend. Seine Verbalattacken strotzen vor Zynismus. Er weiß alles und hat immer recht. Kurzum, er macht auf "Ekelpaket" - das volle Programm. Dass hinter dieser Fassade ein hochsensibler, liebevoller Charakter steckt, merken nicht nur die Kollegen sehr schnell, sondern auch der Leser. Andreas Gruber stellt diese Figur dermaßen überzogen und mit Klischees behaftet vor, dass sie einfach nur Spaß macht und somit den vorgeblichen Ernst des Subgenres Serien-Mörder-Thriller konterkariert. Sein aktueller Fall führt den smarten Maarten nach München.

In München ermittelt Sabine Nemez, Kommissarin beim Kriminal-Dauerdienst, auf vollen Touren, obwohl sie gar nicht zuständig ist. Aber sie ist zweifach betroffen. Zum einen ist ihre geschiedene Mutter entführt worden, zum anderen wird ihr in Köln lebender Vater vor ein Ultimatum gestellt, eine Rätselfrage innerhalb von 48 Stunden zu lösen, ansonsten stürbe seine ehemalige Frau. Ein Tag nachdem der Vater in München eintraf, wird die Leiche der Mutter in der Frauenkirche gefunden. Die Lungen voll schwarzer Tinte. Über einen Freund beim BKA gelangt Sabine an Daten, die ihr sonst nicht zugänglich wären. Es hat in der jüngsten Vergangenheit schon zwei ähnlich gelagerte Fälle gegeben, die mit einem Ultimatum begannen und mit einer Leiche in einer großen Kirche endeten. Sabine stellt eine weitere Gemeinsamkeit fest: die Morde orientierten sich an den Geschichten aus dem Struwwelpeter. Der mittlerweile eingetroffene Sonderermittler Maarten S. Sneijder ist beeindruckt. Gemeinsam geht er mit Sabine, die er für ebenbürtig hält, auf Mörderjagd.

Ob der Struwwelpeter auch heute noch als angesagtes Kinderbuch die Runde macht, ist eher unwahrscheinlich. In der Kindheit des Rezensenten gehörte es neben den illustrierten Geschichten von Wilhelm Busch zur Pflichtlektüre, noch nicht einmal primär aus pädagogischen Gründen. Es war schlicht vererbtes Lesegut. Die martialischen Geschichten von einst sind auf jeden Fall gut in Erinnerung geblieben.

Thriller-Autoren lassen ihre Serienmörder ja gerne nach bekannten Vorlagen morden nach Dantes Inferno, Freuds Tabus, den 10 Geboten oder irgendeinem relevanten Märchen. Der Struwwelpeter mit seinen grausamen Strafen ist geradezu prädestiniert, als Inspirationsquelle für ein blutiges Mörderspiel zu dienen. Bei seiner Umsetzung begeht Andreas Gruber nicht den Fehler, seinen Roman nun in einem Meer aus Blut ertrinken zu lassen. Die meisten Tatorte werden erst im Nachhinein aufgesucht und es bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, sich den Tatverlauf rot oder rosa auszumalen. Nichtsdestotrotz ist Andreas Gruber kein Weichei. Wer seine Horrorromane kennt, weiß, dass er, wenn die Situation es erfordert, recht heftig zur Sache gehen kann. Aber die dargestellten Grausamkeiten sind nie Selbstzweck.

Wie eingangs erwähnt, legt der Autor eine glaubhafte Story vor. Thriller-Fans sind im Allgemeinen recht großzügig, was Ungereimtheiten oder Logikfehler in einer Geschichte anbelangt. In einem ansonsten stimmigen Plot kann man beim vielem ein Auge zudrücken.Was gar nicht geht, leider sehr oft gemacht wird und den Rezensenten immer wieder ärgert, weil es so unglaubwürdig ist, gegen Ende der Story ein Unsub als psychopathischen Mörder abzustempeln, der dann seitenlang über seine traumatisierende Kindheit schwadroniert.

