Fünf

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Argon, 2012, Übersetzt: Nicole Engeln

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Peter Kümmel
Blutige Schatzsuche

Buch-Rezension von Peter Kümmel Jan 2012

 

"Die Stelle, an der sich sein linkes Ohr befunden hatte, pochte im Rhythmus seines Herzschlags."

 

Mit dem ersten Satz des Romans wird klar: hier schreibt eine Autorin, die den Leser von Anfang an fesseln möchte. Und es wird auch klar: das wird kein Landhaus-Krimi werden. Doch bevor der Leser verstehen wird, was es mit der ersten Szene des Prologs auf sich hat, geraten die Salzburger Kriminalbeamten Florin Wenninger und Beatrice Kaspary nicht nur in Stress, sondern auch gehörig unter Druck, denn der Serienmörder scheint nicht zu aufzuhalten...

Doch von Anfang an: Auf einer Kuhweide in der Nähe von Salzburg wird vor einer Felswand eine weibliche Leiche gefunden. Todesursache von Nora Papenberg scheint ein Sturz von eben dieser Felswand zu sein. Und dass die Frau nicht freiwillig aus dem Leben geschieden ist, zeigen die mit Kabelbinder hinter dem Rücken gefesselten Hände. Doch das ungewöhnlichste an der Leiche sind die frisch tätowierten Zahlenreihen an ihren Fußsohlen. Wie die Ermittler herausfinden, handelt es sich dabei um geographische Koordinaten.

Als die Kriminalbeamten diese Position aufsuchen, finden sie in der Nähe der Teufelsschlucht hinter einem Stein eine Frischhaltedose mit unappetitlichem Inhalt: eine menschliche Hand. Dazu ein handgeschriebener Zettel, dessen Text wie ein Rätsel klingt: Gesucht wird ein Sänger mit Vornamen Christoph, der blaue Augen und ein Muttermal auf der linken Hand hat. Aus dessen Geburtsjahr sollen sich wieder neue Koordinaten berechnen lassen. Treibt hier ein Mörder ein makabres Spiel mit seinen Jägern?

Von ihrem Kollegen Stefan wird Beatrice aufgeklärt: Diese Schnitzeljagd, die der Täter seinen Häschern aufdrängt, ähnelt dem Geocaching. Einer Freizeitbeschäftigung, bei der man mittels GPS-Daten versteckte Schätze sucht, sich in ein Logbuch einträgt und die Gegenstände des Inhalts austauschen darf.

Das Rätsel kann schließlich gelöst werden, doch führt es nur zum nächsten Leichenteil und zum nächsten Rätsel. Und bevor geklärt werden kann, ob der gefundene Sänger mit dem Fall zu tun hat, verschwindet dieser spurlos...

Konstruiert, aber mit einem originellen Clou

Nachdem die österreichische Autorin bislang für ein jüngeres Publikum geschrieben hat, ist man natürlich gespannt, ob sie auch im Erwachsenen-Bereich punkten kann. Von Anfang an legt sie ein flottes Tempo vor. Ihre Charaktere sind dem Leser sofort sympathisch, vor allem Beatrice mit ihren allzu menschlichen Problemen zwischen Beruf und Familie. Kollege Florin steht dagegen etwas im Hintergrund, da besteht noch Potential für eine Weiterentwicklung.

Wie bereits der einleitende Satz erwarten lässt, ist der Roman nichts für zartbesaitete Leser. In einigen Szenen serviert die Autorin recht anschaulich brutale und unappetitliche Details, mit denen sie Kolleginnen des amerikanischen oder englischen Thrillermarkts Konkurrenz machen könnte.

Die Handlung ist - natürlich - konstruiert. Doch sie ist - was bei einer solch verzwickten Konstruktion nicht unbedingt selbstverständlich ist - logisch und in sich schlüssig aufgebaut. Und dass diese Konstruktion nicht wirklich glaubhaft ist, sei aufgrund des originellen Plots verziehen. Der Leser bleibt auf einer Stufe mit den Ermittlern, kann den logischen Schlüssen ebenso folgen wie den falschen Fährten und seine eigenen Folgerungen daraus ziehen. Der Prolog dient dabei nicht wirklich als Wissensvorsprung.

Angesichts der recht überschaubaren Anzahl an handelnden Personen kann die Offenbarung des Täters an sich nicht wirklich überraschend sein, wohl aber Ursache und Wirkung des ausschlaggebenden Ereignisses. Den Clou des Ganzen finde ich überaus gelungen und in dieser Art und Weise relativ neu in einer Krimilandschaft, die an Ideen schon so gut wie alles kennt. Mehr dazu darf natürlich nicht verraten werden.

So neu und intelligent dieser Kniff ausgedacht wurde, so bieder und abgefahren ist es, den Ermittler schließlich in die Fänge des Täters geraten zu lassen. Das mag dem Krimi-Gelegenheitsleser noch mal einen Abschluss-Kick geben, dem alten Kirmi-Hasen lockt es jedoch nur ein müdes Gähnen hervor.

Von der Einheitskost des Thrillermarkts hebt sich Fünf vor allem durch den ungewöhnlichen Aufhänger ab. Da Geocaching zu den Hobbies der Autorin zählt, weiß sie natürlich, wovon sie schreibt und erklärt diese interessante Freizeitbeschäftigung sehr anschaulich. Möglicherweise kann sie dadurch den ein oder anderen Muggel - wie Nicht-Eingeweihte in Geocacher-Kreisen genannt werden - nicht nur spannend unterhalten, sondern ihm vielleicht zu einem neuen Hobby verhelfen.

Ursula Poznanski hat auf jeden Fall gezeigt, dass sie auch spannende und vor allem zeitgemäße Thriller schreiben kann. Fünf bietet nicht nur handwerklich solide Spannungskost, sondern auch intelligente Unterhaltung. Auf den nächsten Band mit Beatrice und Florin darf sich der Leser schon mal freuen.

Fünf

Fünf

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Letzte Kommentare:
17.02.2019 17:02:26
michi_52

Vorab: der Plot ist wirklich Klasse und spannend. Was ich mittlerweile nur extrem nervend finde sind Autoren, denen immer wieder die gleichen Klischees einfallen. Als da wären: ein strunzblöder Chef (... sie müssen den Täter heute noch finden, sonst suchen sie sich schon mal einen neuen Job - was machen sie eigentlich den ganzen Tag - die Presse macht uns fertig - usw. usf.). Eine alleinerziehende Protagonistin mit 2 (eins reicht ja nicht) Kindern. Die zudem noch von ihrem Ex gestalkt wird. Und zum Schluß (natürlich) dem Killer in die Hände fallen muss. Dazu noch eine gehörige Portion extremer Perversitäten, die genüßlich beschrieben werden. Was soll das alles? Weniger ist oft mehr. Schade drum.

08.02.2016 17:14:33
trafik

Ich fand dieses Buch einfach nur Weltklasse!
Die Idee einen Thriller zu schreiben, wo die Ermittler Geocaching betreiben müssen ist schlichtweg genial.
Auch der Schreibstiel hat mich überzeugt. Spannend, fast das ganze Buch lang. Das Ermittlerduo kommt auch total nett herüber.
Ursula Poznanski kommt ja aus Österreich. Ich bin auch aus diesem Land und daher freue ich mich doppelt darüber. Vorallem, da es zwar viele Krimischreiber in Österreich gibt, aber fast keine Autoren, die gute Thriller schreiben können.
Weiter so!

02.08.2015 22:42:23
wampy

Buchmeinung zu Ursula Poznanski - Fünf

„Fünf“ ist ein Kriminalroman von Ursula Poznanski, der 2012 bei Wunderlich erschienen ist.

