Chris McGeorge: Escape Room

Ein abgeschlossenes Hotelzimmer, eine Leiche, fünf Verdächtige und nur drei Stunden Zeit …

Escape Room

Im Alter von 11 Jahren erlangte Morgan Sheppard als »Kinderdetektiv« Berühmtheit, weil er den ­mysteriösen Tod seines Mathelehrers aufklärte. Er fand Beweise dafür, dass sein Mathelehrer Mr. Jeffries sich nicht umgebracht hatte sondern tatsächlich ermordet wurde und er identifizierte auch den Täter. Seine Berühmtheit als child detective» ebnete seinen Weg als Erwachsener für eine Karriere in den Niederungen von Reality TV. Als Resident Detective in der populären, gleichnamigen Show löst er von Montags bis Freitags sogenannte und oft getürkte – real-life« Fälle um Ehebruch, Diebstahl, Betrug etc. Mit Hilfe des aufgehetzten Publikums trifft er oft folgenreiche Entscheidungen über Schuld bzw. Unschuld der geladenen Gäste, wobei er sich danach selten an Einzelheiten erinnern kann. Dreharbeiten im Fließbandverfahren und das ausschweifende Promi-Leben fordern ihren Tribut: Sheppard hängt in den Seilen, er ist alkohol- und tablettensüchtig. Ein Kurzurlaub in Paris ist angesagt, dort trifft er eine Französin mit dem gewissen Etwas, die ihm in seinem Hotelzimmer Gesellschaft leistet …

Einige Stunden später wacht er in einem ihm unbekannten Hotelzimmer auf, sein Kopf brummt, er ist mit Handschellen am Bett gefesselt. Im Dämmerzustand merkt er, dass er nicht allein ist. Auf dem Fußboden liegen fünf weitere Personen, die jetzt auch alle langsam das Bewusstsein wieder erlangen und genauso verwirrt wie Sheppard sind, wobei er als einziger gefesselt ist. Keiner von ihnen weiß, wie er hierher geraten ist. Die Hotelzimmertür ist verriegelt, und im Badezimmer liegt die Leiche von Simon Winter Morgans langjährigem Psychiater. Über den Fernseher meldet sich ein maskierter Mann: Morgan hat drei Stunden Zeit, seine detektivischen Fähigkeiten erneut unter Beweis zu stellen. Denn eine der Personen im Raum ist der Mörder von Simon Winter. Gelingt es Morgan nicht, den Mord aufzuklären, werden sie alle sterben. Während unter den Eingesperrten Panik ausbricht, beginnt Morgan damit, seine Mitgefangenen zu ­befragen. Alle scheinen den Toten zu kennen, Misstrauen breitet sich aus und die Uhr tickt unaufhörlich …

Wer sind nun eigentlich Sheppards Mitgefangene?

  • Mandy Phillips, 20+, eine hübsche Blondine, die zurzeit als Barista arbeitet.
  • Ryan Quinn, Mittzwanziger, der im Great Hotel als Reinigungskraft arbeitet.
  • Rhona Michel, 17, nie ohne ihre Kopfhörer. Simon Winter war ihr Therapeut.
  • Alan Hughes , ein älterer, offensichtlich renommierter Rechtsanwalt von eleganter Erscheinung.
  • Constance Ahearn, eine betagte Schauspielerin von hexenhafter Erscheinung und scheinbar etwas geistesgestört, redet wirres Zeug von Sühne und Abbitte.

Der Autor

Chris McGeorge

© Richardson Photography

Chris McGeorge studierte Creative Writing an der City University London. Seinen ersten Kriminalroman, Dead Room, reichte er dort als Master-Arbeit ein. Schon als Kind erzählte und schrieb er mit Begeisterung Geschichten und zeichnete seine eigenen Comics. Er ist ein großer Bewunderer von Klassikern wie Agatha Christie oder Conan Doyle und legt seine Geschichte gerne als packende Mischung aus Alt und Neu an. Verwinkelte Plots mit überraschenden Wendungen sind seine Spezialität. Er betreibt einen Blog über Popkultur, »Festival of Blood«, und produziert mit Freunden von Zeit zu Zeit den satirischen Podcast »Sarcasmicast«.

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