Andreas Gruber hat einen anderen Weg gewählt. Er stellt seinen potenziellen Täter ausführlich vor, indem er ihn wegen anderer Auffälligkeiten zur Therapie schickt. Aus den Sitzungen erfahren wir Leser so einiges über ihn, aber zuerst nicht, was sein Knackpunkt ist, den die Therapeutin mit nicht immer erlaubten Mitteln herauszukitzeln versucht. Das Psycho-Duell der beiden, das über mehrere Runden geht, ist eine faszinierende Geschichte in der Geschichte. Toll gemacht und sehr glaubwürdig, soweit man das als Laie beurteilen kann.

Den Täter zu kennen, heißt jetzt nicht, ihn schon gefasst zu haben, denn dieser hier ist ganz schön clever und versteht es, sich mit allerlei Tricks einer Verhaftung zu entziehen. Aber er hat seine Rechnung ohne Maarten S. Sneijder aufgemacht, dessen übermenschlicher Durchblick an Prophetie grenzen, bis er sich einen dicken Klops einhandelt.

Andreas Gruber wandelt mit seinem Roman auf dem schmalen Grad zwischen Seriosität und Persiflage. Er entlarvt das Serienmörder-Thema als das, was es ist: die Ausgeburt der Fantasie ihrer Erzähler, die mit der Realität wenig zu tun hat, obwohl das Setting eine solche ständig vorgaukelt. So verbindet er Hochspannung mit unterschwelligem Humor, der immer ein Augenzwinkern parat hat, um einem verkniffenen Ernst in die Parade zu fahren. Wenn er seinen Super-Profiler so ganz nebenbei einen Rachefeldzug gegen eine große Buchhandelskette namens "Haital" (kennt jeder) durchziehen lässt, dann kommt nicht nur bei diesem diebische Freude auf.

So bewegt sich Andreas Grubers Todesfrist zwar auf ausgetretenen Pfaden, besticht aber durch Humor, Glaubwürdigkeit und einen außergewöhnlichen Hauptprotagonisten, dessen Eigendynamik eine fantastische Pace vorgibt, der sich selbst der Rezensent nicht entziehen konnte, der in Sachen Serienmörder normalerweise eine eher konservative Ausgestaltung vorzieht.

Todesfrist

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Letzte Kommentare:
08.04.2018 11:05:32
S.Salukowski

Grüazi mitanand. Zum Buch: Zu viele Frauenopfer und der ach so intelligente Täter ist ein kleines Dummchen. Wer sich an solchen Korinthen-Kackereien nicht stört, findet einen geilen Thriller, der richtig schön schreddert. Die Polizeiliche Bürokratie = Einwandfrei dargestellt. Fiathseich und besten Gruß

05.03.2018 11:07:24
mg11

Ein Thriller wie er sein muss!! Der Plot ist gut durchdacht und das Ermittlerpaar ist auch sehr extravagant und gefällt mir sehr(eine wirklich gute Kombi!!). Alle Personen erhalten die notwendige Tiefe, so dass der Roman nicht oberflächlich erscheint. Dennoch sind alle Beschreibungen (Ortschaften eingeschlossen) nur so weit ausgeführt, dass die Handlung nicht an Fahrt verliert. Besonders hat mir Gefallen, dass die Geschichte auf verschiedenen Ebenen erzählt wird, die dann gut miteinander verschachelt wurden. Weiter so Herr Gruber! Genieße bisweilen Teil 2 der Reihe um Nemez und Sneijder!

24.02.2018 22:32:13
Bergpflanze

Sneijder und Nemez sind ein interessantes Ermittlerduo. Besonders toll finde ich den kiffenden holländischen Misanthropen. Der Plot ist gut und die Spannung hoch. Vom Unterhaltungswert top. Für meinen Geschmack sind die Morde jedoch zu detailliert beschrieben und doch sehr grausam. Wem das nichts ausmacht, wird seine Freude mit den Büchern haben.

