Kluftinger von Volker Klüpfel & Michael Kobr

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: , 2010 - heute.
Folge 10 der Kommissar-Kluftinger-Serie.

  • Berlin: Ullstein, 2018. ISBN: 978-3-550-08179-8. 496 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2018. Gesprochen von Christian Berkel. ISBN: 978-3957131126. 12 CDs.

'Kluftinger' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Endlich Opa! Kommissar Kluftinger ist immer noch ganz hin und weg, dass ihn Sohn Markus und Schwiegertochter Yumiko zum Großvater gemacht haben. Die Freude über das neue Leben wird jedoch schnell getrübt: Beim Kirchgang mit der Familie entdeckt Kluftinger auf dem Friedhof eine Menschentraube, die ein frisch aufgehäuftes Grab umringt. Darauf ein Holzkreuz mit seinem Namen. Nach außen hin bleibt er gelassen. Als jedoch eine Todesanzeige für Kluftinger in der Regionalzeitung auftaucht, sind auch die Kollegen alarmiert. Um dem Täter zuvorzukommen, muss Kluftinger tief in seine eigene Vergangenheit eintauchen. Je mehr er herausfindet, desto klarer wird ihm, dass ein Maulwurf in den eigenen Reihen seine Ermittlungen erschwert. Und die Zeit ist knapp, denn alles deutet darauf hin, dass Kluftingers angekündigter Tod unmittelbar bevorsteht.

Das meint Krimi-Couch.de: Rustikaler Scherz oder ernsthafte Morddrohung? 70°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Beim traditionellen Gang auf den Friedhof begleitet Kommissar Kluftinger seine Familie an Allerheiligen, und ist ehrlich entsetzt, als er auf einem Grab ein grobes Holzkreuz mit seinem Namen entdeckt. Es stellt sich die Frage, ob das nur ein rustikaler Scherz ist – oder eine konkrete Drohung gegen den Kommissar. Kluftinger hat sich in den Jahren als Polizist sicher einige Feinde gemacht, und so sind seine Familie und die Kollegen in höchstem Maße alarmiert.

Widerwillig nimmt Kluftinger gemeinsam mit seinem Team die Ermittlungen in der Angelegenheit auf – und das führt zu einer gedanklichen Reise in seine Vergangenheit.

Kommissar Kluftinger beleuchtet gedanklich verschiedene Phasen seines Lebens, um herauszufinden, wer es auf ihn abgesehen haben könnte. Geht es um einen alten Fall? Einen langjährigen Widersacher? Erschwert wird das Ganze, als Kluftinger klar wird, dass es einen Maulwurf in den eigenen Reihen geben muss.

Spannende Einblicke in Kluftingers Jugendzeit

Volker Klüpfel und Michael Kobr haben sich mit ihrer Reihe um den Allgäuer Polizisten Kluftinger eine recht große Fan-Gemeinde in ganz Deutschland aufgebaut. Der zuweilen recht grantelige Kommissar aus dem Allgäu genießt bei den zahlreichen Lesern einen gewissen Kult-Status. »Klufti«-Fans dürfte daher dieser Jubiläumsband der Reihe – es ist der 10. Kluftinger-Roman – ganz besonders gut gefallen.

Der Kommissar ist nämlich endlich Großvater geworden, und die Leser lernen ihn noch besser als bisher kennen, denn besondere Umstände einer merkwürdigen Morddrohung sorgen für eine gedankliche Reise in die Vergangenheit des Ermittlers.

Bei den zahlreichen Rückblenden in die Vergangenheit erfährt der Leser viele weitere Details aus dem privaten Leben des Ermittlers. Darunter auch den Vornamen von Kluftinger, den er üblicherweise gerne verschweigt.

Eine spezielle Anekdote ist die Präsentation seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau Erika bei Kluftingers Eltern. Wichtiger für die Gegenwart ist indessen ein prägendes Erlebnis, dass der Kommissar gemeinsam mit den Mitgliedern seiner Jugend-Clique hatte. Der schreckliche Vorfall wurde für ihn zu einem prägenden Schlüsselerlebnis und führte so zu seiner Berufswahl.

