In Ewigkeit, Amen

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • München: Pendo, 2010, Seiten: 288, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 2011, Seiten: 288, Originalsprache

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Leichenfunde belasten eine junge Beziehung sicher ungemein, denkt Lisa Wild, als sie neben ihrer Großmutter in der Kirche vor dem toten Dorforganisten steht. Denn ihr Freund Max ist Kommissar und soll in dem Mordfall ermitteln. Dabei ist er ein Auswärtiger in dem erzkatholischen bayerischen Dorf und weder der dortigen Sprache mächtig noch mit den lokalen Gebräuchen vertraut. Zumal dies nicht der erste Kirchenmusiker ist, der in dem Ort ein gewaltsames Ende findet. Und weil Lisas Großmutter auch beim letzten Mal irgendwie an der Sache beteiligt war, wird sie zwangsweise zur Verdächtigen. Als Oma und Enkelin schließlich immer mehr ins Zentrum der polizeilichen Ermittlungen geraten, beschließt Lisa, die Sache selbst in die Hand zu nehmen – und schon bald gerät sie in tödliche Gefahr …

In Ewigkeit, Amen

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Letzte Kommentare:
10.12.2014 18:04:32
Edith Sprunck

Schon lange nicht mehr habe ich ein so eintöniges Buch in solch anspruchsloser Sprache gelesen. Von Ausnahmen abgesehen handelt es sich um seitenlange, nicht enden wollende Monologe, oftmals mit Wiederholungen von zuvor Geschriebenem. Die Gestalten im Geschehen werden ja noch durchaus anschaulich dargestellt, aber in einem Stil ohne Saft und Kraft. Sie bieten auch nichts aufregend Neues aus der regionalen Krimiwelt. Ein "unwiderstehlich witziger Krimi", wie von einer Zeitung gelobt, sieht für mich anders aus. Weder Witz noch Spannung!

12.06.2013 10:25:42
Dr. Astrid van Nahl

Das Folgende bezieht sich auf alle (bislang drei) Krimis von Susanne Hanika.

Thriller? Nein, keineswegs, und die Frage ist, handelt es sich denn dann wenigstens um Kriminalromane? Ja. Auch. Aber die hinreißenden Geschichten darauf zu reduzieren, wäre einfach eine Sünde, weil sie so viel mehr zu bieten haben, so viel Lebensklugheit, so viel Gesellschaftskritik, letztere aber immer mit einem zwinkernden Auge und ungemein liebenswert und sympathisch. Der Fall selbst, so spannend er ist, wird fast nachrangig vor so viel schönen Schilde-rungen des Dorfes und seiner kauzigen Bewohner und dem herrlichen Dorftratsch, der diese verbindet.

Drei Krimis mit „biblischen“ Titeln, die spontan an die sonntägliche Messe mit ihren Gebeten erinnern und die sich so wundervoll zu der bigotten Atmosphäre fügen – wie auch das Cover vor allem des ersten Bandes mit der parodistischen Idylle der friedlich weidenden Kühe auf grünem Gras, die Dorfkirche fast kitschig beherrschend im Hintergrund (dass sich da lilablaue Wolken zusammenballen, hat schon seinen Grund und darf zu Recht symbolisch verstanden werden). Die Kirche, als Gebäude zumindest, wird in beiden Romanen eine große Rolle spielen.

Zum einen durch die Großmutter, ein Unikum sondergleichen, die nicht nur für Anti-Strahlungs-Geräte schwärmt, sondern auch die Kirche beaufsichtigt und dabei immer Weihwasser in die Mineralwasserflasche füllt und mitnimmt, damit man was im Haus hat. Zum anderen durch die Leichen. Im ersten Band eine sehr frische Leiche, denn gerade hat der Organist noch Orgel gespielt, da liegt er tot da. Auf der Orgel. Im zweiten Band wird die Kirche geputzt und dabei fällt ein Kirchenkisterl (aus der ungeputzten Ecke) hervor und offenbart die Knochen eines Skeletts. Lisa, die beide Geschichten erzählt, Enkelin besagter Großmutter und Jungjournalistin, hat gewusst, dass das nichts als Ärger bringt. Zwei Mal in so kurzer Zeit eine Leiche im Zusammenhang mit ihrer Familie, da müs-sen die Leute ja auf dumme Gedanken kommen. Da ist es nur ein kleiner Trost, dass der Max, der preußische Kriminalkommissar, ihr Freund ist, mit dem sie (so oft es nur geht) das Bett teilt.