Klappentext:
Thanks for the Hunt …Du bist fündig geworden. Rätselaufgaben, deren Lösung Koordinaten sind. In Plastikbehälter verpackte Leichenteile. Zeugen, die nach der Befragung sterben. Es ist eine blutige Version des Geocaching, eine grausige Jagd, auf die sich die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary einlassen muss. Der Fall scheint unlösbar. Und plötzlich wird sie selbst zur Beute …


Meine Meinung:
Ein dickes Plus für die Grundidee des Buches. Auch das Thema Geocaching war für mich neu und wurde im Buch fast schon liebevoll erläutert. Meine Lieblingsfigur ist der zweite Ermittler Florin Wenninger geworden – einfach weil er „nur“ normal war. Beatrice Kaspary, die eigentliche Hauptfigur, befindet sich im Kampf mit ihrem Exmann um die beiden gemeinsamen Kinder. Sie wird von ihrem Mann mit nächtlichen Anrufen terrorisiert und ist nicht in der Lage, etwas dagegen zu tun. Zusätzlich weckt der Fall in ihr traumatische Erinnerungen an eine Begebenheit aus ihrer Zeit als junge Erwachsene. Daneben tritt sie noch in Kontakt mit dem Owner, wie der Täter bei den LKA-Beamten genannt wird. Dieses belastende Umfeld ging mir zunehmend auf den Keks und trübte mein Lesevergnügen erheblich. Ein weiterer Kritikpunkt ist die ausführliche Beschreibung blutrünstiger Situationen, derer es nicht bedurft hätte. Dabei kann die Autorin einiges positive in die Waagschale werfen. Sie erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven, hat einen guten Spannungsbogen und hat ein gutes Gespür für die Sprache. Das Hauptplus ist aber die Grundidee, die ich aber aus Spoilergründen nicht näher erläutern will.

Fazit:
Ursula Poznanski hat Potential, kann es aber bei diesem Buch, ihrem ersten, noch nicht komplett abrufen. Bei mir trübte die dominante Darstellung ihrer privaten Probleme das Lesevergnügen doch erheblich. So kann ich nur drei von fünf Sternen vergeben.

04.06.2014 13:30:09
Alexandra

Ich habe zuvor,nur gutes von dieser Autorin gehöhrt,und hab mich einfach mal an dieses Buch rangetraut.Ich muss sagen,das es viel zu bieten hat,und sehr spannend aufgebaut ist.Normalerweise bin ich nicht so ein Thriller Leser aber dieses Buch hat mich echt überzeugt.Ich habe dieses Buch geliebt,und kann nicht abwarten den 2.Band zu lesen.

04.03.2014 08:54:55
Hupfdidue

Meine beiden Leidenschaften vereint: Thriller & Geocaching!

Ich empfand den Anfang als durchaus sehr, sehr spannend, fühlte mich jedoch etwas gestört dadurch, dass der Mörder als Owner bezeichnet wurde. Die Tatsache, dass die Autorin selbst Cacherin ist, machte diese Tatsache auch nicht besser...

Ich fand die Geschichte teilweise etwas holprig und nicht ganz stimmig, alles in allem aber schon spannend und blutig. Ein wenig vorhersehbar, aber Abgründe für das Motiv etwas weit her geholt.

Von mir bekommt das Buch 75 Punkte.

05.01.2014 00:18:18
Andrea

Habe das Buch in der Bücherei ausgeliehen, Abteilung Jugend für meinen 13 jährigen Sohn, ihm werde ich es nicht geben. Ich habe es an einem Tag verschlungen, ja , natürlich ist das Buch konstruiert, welcher Thriller entspricht schon der Wirklichkeit, mit Geocaching bin ich bisher erst auf einem Kindergeburtstag für 10-jährige in Berührung gekommen. Ich freue mich darauf was Ursula Poznanski in der Zukunft noch für uns bereithält!

25.08.2013 16:27:08
Andrea

Für mich ist "Fünf" der beste Thriller seit langem! Die Idee, die Ermittler auf eine Geocaching-Jagd zu schicken, fand ich an sich schon genial. Aber wirklich getoppt wurde das Ganze noch durch die "Auflösung". Wer der "Owner" ist, war mir recht schnell klar, aber warum die Jagd, warum der ganze Aufwand? Das hat die Autorin meiner Meinung nach brillant inszeniert. Dass die ganze geschichte konstruiert ist, dass eine Menge Klischees vorkommen und dass die Ermittlerin am Ende in die Fänge des Bösen gerät, empfinde ich nicht als Nachteil Wenn Autoren nur die Geschichten nachschrieben, die das Leben vorschreibt, wäre die Bücherwelt eine sehr langweilige.

08.08.2013 17:20:49
carolina

Ich habe beim Schmökern im Buchladen auf der Umschlagseite gelesen, dass der Krimi in Salzburg spielt. Die Autorin war mir nicht bekannt, aber den Handlungsort kenne ich als Stadtsalzburgerin sehr sehr gut. Deshalb habe ich das Buch gekauft und das nicht bereut. Seit 50 Jahren lese ich Krimis und da waren schon viel schlechtere dabei, allerdings auch mitreissendere.
Der Plot ist neu und originell. Der Schreibstil und die Sprache ausgezeichnet. Und die Wege in Salzburg stimmen - fast immer. Das Mozarteum ist am Mirabellplatz, man muss nicht in die Paris Lodron Straße einbiegen. Zum Wolfgangsee gehts über Guggenthal und nicht den Heuberg. Und über die Autobahn zum Wallersee ist von der Poldion aus eher ein Umweg. Besser wäre gleich die Bundesstraße 1. Das sind natürlich für andere Leser Peanuts, aber wenn man die Gegend gut kennt.Die Beschreibung der Person der Ermittlerin (die Autorin vermeidet konsequent die Verwendung von Dienstgraden!) ähnelt sehr der Laura Gottberg von F. Mayall in bezug auf geschieden alleinerziehend 2 Kinder, nerviger Ehemann, "böser" Chef. Und dass sie am Schluss vom Täter geschnappt wird ist banal. Schade, ohne das wäre der Krimi richtig Spitze!
Den Folgeband hab ich schon bestellt. Meine Empfehlung: lesen!

29.07.2013 12:11:19
Sylvia Krüger

Ich habe "Fünf" auf einer neunstündigen Bahnfahrt gelesen und fühlte mich bestens unterhalten. Das will schon etwas heißen, denn ich habe schon soo viele Krimis gelsen.
Das ist genau die richtige Mischung aus Spannung und Persönlichem und nicht allzu brutal, den sie geht nicht zu sehr ins Detail und spart sich die sadistischen Folterungen einer Val Mc Dermid.
Ich freue mich, dass es auch Autorinnen im deutschsprachigen Raum gibt und wir nicht immer nur übersetzte Kost lesen müssen.
Weiter so!

14.06.2013 14:56:04
Lesestunde

Der Roman ist bis auf das Zurückgreifen auf immer wiederkehrende Klischees recht gut gelungen. Das die Ermittler wie bei jedem anderen Roman immer von Ihren privaten Problemen gestresst sind, ist Standard. Je mehr der Ermittler im Privaten zu Kämpfen hat desto besser ist er anscheinend im Beruf ( siehe Wallander). Eine unbewältigtes Trauma kommt hier in der Rezeptur hinzu. Das wird irgendwann langweilig. Ich wünschte mir andere Profile. Der problembehaftete Kommissar steht wie immer im Kontrast zu einem fast übernatürlich intelligenten Täter, der leider in diesem Fall als ehemaliger Tierarzt, unglaubwürdig erscheint. Ich habe den Roman trotzdem gerne gelesen, auch wenn dieser im altbewährten Muster gestrickt wurde.

16.03.2013 16:58:31
Alissa Kischler

Ich finde das Buch sehr Toll und Spannend! Ich halte jetzt auch eine Buchvorstellung darüber. Kaum hab ich eine Seite gelesen konnte ich nicht mehr aufhören denn ich hab mich sehr darin vertieft, wenn ich dann endlich schlafen wollte konnte ich nicht denn ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Ich empfehle dieses Buch!

15.03.2013 20:01:00
wendelin

*Blutige Schnitzeljagd*

Auf einer Kuhweide wird eine tote Frau gefunden, der geografische Koordinaten in die Fußsohlen tätowiert wurden. Bei der Suche nach diesen Koordinaten findet die Polizei hinter einem Stein eine Frischhaltedose mit einer menschliche Hand. Außerdem Hinweise auf weitere GPS-Daten. Schnell wird klar, der Mörder treibt ein perfides Rätsel-Spiel mit der Ermittlerin Beatrice Kaspary – Geocoaching mit Leichenteilen. Und schnell gibt es weitere Opfer.

Auf jeden Fall ein interessanter Ansatz. Aber leider nicht so ganz gelungen umgesetzt. Im Vordergrund stehen die Probleme der alleinerziehenden Mutter Beatrice, die außerdem von ihrem Ex belästigt wird. Das bringt die Kriminalhandlung nicht voran und lässt keine wirkliche Spannung aufkommen. Die Rätsel sind nicht so, dass man der Lösung entgegenfiebert und die detaillierte Beschreibung der blutigen Grausamkeiten ist bestenfalls eklig. Außerdem wirkt die ganze Geschichte konstruiert und die Auflösung kann trotzdem nicht überraschen. Dafür erfährt man viel über das interessante Hobby der Autorin, das Geocaching.