13.12.2017 14:30:50
Petra S.-B.

zuerst fiel mir Todesurteil eher zufällig in die Hände, von einem Autor von dem ich zuvor nie gehört habe ... ich war "gefesselt" und konnte gar nicht schnell genug zur Bücherei kommen um mir den ersten Teil Todesfrist zu sichern ... und auch das hatte ich in einem atemberaubenden Tempo gelesen ... über den Inhalt ist ja schon genug geschrieben worden ... ich mache es kurz: spannend, skuril, humorig und dann wieder hochspannend ... ich konnte es nicht weglegen.

03.10.2017 16:15:15
Klaus

Todesfrist ist auch als Hörbuch gelungen.
Da es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt, werden die Charaktere vom Autor langsam eingeführt.
Für Fans von Psychothrillern ein Muss.
Natürlich darf man nicht viel Neues erwarten...aber auch hier gilt: Unterhaltung ist das höchste Gut.
Was kann man kritisieren ?
Vielleicht die kleinen Zufälle, die etwas übertrieben sind. Vielleicht den Schluss, der zum ersten Mal eine gewissen Action aufbietet.
Jedoch überwiegen die Vorteile, die mich dazu veranlassen auch weitere Fälle dieses Ermittlerteams zu lesen oder zu hören.

03.09.2017 15:35:27
trafik

Weltklasse!
Es war mein erstes Buch von Andreas Gruber und ich bin so was von begeistert. Bei diesem Buch hat alles gepast.
Bei der Handlung mit der Idee vom Kinderbuch. Spitze!
Auch der Schreibstil ist flüssig und das ganze Buch durchgehend spannend.
Manche Lesermeinungen kann ich nicht verstehen. Vor allem die von Esther P. Wenn man diesen Thriller als schlecht einstuft, dann weis ich nicht was noch besser gemacht werden könnte.
Früher habe ich geglaubt, daß österreichische und deutsche Autoren keinen guten Thriller schreiben können. Die beiden Andis, Gruber und Föhr haben mir das Gegenteil bewiesen.
Lieber Andreas Guber, als ebenso Österreicher bin ich so was von beeindruckt. Bitte weiter so!

11.05.2015 22:53:27
James_Blond

Woah! :-) Was für ein beeindruckender Thriller. Normalerweise schiele ich immer in den nordischen Raum (Jussi Adler Olsen, Jo Nesbo, etc.), dabei beheimatet Österreich einen ebensolchen Meister seines Faches. Hut ab, Herr Gruber, für diesen Thriller.

Ich muss schon wirklich lange, eigentlich seehr lange suchen, um etwas zu finden, das mich an diesem Buch stört: Warum wird der Österreicher Andreas Gruber (von seinem Lektor, Verlag, etc.?) gezwungen Wörter zu schreiben, die kein Österreicher verwenden würde (z.B. eine Cola, eine Tüte)? Warum müssen sich Österreicher immer dem bundesdeutschen Hochdeutsch unterwerfen?

17.11.2014 07:02:11
rolandreis

Geschickt und äußerst intelligent baut Andreas Gruber seinen Psychothriller auf, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Von Anfang an ist die Spannung auf extrem hohen Niveau und hält sich mühelos bis zum Ende. Es gibt mehrere Erzählstränge, welche im Laufe des Buches zusammenlaufen. Der Mörder welcher an verschiedenen Orten in Deutschland und Österreich nach den Geschichten aus einem alten Buch vom Struwwelpeter tötet, ist ab ca. Mitte des Buches bekannt, dennoch wird man bis zur letzten Seite spannend unterhalten. Dabei sind das Haupt-Ermittler-Duo Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez, die beide nicht unterschiedlicher sein können, gut gelungen. In Summe ein sehr gut gelungener Thriller, der die Idee vom "Struwwelpeter" hervorragend umsetzt.

