Schlüssel 17 von Marc Raabe

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 2010 - heute.

  • Berlin: Ullstein, 2018. ISBN: 978-3-548-28913-7. 400 Seiten.

'Schlüssel 17' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln: Es ist die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. In den Griff ist die Zahl 17 geritzt. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Doch Tom bekommt eine unliebsame Partnerin für die Ermittlungen. Die Psychologin Sita Johanns fragt sich schon bald, wer in diesem Fall mehr zu verbergen hat: Tom oder der Mörder, der sie beide erbarmungslos vor sich hertreibt.

Das meint Krimi-Couch.de: Das neue Ermittler-Duo gibt gleich Vollgas 90°Treffer

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Der Berliner Polizei wird ein grausiger Leichenfund im Dom gemeldet. Pfarrerin Dr. Brigitte Riss wurde ermordet, und als Kreuz drapiert in die Kuppel gehängt – mit einem Schlüssel um den Hals. Kommissar Tom Babylon soll nach dem Willen seines Vorgesetzten nicht zum Tatort fahren, lässt sich jedoch nicht abhalten, und sieht die in den Schlüssel eingeritzte Zahl – eine 17. Babylon ist davon förmlich paralysiert – mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine jüngere Schwester Viola.

Tom ist fest davon überzeugt, dass sie noch lebt, obwohl angeblich ihre Leiche gefunden wurde. Gegen alle Widerstände beginnt er in dem aktuellen Mordfall zu ermitteln. Hilfe bekommt er nur von der Psychologin Sita Johanns, die ihm eigentlich auf die Finger sehen soll. Babylons Motiv für sein Verhalten ist klar – er erhofft sich neue Erkenntnisse zum Schicksal von Viola. Der Fall führt Tom und Sita auch zurück in Toms Vergangenheit – und er gerät dabei in Lebensgefahr.

Nettes Duo: Angeknackster Bulle und ausgebuffte Psychologin

Für seine drei ersten Romane hat Marc Raabe von den Lesern der Krimi-Couch durchgängig hohe Bewertungen bekommen – und von mir als Rezensenten auch, wenn auch jeweils knapp darunter in der Skala. Dieses hohe Niveau vermag der Autor nach seiner dreijährigen Pause durchaus zu halten – »Schlüssel 17« ist mal wieder ein Thriller, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient.

Marc Raabe startet mit dem Buch erstmals eine Serie, nachdem er zuvor drei Einzel-Romane geschrieben hat. LKA-Ermittler Tom Babylon ist dabei eine mehr als eigenwillige Figur. Mit Anfang 30 für einen Polizisten recht jung, aber durchaus ehrgeizig. Und er hat – natürlich, möchte man fast sagen – den üblichen Knacks. Aber immerhin bekommt er mit der ausgebufften Sita Johanns gleich eine Psychologin an die Seite gestellt. Ein netter Kniff, um den traumatisierten und scheinbar unkontrollierbaren Bullen von einer netten Frau »einhegen« zu lassen, die sich von ihm auch nicht einschüchtern lässt.

Raabe legt die Basis für die weiteren Bände der Reihe

Zentrales Element der Geschichte ist neben Babylons Suche nach seiner Schwester ein Vorfall am Landwehrkanal vor 20 Jahren. Der Leser erfährt, dass Tom und seine Clique damals eine Leiche im Kanal gefunden haben. Die Jugendlichen sind erst einen Tag später zur Polizei gegangen – und dann war der Tote bereits verschwunden. Neben dem Leichnam hatte Tom allerdings »Schlüssel 17« gefunden, der in dem aktuellen Kriminalfall eine zentrale Rolle spielt.

Daneben ist der Schlüssel für den Kommissar das Symbol für die Suche nach seiner geliebten Schwester. Viola wurde zwar für tot erklärt, doch Tom hat das niemals akzeptiert, geht von einem Fehler in der DNA-Analyse der unkenntlichen Leiche aus.

