Das CIA-Komplott von Will Jordan

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2016 unter dem Titel Ghost target, deutsche Ausgabe erstmals 2018 bei Blanvalet.
Folge 6 der Ryan-Drake-Serie.

  • -: Canelo, 2016 unter dem Titel Ghost target. nur als e-book. 608 Seiten.
  • München: Blanvalet, 2018. Übersetzt von Wolfgang Thon. ISBN: 978-3734105814. 608 Seiten.

'Das CIA-Komplott' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Ein längst vergangener Einsatz in Afghanistan holt den stellvertretenden CIA-Direktor Marcus Cain ein. Um den Schaden zu begrenzen, muss er selbst wieder aktiv werden. Doch der ehemalige CIA-Operator Ryan Drake erfährt, dass Cain seine sichere Zentrale im CIA-Hauptquartier verlässt und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen! Während Cain über Leichen geht, um seine Taten zu verbergen, versammelt Drake sein a ltes Team um sich. Sie haben nur wenig Zeit, denn sobald Cain seine Arbeit abgeschlossen hat, wird er unangreifbar sein.

Das meint krimi-couch.de: Er ist auf der Flucht vor der CIA doch nun schlägt er zurück 70°

Krimi-Rezension von Annette Wolter

Ein längst vergangener Einsatz in Afghanistan holt den stellvertretenden CIA-Direktor Marcus Cain ein. Um den Schaden zu begrenzen, muss er selbst wieder aktiv werden. Doch der ehemalige CIA-Operator Ryan Drake erfährt, dass Cain seine sichere Zentrale im CIA-Hauptquartier verlässt und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen.

Während Cain über Leichen geht, um seine Taten zu verbergen, versammelt Drake sein altes Team um sich. Sie haben nur wenig Zeit, denn sobald Cain seine Arbeit abgeschlossen hat, wird er unangreifbar sein.

Schon zu Beginn von Band 6 der Serie wird klar, dass die Ruhe von Ryan Drake, die er in Marseille sucht, nicht von langer Dauer sein wird, hat es doch ein Auftragskiller auf ihn abgesehen. Er vereinbart ein Treffen mit seiner alten Kollegin Anya, die auch vor der Agency auf der Flucht ist.

Vor allem aber möchte sie, dass der Friede und das Zusammenleben länger dauern wird, als diese zwei Monate, die sie sich jetzt versteckt halten. Ryan Drake holt morgens Croissants, macht Kraftübungen, aber wer ihn kennt weiß, dass das nicht von langer Dauer ist. Es gibt auch noch andere Mitglieder des Kreises um Ryan, die sich rund um den Globus verstecken mussten, und sie haben allen Grund.

Der alte, manipulative Gegenspieler Cain, sitzt währenddessen an einem trüben Tag in Langley/Virginia, und wird von einem Politiker für das Wirken der USA in Afghanistan zusammengestaucht. Er möchte seinen Job behalten und überlegt sich, was er perfides tun könnte.

Ludi incipiant – Mögen die Spiele beginnen

Mit Das CIA-Komplott legt Will Jordan den sechsten Roman um seinen Protagonisten Ryan Drake vor. Viele Leser sehen in dem Autor den legitimen Nachfolger von Tom Clancy.

Ein Vergleich, der durchaus berechtigt ist. Wie die Romane um Clancys bekannte Figur Jack Ryan sind auch die Abenteuer von Ryan Drake (2x Ryan kann kein Zufall, sondern muss ein Tribut an Clancy sein) voll von Intrigen, Verrat, spektakulärer Action und natürlich eine Prise Sex und Liebe. All dies beinhaltet Das CIA-Komplott ebenso.

Von Europa über Afghanistan bis hin nach Pakistan nimmt der Autor den Leser mit auf ein packendes Katz-und-Maus-Spiel. Das CIA-Komplott erinnert an einen Action-Film. Oder an einen Helden, der alles kann und immer wieder auf die Füße fällt. James Bond oder wer auch immer.

Der Autor Will Jordan lebt mit seiner Familie in Fife in der Nähe von Edinburgh/Großbritannien. Er hat einen Universitätsabschluss als Informatiker. Wenn er nicht schreibt, klettert er gerne, boxt oder liest. Außerdem interessiert er sich sehr für Militärgeschichte. Will Jordan hat bereits jede Waffe abgefeuert, die in diesem Roman erwähnt wird. Das merkt man bei der Lektüre. Die Bücher um Ryan Drake erscheinen alle beim Verlag »Blanvalet«.

Krieg zwischen ebenbürtigen Gegnern oder »Survival of the Fittest«?

Will Jordan legt seinen Schwerpunkt auf das Verhältnis der beiden Gegenspieler. Insbesondere der unbändige Hass von Ryan Drake auf den korrupten Marcus Cain wird herausgearbeitet, obwohl die Figurenzeichnung an sich eher genretypisch als literarisch ist. Doch auch andere Figuren wie Samantha McKnight oder Anya spielen in Das CIA-Komplott eine große Rolle. Gerade Anya ist offenbar eine der interessantesten Charaktere im Ryan-Drake-Kosmos, den ich leider noch nicht kenne.

Anfangs war sie Cains ultimative Waffe, und nun ist sie quasi umgedreht und auf der Seite von Ryan. Die Konsequenz ist klar. Ob es dieses Mal gelingt, Cain auszuschalten?

Gut recherchierte Rückblenden helfen beim Verständnis

Es ist nicht wirklich mein Genre, aber Will Jordan kann definitiv gute Geschichten schreiben. Knackige, kurzweilige Kapitel entwickeln ein hohes Lesetempo. Die gut eingeflochtenen Rückblenden in das Jahr 1985 (wo die Russen gegen die Mudschahedin, die von den Amerikanern unterstützt wurden, gekämpft haben) sind ausgezeichnet recherchiert und notwendig, um das Gesamtkonstrukt der Handlung zu verstehen, vor allem, weil Das CIA-Komplott schon das sechste Buch der Reihe ist.

Ich habe leider erst ein Buch aus der Mitte der Reihe gelesen, bin aber ganz gut klar gekommen. Wer gerne knackige Action liest, wird sich dabei auch leicht tun, wenn er keines gelesen hat. Wenn ich mal Lust habe, werde ich mir aber auch die anderen Werke der Reihe (Anfang Mission Vendetta) zu Gemüte führen.

Etwas fragwürdig finde ich Will Jordans Bewunderung für Tom Clancy. Leider bricht die immer wieder durch. Auch die ganze »Ballerei« und die politische Gesinnung ist einfach »Clancy in Bestform«.

Wer sich im Kino für James Bond, »Jagd auf roter Oktober« (für die älteren Leser) und in der Literatur für Jason Bourne oder die schon erwähnten Jack-Ryan-Romane begeistern kann, macht mit einem Thriller von Will Jordan absolut nichts falsch.

Im Fall von Das CIA-Komplott bekommt man einen rund 600 Seiten starken Roman, der alle Klischees des Agenten-, Spionage- und Action-Genres bedienst, und der sicher der von Jordan anvisierten Zielgruppe Spaß und Spannung bereitet. Mein Genre ist es wie gesagt nicht ganz, aber ich bin der Meinung, das mal etwas Anderes zu lesen als das »Altbewährte« definitiv den Horizont erweitert.

Annette Wolter, August 2018

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