20.08.2014 07:54:42
Schneeglöckchen

Also mir hat "Todesfrist" gefallen. Verstehe den Verriß meiner Vorschreiberin ganz und gar nicht.
Ich fand das Buch spannend. Die Morde sind nichts für zartere Gemüter, wenn sie auch nicht jedem "wirklich pervers veranlagten Serienmörder nicht mal ein müdes Gähnen entlocken" wie meine Vorschreiberin meint.
Der etwas "schräge" niederländische Ermittler sorgte für Unterhaltung, ich fand ihn interessant.
Ja, wenn die Autoren keine Zufälle verarbeiten sollen, keine etwas außergewöhnlichen Figuren erfinden sollen etc. - wie sollten dann die Geschichten noch aussehen?
Außerdem schreibt das Leben selbst noch viel größere Zufälle.
Zum Glück jedoch sind Geschmäcker verschieden. Ich fand das Buch spannend und unterhaltend und gut geschrieben.

06.08.2014 23:14:42
Esther P.

Selten habe ich mich bei einem Buch, wo es um Mord geht, so sehr gefragt was mir der Autor dabei eigentlich sagen möchte. Die Handlung ist zu sehr vorhersehbar und "zufällig" und unspannend.
Die Morde selber würden jedem wirklich pervers veranlagtem Serienmörder nicht mal ein müdes Gähnen entlocken, und die Alleskönnerin vom KDD erinnert schon ein wenig an Frau Durant aus den ebenfalls recht abgedroschenen Romanen von A. Franz.
Mir ist es schon ein klein wenig zu zufällig dass ausgerechnet die Mutter der Alleskönnerin zu den Opfern gehört und auch dass sich ein weiteres Opfer wenige Stunden, bevor es gefunden wird, das Leben nimmt NACHDEM es zwei Monate in Gefangenschaft war. Zufälle gibt's. die gibt es nur in schlechten Büchern.
Also ein Buch welches zwar recht flüssig zu lesen war aber weder große Unterhaltung noch rasante Spannung zu bieten hatte. Kann man sich also getrost sparen zu lesen. Von mir trotzdem 22% dafür, wegen des recht verständlichen Schreibstils.

22.01.2014 20:03:15
Oldman

Das Tätermotiv ist lächerlich. Die Todesarten sind so bizarr, daß man fast schon meint, die Autoren einschlägiger Literatur machen sich einen Sport daraus immer merkwürdigere Formen des Ablebens zu erfinden. Richtige Kriminelle, für die Gewalt Mittel für ihre Zwecke ist, würden sich hier nur wundern. Krimis mit zuviel Psycho-Sauce sind eigentlich nicht mein Fall, aber wenn gleich zwei berufliche Psycho-Tanten annonciert werden weiß ich ja , auf was ich mich einlasse. Erträglich wird dieses Buch nur durch das wirklich rasante Finish und die beiden Protagonisten, die wohl als Serienfiguren gestaltet werden sollen. Hier ist Steigerungspotential vorhanden. Vielleicht werde ich daher dem nächsten Buch dieses Autors noch eine Chance geben.

06.01.2014 07:08:41
neuer fan

ich habe "todesfrist" innerhalb von 48 stunden gelesen, denn das buch ist sehr spannend geschrieben. irgendwo im keller habe ich auch noch eine sehr alte ausgabe des "struw.ter". auch die charaktere, vor allem mss, sind super. ich hoffe, es folgen noch weitere bücher mit dem ermittlerteam. weiter so herr gruber! :o)

02.01.2014 16:42:36
fluffi

Todesfrist ist gut und flüssig geschrieben. Der Spannungsbogen ist nicht riesig, aber konstant hoch. Ich habe mich an keiner Stelle glangweilt hatte aber auch kaum Herzklopfen. Alles in Allem ein solider, flüßig lesbarer Thriller mit einer außergewöhnlichen interessanten Story. Nicht schlecht, Von mir 85 Grad

14.10.2013 17:52:28
begeisterter fan, 15 jahre alt

dieses buch ist einfach genial!
es steht ganz oben auf meiner favoritenliste weil es einfach von vorne bis hinten spannend und einfallsreich ist. aber ich muss leider auch etwas bemängeln und das wäre dies:die details von den morden sollten genauer beschrieben werden ,denn das ist doch immer das beste an thriller-büchern.
aber allgemein ist es einfach ein tolles buch und ich würde und werde es weiter empfehlen . ich würde mich freuen wenn er mehrere so tolle bücher schreben würde.