*Fazit: Obwohl blutig und mäßig spannend, trotzdem mal eine neue Idee sprachlich flüssig umgesetzt.*

07.02.2013 11:25:13
Justina

Das war mein 1. Buch von Usula Poznanski. Es war für mich leicht und flüssig zu lesen.
Und es ist spannend bis zum Schluss.
Das Geocaching war bis zu diesem Buch neu für mich. Aber wunderbar beschrieben.

Die Geschichten um die beiden Hauptakteure fand ich auch sehr gelungen.

Ich spreche für dieses Buch meine Empfehlung aus.

17.11.2012 12:54:47
Larissa Engel

Diesen Buch ist absolut Scheiße ! !
ich habe noch nie so ein scheiß buch gelesen ! was eine blamage. ich dachte das buch wäre wirklich gut ... schade eigendlich. es war nämlich grotten schlecht xD :( so ein extrem langweiliges Buch habe ich noch nie gesehen oder gar gelesen . EREBOS hingegen war absolute KLASSE xDDD wir haben ihn in meiner klasse (9e) gelesen ! einfach spitze xD I LOVE THIS BOOK !!! ♥

14.11.2012 08:16:47
rolandreis

Nachdem ich selbst aktiver Geocacher bin, war ich natürlich sehr gespannt. Das Buch ist gut geschrieben, kommt aber meiner Meinung nach bzgl. Spannung nicht an Erebos oder Saeculum heran. Die Fakten zum Thema Geocaching sind von der Autorin gut recherchiert, das hat mir gefallen. Allerdings wird die Ermittlerin zu oft durch ihre eigenen Fehler von der Spur gebracht, handelt zu viel auf eigene Faust (was unglaubwürdig und zugleich klischeehaft ist) und das Ende ist leider auch schon früh zu erraten. Poznasnki ist ein solider Krimi gelungen, aber Thriller ist es keiner.

04.11.2012 15:23:02
anyways

Den Salzburger Kriminalbeamten Beatrice Kaspary und Florin Wenninger wird ein Leichenfund auf einer Kuh Wiese gemeldet. Am Tatort angekommen, nach einer vorsichtigen Inspektion der weiblichen Leiche, fallen Beatrice eigenartige Zahlenkombinationen an den Fußsohlen der Ermordeten auf. Diese stellen sich wenig später als Koordinaten heraus, die Kaspary und Wenninger zum Versteck eines Behälters mit Leichenteilen führen. Stefan Gerlach stößt zur Unterstützung zum Duo und erkennt sofort, dass der Täter einen recht entspannenden Freizeitspaß für seine Abartigkeiten nutzt. Denn auch am neuen Fundort findet sich neben einer schriftlichen Verhöhnung eine Angabe von Koordinaten. Wenninger, Gerlach und Kaspary befinden sich alsbald auf einer Geocaching-Tour der blutigen Art. Beatrice wird allerdings das Gefühl nicht los, das der Täter speziell sie anspricht.

Poznanskis Thriller um die Ermittler Wenninger und Kaspary ließen mich annehmen, dass ich mitten in einer Serie eingestiegen bin. Dem ist zwar nicht so, ließ mich aber durch die weniger gut beleuchtete Vergangenheit (privat oder beruflich) Beider zu solchen Schlüssen kommen. Zum einem ist dort Florin Wenninger, der einen begnadeter Koch und Barista mimt, erst nach vielen Seiten wird klar dass er die eigentliche Führungsrolle innehat. Zum anderen Beatrice Kaspary die eine vermutete turbulente private Phase durchlebt, sie lebt in Scheidung von ihrem Mann, der sie wiederum zu jeder Tag und Nachtzeit belästigt, erzieht die beiden Kinder allein, arbeitet in einem nervenaufreibenden Job, hegt Gefühle für einen Kollegen und muss sich ständig von ihrem obersten Boss zurechtweisen lassen. Das Augenmerk legt die Autorin eindeutig auf ihre weibliche Protagonistin und hier hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit der Glaubwürdigkeit. Warum müssen weibliche Protagonisten nur oft solche Tausendsassas sein? Manchmal ist weniger mehr. Sehr gut ist der Autorin hingegen die Beschreibung der doch immensen Sisyphusarbeit der Polizei gelungen. Dies tut auch der Spannung keinen Abbruch. Eher im Gegenteil sind die Spannungsbögen dadurch gut gezeichnet.
Das eigentliche Szenario und die Auflösung dieser Verbrechen waren in der Form für mich so nicht nachvollziehbar. Es war für mein Empfinden alles ein wenig zu dick aufgetragen. Eine zu engagierte Ermittlerin, mit natürlich traumatischer Vergangenheit und ein Täter, der schlimmer nicht töten könnte. Einzig die Idee des Geocaching fand ich originell, gut beschrieben und glaubwürdig umgesetzt.

08.10.2012 09:58:22
schneeglöckchen

Wie man dieses Buch als "eher langweilig" bezeichnen kann, ist mir unbegreiflich. Ich fand es von der ersten bis zur letzten Seite spannend.
Die Geschichte ist gut überlegt und aufgebaut, die Charaktere sind glaubhaft. Besonders die Erklärung für alles sorgt dann zum Ende hin nochmal dafür, daß es einen gruselt, wohinein Menschen geraten können und durch Feigheit, Angst und Egoismus andere schädigen.
Ein lesenswertes Buch.

04.08.2012 14:04:59
rolandbusche

Na ja, kann mich dem Uretil der Red aktion nicht so anschliessen. Ich finde die Kommisarin mit ihren privaten Problemen nervig, weil sie natürlich kein Zuhause kennt und nur im Dienst ist. Mich erinnert der Gerocaching Kram an die 5 Fragezeichen Bücher von Alfred Hitchcock, da soll man auch mitraten. Eher langweilig. ich hatte mich extra auf einen Regionalkrimi gefreut. Spielt nur zufällig in Salzburg - nicht der Hit. ich würde ihn nicht nochmal kaufen.

12.07.2012 16:06:29
hvrarih

http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=14d853bd-e1ba-4082-811a-2647eeea0786

Bin Geocacher und habe eben einen Cache gefunden mit .. als Inhalt.
Wär was für Ursula.
Was mich als Thriller- und Krimileser hier begeisterte war die Schlüssigkeit. Ich hab bewusst gesucht. Wo gibts was allzu Zufälliges oder Unlogisches. Es passt alles.
Dass die Ermittlerin in die Fänge des Mörders gerät ist für jeden aktiven Cacher nachvollziehbar-das Jagdfieber halt.

24.06.2012 12:43:54
arfi

Eine Frau wird am Fuß einer Felswand gefesselt und tot aufgefunden. Ein Rätselcache mit 5 Stationen, und in jedem Versteck finden sich neue Tote oder Teile davon.

das buch war von der 1. bis zur letzten seite spannend mit einer überraschenden auflösung . daher war es schwer es aus der hand zu legen . ich hoffe die autorin schreibt noch mehrere bücher mit dem ermittlerteam.

22.06.2012 14:17:26
Schwoocher

Dieses Buch ist einfach großartig geschrieben, mit unendlicher Spannung bis zum Ende. Als Geocacher ist dies eine Pflichtlektüre. Das die Autorin auch selbst Geocacherin ist merkt man sofort. Eines der besten Bücher die je gelesen habe. Die beiden Hauptfiguren wachsen einem schnell ans Herz. Bitte unbedingt mit diesen" tollen Menschen" weitere Geschichten schreiben. Kompliment!

12.06.2012 21:58:06
Johanna

Ich bin selber begeisterte Geocacherin und war nach diesem Buch echt geschockt.
Ich lese irrsinnig gern und wirklich viele Thriller und Krimis und ich war von diesem Buch angenehm überrascht. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so in seinen Bann gezogen hat. Ich ertappte mich selbst dabei mir Notizen zu machen und ich versuchte den Mörder herauszufinden. Immer wieder ging ich alle Details im Kopf durch und doch kam ich erst gegen Ende auf den Mörder. Ich fand das Buch durch und durch spannend und empfehle es auf jeden Fall weiter.

Lange schon habe ich kein so gutes Buch mehr gelesen. Ich bedanke mich bei der Autorin für dieses wunderbar schaurige Leseerlebnis! TFTC!!

