Dunkle Bestie von Lisa Jackson

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2016 unter dem Titel Expecting to die, deutsche Ausgabe erstmals 2018 bei Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: USA, 2010 - heute.
Folge 7 der Montana-Serie.

  • New York: Kensington, 2016 unter dem Titel Expecting to die. 346 Seiten.
  • München: Knaur, 2018. Übersetzt von Kristina Lake-Zapp. ISBN: 978-3-426-52089-5. 539 Seiten.

'Dunkle Bestie' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Eine verbotene Party im Wald, ein totes Mädchen und eine bestialische Spur: Nach den Thrillern»Schneewolf« und »Raubtiere« ist »Dunkle Bestie« Fall sieben für die toughen Detectives Selena Alvarez und Regan Pescoli aus der Feder der amerikanischen Bestseller-Autorin Lisa Jackson.

Grizzly Falls, Montana: Bei einer heimlichen Party im nächtlichen Wald wird Detective Pescolis Tochter Bianca von einer dunklen Bestie angefallen. Auf der halsbrecherischen Flucht stolpert sie schließlich über die Leiche ihrer seit Tagen vermissten Mitschülerin Destiny.

Als ein Kriminal-Techniker einen riesigen Fußabdruck neben der Toten entdeckt, gibt es kein Halten mehr: Eine Jagd auf die Bestie bricht aus, die sogar ein Reality-TV-Team in die Stadt lockt. Sehr zum Unmut der Detectives Pescoli und Alvarez, deren Arbeit durch den Rummel zusätzlich erschwert wird. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen …

Das meint Krimi-Couch.de: Lisa Jackson spielt gekonnt mit den Ängsten von Teenagern 80°

Krimi-Rezension von Annette Wolter

Der siebte Band aus Lisa Jacksons Alvarez-Pescoli-Reihe ist mal etwas ganz anderes. Anstatt wie sonst im stets eiskalten Winter, spielt dieser Montana-Thriller im heißen Sommer. Diesmal steht Bianca Pescoli als Protagonistin im Vordergrund. Sie ist Jane Pescolis Tochter, ein Teenager, der von einer Karriere als Schauspielerin träumt, und das möglichst ohne großen Aufwand und auf Teenager-typische, naive Art und Weise. Biancas Vater, der Ex -Mann von Pescoli, ist auch mit viel Ehrgeiz dabei und puscht seine Tochter gehörig.

Ein Untier namens »Bigfoot« macht angeblich die idyllische Kleinstadt in Montanas Gebirgsausläufern unsicher. Kurz darauf wird das ruhige kleine Städtchen von schießwütigen Bigfoot-Anhängern, aber auch Jägern, die ihn abknallen wollen, überrannt. Eine Stadt dreht förmlich durch. Sogar Jane Pescolis Lieblingslokal wirbt jetzt vor der Tür mit einem riesigen Bigfoot. Doch dann gibt es weitere Tote.

Ist es denn wirklich der »Grüffelo« alias »Bigfoot«?

Hier spielt Lisa Jackson mit Teenager-Ängsten und gleichzeitig mit den Befürchtungen und Wünschen der Eltern. Jeder der Kinder hat, kann nachvollziehen, was die Eltern so mit den Gören mitmachen. Ein Brutalo, der Frau und Kinder schlägt, religiöse Eiferer und eine reiche Bürgermeisterin. Wer mischt da alles mit? Es werden falsche Fährten gelegt. Es könnte jeder gewesen sein.

Lisa Jackson schreibt schneller, als die meisten Leute lesen

Lisa Jackson zählt zu den amerikanischen Spitzen-Autorinnen, deren Romane regelmäßig die internationalen Bestseller-Listen anführen. Auch in Deutschland sind ihre Bücher immer wieder auf der Spiegel-Bestsellerliste vertreten: Nach den Erfolgen von »Zwillingsbrut« und »Desire« gelang mit »Spur der Angst« der Sprung in die Top 10. Lisa Jackson lebt in Oregon.

Nach »You will pay« kommt hier wieder das Ermittlerduo aus Montana zum Zug.

Besonders gefallen hat mir an diesem Buch die ausgesprochen dichte Erzählstruktur, außerdem schwingt stets ein feiner Humor mit, auch wenn von der Reality-Show-Maschinerie erzählt wird.

Es wird auch wie immer auf das Privatleben der Ermittler eingegangen Und es ist recht amüsant, wie die hochschwangere Pescoli sich mampfend und schwitzend durch die Ermittlung kämpft.

Ich mag die Montana-Reihe von Lisa Jackson, weil mich diese sonst so eiskalte Umgebung einfach fasziniert. Gelernt habe ich, dass es im Sommer heiß sein kann, und dass es tatsächlich Menschen gibt, die an »Bigfoots« und andere Ungeheuer glauben.

Der Krimi an sich war relativ vorhersehbar, aber trotzdem stimmig.

Alles in allem: Keine große Literatur, aber ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und habe mich wunderbar unterhalten gefühlt, obwohl es nicht das stärkste aus der Reihe ist.

Ein eher wenig überraschendes Ende

Das Ende ist zwar nicht sonderlich überraschend, aber dank der unterhaltsamen Story über die »Bigfoot«-Jagd und die Kapriolen der erweiterten Familie Pescoli bleiben die Erzählstränge stimmig. Ohne zu spoilern: Auch mich interessiert es brennend, wie es denn jetzt in Montana weitergeht.

Lisa Jackson sollte mit ihren Ermittlerduos weitermachen, anstatt Stand-Alones zu schreiben, das ist meine persönliche Meinung. Ihre besondere Stärke ist es, Geschichten weiterzuspinnen und das Leben der jeweiligen Ermittler zu beschreiben. So bleibt der Leser dabei – dichte Spannung mit einer Prise Humor.

Annette Wolter, September 2018

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Anja zu »Lisa Jackson: Dunkle Bestie« 09.07.2018
Über Jahre habe ich alle Bücher von Lisa Jackson gelesen, besonders gern die Reihe in Grizzly Falls um die Detectives Pescoli und Alvarez. So habe ich mich gefreut, dass eine neue Folge erschien und sie sofort gelesen.

Für mich ist es ihr schlechtestes Buch. Zu viele Charaktere und Handlungen, die dann nur flüchtig ausgearbeitet werden, ranken sich um eine für mich persönlich völlig überflüssige, langwierige und hanebüchene Bigfoot-Story und ein paar medienverrückte Barbies.
Für mich war das uninteressant und oberflächlich.

Die Morde im Buch waren reinste Nebensache, die Auflösungen dazu verursachten bei mir Stirnrunzeln.

Zwischendurch noch schnell die Entbindung des Kindes von Pescoli abgewickelt et voilá fertig.

Von Spannung, kluger Auflösung etc. war mir einfach zu wenig vorhanden. Ich bin enttäuscht. Vielleicht ist wirklich eine Story irgendwann tot und Autoren irgendwann an ihren Grenzen.
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