27.07.2013 13:24:17
krimi-les-ologe

Spannende Unterhaltung ohne allzu viel Tiefgang. Aber der Aufbau der Geschichte und der Plot zum Schluss - vor allem das Zusammenführen der verschiedenen Handlungssträngen zum Finale hab mich sehr überzeugt. Gutes Krimi-Handwerk mit Spannung, die wirklich über dem Schnitt ähnlicher Serirenmörder-Stories liegt. Hat mich mehr überzeugt als die letzten Fitzek die ich gelesen habe. Bravo. Freue mich auf den nächsten Andreas Gruber.

11.06.2013 13:43:55
Sturmleser

Mein erstes Buch von Gruber, direkt nach dem Auslesen habe ich das zweite bestellt - Rachesommer!
Die Charaktere sind super konstruiert und auch schön gegensätzlich mit der Ermittlerin Sabine Nemez und Maarten S.!!! Sneijder! Gute finde ich auch die Einbeziehung des Kinderbuchs in den Thriller. Habe ich um ehrlich zu sein vorher noch nichts ähnliches gelesen. Die Spannung wird sehr hoch gehalten und es kommen immer überraschende Wendungen bei denen man förmlich mitzittert. Auch finde ich sehr gelungen, dass man von Anfang an in den Täter hineinblicken kann und es langsam alles einen Sinn ergibt ohne allerdings frühzeitig zu viel zu verraten. Gruber ist momentan noch ein "Geheimtipp" wird es aber nicht mehr lange sein.

27.05.2013 11:22:13
Timon1983

Ich wollte mit diesem Buch mal etwas neuem und einem für mich bis dahin unbekannten Autoren eine Chance geben. Meine Erwartungen wurden erheblich überstiegen. Ich hatte das Buch in wenigen Tagen gelesen weil es mich so gefesselt hatte. Das Buch ist so geschrieben, dass es nie langwierig zu lesen ist. Es ist für Abwechslung gesorgt und die Spannung wird bis zum Ende hoch gehalten. Ich bin schon auf das nächste Buch gespannt!!!

22.05.2013 18:36:06
vieweilb

Klassische Serientäter-Geschichte? Weit gefehlt! Der neue Thriller Todesfrist von Andreas Gruber bietet Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Guter Schreibstil, gute Handlung, interessante Ermittler runden das Buch ab. Ich hab das Buch in wenigen Tagen verschlungen. Es hat mir richtig gut gefallen.
Habe dazu auch gebloggt: http://www.vielweib.de/2013/05/bei-diesem-thriller-fallt-aufhoren-schwer/

15.03.2013 19:35:42
wendelin

Wunderbarer Triller, mit tollen Charakteren und sehr gutem Unterhaltungswert

Die Mutter von Sabine Nemez, Kommissarin beim Kriminal-Dauerdienst in München, wird ermordet. Ihr Vater wird verdächtigt. Der BKA Ermittler Maarten S. Sneijder jagt einen Serienmörder und Sabines Mutter scheint in die Serie zu passen.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und wird aus zwei Perspektiven erzählt. Auf der „Damals“-Ebene erfahren wir in Therapiesitzungen, viel über den Mörder. Die „Jetzt-Ebene“ erschließt sich aus der Perspektive einer ehemaligen Fallanalytikerin, die direkt ins Geschehen eingebunden ist und aus der Sicht der beiden Ermittler. Die Angehörigen der Opfer müssen Rätsel lösen, um ihre Lieben zu retten, sie haben dazu 48 Stunden Zeit.

Andreas Gruber schickt ein klasse Ermittlerduo auf die Jagd nach einem psychopathischen Serienmörder, der nach der Vorlage aus eine alten Kinderbuch mordet. Sabine, übermotiviert den Mörder ihrer Mutter zu finden und ihren Vater zu entlasten und den herrlich schrägen Sneijder. Ein arrogantes Ekel, Gras rauchend, mit Clusterkopfschmerzen und kleptomanisch ist er auch – herrlich!