Er führt immer wieder im Geiste Gespräche mit seiner Schwester, und Sita Johanns, ehemalige Mitarbeiterin der operativen Fallanalyse, merkt schnell, dass mit Tom etwas nicht stimmt. Dabei ist seine Macke relativ harmlos, und beeinträchtigt ihn keineswegs in seiner Arbeit.

Der Kommissar will allerdings die clevere Psychologin möglichst schnell loswerden, aber Sita ist hartnäckig. Sie hat kubanische Wurzeln – und ebenfalls einige Geheimnisse. Tom und Sita raufen sich zu einen guten Ermittler-Paar zusammen – und das hat mir als Leser außerordentlich gut gefallen. Die Dialoge der beiden sind mal professionell, mal flapsig, immer der Situation angemessen. Die beiden ergänzen sich ganz gut – und damit ist wohl die Basis für die weiteren Folgen der Reihe gelegt.

Grusel-Effekte in den ehemaligen Beelitzer Heilstätten

Es gibt regelmäßige Rückblicke in das Jahr 1998. Der merkwürdige Leichenfund, Violas Verschwinden, die Mitglieder von Toms Clique – der Leser bekommt intensive Einblicke in die damaligen Ereignisse. Allerdings werfen die Rückblicke zuweilen mehr neue Fragen auf, als dass sie Antworten liefern. Der Kommissar hat lange keinen Kontakt zu seinen Freunden mehr gehabt, doch nun tauchen einige plötzlich wieder auf.

Für einige ziemlich dramatische Momente hat sich Marc Raabe eine ziemlich spezielle Location ausgesucht. Die früheren Beelitzer Heilstätten haben seit dem entsprechenden Kinofilm am Anfang des Jahres einen wahren Geister-Tourismus ausgelöst. Und auch hier im Roman werden diese düsteren Gebäuden kräftig genutzt, um dem Leser kalte Schauer über den Rücken zu jagen.

Bemerkenswerte Charaktere neben den Haupt-Protagonisten

Marc Raabe kann seine Geschichten hervorragend erzählen, das hat er bereits in seinen drei Romanen gezeigt. Dramatische Abschnitte wechseln sich mit ruhigeren Passagen ab, der Leser bekommt immer neue Fakten zum Nachdenken – darunter aber auch falschen Fährten und Sackgassen. Der Autor baut so einige Wendungen ein, und wer irgendwann glaubt, der Lösung nahe zu sein, sieht sich getäuscht.
Am Ende werden längst nicht alle losen Fäden zusammengebunden.

Das wird dem einen oder anderen Leser nicht gefallen, aber hier wird der Keim für den nächsten Thriller gelegt. Hochspannung, witzige und authentische Dialoge, bemerkenswerte Charaktere jenseits der beiden Haupt-Protagonisten – »Schlüssel 17« bietet alles, was in meinen Augen einen Thriller mehr als lesenswert macht. Kopfkino der feinsten Art – gerne mehr davon.

Andreas Kurth, März 2018

Ihre Meinung zu »Marc Raabe: Schlüssel 17«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