09.06.2012 18:29:45
c-bird

Eine Frauenleiche mitten auf der Weide, in den Füßen eintätowiert: Koordinaten als Hinweis für den nächsten Fundort. So beginnt ein sehr spannende, wenn auch makabre Schnitzeljagd, die das Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einem Mörder hinterherjagen lässt, der ihnen immer einen Schritt voraus ist. Bea gerät in das Visier des Täters und wird schließlich selbst zum Opfer.
Die Idee Geocaching in einem Thriller zu verarbeiten ist sehr gelungen umgesetzt worden, zumal dieses Thema zurzeit von mehreren Autoren verfolgt wird. Man lernt eine Menge über das Geocachen, mein Interesse dafür ist zumindest geweckt worden.
Das Ermittlerteam ist sehr sympathisch, besonders Beatrice, die als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern noch ständig von ihrem Ex-Mann genervt wird.
Was dem Buch fehlt, ist allerdings etwas die Spannung, zumindest im Mittelteil. Nach einem starken Beginn hat „Fünf“ in der Mitte einen Durchhänger. So klafft zwischen zwei Geocachingfunden eine ziemlich große Lücke, die mit vielen Privatproblemen Beas gefüllt ist. Das Ende ist unvorhersehbar, aber auch schlüssig, das Motiv dazu grausam.
Wünschenswert wäre es gewesen, als Leser an den Rätseln teilhaben zu können, aber so war lediglich nur das Geburtsjahr einer bestimmten Person der Schlüssel zu einer Rechenaufgabe.

Alles in allem ein guter Thriller, der auch mal blutig wird. Würde mich freuen, wenn dies der Beginn einer Serie mit dem Duo Kaspary/Wenninger wäre.

22.04.2012 18:57:25
Dante.

Inhalt:

Auf einer Kuhweide wird die Leiche einer Frau gefunden, auf deren Fußsohlen Koordinaten eintätowiert sind. Die beiden BKA Ermittler Florin Wenninger und Beatrice Kaspary werden mit der Untersuchung des Falls beauftragt. Anhand einer Vermisstenanzeige kann die Tote als Nora Papenberg identifiziert werden, die ursprünglich jedoch keine Tätowierung hat. So machen sich die beiden Ermittler per GPS auf die Suche nachdem Ort den die Koordinaten ergeben und finden eine Frischhaltebox die eine abgetrennte, in Folie eingeschweißte männliche Hand und weitere Hinweise zu neuen Koordinaten beinhaltet. Schnell wird den Ermittlern klar, dass sie sich in einem makaberen Geocaching-Spiel wiederfinden, in dem der Owner sie Koordinaten des nächsten Stages mittels Rätsel zusammenpuzzeln lässt.

Fazit:

Durch den angenehmen und bildhaften Erzählstil findet man sich im Handumdrehen mitten im Geschehen wieder und hat das Vergnügen an den Ermittlungen teilhaben, bei denen man auch gleich ein wenig Hintergrundwissen zum Thema Geocaching erlangt. Mit den beiden Ermittlern Bea und Florin schafft die Autorin zwei sympathische und lebensnah wirkende Charaktere. Man ist gleich zu Beginn so im Thema gefangen, dass man den Roman nicht aus der Hand legen kann. Ein Krimi aller ersten Güte!. Bleibt zu Hoffen, das weitere Fälle für dieses prima Ermittlerduo folgen. TFTH Fr. Poznanski

22.04.2012 17:11:27
Mel.E

Geocaching war mir völlig unbekannt und ich muss sagen es hat mich fasziniert, aber auch gleichzeitig in Angst und Schrecken versetzt, denn es zeigt mir, daß ich komplett ausspionierbar bin. Es lässt sich tatsächlich nachverfolgen, von welchem Ort ich mein Handy zuletzt benutzt habe oder wie und wo ich mich im Internet bewege. Ich meine es wird wahrscheinlich niemanden interessieren, da ich keinen Dreck am Stecken habe. Ganz anders, diejenigen, die in dieses Spiel des Geocaching verwickelt werden. Sie sind auf den ersten Blick nicht miteinander verbunden und es benötigt eine Menge an Kleinarbeit und Suchen seitens der Polizei um die Verbindung der Ermordeten herzustellen. Manchmal sind es nur Eingebungen die Bea verfolgt und machmal Zufälle. "Der Owner" hält alle Fäden in der Hand und lebt seine Rache komplett aus. Er ist jemand der nichts mehr zu verlieren hat! Ich habe zum Schluss fast ein klein wenig Mitleid mit ihm gehabt, dennoch darf niemand sich selbst zum Richter aufspielen. Man kann dabei nur verlieren! Ich bin immer wieder davon entsetzt wie kaltblütig Menschen handeln können und dieser Roman hat mir etwas ganz entsetzliches gezeigt: Aus einem Spiel wurde tödlicher Ernst! Eine Schnitzeljagd des Grauens! Man kann es drehen und wenden wie man will, aber die menschliche Psyche wird mir immer ein großes Rätsel bleiben.

Der Roman ist der Wahnsinn! Ich war geschockt, angespannt und völlig fasziniert. Wenn ich Fingernägel knabbern würde, hätte ich sie mir vor Spannung komplett abgenagt, denn der Spannungsbogen bleibt das ganze Buch über erhalten und so habe ich es mir gewünscht und ersehnt, als ich die Leseprobe las. Ich wurde nicht enttäuscht und hoffe tatsächlich auf eine Fortsetzung des Ermittlerduos. Sie sind sympathisch und eben durch und durch Mensch wie du und ich. Bea hat ein großes Päckchen zu tragen, welches wir nach und nach aufecken und daher ist sie sehr, sehr angreifbar. "Der Owner" macht sich dieses Wissen zu nutze und daher gerät sie in Gefahr. Mehr verrate ich jetzt aber nicht, denn ich will euch ja die Spannung erhalten

Ganz klar eine echte Leseempfehlung an den Thriller "Fünf" von Ursula Poznanski!

10.04.2012 13:17:17
allegra

Schon nach den ersten zwanzig Seiten war mein Interesse an diesem Buch geweckt. Ich betreibe zwar selber Geocaching nicht, finde es aber ein ganz interessantes Hobby. Die Kombination von Morden – Rätseln – Spiel übt auf mich eine besondere Faszination aus und so war ich sehr gespannt, wie Ursula Poznanski diese Elemente zu einem Thriller verwebt.

Auf einer Wiese wird die Leiche einer Frau gefunden. Auf ihren Füßen sind Koordinaten eintätowiert, die zu einem Fundort eines Caches führen. Neben einer Männerhand beinhaltet die gefundene Plastikdose einen Brief, der sich direkt an die Polizei richtet und ein Rätsel, das zu den Koordinaten des nächsten Caches führt.

Von diesen Rätseln hatte ich mir anfangs etwas mehr Beteiligung als Leser erhofft. Man kann sich allenfalls Gedanken machen, wie man vorgehen würde, um die im Rätsel genannten Person zu finden, aber miträtseln ist so gut wie nicht möglich. Da war ich etwas enttäuscht, so dass ich dann auch die Errechnung der Koordinaten rechnerisch nicht nachvollzogen habe, sondern einfach darüber hinweg las. Ich habe dann aber doch begonnen, die Koordinaten wenigstens bei google maps einzugeben und fand es ganz witzig, wenn ich beispielsweise (S. 130 im Buch) bei den Koordinaten N47°48.022 E013°10.910 ein Bild eines Wasserfalls gefunden habe und das Kapitel genau damit beginnt.

Nach etwa 150 Seiten nimmt der Thriller dann Fahrt auf, so dass ich das Buch innerhalb kurzer Zeit fertig gelesen hatte. Die Spannung ist nach dem ersten Drittel ununterbrochen hoch. Man bekommt ausreichend Futter zum Mitdenken und Mitleiden. Es mangelt nicht an Leichen und Blut. Die Handlung ist sehr intelligent aufgebaut, bei den wenigen Nebenschauplätzen ist man lange nicht sicher, inwieweit sie für die Haupthandlung bestimmend sind.