Die Story ist glaubwürdig und gut erzählt. Man ist immer auf dem aktuellen Stand der Ermittlung und kann miträtseln. Das Psychoduell zwischen Mörder und Therapeutin ist großartig und Die Charaktere sind herzerfrischend.
Einen Kritikpunkt habe ich aber doch. Es hätte dem Verständnis nicht geschadet, wenn die im Deutschen völlig ungebräuchlichen österreichischen Begriffe übersetz worden wären. Was bitte ist ein „Leibhafen“! Und ein paar Schreibfehler hat’s leider auch.

Hoffentlich wird es weitere Krimis mit dem Kotzbrocken Maarten S. Sneijder geben!

20.09.2012 23:21:46
PMelittaM

Die Mutter der Münchner Kommissarin Sabine Nemez wird tot aufgefunden, erstickt an Tinte, die ihr jemand durch die Luftröhre eingeflößt hat. Zuvor hat Sabines Vater ein 48-stündiges-Ultimatum erhalten, innerhalb der Zeit hätte er seine geschiedene Frau retten können, wenn er ein Rätsel richtig gelöst hätte. Da er davon weder Sabine noch der Polizei etwas erzählt hat, wird er selbst verdächtigt.

Wie sich herausstellt, war Sabines Mutter nicht das einzige Opfer des Täters, es gab noch weitere in Köln und Leipzig. Das BKA wird hinzugezogen und schickt Maarten S.Sneijder , einen Tatortermittler niederländischer Abstammung, der unter Cluster-Kopfschmerzen leidet und deshalb Gras raucht und kein besonders angenehmer Zeitgenosse ist. Doch er lässt zu, dass sich Sabine an den Ermittlungen beteiligt und schon bald erkennt sie, dass die Morde sich an einem Kinderbuch orientieren, dem Struwwelpeter.

Fieberhaft wird nach Gemeinsamkeiten der Opfer gesucht, die auch gefunden werden, die Opfer kannten alle einen jungen Mann, der nun in Wien lebt. Sabine und Maarten fliegen dort hin und stellen fest, dass dieser verschwunden ist und auch von seiner Mutter jede Spur fehlt.

Die Psychotherapeutin Helen Berger erhält derweil Post vom Täter und auch ihr wird ein Rätsel gestellt. Sie versucht nun einer Frau das Leben zu retten und kommt dabei selbst in höchste Gefahr.
Schon der Prolog, in dem eine Krankenschwester entführt wird und vom Täter eine äußerst perfide Behandlung erfährt, schafft eine sehr beklemmende Situation. Dass ausgerechnet die Mutter der Ermittlerin dem Serienmörder zum Opfer fällt, tut ein Weiteres. Man ist schnell gefangen und zittert und hofft mit.

Die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, die nach und nach Zusammenhänge erkennen lassen. Dies ist sehr gut gemacht, man hat öfter ein Aha-Erlebnis und kann auch miträtseln. Wie es sich für einen guten Thriller gehört, gibt es einige überraschende Wendungen. Dass der Täter schon nach gut der Hälfte des Buches enttarnt ist, ist nicht weiter gravierend, man überlegt mit den Ermittlern, ob es ev. einen Komplizen gibt und hofft, dass die Opfer, die noch verschwunden sind, noch nicht getötet wurden und gerettet werden können.

Die Charaktere sind interessant und nicht unbedingt alltäglich. Eine Kommissarin, die selbst von einem Mordfall betroffen ist, ein kiffender Ermittler und gleich zwei Psychotherapeutinnen, von deren Arbeitsweise man einiges erfährt, findet man nicht in jedem Roman dieses Genres.
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte nicht abrupt endet sondern man in einem Epilog erfährt, was mit den Protagonisten nach den Ereignissen weiter passiert.

Ich habe die Geschichte fast in einem durchgelesen, sie hat mich sehr gut unterhalten. Bisher hatte ich noch nichts von Andreas Gruber gelesen, allerdings stehen mehrere seiner Werke schon auf meiner Wunschliste. Jetzt werde ich wohl recht bald wieder zu einem seiner Bücher greifen.