MissNorge zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 01.04.2018
Ein Satz würde eigentlich reichen: 512 Seiten von Gestern auf Heute gelesen. Sowas mache ich bestimmt nicht, wenn das Buch nichts ist.
Gut gefallen hat mir der Hauptprotagonist Tom Babylon, der neben seinem Job beim LKA, seit Jahrzehnten seine Schwester sucht. Sie verschwand spurlos, wurde aber später tot aufgefunden, doch Tom will dies nicht wahr haben und sucht und sucht und sucht. Dieses schwere Päckchen hat er immerzu auf seinen Schultern und nun wird Tom noch in einen Fall verwickelt, der ihn genau wieder an den Ausgangspunkt des Verschwindens führt. Rabiat und schonungslos wird beschrieben, wie Leichen gefunden werden und was vorher mit ihnen passiert ist. Nichts für zarte Seelchen, die nachts noch gut schlafen wollen. Bei den Leichen werden Schlüssel gefunden, die eine 17 eingeritzt haben und genau so einen Schlüssel mit dieser Zahl haben Tom und seine Clique im Sommer 1998 gefunden und zwar als sie eine schreckliche Entdeckung machten. Wer kam den Teenagern Jahre später auf die Schliche und vor allem, wer ist diese Person, die so spät nach Rache üben will? Es kommt, wie es kommen muss, nachdem klar wird das Tom privat in den Fall verstrickt ist. Er wird aus dem Team genommen, doch das er das nicht so einfach mit sich machen lässt ist klar. Doch so wird es immer enger, brisanter und brenzlicher für Tom, der zum Glück, nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit der Psychologin Sita eine verlässliche Partnerin an seiner Seite hat.
Ein super Thriller, der ohne Langweile daherkommt und mit Wendungen aufwartet, wo man bis zum Ende nicht auf den Täter schließen kann.
Maren Richter zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 06.03.2018
Ich habe die Bücher von Marc Raabe bisher alle regelrecht verschlungen.
Schlüssel 17 ist nun der Auftakt seines neuen Ermittlers Tom Babylon mit der Psychologin Sita Johanns.
Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht und das neue Duo ist mir von Anfang an sympathisch.
Marc Raabe hat wie immer einen sehr angenehmen, aber rasanten Schreibstil.
Das Buch bewegte sich teilweise auch in der Vergangenheit, aber dann war der Text kursiv gedruckt.
In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln, die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel mit der Zahl 17. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Verzweifelt beginnt er den Fall zu lösen. Doch in wiefern er persönlich darin involviert ist, stellt sich sehr schnell.
Spannend bis zur letzten Seite.
Ein gelungener Auftakt. Ich freue mich auf weitere Fortsetzungen.
Kerstin zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 04.03.2018
Schlüssel 17 ein sehr packender Thriller. Die Tote Pastorin im Dom, ein verschwundener Schlüssel mit der Nummer 17 und die Vergangenheit von Tom Babylon holt ihn ein. Aber eigentlich hat er sie nie vergessen, seine Schwester Viola die genau mit diesem Schlüssel als Kind verschwunden ist. Er hofft sie nun endlich zu finden, weil an ihren Tod glaubt er nicht.
Die Spannung wird in dem ganzen Buch sehr gut aufrechterhalten. Wir bekommen ständig neue Hinweise, erfahren immer etwas mehr und meinen mehr zu wissen als Tom. Da wir die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt bekommen. Seine Psychologische Beraterin Sita ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen. Sie spielt eine große Rolle und vertraut Tom von Anfang an. Da das Buch in Berlin spielt, werden noch einige Machenschaften aus dem DDR-Regime thematisiert, was das Buch mit einem dann doch offenen Ende, enden lässt. Ich hoffe daher wieder von Tom und Sita lesen zu können.
Das Cover und auch der Titel sind passend, da der Schlüssel von Anfang an eine große Rolle spielt und das Geheimnis sehr gut aufgeklärt wird. Der eigentliche Fall lässt keine Fragen offen.
Sassenach123 zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 04.03.2018
Spannender Reihenauftakt

Tom Babylon wird von Marc Raabe ins Rennen geschickt. In Schlüssel 17 startet er mit Ermittler Tom Babylon eine spannende Reihe.

Toms jüngere Schwester Viola verschwand in seiner Jugend. Doch dies war nicht das einzig schreckliche was in dieser Zeit geschah. Die Clique um Tom, bestehend aus Josh, Karin, Bene, Nadja und Tom, machte einen grausigen Leichenfund. Im Kanal fanden sie eine Leiche die in Kaninchendraht eingewickelt war, um den Hals einen Schlüssel mit der Zahl 17. Dieser Schlüssel sorgte bei den Jugendlichen für viel Aufregung, die Frage, ob sie zur Polizei gehen sollen, wurde vertagt, den Schlüssel nahmen sie mit. Als dieser kurz danach gemeinsam mit Viola verschwand, nahm das Schicksal seinen Lauf.

