Hafenmord von Katharina Peters

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Aufbau.
Folge 1 der Romy-Beccare-Serie.

  • Berlin: Aufbau, 2012. ISBN: 978-3-7466-2815-8. 316 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: audio media, 2014. Gesprochen von Stephanie Kellner. gekürzte Ausgabe. ISBN: 386804826X. 5 CDs.

'Hafenmord' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Romy Becarre glaubt auf Rügen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Doch kaum hat sie sich auf ihrer neuen Dienststelle eingerichtet, hat sie ihren ersten Fall. Nach einem anonymen Anruf findet die Polizei auf dem Gelände einer Fischfabrik im Sassnitzer Hafen die Leiche des seit anderthalb Tagen vermissten Kai Richardt. Der 45-jährige Geschäftsmann, Familienvater und Triathlet aus Bergen, verlor im Keller eines Lagerhauses sein Leben. Bei der Durchsuchung des Lagerhauses stößt Romy auf eine zweite Leiche. Das Skelett einer Frau wird gefunden, die im Jahr 2000 spurlos verschwand, als sie auf der Insel merkwürdigen Geschäften des toten Richardts nachging. Doch wo ist der Zusammenhang zwischen den beiden Mordfällen?

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tassieteufel zu »Katharina Peters: Hafenmord« 27.03.2017
Romy Beccare, die eigentlich der Liebe wegen nach Rügen gezogen ist und eine Stelle bei der Kriminalpolizei in Bergen angetreten hat, muß nicht nur einen schweren Schicksalsschlag verkraften, sie wird auch mit einem ziemlich undurchsichtigen Mordfall konfrontiert. Im Sassnitzer Hafen wurde die Leiche des Geschäftsmannes Kai Richard in einem wenig benutzten Lagerhaus gefunden. Richard galt schon seit anderthalb Tagen als vermißt. Bei der Untersuchung des Lagerhauses, wird im Keller in einer alten Gefriertruhe ein Frauenskelett gefunden, das neue Fragen aufwirft und je weiter die Ermittlungen voran schreiten, um so deutlicher wird, das Kai Richard nicht der vorbildliche Saubermann war, als der er sich in der Öffentlichkeit gern inszenierte.

Im Urlaub lese ich ganz gern Krimis, die in der Region spielen, in der ich mich grad befinde, und so war "Hafenmord" die perfekte Lektüre für einen Ostseeurlaub. Der erste Fall für Romy Beccare hat mir insgesamt ganz gut gefallen, als Leser bekommt man einen ersten Einblick in das Leben der Ermittlerin und ihres Teams, ohne dass das die eigentlich Krimihandlung zu sehr überlagert, trotzdem wird man mit den einzelnen Charakteren gut vertraut gemacht und kann sie ein wenig einschätzen. Auch die anderen Charaktere hat die Autorin gut ausgearbeitet, so dass man sie sich gut vorstellen kann und teilweise auch einen umfassenden Einblick in deren Psyche bekommt und bei einigen Charakteren auch mitfühlen kann.
Ganz unerwartet komplex war für mich der Krimifall, der recht wendungsreich und mit dem Fortschreiten der Geschichte zunehmend verwickelter wurde. Einige Zusammenhänge waren wir zwar schon ziemlich schnell klar, da man als Leser gerade am Anfang einige Informationen bekommt, die den Ermittlern fehlen. Viele Ermittlungsansätze verlaufen aber zunächst im Sande und das Ganze wird streckenweise ein wenig zäh, hier zieht sich die Spannung dann mehr daraus, dass die Ermittler ihre Vermutungen auch mit Beweisen untermauern müssen und hier immer nur kleine Puzzlesteinchen zusammen gefügt werden. Es gibt einige Verdächtige mit reichlich Motiven, so dass man hier gut mitraten kann, wer der Mörder sein könnte. Am Ende wird man dann allerdings mit einer Lösung konfrontiert, die ich so nicht erwartet hatte und die mir auch etwas zu überkonstruiert war, weniger wäre hier mehr gewesen, so kommen einfach zu viele Zufälle zusammen und der Täter wirkt wie aus dem Hut gezaubert.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, so dass sich das Buch trotz einiger etwas langatmiger Passagen ganz gut lesen läßt.

FaziT: insgesamt ein ganz guter Serienauftakt, der den Leser schon einmal mit dem Ermittlerteam vertraut macht, ein wenig Ostseefeeling verbreitet und einen unerwartet komplexen Krimifall bietet. Die erste Buchhälfte verläuft etwas schleppend, dann aber kommt doch noch einiges an Spannung auf, die am Ende in einer überraschenden Auflösung endet, die mir aber doch etwas überkonstruiert war.
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