Mind Control von Stephen King

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2016 unter dem Titel End of watch, deutsche Ausgabe erstmals 2016 bei Heyne.
Folge 3 der Kermit-William-Hodges-Serie.

  • New York: Scribner, 2016 unter dem Titel End of watch. 432 Seiten.
  • München: Heyne, 2016. Übersetzt von Bernhard Kleinschmidt. ISBN: 978-3-453-27086-2. 525 Seiten.
  • München: Heyne, 2017. Übersetzt von Bernhard Kleinschmidt. ISBN: 978-3-453-43907-8. 528 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Random House Audio, 2016. Gesprochen von David Nathan. 2 CDs.

'Mind Control' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Nach Jahren im Koma erwacht »Mercedes-Mörder« Hartsfield und entdeckt, dass er die Hirne seiner Mitmenschen manipulieren kann, was ihm die Gelegenheit verschafft, wieder als Killer tätig zu werden sowie Rache an denen zu nehmen, die ihn einst aufhalten konnten …

Der letzte Band der Bill-Hodges-Trilogie greift auf die Ereignisse des Auftaktromans zurück. Während der Krimi-Anteil so gut wie verschwindet, kehrt Stephen King zum Übernatürlichen zurück und legt ein routiniert geschriebenes Garn vor, das sich autorentypisch sehr gut lesen lässt, obwohl es keineswegs originell ist.

Das meint krimi-couch.de: Vom Mercedes-Mörder zum Mord-Mutanten 75°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Vor fünf Jahren ist Psychopath Brady Hartsfield endgültig ausgerastet. Seit jeher fühlte er sich von seinen Mitmenschen unverstanden und missachtet, wofür er sich »rächte«, indem er eine schwere Limousine stahl, um diese gezielt in eine Menschenmenge zu steuern. Als »Mercedes-Killer« wurde Hartsfield so berühmt, wie er es sich gewünscht hatte. Doch bevor er sein »Werk« mit einem Massenmord an jugendlichen Konzertbesuchern krönen konnte, kamen ihm Ex-Polizist Kermit »Bill« Hodges und seine Gefährten in die Quere. Schon länger waren sie Hartsfield auf der Fährte, weshalb Holly Gibney ihm in letzter Sekunde den Schädel einschlagen konnte.

Hartsfield überlebte, doch sein Gehirn war zerstört. In einer Pflegeeinrichtung vegetierte er vor sich hin – scheinbar, denn Arzt Babineaux nutzte die Gelegenheit, ein ungeprüftes, verbotenes Medikament zu testen. Unbemerkt gewann Hartsfield nicht nur das Bewusstsein zurück, sondern entwickelte auch übernatürliche Fähigkeiten. Kraft seines wiedererwachten Geistes vermag er kleinere Objekte zu bewegen. Zudem entdeckte Hartsfield, dass sein Geist quasi den Körper verlassen und in fremde Hirne »umsteigen« kann. Auf diese Weise erweitert sich sein Wirkungskreis beträchtlich. Hartsfield sieht sogar die Chance, seine Mordserie fortzusetzen. Außerdem will er sich an Hodges und dessen Freunden rächen. Lange völlig unbemerkt baut Hartsfield sein Spinnennetz auf. Nützlich ist ihm vor allem die Kontrolle über Dr. Babineaux, der über Geld und Macht verfügt. Hartsfield will möglichst viele Menschen zum Selbstmord verleiten. Über eine manipulierte Software schickt er eine hypnotische Botschaft auf den Weg, die speziell jugendliche Opfer sucht – und findet.

Hartsfield macht Fortschritte, weckt aber durch seine Rachsucht und Ungeduld den Argwohn seines Gegners. Bill Hodges kommt ihm auf die Schliche, doch wie verfolgt man jemand, der als unsichtbarer Geist umzugehen vermag...?