Nun ist Tom bei der Polizei, weigert sich daran zu glauben, das seine Schwester Tod ist. Als Karins Mutter im Dom erhängt aufgefunden wird, mit einem Schlüssel mit der Zahl 17 um den Hals, ahnt Tom, das alles mit dem Vorfall damals zusammenhängt.
Da Tom als eigenwilliger Ermittler bekannt ist, wird ihm kurzerhand die Psychologin Sita Johans an die Seite gestellt.

Ein Thriller, der direkt spannend startet. Der Leser befindet sich direkt im Geschehen. Passagen aus der Vergangenheit zeigen dem Leser nach und nach was damals geschehen ist.
Aber auch im hier und jetzt geschehen brisante Dinge, auf die man sich erstmal keinen Reim machen kann.
Was hat die Patientin der Psychiatrischen Einrichtung mit allem zu tun, was hat sie damals erlebt? Auch in den Reihen der Polizei gibt es jemanden, der einiges zu verbergen hat.

Das Ende dieses Thrillers hat mich überrascht, eine Wendung mit der ich nicht gerechnet habe. Wie zu erwarten bleibt einiges offen, der Grundstein für die Reihe wurde gelegt. Eine Reihe, die ich mit Spannung weiterverfolgen werde.

Die Charaktere sind interessant. Allen voran natürlich Tom Babylon. Er bringt ein interessantes Privatleben, eine brisante Vergangenheit und ein Trauma mit, durch das Verschwinden seiner Schwester, was definitiv keine Langeweile aufkommen lässt. Die Zusammenarbeit mit Sita hat mir gefallen, die zwei haben sich wunderbar ergänzt, ich hoffe, dass im nächsten Teil wieder miteinander ermittelt wird.

Absolute Leseempfehlung. Dies ist der vierte Thriller des Autors den ich gelesen habe, und ich würde bisher jedesmal sehr spannend unterhalten. Immer gerne wieder!
Jol zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 02.03.2018
Das ist mein erstes Buch von Raabe und bestimmt werde ich noch mehr von ihm lesen wollen. Spannend bis zum Schluss, Interessante Protagonisten, gut geschrieben. Ich habe heute in der Nacht fertig lesen müssen, es wurde 03 Uhr! Schade das man zwingend 300 Zeichen haben muss bevor der Kommentar abgeschickt werden kann. Eine Empfehlung kann auch mut wenigen Worten formuliert werden
Principessa1909 zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 02.03.2018
Der erste Fall für Tom Babylon - absolut spannend bis zum Schluss!


Inhalt:

In der Kuppel des Berliner Doms – zentral unter dem Heiligengeistfenster – hängt eine Leiche. Drapiert wie ein schwarzer Engel. Um den Hals ein Schlüssel mit einer eingeritzten 17. Es handelt sich um die Dompfarrerin Brigitte Riss.

Warum musste die Frau sterben? Was hat dieser Schlüssel mit der Nummer 17 mit all dem zu tun? Diese Frage stellt sich auch Tom Babylon vom LKA, welcher nicht nur Brigitte Riss seit seiner Kindheit kennt, sondern auch besagten Schlüssel mit der Nummer 17 – eben jener Schlüssel, der damals zusammen mit seiner kleinen Schwester Vi verschwand.

Buch:

Das Buch wechselt durchgehend zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und verknüpft beide Handlungsstränge perfekt, was die Spannung über das ganze Buch hinweg hoch hält.

Im Mittelpunkt steht hierbei neben Tom auch dessen Jugendclique, bestehend aus Josh, Bene, Karin und Nadja, von welchen jeder für sich eine entscheidende Rolle spielt oder gespielt hatte.

Meinung:

Ich persönlich fand sowohl Erzählstil als auch Handlung absolut mitreißend, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart findet meiner Meinung nach hier fließend statt und reißt einen nicht – wie oft in anderen solchen Büchern der Fall – aus dem Leserhythmus.