Leser kann sich lange Zeit nur ein diffuses Bild machen

Die familiären Turbulenzen in der Gegenwart sorgen ebenfalls für beste Unterhaltung – wenn man so viel Trubel abseits der Kriminalgeschichte mag. Aber offenbar gehört das zu den Markenzeichen der beiden Autoren. Die Dialoge mit seinem Vater, der einen ähnlichen Charakter wie der Kommissar hat, und der Kult, den Kluftinger um sein Enkelkind macht, sorgen bei echten Fans der Reihe für reichlich humoristisches Lesevergnügen. Mir ist das offen gestanden etwas zuviel – aber das ist natürlich Geschmackssache.

»Klufti« ist ein ausgesprochener Familienmensch. Er würde es wohl nie offen zugeben, aber seine Frau und die Familie seines Sohnes sind sein ein und alles. Das zeigt sich auch in seinen ständigen Granteleien und den Kabbeleien mit Frau und Sohn – was sich neckt, das liebt sich eben.

Spannung kommt im Jubiläumsband allenfalls unterschwellig auf. Kluftinger ermittelt eher halbherzig, aber immerhin treibt sei Team die Sache voran. Der Leser kann sich lange Zeit allenfalls ein diffuses Bild von den Zusammenhängen machen.

Volker Klüpfel und Michael Kobr erzählen ihre Geschichte flüssig und gut lesbar, aber man muss diese humoristische Art schon mögen, und sich den Krimi dann aus dem ganzen Klamauk heraus filtern.

Denn wie der Kommissar irrt der Leser durch ein ziemlich wirres Durcheinander – die latente Bedrohung wird eher selten real. Ein Geheimgang in der Kirche, die verbrannte Leiche einer Lehrerin – das führt nicht so wirklich weiter.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, das elfte Buch ist in Sicht. Der als Jubiläumsband lange vorab angekündigte und gelobte Krimi ist für Fans der Reihe sicher ein Highlight, aber einsteigen sollte man damit nicht in diese Reihe. Aber immerhin: Als gute Geschichten-Erzähler bieten die Autoren angenehme Unterhaltung, und ein wenig kriminell ist es eben auch.

Andreas Kurth, September 2018

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Angela Wollner zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 04.09.2018
Einer der besten Kluftinger. Schön auch das Zusammenspiel Kluftinger-jennerwein
Das grosselterliche Gefühl kennen wohl die meisten.
Interessant auch die hündische Namensgebung.

Anfangs scheint das Ganze etwas sehr konstruiert,wird jedoch mit jeder Seite positiver

Unterhaltung vom Feinsten. Höchstes vielleicht etwas wenig Krimi
StephanieP zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 19.07.2018
Kommissar Kluftinger wurde Großvater. Doch die Freude über den Familienzuwachs hält nur kurz an. Bei einem Kirchgang stößt er am Friedhof auf ein frisches Grab. Auf dem Grabkreuz befindet sich Kluftingers Name. Als dann auch noch eine Todesanzeige in der Zeitung auftaucht wird Kluftinger bewusst, dass er den Täter schnell finden muss, bevor ihm etwas zustößt. Um herauszufinden, wer hinter den Andeutungen steckt muss Kluftingerr tief in seine Vergangenheit eintauchen.

Volker Klüpfel und Michael Kobr können erneut mit einem fesselnden Schreibstil und einer mitreißenden Handlung überzeugen. Die beiden Autoren schaffen es sehr schnell Spannung aufzubauen. Leider nehmen mir persönlich die Rückblicke hin und Wieder zu viel Platz ein, wodurch die Spannung immer wieder etwas leidet. Aber alles in allem sind diese Rückblenden gelungen und ermöglichen den Lesern mehr über Kluftinger zu erfahren. Zudem können die Autoren nach diesen Rückblenden die Spannung jedes Mal wieder schnell aufbauen.

Die einzelnen Protagonisten sind erneut sehr authentisch beschrieben. Ich habe mich gefreut einige bereits bekannte Charaktere wieder zu finden. Mir persönlich kamen im aktuellen Teil allerdings die anderen Protagonisten etwas zu kurz, da wirklich hauptsächlich auf Kluftinger und sein Leben eingegangen wird. Dies fand ich etwas Schade. Aber dennoch kann man sich als Leser auch schnell ein Bild zu den restlichen Charakteren machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln und sie bei den Ermittlungen gedanklich unterstützen.

„Kluftinger“ ist bereits der zehnte Teil rund um den sympathischen Kommissar Kluftinger. Der Name des aktuellen Buches ist absolut zu Recht gewählt, da es wirklich Großteils um ihn selbst geht. Ich kenne bereits die Vorgänger und muss leider sagen, dass der aktuelle Band meiner Meinung nach der bisher Schwächste ist.

FAZIT:
„Kluftinger“ kommt meiner Meinung nach nicht ganz an seine Vorgänger ran. Der Schreibstil ist zwar erneut sehr fesselnd aber mir persönlich kam der Fall hin und Wieder zu kurz und auch die anderen Protagonisten neben Kluftinger erhielten mir persönlich zu wenig Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund vergebe ich 4 Sterne!
Netti zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 28.06.2018
Dieses Buch ist mein erster Kluftinger und im Gesamteindruck finde ich es sehr gut. Habe es kaum aus der Hand gelegt - so spannend ist es gewesen. Der Schreibstil ist flüssig und klar. An manch Stelle habe ich auch geschmunzelt über den sympathischen Kommissar. Kluftinger versucht durch Nachforschungen herauszufinden, warum sein Name auf dem Grabstein steht. Er hat den Verdacht, das sich jemand aus seinen alten Fällen rächen will und geht daher seiner Vergangenheit aus der Jugendzeit sowie auch ältere Fälle durch. Man erfährt dabei auch seinen interressanten Vornamen.Die Handlung ist flott und flüssig und es ist auf jeder Seite Spannung pur. Wie wird es wohl enden? Wird es ihm gelingen? Von meiner Seite aus ist es äußerst empfehlenswert und ich gebe dafür eine 100%ige Kauf- und Leseempfehlung. Als angenehme Nachtlektüre vor dem Schlafengehen gut.
Weithum zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 21.05.2018
Der 10. Kluftinger kommt wieder einmal mehr sehr spannend daher. Dem Autorenduo Volker Klüpfl und Michael Kobr ist auch dieses Mal wieder ein rundum toller Krimi gelungen.
Ich habe den neuen Kluftinger als Hörbuch gehört und wurde richtig gefesselt. Die beiden Autoren lesen verschiedene Stimmen und werden von Christian Berkel als Erzähler unterstützt. Berkel ist nicht nur ein toller Schauspieler sondern macht auch als Hörbuchsprecher einen sehr guten Job. Und was soll ich sagen, da das Hörbuch uns auf dem Weg in den Urlaub begleitet hat, ist nun auch mein Mann zum Kluftinger Fan geworden.
Man erfährt viel aus dem Leben von Kluftinger und endlich auch seinen Vornamen. Eigentlich mag er diesen nicht und schon mal gar nicht die Spitznamen die seine Umgebung daraus macht. Wobei seine Frau Erika ihn ja eigentlich sowieso nur Butzele nennt. Die vielen Rückblenden zeigen Kluftinger als Jugendlichen, wie er zu seinem Beruf kommt, Erika kennenlernt, eine eigene Familie gründet bis hin zu seinem Weg vom Streifenpolizisten zum Kriminalkommissar. Der eigentliche aktuelle Fall beginnt an Allerheiligen als Kluftinger, beim alljährlichen Friedhofsbesuch mit der Familie, ein frisches Grab mit einem Holzkreuz entdeckt. Auf dem Kreuz prangt sein Name. Als dann auch noch eine Todesanzeige auftaucht sind nicht nur seine Kollegen alarmiert, sondern auch Familie und Freunde höchst besorgt. Die Ermittlungen beginnen.
Die Handlung war gewohnt spannend und fesselnd und wurde wie immer durch viele humorvolle Passagen aufgelockert. Zum Schluss gibt es einen fiesen Cliffhanger der genug Potenzial für Fall Nr. 11 bietet. Wir werden auf jeden Fall wieder dabei sein.
cybergirl zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 13.05.2018
Genialer Jubiläumsband
Kluftinger ist der 10. Band mit dem gleichnamigen Kommissar des erfolgreichen Autorenduos Michael Kobr und Volker Klüpfel.
Dieser Jubiläumsband ist auch ein ganz besonderes Buch und dem Kommissar Kluftinger gewidmet.
Das Buch unterscheidet sich von den vorherigen indem hier nicht in einem aktuellen Fall ermittelt wird.
Vielmehr wird der Kommissar bedroht.
An Allerheiligen bei dem üblichen „Gräberlauf“ stößt Kluftinger auf sein eigenes Grab.
Dabei bleibt es aber nicht, kurz darauf erscheint noch eine Todesanzeige.
Klar ist jemand Bedroht Kluftinger.
Jetzt heißt es überlegen wer hinter der Drohung steckt.
Diese Überlegungen führen zu einem alten Fall und in Kluftingers Jugend.
So gibt es in diesem Buch immer wieder Rückblenden zu Zeiten in Kluftingers Leben die für ihn weichenstellend waren.
Man erfährt viele Dinge über Kluftinger die man nicht vermutet hätte.
Auch das Geheimnis um seinen Vornamen wird endlich gelüftet.
Wie gewohnt enthält auch dieses Buch wieder viel Lokalkolorit und der Humor den man von den beiden Autoren kennt kommt in diesem Buch auch nicht zu kurz.
Besonders die Rückblenden haben mich oft schmunzeln lassen und die Szenen wenn Kluftinger mit seinem Enkelkind zusammen ist.
Er ist ein so liebenswerter Opa.
Am Ende ist dann allerdings nicht alles geklärt, einige Fragen bleiben offen und lassen auf eine Fortsetzung schließen.
Hoffentlich lassen die Autoren mich damit nicht so lange warten.
Dietmar zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 12.05.2018
Es fehlt die Leichtigkeit und der Humor. Bei den ersten 300 Seiten des Buches fragt man sich, wann geht's endlich los. Denn die beiden Stränge Kommissar wird Opa und Kommissar war auch mal jung sind nicht besonders fesselnd.Dann wird's aber etwas besser, aber das Buch endet nicht mit der Auflösung des Falls sondern mit einer Art Cliffhanger.Das Subjet erinnert sehr an den Nele Neuhaus-Krimi "Im Wald".
Ras Rotter zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 10.05.2018
Ein bisschen dick und mühsam zu lesen, weil die Hauptgeschichte von zu vielen neben Geschichten überdeckt wird. Bayerisch-lustig und mit dem gleichen Team wie immer. Und am Ende wird der nächste Roman angekündigt.

Nur für echte Fans der Serie, die auch über ältere bayerische Witze und paternalistischen Führungsstil ohne Computer noch lachen können.
niggeldi zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 10.05.2018
Klufti in Lebensgefahr!


Der 10. Fall von Kommissar Kluftinger ist dieses Mal sehr persönlich: Unser Klufti erhält Morddrohungen! Schon bald bemerkt er, dass die Lösung nur in seiner Vergangenheit liegen kann…

Das Buchcover reißt sofort Blicke auf sich, das Kreuz mit Kluftis Namen drauf lässt nichts Gutes erahnen. Wird das etwa Kluftis letzter Fall sein?
Der Schreibstil ist wie bei den Vorgängern sehr flüssig und humorvoll, die bayrischen Redewendungen betonen den Charme der Klufti-Geschichten.

Da dieser Fall sehr auf unseren Kluftinger fixiert ist, erfährt man allerhand aus dessen Vergangenheit, was sehr unterhaltsam, aber manchmal auch traurig ist. Diese Rückblenden sind leserfreundlich in einer anderen Schriftart gehalten, was mir immer gut gefällt. Auch wird in diesem Band ENDLICH das Geheimnis um Kluftis zwei Vornamen gelüftet; wurde auch mal Zeit. :D Ebenso die zahlreichen Begegnungen mit seinem „Lieblingsfeind“ Doktor Langhammer sind wieder überaus amüsant. Sogar bekannte Personen aus anderen Kriminalromanen haben einen kurzen Auftritt, was für Krimifans ein kleines Schmankerl ist. :)
Ich musste oft lachen und grinsen, da Kluftis Humor und sein unter anderem tollpatschiges Wesen einfach witzig sind. Dadurch, dass man erfährt, wieso er so ist, wie er ist, wird er einem noch viel sympathischer und liebenswürdiger. Ich hab‘s nur mit einer Unterbrechung (schlafen :D) an einem Stück gelesen, wenn es nicht schon so spät gewesen wäre, hätt ich es in einem Rutsch gelesen. :D

Ich kann allen Klufti-Fans nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Wer jedoch die vorherigen Bände nicht kennt, sollte sich diese zuerst zu Gemüte führen, bevor er sich an diesen Jubiläumsfall heranwagt. :) Nur so kommt man in den vollen „Klufti-Genuss“. 5 Sterne!
lausberg zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 06.05.2018
Der frischgebackene Großvater Kluftiger entdeckt beim traditionellen Friedhofsbesuch an Allerheiligen in Altusried inmitten einer Menschenmenge ein Kreuz mit seinem Namen und dem aktuellen Jahr als Sterbejahr. Dieser Drohung folgen noch weitere, so dass Kluftinger mit dem Wissen leben muss, dass ihm jemand nach dem Leben trachtet. So fängt er an, seine persönliche Vergangenheit als Polizist zu durchleuchten, um herauszufinden, wer ihm den Tod wünscht. In einigen Retrospektiven bekommt der Leser Ausschnitte aus Kluftingers Jugend in den Siebzigerjahren, seinem ersten Mordfall und seine Beförderung zum Leiter der Mordkommission.

Während der Ermittlungen stehen auch allerhand Nebenschauplätze um seine Person im Mittelpunkt. Sein rosafarbener Smart ist allgemeines Anschauungsobjekt und es treten zum Jubiläum des zehnten Bandes zahlreiche Personen aus früheren Büchern auf. Bei seinen Ermittlungen im Kurort Kochel am See trifft Kluftinger auf Kommissar Hubertus Jennerwein und sogar auf Karl Göttmann, langjähriger Fernsehkommissar der SOKO München. Seine Familie und seine Eltern, Martin Langhammer und seine Frau Annegret sind auch mit von der Partie.
Dies unterbricht dann (zu) oft die Ermittlungen in dem eigentlichen Falls, wo zwei bislang ungeklärte Fälle eine heiße Spur ergeben. Die Indizien verdichten sich im Laufe des Kriminalromans immer mehr, die Jagd auf den potentiellen Killer oder die Killerin nimmt Gestalt an und auch die Spannung nimmt immer mehr zu. Am Totensonntag kommt es dann passsenderweise zum Showdown.

Dieser Fall ist logischerweise persönlicher als die anderen, hier geht es um Kluftigers eigenes Überleben. Man erfährt zum ersten Mal mehr aus seiner Jugendzeit und Vergangenheit und auch sein Privatleben spielt eine Rolle neben dem Fall. Die Begegnung mit Göttmann ist überragend gestaltet und auch der Humor kommt trotzdem nicht zu kurz. Wahrscheinlich gibt es noch eine Fortsetzung des Falles im elften Band, denn er wird in diesem Buch nicht hundertprozentig aufgeklärt.
Leseratte zu »Volker Klüpfel & Michael Kobr: Kluftinger« 06.05.2018
Ich finde diesen Kluftinger schwächer als die vorherigen. Etwas unlogisch (wer hat Klufti denn nun im Wakd überfallen und Wittgenstein erschossen?). Eine Lösung ist wohl erst im nächsten Band zu erwarten. So sehr ich die verrgnüglichen Familienumstände mag, der Focus sollte doch auf die Kriminalgeschichte liegen. Die ist dieses Mal etwas halbherzig geraten.

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