Die Hauptfiguren gefallen mir teilweise sehr gut. Das Ermittlerduo ist jung, dynamisch, sympathisch. Beatrice Kaspary hat als vollberufstätige alleinerziehende Mutter einerseits hohen Identifikationscharakter. Sie ist eine liebevolle Mutter, die sich glücklicherweise für die Betreuung ihrer Kinder auf ihre Mutter und ihren Bruder verlassen kann, wenn beruflich alles drunter und drüber geht. Für meinen Geschmack hatte ich genau ausreichend oft gelesen, dass die Kinder bei Oma schlafen oder das Wochenende bei ihrem Vater verbringen. Mehr hätte ich als störend empfunden. Wenn man selber Kinder hat, weiß man, dass es schwierig ist, alles unter einen Hut zu bringen und will nicht beim Lesen auch noch ständig daran erinnert werden, dass vielleicht jemand zu kurz kommen könnte.

Beatrices Partner, Florin Wenninger ist mir etwas zu glatt geraten. Er ist gut aussehend, stilsicher, liebt ein gepflegtes Ambiente und gute Küche – und weil Geld doch auch ein bisschen sexy ist, ist er auch noch ein bisschen vermögend. Aber er unterstützt Bea optimal und kann guten Kaffee kochen. Ich hoffe erstens, dass es Fortsetzungen dieser Reihe gibt und zweitens, dass sich Florin dann doch noch etwas Ecken und Kanten entwickelt.

Leider etwas klischeehaft geraten ist für mich Hoffmann, Florin und Beatrices Chef bei der Salzburger Polizei. Er ist die typische Nervensäge von Chef, der ständig Resultate einfordert, Bea nicht viel zutraut, weil sie als Frau und allein erziehende Mutter angeblich zu viele private Probleme hat und sich selber überhaupt nicht an den Ermittlungen beteiligt. Dieser Stereotyp von Chef kommt leider bei sehr vielen Krimis so ähnlich zum Zuge, da hätte ich mir mal etwas Abwechslung gewünscht.


Mit Fuenf hat es Ursula Poznanski geschafft, sich nach zwei sehr gelungenen Jugendbüchern auch in die Herzen der erwachsenen Thriller Liebhaber zu schreiben. Ein junges, sympathisches Ermittlerduo und Geocaching, ein modernes Spiel für Erwachsene als Aufhänger sind die Hauptzutaten für diesen spritzigen, modernen Thriller. Ich würde gerne mehr von der Sorte lesen.

20.03.2012 07:12:45
Antje Schmalzbauer

Es beginnt mit einer Leiche auf einer Kuhweide, in deren Fußsohlen Zahlen und Buchstaben eintätowiert sind. Der Mörder schickt die Polizei mittels dieser Koordinaten durch Salzburg und Umgebung. Sein Spiel eine Art Schatzsuche, modern Geocaching. Aber am Ziel finden die Ermittler keinen Schatz, sondern blutige Leichenteile. Um dem Täter auf die Spur zu kommen bleibt den Ermittlern nichts anderes übrig, als sich auf das Spiel einzulassen. Allerdings werden alle Zeugen der Polizei letztendlich Opfer. Das Ermittlerteam Beatrice Kaspary und Florin Wenninger scheinen vor einer unlösbaren Aufgabe zu stehen.

Die Geschichte dreht sich um ein mir bisher unbekanntes Thema - Geocaching. Nach der Lektüre habe ich aber einiges erfahren und es hört sich spannend an. Spannend wie der Thriller (ich würde es allerdings eher als Krimi einordnen) den Ursula Poznanski für uns Leseratten geschrieben hat. Es ist kein Reisser, aber durch die Rätsel wird die Spannung bis zur letzten Seite gehalten. Naja fast, denn wer der Täter ist, wusste ich schon ein wenig früher. Was aber nicht negativ ins Gewicht fällt, da der Krimi an sich gut geschrieben ist. Stimmig ist er zum Großteil auch. Auf Seite 70 und Seite 254 habe ich zwei Fehler, aber nur kleine, gefunden.

Das Ermittlerteam ist sympathisch mit allerlei privaten Problemen, die auch Raum im Buch bekommen. Vielleicht ein wenig zu viel, bei Beatrice zum Beispiel. Die beiden anderen im Team, Florin und Stefan, verblassen etwas neben ihr.

Der Schreibstil von Frau Poznanski ist unkompliziert und gut zu lesen. Ihre Beschreibungen regen die Fantasie und das Kopfkino an, sind detailliert ohne zu ausführlich zu sein.
Der „Galgenvogel“ sitzt wartend auf einem Zaun - das Cover passt seht gut zum Inhalt und zum Titel des Buches, auch wenn es auf den ersten Blick eher unscheinbar ist.

Wer Spaß am Rätseln hat und sich ein wenig über das Thema Geocaching schlau machen möchte, dem kann ich diesen Krimi wärmstens empfehlen. Aber auch dem Leser, der einfach einen guten Krimi lesen will, wird bei dieser Unterhaltung nicht zu kurz kommen.

15.03.2012 17:02:37
Baiba

ich machs kurz, da zum inhalt schon -zig mal gepostet wurde:
bis auf die originelle geocaching-szene ist das ein krimi wie 100 andere auch.vom aufbau, von der spannung her:okay, aber kein pageturner.
vor allem die ermittlerin nervt unsäglich durch ihre permanente doppelbelstungs-problematik...
beim krimilesen will ich keine quengeligen kinder.

10.03.2012 20:18:14
mimikrimi

Es ist immer wieder interressant zu lesen,wenn neueTrent`s entstehen und dann ...gibt es da jemanden,der uns vor Augen führt,was einer damit machen tut.Hier Geocaching.Leichenteile in Tupperdosen!Die Ermittler werden per Koordinaten von einem Fundort zum anderen geführt.Bis zum Täter ,und dann,ich kann mich eines gewissen Verständnisses für den Mörder erwehren.Die Rache ist mein.So die Antwort unseres Mörders.Ob es ihm die Erlösung bringt .
Auf jeden Fall lesenswert,die Verwicklungen der Opfer und dann das Motiv des Mörder regt doch zum Nachdenken an.

29.02.2012 22:03:03
Ute Bühner

Klasse Krimi!! Ausgefeilte, sympathische Charaktere, tolle Story, gut geschrieben, nicht blutig, dennoch grausam, schockierend! Und endlich mal ein Krimi mit überraschendem, ausgeklügelten, schlüssigen, logischen und nachvollziehbarem Ende! Hat mich gefesselt und faszieniert!
Sehr lesenswert!!
Hoffe auf einen Nachfolger!

28.02.2012 13:03:20
Moehrchen

Geocaching mit einem Mörder

Auf einer Kuhweide bei Abtenau wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den Fußsohlen der Frau befinden sich Koordinaten. Als die Ermittler Florin Wenninger und Beatrice Kaspary den Koordinaten folgen, finden sie eine Dose mit einer eingeschweißten Hand darin. Der Täter schein ein Geocacher zu sein, der die Ermittler auf die Suche nach einem Mystery-Cache – oder auch Rätsel-Cache – schickt.

Die beiden Ermittler werden auf unterschiedliche Weise eingeführt. Von Florin Wenninger erfährt man nicht besonders viel, er bleibt eher blass und man hat den Eindruck, dass er eigentlich nur da ist, um seine Kollegin zu verteidigen. Dafür erfährt man von Beatrice Kaspary umso mehr. Beatrice ist eine alleinerziehende, geschiedene Mutter, die sich mit einer traumatischen Begebenheit aus der Vergangenheit herumschlägt und die ganze Last der Welt auf den Schultern zu tragen scheint. Sie ist zudem die auserwählte Kontaktperson des Täters.

Ich muss zugeben, dass ich mich mit den Ermittlern nicht wirklich anfreunden konnte. Trotzdem man so einiges zumindest über einen der beiden weiß, bleiben sie für den Leser dennoch eher distanziert und auf Abstand. Ich konnte irgendwie keine richtige Beziehung zu den beiden aufbauen. Auch die Ermittlungsmethoden kamen mir etwas antiquiert vor und irgendwie ziemlich lahm.

Ich habe mich durch das Buch gequält. Es passiert einfach nicht viel und das was passiert, konnte mich nicht wirklich fesseln. Auch die Charaktere machen nicht so neugierig, dass man wissen möchte, was mit ihnen passiert. Am besten gefallen hat mir noch die Auflösung des Falles. Sie wirkt zwar etwas konstruiert aber man kann sich schon vorstellen, dass es so ähnlich hätte sein können. Auch wenn der Schluss nicht alles beantwortet hat – wie zum Beispiel das Zeitmanagement des Mörders - hat er mich doch etwas mit den langweiligen Ermittlungen, die ich teilweise nicht nachvollziehen konnte, da die Ermittler meiner Meinung nach einfach kein Gas gegeben haben und nur so vor sich hin ermittelt haben, versöhnt.

Als Einsteigerroman für eine Serie gerade noch akzeptabel aber als alleine stehender Roman eher langweilig und nichtssagend. Schade eigentlich, denn ich finde die Idee einen Krimi, in dem ein Geocache eine wichtige Rolle spielt eigentlich recht gut aber hier hapert es an der Umsetzung. Zumindest erfährt man einige grundlegende Dinge aus dem Bereich des Geocachings - z. B. weiß man nach der Lektüre was TFTH – Thank for the Hunt - heißt.

Ein eher langweiliger Krimi mit einer spannenden Idee. Vielleicht ein Roman für Geocacher, die könnten dann wenigsten die Koordinaten, die in dem Buch angegeben sind ablaufen. Laut der Autorin bekommt man einige schöne Flecken in Salzburg damit zu sehen.

25.02.2012 20:56:08
mimikrimi

Es ist immer faszinierend zu lesen,mit welchen Plots die Schriftsteller/innen uns Leser für ihren Krimi begeistern wollen.Hier hat uns Frau Poznanski mit Geocoaching gefesselt.Was im Internet als harmlose Variante der Schnitzeljagt viele Anhänger hat,benutzt ein Mörder um mit der Polizei Katz und Maus zu spielen.Will er seine Überlegenheit demonstrieren?Ist er schlauer als die Polizei erlaubt?Am Ende erscheint es doch ein wenig anders.Täter - Opfer ? sind die Opfer so unschuldig?
Ich rätsele beim Lesen nicht mit,für mich wird der Mörder am Ende entlarft.Ist der Mörder abgrudtief böse?
Ich hatte wieder mal nach langer Zeit gute Krimiunterhaltung!

25.02.2012 19:18:06
M-L

Dieses Buch muss man einfach lesen, eine Inhaltsangabe könnte zu viel verraten. Es ist spannend geschrieben, auch die handelnden Kommissare und Kommissarinnen kommen sehr sympathisch rüber. Geocoaching kannte ich den Namen nach, aber es in einem Krimi eine wichtige Rolle spielen zu lassen, ist etwas Neues und sehr gelungen. Frau Poznanski hat mich erst sehr in die Irre geführt, wen habe ich nicht alles verdächtigt, aber mit Bea kam ich schließlich auch auf eine Idee. Ich hoffe, es wird noch mehr Fälle von Bea, florin und Stefan geben

19.02.2012 21:28:50
PMelittaM

Auf einer Kuhweide wird eine weibliche Leiche gefunden, in deren Fußsohlen Koordinaten eintätowiert wurden. Am Ort dieser Koordinaten findet die Polizei eine Männerhand mit weiteren Koordinaten. Gibt es eine zweite Leiche?

Ein Mörder treibt ein perfides Spiel mit der Polizei, in dem er sie wie beim Geocaching Rätsel lösen und Schätze (= Caches) suchen lässt und sie so von einem Ort zum anderen führt. Als dann jemand, der mit den Rätseln in Verbindung steht, verschwindet, drängt auf einmal die Zeit.

Das Ende eines Kriminalromans ist eine der wichtigsten Stellen, mit ihr steht oder fällt die Geschichte. Hier ist die Auflösung überraschend aber dennoch logisch aufgebaut. Auch hier wird zwar zum Ende das Klischee bedient, dass eine der Hauptpersonen in Gefahr gerät. Doch handelt diese Person hier wenigstens nicht unvernünftig oder gar dumm außerdem passt die Situation logisch ins Ganze. Daher hat es meine Sicht auf die Qualität des Romans nicht verändert.

Es handelt sich hier um einen sehr spannenden Kriminalroman, der nicht nur die Polizei sondern auch den Leser/die Leserin vor viele Rätsel stellt. Er ist packend geschrieben und lässt einen miträtseln und mitleiden. Sensible Gemüter seien allerdings gewarnt, er ist auch recht grausam und blutig (wie es sich eben für einen richtigen Krimi/Thriller gehört).

Die Polizisten, allen voran Beatrice Kaspary und ihr Kollege Florin sind sehr sympathisch und sie alle haben ein Privatleben, das nicht im Dunkeln bleibt. Vor allem Beatrice, geschieden und allein erziehende Mutter hat nicht nur persönliche Probleme sondern auch ein tiefsitzendes Trauma, wodurch der Fall für sie immer persönlicher wird.
Und obwohl das Geocaching hier von einem Mörder dazu genutzt wird, die Polizei an der Nase herum zu führen und die Caches sehr blutig sind, bekommt man doch Lust darauf, es einmal auszuprobieren, weil man so viel darüber erfährt und die Szene an sich offenbar ganz sympathisch ist.

Die Autorin Ursula Poznanski ist bisher vor allem durch Kinder- und Jugendbücher, z. B. „Erebos“, bekannt geworden. Ihr Debüt im Kriminalroman für Erwachsene ist absolut gelungen. Ich hoffe sehr, noch weitere Romane mit Beatrice und Florin lesen zu können, ich sehe hier großes Potential für eine Kriminalreihe.

19.02.2012 06:59:12
Desideria80

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt.

Ursula Poznanski versteht es eine unglaubliche Spannung aufzubauen, diese perfekt abzustimmen und von Seite zur Seite zu steigern. Der Leser wird einfach nicht mehr von der Geschichte losgelassen und man will einfach nur noch lesen. Ich finde es faszinierend wie sympathisch und authentisch die Autorin die Protagonisten rüberbringt.
Poznanski greift in diesem Buch ein Thema „Geocoaching“ auf, was mir vom Namen zwar geläufig ist aber nähere Informationen mir dennoch nicht bekannt sind. Der Autorin gelingt es perfekt, dem Leser diese Art von GPS-Schnitzeljagd näher zu bringen.
Lesenswert!

18.02.2012 23:37:13
Synapse11

Die Unwahrscheinlichkeit des Wahrscheinlichen
(Jagd nach Leichenteilen)

Inhalt:
Ein Tierarzt wird zu einem Notfall gerufen. Als er heimkehrt, sind seine Frau und die Kinder in einer Berghütte verbrannt. Warum konnten sie sich nicht retten? Weder Tür noch Fensterläden ließen sich öffnen. Hat er sie versehentlich eingeschlossen? Auch mit therapeutischer Hilfe gelingt es ihm nicht, Frieden über dieses Unglück zu finden.
Geocacher sind in der Gegend unterwegs. Was so friedlich anfing, wird zu einer teuflischen Jagd nach Leichenteilen, seit die Polizei eine Leiche fand, die von einer Felswand gestürzt wurde. Auf ihren Fußsohlen stehen die Koordinaten des nächsten Caches. Unfreiwillig wird die Polizei in mysteriöse Rätsel und unheimliche Funde hineingezogen.

Meine Meinung:
Das Buch gibt Einblick in ein paar Grundbegriffe des Geocaching. Die Handlung ist gut durchdacht. U. Poznanski nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Schatzsuche, die gleichzeitig die Jagd nach einem psychopathischen Täter ist, der seinen Opfern Körperteile abtrennt. Der Leser tappt bis fast zum Ende des Buches im Dunkeln und wird dann von der Auflösung überrascht. Am Anfang weckt der Prolog Spannung auf mehr Details und Hintergründe. Ab ca. der Hälfte des Buches steigt das Tempo der Handlung und erweitert den Spannungsbogen.
Die Schilderungen über die abgetrennten Körperteile mit Heckenschere, Beil etc. sind nichts für zartbesaitete Leser. Aber das ist noch längst nicht alles. Die Handlungen werden aber nicht grausig, blutig bis ins Detail “ausgeschmückt” dargestellt. Der Leser kann selbst entscheiden, wieviel er an “Kopfkino” zulässt, oder lieber schnell weiterliest.
Ein forensischer Psychologe wird zwar eingeschaltet, taucht aber zu wenig in der Handlung auf. Hier hätte ich gern etwas mehr an seinen Gedankengängen und Schlussfolgerungen teilgehabt.
Aus dem Klappentext ist bekannt, dass Ermittlerin Beatrice selbst zur Beute wird. Je weiter man liest, desto mehr steigt die Spannung, in welcher Situation der Ermittlungen dies passiert. Das Buch stellt auch den Leser vor Rätsel und am Ende ist er ziemlich überrascht, wer der Täter nun wirklich ist. Ein paar kleine Ungereimtheiten sind als “dichterische Freiheit” gut zu verschmerzen.

Meine Lieblingstextstelle:
“Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch.” (S. 229 u. 262)

Fazit:
Gute Unterhaltung, Spannung und Hintergrundwissen - Rätsel und Überraschungen. Rundum komplett ein super Buch welches Lesevergnügen bietet! Ich habe es gern gelesen und kann es weiterempfehlen.
(DFSU - Danke für Spannende Unterhaltung)

17.02.2012 12:20:52
http://lesemomente.blog.de

„Fünf“ von Ursula PoznanskiInhalt:„Die Stelle, an der sich sein linkes Ohr befunden hatte, pochte im Rhythmus seines Herzschlags. Schnell, panisch. Sein Atem ging in kurzen, lauten Stößen. Wenige Schritte von ihm entfernt, beugte Nora sich über den Tisch, auf dem die Pistole und das Messer lagen. Ihr Gesicht war verzerrt, aber sie weinte nicht meh.
‚Bitte’, flüsterte er heiser. ‚Ich will nicht. Bitte.’“
(S. 5)Auf einer Kuhwiese wird eine weibliche Leiche gefunden. Es ist Nora Papenberg. Auf ihren Fußsohlen sind merkwürdige Zahlenkombinationen eintätowiert – Koordinaten wie sich später herausstellt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Stefan entdecken Beatrice und Florin von der Salzburger Polizei schließlich den Zusammenhang zum Geocaching. Die Koordinaten markieren einen Ort, an dem die Polizei weitere Leichenteile finden. Und ein Rätsel….Meine Meinung:Das Buch beginnt meiner Meinung nach grandios. Im Prolog, dessen Anfang ich oben wiedergegeben habe, scheint ganz klar Nora Papenberg die Täterin zu sein. Liest man einige Seiten weiter, findet man Nora tot auf einer Kuhwiese. Ist sie Täter und Opfer zugleich?Die Geschichte geht genauso spannend und nervenaufreibend weiter. Dies ist der erste Thriller, den ich kenne, der Geocaching zum Thema hat. Ein Unbekannter versteckt in einem Cache Rätselaufgaben, mit Hilfe derer die Polizei immer neue Koordinaten entschlüsseln muss. Was sich dann an diesen Orten befindet, ist schnell klar. Doch das Rätselraten nimmt kein Ende: die einzelnen Opfer scheinen keine erkennbare Verbindung zueinander zu haben.Im Verlauf der Ermittlungen erfährt der Leser meist genauso viel wie die Polizei selber und genau das macht dieses Buch so wahnsinnig gut. Ich war sooo gespannt auf die Auflösung und habe sehr gehofft, dass mich das Ende zufrieden stellen würde.
Und ich kann nur sagen: Der Schluss ist fulminant! Alle Fäden führen zusammen, nichts bleibt mehr offen, alles erscheint mit einem Mal so logisch.Ich liebe den Schreibstil von Frau Poznanski. Wie in „Erebos“ konnte sie mich total fesseln, konnte mich dazu bringen, beim Lesen ganz angespannt zu sein, nervös die nächsten Seiten lesen zu wollen und mit der sympathischen Ermittlerin Bea mitzufiebern.Ich selber war vor dem Lesen von „Fünf“ schon mal geocachen, aber ich glaube, dass das Buch auch für Neulinge geeignet und verständlich ist. Eine Freundin von mir (Sarah) hat das Buch auch vor ein paar Tagen gelesen und hat – trotz des gruseligen Zusammenhangs im Buch – so sehr Lust auf die Schatzsuche bekommen, dass wir morgen gemeinsam losziehen werden. Zum Glück aber nicht im Salzburger Umland…Es gibt nichts, was ich an diesem Buch kritisieren könnte: es ist spannend (und das ohne unnötig brutal und grausam zu werden), gewohnt großartig geschrieben, hat ein tolles, überraschendes Ende und sympathische Ermittler. So muss ein Thriller sein. 10 von 10 Sternen!

17.02.2012 06:36:34
KimVi

Die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary hat sich von ihrem Mann getrennt. Tag und Nacht terrorisiert er sie nun mit seinen Anrufen und versucht die Kinder gegen sie aufzuhetzen. Als auf einer Kuhweide die Leiche einer Frau gefunden wird, gerät die alleinerziehende Mutter schon bald an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Denn unter den Fußsohlen der Ermordeten werden eintätowierte Koordinaten entdeckt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Florin Wenninger begibt sie sich zum angegebenen Ort. Tatsächlich finden die beiden dort eine Box. Der Inhalt ist schockierend. Denn eine abgetrennte Hand und ein weiterer Hinweis läuten eine grausige Schnitzeljagd ein. Der Täter treibt ein heimtückisches Spiel mit den Ermittlern und scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.


Der Thriller startet mit einem rasanten Prolog, in dem man eine Frau dabei beobachtet, wie sie sich nicht vom Flehen eines verzweifelten Mannes erweichen lässt und zur Pistole greift. An dieser spannenden Stelle bricht der Prolog ab und wirft einige Fragen auf. Das Interesse an den Hintergründen ist dadurch sofort geweckt.

Nun lernt man die beiden Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger näher kennen. Sie scheinen ein eingespieltes Team zu sein und sich gut zu ergänzen. Das Privatleben von Beatrice ist recht stressig, denn der Ex-Mann terrorisiert sie ständig mit seinen Anrufen und versucht die Kinder auf seine Seite zu ziehen. Die unregelmässigen Arbeitszeiten von Beatrice und die Tatsache, dass Mörder die unangenehme Angewohnheit haben, keine Rücksicht auf den wohlverdienten Feierabend der Ermittler zu nehmen, sind ihm dabei ein Dorn im Auge. Denn er ist der Meinung, dass Beatrice dadurch die Kinder vernachlässigt und dass sie bei ihm viel besser aufgehoben wären. Das stressige Privatleben lässt Beatrice sympathisch und lebendig wirken. Man kann den Zwiespalt, in dem sie momentan steckt, sehr gut nachempfinden und sich mit der Hautprotagonistin identifizieren. Florin Wenninger macht ebenfalls einen sympathischen Eindruck, sodass man dem Ermittlerteam gerne bei der Arbeit über die Schulter schaut.

Das Geschehen wird aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Dadurch wirkt die Handlung abwechslungsreich. Leider kann die anfangs aufgebaute Spannung, meiner Meinung nach, nicht durchgehend gehalten werden. Sie flacht nach dem rasanten Einstieg ab und stellenweise plätschert die Handlung dann etwas vor sich hin. Dennoch kommt keine Langeweile auf, denn auch ohne Hochspannung, wirkt das Gelesene durchgehend interessant. Zum Ende hin gibt es allerdings einige Überraschungen, sodass die Spannungskurve steil nach oben steigt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Aufgrund der detaillierten Beschreibungen kann man sich die Protagonisten und die jeweiligen Handlungsorte sehr gut vorstellen und mühelos in die Geschichte eintauchen.

Der Täter spielt ein Katz-und Mausspiel mit Beatrice Kaspary. Er nutzt dafür Geocaching, eine moderne Form der Schnitzeljagd. Auch wenn man als Leser keine Vorkenntnisse in diesem Bereich hat, kann man dem Handlungsverlauf mühelos folgen. Denn Beatrice ist selbst noch Neuling und bekommt deshalb alles Wissenswerte von ihrem Kollegen erklärt.

Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten. Auch wenn für mich die Spannung nicht durchgehend spürbar war, habe ich mich, dank sympathischer Ermittler und interessanter Haupt- und Nebenhandlungen, keinen Moment gelangweilt. Ich vergebe vier von fünf Bewertungssternen und würde sehr gerne einen weiteren Fall mit dem Ermittlerteam lesen.

16.02.2012 14:50:13
nina2401

Auf einer Kuhweide wird eine weibliche Leiche entdeckt, auf ihre Fußsohlen wurden Koordinaten tätowiert. Schnell wird klar, dass es sich hier um eine sehr abstruse und blutige Form von Geocaching handelt. Ein unlösbarer Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger?
Der Klappentext verspricht Gänsehaut und Hochspannung und nach dem Hype um Erebos und einer vielversprechenden Leseprobe war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Bisher hatte ich nur mal „im Vorbeigehen“ von Geocaching gehört und war sehr gespannt auf einen interessanten Plot. Ich habe durch dieses Buch sehr intensive Einblicke in diese Trendsportart gewonnen und das hat mir sehr gut gefallen. Und nun kommen ganz viele „aber“, die meine Lesefreude ein bisschen getrübt haben. Denn ich hatte mir viel mehr von diesem Buch erhofft. Es ist nicht schlecht, aber eben auch nichts Besonderes. Sprachlich schwimmt es im Mainstream. Eingangs hoffte ich auf ein bisschen mehr Originalität – die Beschreibung des ersten Tatortes aus Sicht der Kühe fand ich echt klasse, obwohl es mich ein wenig an „Glennkill“ erinnerte. Leider wurde mir hiervon nicht mehr geboten. Es gab ein paar schöne Beschreibungen und Vergleiche, jedoch waren die eher die Ausnahme.
Die beiden Ermittler haben mir ganz gut gefallen, waren aber auch nicht außergewöhnlich. Das Privatleben und die persönlichen Probleme der alleinerziehenden Beatrice Kaspary nahmen sehr viel … für mich zu viel … Raum ein, das machte sie zwar sehr menschlich, aber mir war es zu alltäglich und dadurch eben auch uninteressant. Teilweise konnte ich Kasparys Verhalten nicht nachvollziehen und ich empfand ihr Bild nicht stimmig. Der – für mich – interessantere Part des Ermittlerduos Florin Wenninger stand leider zu sehr im Hintergrund und wirkte dadurch etwas blass, diese Figur hätte ich lieber etwas mehr ausgeschmückt gesehen. Kaspary hat eindeutig die Hauptrolle, aber von ihren besonderen Fähigkeiten, auf die öfter hingewiesen wurde, habe ich nicht so viel mitbekommen.
Eins der Schlüsselworte in diesem Buch war „langsam“ und das trifft es! Mir war alles zu langsam, es ging einfach nicht voran … bei den Ermittlungen und auch bei der Aufdeckung des Geheimnisses aus Kasparys Vergangenheit. Da hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. So plätscherte die Story dahin. Ich habe mich zwar nicht unbedingt gelangweilt, aber unter einem Pageturner stelle ich mir etwas anderes vor. Das Ende hat mich ein wenig entschädigt, denn es war sehr überraschend und nicht vorhersehbar.

16.02.2012 08:22:00
€nigma

Inhalt

Die Salzburger Kriminalkommissarin Beatrice Kaspary hat es als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern nicht leicht. Ihr Exmann Achim hat die Trennung nicht verkraftet und macht seiner ehemaligen Frau das Leben schwer. Als wären diese Querelen und das schlechte Gewissen ihren Kindern gegenüber, die sie wegen ihrer Arbeit oft zu Achim oder zu ihrer Mutter "auslagern" muss, nicht genug, werden Beatrice und ihr Kollege Florin Wenniger in eine ebenso ungewöhnliche wie brutale Mordserie verwickelt. Eine junge Frau wird tot aufgefunden, ihr wurden geographische Koordinaten auf die Fußsohlen tätowiert. An dem durch die Koordinaten angegebenen Ort findet die Polizei eine Plastikbox mit Leichenteilen eines Mannes und einen Brief, der ein Rätsel enthält, durch dessen Bearbeitung man neue Koordinaten ermitteln kann. Diese makabere "Spielerei" folgt den Regeln des Geocachings, eines offenbar recht verbreiteten Hobbys, dem in seiner harmlosen Form (ohne Leichenteile als Fundobjekte) viele Menschen nachgehen. Beatrice, Florin und ihre Kollegen müssen jetzt herausfinden, wer der Ermordete war, dessen handlich zerlegte Einzelteile in den diversen Caches gefunden werden und welche Beziehung dieser Mann zu der anfangs aufgefundenen Toten und den im Weiteren folgenden Mordopfern hatte. Da der Täter die Angewohnheit hat, die Polizei in seinen rätselhaften Botschaften auf bestimmte Menschen hinzuweisen und diese dann, teils vor, teils nach ihrer Vernehmung durch die Mordkommission umzubringen, muss auch noch Personenschutz organisiert werden.

Beatrice, aus deren Vergangenheit dem Täter etwas bekannt ist, das ihre Kollegen nicht wissen (sollen), ist die bevorzugte "Spielpartnerin" des Mörders. Von dem Wunsch besessen, ihn zur Strecke zu bringen, verlangt sie sich extrem viel ab und begibt sich in große Gefahr.

Beurteilung

Die Autorin setzt in ihrem Roman "Fünf" eine neuartige Thriller-Idee sehr gekonnt um. Der Ablauf der Ereignisse wird von Mord zu Mord spannender, trotz der teilweise recht grausamen Einzelheiten bleibt die Handlung des Romans glaubhaft, wobei die einzelnen Ermittlungsschritte sehr logisch konstruiert sind und die Arbeit der Polizei mit allen Facetten (Laufarbeit, Internetrecherche, Personenschutz etc) minutiös dargestellt wird. Mit den Hauptfiguren rätselt der Leser über die Hintergründe der scheinbar irren Taten, erst nach und nach erkennt man die Zusammenhänge zwischen den Morden und die Motivation für den seltsamen Kommunikationsweg zwischen dem Täter und den Kriminalbeamten.

Auch auf der privaten Ebene ist das Leben der Protagonistin Beatrice im Spagat zwischen Beruf und Kindererziehung sehr interessant zu verfolgen und bietet Potenzial für weitere Romane, falls eine Serie geplant ist. Die Romanfiguren sind charakterlich gut ausgestaltet, sie sind weder Superhelden noch Bösewichte, sondern realitätsnah dargestellt.

Fazit

Nach dem Jugendroman "Saeculum" ist "Fünf" das zweite Buch, das ich von Ursula Poznanski gelesen habe und es hat mir sowohl von der ungewöhnlichen Thematik, als auch vom Aufbau und Erzählstil ausgezeichnet gefallen. Für Liebhaber spannender Thriller, in denen auch etwas mehr Blut fließen darf, möchte ich das Buch unbedingt weiterempfehlen.

31.01.2012 21:22:26
subechto

N47°35.285 E013°17.278

„Fünf“ beginnt mit einem vielversprechenden Prolog: Nora bedroht einen gefesselten Mann mit einer Pistole und einem Messer. Später wird ihre Leiche gefunden, auf einer Kuhweide. Anschließend wird das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger vorgestellt. Das Privatleben, insbesondere von Bea, nimmt hierbei einen breiten Raum ein.

Anhand von Koordinaten, die auf Noras Fußsohlen eintätowiert sind, werden weitere Leichenteile geborgen. Spätestens nach der 3. Station, stellte sich bei mir Langeweile ein. Den Hype um die Autorin kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Für mich ist „Fünf“ eher ein beschaulicher Regionalkrimi, als ein spannender Thriller.

Das ganze Buch dreht sich um die Jagd nach Dosen, trotzdem kommt die Ermittlerin erst nach 300 Seiten dahinter, was die Opfer verbindet. Dazwischen gibt es immer mal wieder unappetitliche Stellen, wo ein Täter sein Opfer grausam verstümmelt. Ich mag es da lieber, wenn sich solche Szenen im Kopf des Lesers abspielen.

Bisher hat Ursula Poznanski Kinder- und Jugendromane geschrieben. Auch in „Fünf“ spielen Kinder eine große Rolle, so hat die alleinerziehende Bea z.B. zwei, dazu Stress mit dem Ex. Knisternde Spannung geht anders. Aber, die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Der Erzählstil ist zwar flüssig, die Sprache dagegen, ein bisschen schnoddrig, gefällt mir nicht so gut. Bea, die Ermittlerin, kommt ziemlich unsympathisch rüber, denn sie empfindet keinerlei Empathie mit den Opfern oder deren Angehörigen und ist noch dazu unprofessionell im Job.

Da ich kein Freund von Schnitzeljagden und Schatzsuchen bin, konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln. Die Erklärungen zum Geocaching fand ich zu langatmig, was aber auch daran liegen mag, dass ich erst kürzlich einen amerikanischen Thriller zu genau diesem Thema gelesen habe.

Am Ende kommt dann doch noch einmal so etwas wie Spannung auf. Ähnlich wie in den Romanen ihrer Kollegin Inge Löhnig geht es auch bei Ursula Poznanski letztlich um eine längst vergessene Schuld, die gesühnt werden muss.

Fazit: Kein Meisterwerk, aber vielleicht der Start zu einer erfolgreichen Serie? Die Hoffnung stirbt zuletzt, deshalb 3* bzw. 60°!