Der Spannungsbogen wird bis zum Ende (und auch über dieses hinaus) hochgehalten und ich hoffe sehr, dass dies nicht gleichzeitig auch der letzte Fall von Tom Babylon sein wird. Ein weiterer Fall würde definitiv umgehend gekauft und mit Freude verschlungen werden.

Klare Kaufempfehlung meinerseits!
givemeabook zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 25.02.2018
Schlüssel 17 war mein erstes Buch von Marc Raabe. Seine Bibliografie und Biografie haben hohe Erwartungen in mir geweckt. Und was soll ich sagen: sie wurden mehr als erfüllt!

Ich finde seinen Schreibstil einfach klasse. Vor allem die großartigen Formulierungen und die bildhaften Beschreibungen sind vom Feinsten. Marc Raabe verbindet durch zwei Erzählstränge geschickt die Vergangenheit mit dem Heute.

Im Berliner Dom wird eine grausam zugerichtete Tote gefunden. Wie ein Todesengel mit schwarzen Flügeln hängt die bekannte Dompfarrerin Brigitte Riss in der Kuppel des Doms. Um ihren Hals hängt ein Schlüssel, in den die Zahl 17 eingeritzt ist.

Tom Babylon vom LKA kennt diesen Schlüssel. Seine kleine Schwester Viola ist vor fast 20 Jahren mit genau diesem Schlüssel verschwunden. Er hat den Verlust von Viola nie akzeptiert und sie ist in seinen Gedanken immer bei ihm. Da wundert es nicht, dass Tom in diesem Fall unbedingt ermitteln will. Die Psychologin Sita Johanns soll ihn bei den Ermittlungen unterstützen. Auch Sita hat mit Geistern der Vergangenheit zu kämpfen. Mit ihrem feinen Gespür fragt Sita sich bald, was Tom zu verbergen hat. Die Besonnenheit und Einfühlsamkeit von Sita ergänzen sich gut mit Toms kurzentschlossener Art zu handeln.

Marc Raabe hat die Protagonisten durch seine bildliche Sprache in meiner Vorstellung zum Leben erweckt. Ich habe mitgefühlt, ja miterlebt, als ob ich dabei gewesen wäre. Am Ende bleiben einige Fragen offen, trotzdem bin ich mit dem Ausgang zufrieden. Ein gelungener Start für Tom und Sita, von denen ich unbedingt mehr lesen möchte – und auch von Bene.

Von mir eine klare Leseempfehlung.
c-bird zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 19.02.2018
Spannungsgeladen und meisterhaft erzählt

Seit seinem Debüt „Schnitt“ bin ich begeisterter Fan von Marc Raabe und weiß, dass er ein Garant für spannende Thriller ist. Und so wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht. „Schlüssel 17“ ist der Beginn einer ganzen Serie rund um den LKA-Ermittler Tom Babylon.

Die bekannte Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss hängt grausam ermordet in der Kuppel des Berliner Doms. Um ihren Hals trägt sie einen Schlüssel, in den die Zahl 17 eingeritzt wurde. Mit eben jenem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren Toms kleine Schwester Viola. Seitdem ist Tom auf der Suche nach ihr. Nun glaubt er endlich eine neue Spur gefunden zu haben. Gemeinsam mit der Psychologin Sita Johanns macht er sich an die Klärung des Falls und hofft dabei auch Viola zu finden.

Mit Tom Babylon und Sita Johanns hat Marc Raabe zwei ganz tolle und auch sympathische Charaktere geschaffen. Tom ist mit Anfang 30 noch recht jung, aber ehrgeizig. Noch mehr als der Fall treibt ihn die Suche nach seiner Schwester an. Diese wurde bereits für tot erklärt, doch Tom akzeptiert dies nicht. Gedanklich taucht Viola immer wieder bei ihm auf und er führt Zwiegespräche mit ihr. Sita Johanns, die ehemalige Mitarbeiterin der operativen Fallanalyse ist sehr clever und kann auch äußerst hartnäckig sein. Die Halbkubanerin trägt auch ihre dunklen Geheimnisse mit sich herum. Beide sind verschieden, müssen aber im Team funktionieren und sich dementsprechend zusammenraufen.