Kings Quadratur des Kreises

Nachträglich kann man sich durchaus fragen, was das sollte; gemeint ist die Trilogie um den Ex-Cop Bill Hodges, dessen dritter und letzter Teil nun hierzulande vorliegt. Stephen King hat längst bewiesen, dass er ein guter Erzähler ist, der keineswegs auf das Horror-Genre beschränkt bleibt, mit dem er allerdings weiterhin identifiziert wird. Dafür ist er selbst verantwortlich – und »Mind Control« ist ein Paradebeispiel, weicht King doch von seiner in den ersten beiden Bänden gepflegte Erdung in der Realität ab und weicht wieder einmal in Dimension X aus.

Dass es so kommen würde, wusste man schon nach der Lektüre des Epilogs zu Band 2: Bill Hodges »besucht« Brady Hartsfield in dessen Krankenzimmer, um ihn zu beschimpfen, woraufhin dieser telekinetisch, d. h. kraft seines Geistes ein Bild umkippt. Dieser Handlungsschwung war eine Ankündigung, dass King zum »Mercedes-Killer« zurückkehren würde, der als Mutant erwartungsgemäß an Bosheit, Irrsinn und krimineller Hartnäckigkeit noch zulegen kann.

War das eine gute Idee? Nein und ja, wie man als regelmäßiger Leser der weiterhin wie Pilze aus dem Waldboden schießenden King-Romane feststellt. Eigentlich sollte die Bill-Hodges-Trilogie von Kriminalfällen erzählen, die von der Polizei nicht als solche erkannt werden, weshalb es einer bunten, für diese Aufgabe eigentlich ungeeigneten Gruppe überlassen bleibt, privat für Gerechtigkeit zu sorgen. Nicht nur der zentrale Kriminalfall, sondern auch die Herausforderung, sich unkonventionell sowie ohne offizielle Berechtigung als Ermittler zu betätigen, sorgen für eine Spannung, die dadurch gesteigert wird, dass den kriminalistischen Quereinsteigern Fehler unterlaufen, die für Lebensgefahr sorgen.

King paddelt im luftleeren Raum

Das Ergebnis stellt im besten Fall ein Psycho-Thriller dar, der King mit »Mr. Mercedes« und »Finderlohn« zwar gelang, ohne dass der Autor damit punkten konnte. Der späte – »alt« möchte man ihn nicht nennen – Stephen King weist nicht mehr die Brillanz auf, die sein Frühwerk erreichte. Man muss es zur Kenntnis nehmen bzw. auf jene »Ausreißer« hoffen, mit denen er sein weiterhin lebendiges Talent unter Beweis stellen kann. Romane wie »Die Arena« oder »Der Anschlag« belegen es. Dem stehen freilich Werke wie »Puls«, »Wind« oder »Joyland« gegenüber, die müde bewährten, aber gealterten Mustern folgen.

»Finderlohn« gehört in die Reihe der lesbaren, nicht mehr das alte Feuer auslösenden King-Romane. Der Verfasser hat es offensichtlich selbst bemerkt und deshalb das Steuer herumgerissen. Er kehrt in doppelter Hinsicht zurück – zum »Mercedes-Killer« Hartsfield und zur Phantastik. Das Ergebnis bietet keine Offenbarung. Zwar ist King viel zu gerissen, um sich von der Tatsache, dass die Hodges-Trilogie ganz im Hier & Jetzt gestartet ist, aus dem erzählerischen Gleichgewicht reißen zu lassen: »Mind Control« liest sich wieder einmal glatt und spannend. Dennoch lässt sich ein Gedanke nicht verdrängen: Das kennen wir doch!

In der Tat bietet »Mind Control« eine Sammlung einschlägiger King-Highlights, ohne dem Neues anfügen zu können. Die Story funktioniert, aber wirklich aufregend ist sie nicht. King hat inzwischen eigentlich alles schon einmal erzählt. Das geht allen fleißigen Schriftstellern so, wenn sie es nicht schaffen, ihren Drang, Worte zu »Papier« zu bringen, unter Kontrolle zu bringen. King ist in dieser Hinsicht offenbar süchtig. Er wirft Roman um Roman auf den Buchmarkt. Dank seiner in Jahrzehnten erworbenen Reputation kann er es sich erlauben, auch Halbgares zu produzieren. »Mind Control« gehört in diese Kategorie.