Der erste Band ist ganz besonders raffiniert gebaut, als Leser glaubt man erst, man habe einen vorausgehenden Band versäumt, in dem etwas (aber was?) geschehen sein muss. Bald zeigt sich aber, dass es nur ein äußerst geschicktes Spiel mit zwei „Fällen“ ist, einem in der Vergangenheit und dem gegenwärtigen, und beide haben etwas mit Lisa zu tun. Die Spannung wird klug aufgebaut und nicht nur gehalten, sondern gesteigert, man kommt auch nicht schnell dahinter, worum es geht, und deshalb liest man und liest und kichert sich durch das Buch, bis man an dem befriedigenden Ende angekommen ist. Dabei geht es eigentlich überhaupt nicht darum, wer der Täter ist, weder hier noch in Band 2 (da fragt es sich vielmehr: Wer ist die Leiche?), sondern um das gesamte Drumherum, das sozusagen von den kriminellen Ereignissen zusammengehalten wird.

Es dauert nicht lange, da hat man als Leser das Dorf betreten und wird Teil vom Leben dieser Dörfler und mag es gar nicht mehr verlassen. Zu sympathisch und originell sind seine Bewohner. Die Oma hatten wir schon, aber da ist auch der Pfarrer mit seinem Börnaut, weswegen er einen Pastoralreferenten bekommt, der gleich in den Ruf kommt, homosexuell zu sein wegen der Sachen, die er trägt. Und kann man sich etwa Schlimmeres als das vorstellen? Wohl kaum! Da ist auch der Dorfdepp und Säufer, den es im neuen Kreisel regelmäßig mit seinem Fahrrad aus der Kurve haut, und der Metzger, der gleich ein Geschäft wittert und Ignazwürstl anbietet, als die Dorfbewohner sich schnell einig sind, dass es sich bei dem Skelett nur um den Heiligen Ignaz handeln kann. Da sind die Rosenkranztanten, in ihrer Scheinheiligkeit kaum zu überbieten, oder die Freundin von Lisa, glücklich verheiratet, aber mit 2 Kindern von einem anderen (ohne dass ihr Mann das wüsste). Ganz abgefahrene Typen und einem doch so wunderbar vertraut.

Das sind keine individuell erschaffenen Personen von psychologischer Tiefe, das sind Menschen, die Eigenschaften und Eigenheiten verkörpern und die man deshalb allesamt zu kennen glaubt. Und der Leser ist mittendrin und bekommt auf unterhaltsamste Weise brühwarm den neusten (und älteren) Dorfklatsch serviert – einfach wunderbar. Auf menschliche Verhaltensweisen und Grund-muster reduziert, wird jeder Leser etwas anders aus ihnen machen. Wie viel Lebensklugheit und Warmherzigkeit, wie viel erzählerisches Geschick zeigt sich allein in diesen Menschendarstellungen – immer mit einem herrlichen Hauch witzigster Boshaftigkeit, die die Bigotterie und Scheinheiligkeit entblößt, ohne je zu verletzen.
Die Handlung rund um „den Fall“ ist immer wieder skurril, aber so spannend sie auch ist, es sind eben die Menschen mit ihren kleinen und großen Schwächen, um die es wirklich geht, und das weiß Susanne Hanika amüsant und geistreich, mit einer gehörigen Portion Humor und Witz zu servieren.

Intelligente Unterhaltung vom Feinsten – mehr davon!