Erzählt wird auf spannende Weise auf zwei Zeitebenen. Es gibt immer wieder Rückblicke in das Jahr 1998, das Jahr in dem Viola verschwand. Damals war Tom mit seiner Clique unterwegs. Die meisten seiner Freunde hat Tom aus den Augen verloren, doch nun taucht einer nach dem anderen wieder auf.

Der Erzählstil ist vom Feinsten. Detaillierte Beschreibungen liefern ein super Kopfkino ab. Die Dialoge sind spritzig, besonders die zwischen Sita und Tom. Es gibt immer wieder Wendungen und falsche Fährten, denen man als Leser gerne folgt und miträtselt. Spannung ist von Beginn an vorhanden und hält sich trotz der über 500 Seiten durchweg hoch. Er ganz zum Schluss wird die Lösung präsentiert.

Spannungsgeladen. Meisterhaft erzählt. Marc Raabe gehört für mich in die Topliga in der deutschen Thrillerszene.
cybergirl zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 14.02.2018
Spannung von Anfang bis Ende

Die Dompfarrerin Brigitte Riss wird erhängt im Berliner Dom gefunden. Sie wurde wie ein schwarzer Engel in die Kuppel des Doms gehängt. Um ihren Hals hat sie einen Schlüssel mit der Zahl 17.
Eine zweite Leiche liegt in einem Nebenraum, es ist der Domorganist.
Tom Babylon wird zum Tatort gerufen.
Als Tom den Schlüssel sieht wird er in seine Kindheit, in das Jahr 1998 zurück katapultiert. Genau diesen Schlüssel hatte er damals mit seiner Clique bei einer Leiche im Kanal gefunden und mit diesem Schlüssel ist seine Schwester verschwunden. Jetzt hofft er endlich eine Spur zu seiner Schwester zu finden.
Jo Morton übernimmt die Ermittlungen aber Tom gelingt mit in das Team zu kommen. Ihm wird die Psychologin Sita Johanns an die Seite gestellt.

„Schlüssel 17“ ist der Auftakt zu einer Thriller-Reihe mit dem Ermittler Tom Babylon und der Psychologin Sita Johanns von Marc Raabe.
Von dem Autor habe ich bisher schon „Der Schock“ und „Schnitt“ gelesen („Heimweh“ liegt noch auf meinem SUB) und beide Bücher waren sehr spannend.
Jetzt war ich gespannt auf das neue Buch des Autors, wie er eine Thriller-Reihe aufbaut. Hier werden die Protagonisten den Leser ja über einige Bände begleiten und hoffentlich auch in ihren Bann ziehen.
Nun, dass ist dem Autor vorzüglich gelungen.
Der Ermittler Tom Babylon war mir gleich sehr sympathisch, er hat seine Ecken und Kanten, hält sich nicht immer an seine Vorgaben was ihm auch schon einige Dienstaufsichtsbeschwerden eingebracht hat.
Dieser Fall ist für ihn ein ganz persönlicher Fall. Vor 20 Jahren hatte er mit seiner Clique eine Leiche im Kanal gefunden, neben der Leiche lag ein Schlüssel. Mit diesem Schlüssel ist seine Schwester verschwunden.
Jetzt erhofft er sich eine Spur zu seiner Schwester zu finden.
Dr. Sita Johanns ist Psychologin auch sie war mir gleich sympathisch, Sita hatte früher für das LKA gearbeitet. Jetzt wird sie zu diesem brisanten Fall dazu gezogen.
Auch Sita hat so ihre Vergangenheit.
Beide verbindet also ein Geheimnis
Jo Morton ist das Ekel, dass in so einem Buch natürlich nicht fehlen darf.
Der Fall ist sehr spannend aufgebaut. Es gibt zwei Erzählstränge, der eine ist natürlich der aktuelle Fall der sich sehr schwierig gestaltet. Der zweite führt den Leser in das Jahr 1998 und er erfährt Stückchenweise was damals geschah, wie die Jugendlichen die Leiche gefunden haben, wie Viola verschwunden ist und was danach geschah.
Auch im aktuellen Geschehen wird die Clique von damals nach und nach wieder zusammengeführt.
Das Buch steckt voller Rätsel, es gibt Fragen über Fragen. Immer wenn ich dachte der Lösung näher zu sein musste ich meinen Verdacht wieder verwerfen um ihn später doch wieder aufzugreifen und dann wieder zu verwerfen.
Marc Raabe hat den Leser gekonnt in die Irre geführt, ganz großes Kino.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wollte ich doch endlich die Lösung erfahren.
Am Ende dann wurden nicht alle Fragen geklärt, so muss ich jetzt auf den nächsten Band warten, den ich bin mir fast sicher, dass dieser Fall im nächsten Buch noch einmal aufgegriffen wird.
„Schlüssel 17“ ist der spannendste Thriller den ich seit langem gelesen habe. Wenn es mehr als 5 Sterne gäbe würde das Buch sie auch bekommen.
Mrslaw zu »Marc Raabe: Schlüssel 17« 13.02.2018
Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen heute und im Jahr 1998. Im Jahr 1998 lernen wir den jugendlichen Tom kennen, der mit seiner Clique eine schreckliche Entdeckung macht und eine falsche Entscheidung trifft, die sein Leben nachhaltig verändern wird.