King findet zu »seinem« Dreh

Noch einmal sei gesagt: Das sorgt nicht für einen langweiligen, aber für einen nicht unbedingt mitreißenden Roman. Wer gern liest, erkennt das Problem: King schreibt auf Autopilot, was u. a. ein Finale verdeutlicht, das eher abrupt als überraschend ist. Angesichts der Tatsache, dass Hartsfield von Hirn zu Hirn springen kann, erwischt es ihn recht zufällig. Möglicherweise will King damit andeuten, dass Pläne nun einmal scheitern, doch es steht zu befürchten, dass er vor allem zu Ende kommen wollte.

Interessant ist weniger die eigentliche Handlung, die sich um die Problematik rankt, dass Hartsfields Tücken erst erkannt, dann akzeptiert und schließlich verhindert werden müssen. Auch hier bleibt »Mind Control« ohne Originalität. King hat das Durchhängen des Spannungsfadens durchaus erkannt. Für ausgleichende Dramatik soll Bill Hodges schwere Krankheit sorgen, die ihm zunehmend zu schaffen macht – ein abgegriffener Dreh, der den nicht nur an Seiten langen Mittelteil nicht wirklich in Schwung bringt.

Bill Hodges und Holly Gibney bleiben erstaunlich blasse Hauptfiguren. Ganz offenkundig findet King Hartsfield interessanter. Ausgiebige Rückblenden beschreiben sein Wiedererwachen, die Erkenntnis gänzlich neuer Möglichkeiten und das Einfädeln mitmenschenfeindlicher Machenschaften. Einmal mehr erweckt King eine abscheuliche Persönlichkeit zu glaubhaftem Leben, wobei Hartsfield nie zum Verbrecher-Genie oder Supermutanten aufsteigt, sondern ein mittelmäßiger, in kruden Gewaltfantasien gefangener Psychopath bleibt. Nicht die vom Verfasser postulierten Einschränkungen, die Hartsfield die völlige Bewegungsfreiheit verbieten, sondern sein enger Horizont beschwört sein Scheitern herauf. Hier hält King das Steuer zwar fest in der Hand. Nichtsdestotrotz endet dieser Roman so, wie er begonnen und sich entwickelt hat: lauwarm. Das Ende der Hodges-Trilogie ist klug und konsequent; ihr Potenzial hat sich nie wirklich entfaltet.

»Mr. Mercedes« – die Fernsehserie

Wenn Stephen King etwas veröffentlicht, wird es in der Regel verfilmt, wobei die Qualität der Vorlage unwichtig ist; es geht um das King-»Branding«, denn es sorgt für Zuschauer, obwohl diese oft genug durch Kino- oder Fernseh-Bockmist aufs Glatteis geführt wurden.

Die Bill-Hodges-Trilogie wurde für den US-amerikanischen Privatsender »Audience« umgesetzt, der dafür einen Profi engagierte: David E. Kelley ist u. a. für TV-Erfolge wie »Picket Fences – Tatort Gartenzaun«, »Ally McBeal« oder »Boston Legal« verantwortlich. Er war auch in diesem Fall erfolgreich, obwohl der ursprünglich für die Rolle des Brady Hartsfield vorgesehene Anton Yelchin 2016 durch einen Unfall starb. Er wurde durch den Briten Harry Treadaway ersetzt. Als Bill Hodges trat Brendan Gleason, als Holly Gibney Justine Lupe vor die Kamera.

Die 2016 gefilmte und 2017 ausgestrahlte Staffel umfasste zehn Episoden und fand so viele Zuschauer, dass »Mr. Mercedes« fortgesetzt wurde.

Michael Drewniok, Oktober 2018

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froschkermit19 zu »Stephen King: Mind Control« 12.06.2018
Nachdem ich mit der Erwartung an eine direkte inhaltliche Fortsetzung an Mr Mercedes die Lektüre von Finderlohn als sehr enttäuschend empfand, wurde ich mit der Erscheinung von Mind Control
wieder restlos glücklich gemacht. Schließlich handelt es sich bei Brady Hartsfield um eine der raffiniertesten und interessantesten Figuren von King, die zweifelsohne in eine Reihe mit Carrie und Es gestellt werden kann.
Und dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht, denn die Auferstehung von Brady samt seines Schaffens eines hoch effektiven Suizidnetzwerkes bis hin zum finalen Showdown und der alles entscheidenden Konfrontation mit Hodges ließen mich das Buch in weniger als fünf Tagen ungekaut hinunterschlucken und bereitet mir jetzt, nach der Lektüre, heftige Verdauungsarbeit.Ich habe es gehofft und mehr oder weniger schon erwartet, dass King im dritten Teil seiner Trilogie den Absprung wagen würde und surreale Elemente wie die Positionierung Bradys auf dem Fahrersitz des Gehirns anderer Menschen einbauen würde.
Eine geniale Idee, die mich zwar durchweg an “Avatar - Aufbruch nach Pandora” erinnerte, jedoch in Verbindung mit einem von krimineller Energie durchflossenen Psychopathen natürlich eine ganz andere, viel interessantere Wirkung erzielt.
Somit distanziert sich Mind Control in meinen Augen klar von seinen beiden Vorgängern, die im Vergleich dazu eher biedere Kriminalromane zu sein scheinen. Zwar mit besagtem raffinierten Psychopathen in der Rolle des Bösewichts, aber eben noch im Bereich des Möglichen. Das ändert sich im dritten Teil, womit King auch irgendwie zu seinen Wurzeln zurückfindet - eben diesem Quäntchen Fantasie, das, in eine reale Welt eingegliedert, einem den unvergleichlichen King-Schauer über den Rücken laufen lässt.
Zu kritisieren ist die Handlung ab der zweiten Hälfte, in der Hodges die bahnbrechende Entdeckung, dass Bradys Geist in einem anderen Körper weiterlebt, irgendwie egal zu sein scheint. Das mag meine subjektive Wahrnehmung sein, jedoch hätte ich mir einen entsetzteren und weniger gewohnt coolen Hodges gewünscht - wenn nicht sogar einen ängstlichen.
Was den Showdown in und vor der Jagdhütte angeht, finde ich ihn befriedigend. Plump, aber befriedigend.
Eine kurzzeitige Bewusstseinsübernahme von Hodges durch Brady wäre interessant gewesen, auch um nach drei Büchern als Leser endlich mal den weichen Kern von Hodges, soweit vorhanden, kennenzulernen.
Nichtsdestotrotz stellt es eine große Genugtuung dar, zu sehen, wie Hodges Brady schlussendlich dazu bewegt, sich selbst zu richten, und nicht wie ursprünglich geplant, umgekehrt.
Nun kann Kermit W. Hodges seinen Frieden finden, was einen angemessenen Abschluss darstellt, da der schlimmste Bösewicht vernichtet sowie die emotionale und existenzielle Versorgung von Holly gewährleistet ist.
Alles in allem ist dieser dritte (und hoffentlich letzte, denn eine weitere Fortsetzung wäre mehr als unnötig) Teil ein überaus gelungenes Werk, das einen ganz besonderen Platz im Bücherregal verdient - nämlich neben seinen ebenfalls ausgezeichneten Vorgängern.
Krimisofa.com zu »Stephen King: Mind Control« 11.05.2017
Mit „Mind Control“ beendet Stephen King seine Bill-Hodges-Trilogie und damit seinen Ausflug ins klassische Krimi-Genre. Aber er wäre nicht Stephen King, wenn er nicht eine Duftnote dalassen würde und dem letzten Teil seinen eigenen Stempel aufdrücken würde - ein Stempel, der den Krimi-Puristen nicht gefallen wird.

Ich habe vor etlichen Jahren „Carrie“ von Stephen King gelesen, nachdem ich die - ich glaube, es war die zweite - Verfilmung gesehen habe. Die Thematik, die den Film bzw. das Buch prägt, ist Telekinese. Mit Telekinese wäre das Leben um einiges leichter, denn man müsste sich nicht mehr so viel bewegen. Wenn man die Fernbedienung haben möchte, die zwei Meter weg liegt, könnte man sie mit Telekinese einfach zu sich schweben lassen. Nur blöd, dass sowas nicht geht, weil es so etwas Telekinese nicht wirklich gibt. Und damit sind wir auch schon beim Kern meiner Kritik.

Der Anfang von „Mind Control“ ist richtig packend, wir haben einen Doppelselbstmord, wir haben ein Ermittlerteam, das den Vorfall als gegeben hinnimmt; wir haben Bill Hodges, der den Fall hinterfragt; wir haben Holly, die am Tatort wesentlich mehr findet, als die Polizei - Zutaten für einen richtig guten Krimi mit Spannung und Dramatik. Doch dann kommt die Wende, es wird surreal und dann noch surrealer, denn Brady Hartsfield macht genau das, was ich im SPOILER-Beitrag zu „Finderlohn“ geahnt habe - er hat sich telekinetische Kräfte verschafft und erschreckt damit das Krankenhauspersonal. Und später folgt das surrealere, er steuert nämlich andere Menschen, was natürlich nur die logische Folge ist, denn körperlich kann sich Hartsfield nicht erholen, denn er dürfte an einer Art Locked-in-Syndrom leiden, was bedeutet, dass er zwar alles rund um sich mitbekommt, aber sich selbst nicht äußern kann - ganz klar, woran er leidet, wird es nicht.

Hat King die Trilogie genauso geplant oder hat er sich im ersten Teil mit Hollys heldenhaften Vorgehen gegen Hartsfield verzettelt, so dass ihm für den abschließenden Teil nur diese Möglichkeit blieb? Einerseits glaube ich, dass King erfahren genug ist und das genauso geplant hat, andererseits passt dann „Finderlohn“ so gar nicht in die Trilogie, weil es nur wenige Anknüpfungspunkte zu „Mr. Mercedes“ gibt - oder hat King vorgehabt, mehrere Teile rund um Hodges zu schreiben und irgendetwas kam dazwischen? Ich weiß es nicht und hab bis dato noch nicht recherchiert, wobei ich ohnehin glaube, dass eine Recherche darüber recht wenig ergeben wird. Seltsam wirkt es allemal. Der Showdown ist leider auch nicht viel besser; er strotzt nur so vor Zufällen und wirkt in Teilen wie ein schlechter Ganovenfilm. Das Ende ist etwas zu kitschig ausgefallen und zudem vorhersehbar.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Titel „Mind Control“ der nicht nur viel zu viel vom Inhalt verrät, sondern auch Unverständnis hinterlässt. Wenn man schon einen englischen Titel nimmt, wieso dann nicht gleich den originalen? Das Verkaufsargument kann es nicht sein, Chevy Stevens‘ Bücher verkaufen sich im deutschsprachigen Raum auch hervorragend mit den  Originaltiteln - ich werde so ein Vorgehen nie verstehen.

Am Ende noch etwas Positives: Hollys Charakter ist grandios ausgefallen und ihre Entwicklung ist imposant. Im ersten Teil noch völlig unscheinbar (Ende ausgenommen), aber bei „Finderlohn“ blüht  sie dann richtig auf, was sich in „Mind Control“ fortsetzt.

Fazit: „Mind Controll“ ist zwar anfangs gut zu lesen, bringt auch alles für einen guten Krimi mit, aber irgendwann hat mich King mit seinen Ausflügen ins Paranormale verloren – schade.

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südwestkorso zu »Stephen King: Mind Control« 06.11.2016
Angefangen mit den Büchern Mr. Mercedesund Finderlohn,die auch schon sehr spannend waren,ist das dritte Buch ein würdiger Abschluss.Wieder eine sehr spannende Geschichte,die einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.Typischer Stephen King Stil.Fast etwas Schade,dass die Geschichte jetzt ein Ende gefunden hat.
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