Im Jahr 2017 ist Tom Polizist und das Verschwinden seiner kleinen Schwester Viola, genannt Vi, lässt ihn immer noch nicht los. Durch den Mord an der Pfarrerin Brigitte Riss scheint sich eine neue Spur zu ergeben um das Rätsel der Vergangenheit zu lösen, aber der Mord ist nur der Anfang … ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen einen unbekannten Mörder beginnt. Zusammen mit seiner unfreiwillig neuen „Partnerin“ der Psychologin Sita Johanns beginnt Tom Babylon zu vermitteln und stößt dabei – auch intern – auf Widerstände. Wer oder was steckt hinter den grausamem Verbrechen?

Mir hat dieser Auftakt einer neuen Thriller Reihe in deren Mittelpunkt der Ermittler Tom Babylon steht sehr gut gefallen. Er ermittelt zusammen mit Sita, die auch mit Dämonen aus der Vergangenheit kämpft. Die Story fesselt einen von Beginn an, sowohl in der Gegenwart als auch bei den Rückblicken auf Toms Jugend. Als dritten Handlungsstrang lernen wir noch die Patientin Klara aus einer privaten psychiatrischen Klinik kennen, die sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern kann, aber panische Angst vor der Zahl 17 hat.

Nach und nach werden die einzelnen Puzzlestücke zusammengefügt, wobei es bis zum Schluss offen bleibt, wer der Täter ist und was dahinter steckt.

Mein Fazit

Für mich ein grandioser Auftakt einer neuen Thrillerreihe die hoffentlich bald fortgesetzt wird. Ich bin froh, dass ich durch dieses Buch auf den Autor Marc Raabe aufmerksam geworden bin und werde auf jeden Fall die anderen schon bereits erschienenen Bücher lesen. Marc Raabe schafft es ähnlich wie Sebastian Fitzek eine düstere Stimmung zu erzeugen, der man sich nicht entziehen kann. Von mir eine absolute Lese Empfehlung für Thrillerfans!!

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 20.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Schlüssel 17

Hinweis: Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen zu löschen. Beachten und respektieren Sie jederzeit Urheberrecht und Privatsphäre. Werbung ist nicht gestattet. Lesen Sie auch die Hinweise zu Kommentaren in unserer Datenschut­zerklärung.

Seiten-Funktionen: