Der Schmetterling von Gabriella Ullberg Westin

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 unter dem Titel Ensamfjäril, deutsche Ausgabe erstmals 2018 bei HarperCollins.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden, 2010 - heute.
Folge 1 der Johan-Rokka-Serie.

  • Helsingborg: Hoi, 2014 unter dem Titel Ensamfjäril. 273 Seiten.
  • Hamburg: HarperCollins, 2018. Übersetzt von Stefanie Werner. ISBN: 978-3959672054. 384 Seiten.

'Der Schmetterling' ist erschienen als E-Book

In Kürze:

Heiligabend in Hudiksvall, Nordschweden: Henna erwartet den Weihnachtsmann, doch sie öffnet ihrem Mörder die Tür. Durch mehrere Schüsse niedergestreckt stirbt sie vor den Augen ihrer Kinder.

Aus Stockholm zurückgekehrt ist Johan Rokka der neue Kriminalinspektor in Hudiksvall. Gleich sein erster Fall frontiert ihn mit der Vergangenheit, denn Henna war die Frau seines Sportfreundes Mans, einem inzwischen berühmten Fußballspieler. Rokka muss unter Freunden ermitteln. Dann geschieht ein zweiter Mord.

Das meint Krimi-Couch.de: Sport kann tödlich sein 35°

Krimi-Rezension von Carola Krauße

Hier wird auf zu vielen Feuern gekocht

Bei dem Versuch die Geschichte nicht zu eindimensional zu gestalten ist Gabriella Ullberg Westin weit über das Ziel hinausgeschossen. Der Mord an Henna ist der Hauptstrang, jedoch werden dem Leser noch zahlreiche andere Probleme präsentiert, die das ganze überfrachten. Und, weil wirklich jeder einmal dran kommen soll, strotzt die Geschichte nur so von Personen. Rokka und wirklich jeder seiner Mitarbeiter hat eigene Schwierigkeiten zu bewältigen, Mans hat auch welche, seine Geliebte erst recht, und anscheinend auch alle Einwohner von Hudiksvall.

Und auch Henna ringt mit unbewältigten Komplikationen, die weit in die Vergangenheit wurzeln und ihr seither das Leben schwer machen. Die Vielzahl der Personen, Namen und mit ihnen verbundene Geschichten macht den Krimi nur langatmig und überlasten ihn unnötig. Nicht jedes Problem und jede Gefühlswallung muss breitgetreten werden.

Ein Kriminalinspektor, der auch ab und zu mal arbeitet

Mit der Person Johan Rokka tut man sich schwer. Zu wenig wird sein Charakter eingeführt, seine Person mit dem Leser bekannt gemacht. Hier hätte die Autorin ruhig mehr ins Detail gehen können. Sein unprofessionelles Verhalten, seine Kunst immer wieder anzuecken machen ihn nicht sympathisch und die Andeutungen warum er wieder zurück nach Hudikvall gekommen ist, obwohl er in Stockholm Karriere gemacht hat auch nicht wirklich interessanter. Überhaupt ist der Einsatz eines hochrangigen Polizeibeamten in seiner Heimatstadt doch recht fragwürdig.

Von Befangenheit scheint Ullberg Westin noch nichts gehört zu haben. Rokka ermittelt eifrig im Freundeskreis, mit dem er dann aber auch nächtelang um die Häuser zieht und die Ermittlungen bespricht. Die alte Fußballmanschaft ist allgegenwärtig. Jeder kennt jeden, von professioneller Distanz keine Spur.

Rokkas Hang, Frauen nur als Beute zu betrachten, und seine amourösen Abenteuer werden übergebührend breitgetreten. Viel, zu viel Raum wird diesen sozialen Kontakten eingeräumt. Teilweise hat man das Gefühl, sie sind wichtiger als die Ermittlungsarbeit und der Inspektor ist mehr mit sich als mit dem Mord beschäftigt.

Abstruse Geschichte ohne Spannung und mit lahmem Ende

Die ersten Seiten geben dem Leser die Hoffnung auf ein spannendes Lesevergnügen. Der Mord an Henna und die diversen Andeutungen sind gut geschildert und lassen den Spannungsbogen hochschnellen. Doch dann kommt nichts mehr. Auf mehr als 300 Seiten tut sich nichts weiter als Sozialgeplänkel. Auch der zweite Mord lässt den Leser fast schon kalt, ist er doch kurz vorm Einnicken.

Die Ermittlungen ziehen sich wie Gummi. Nur die immer wieder auftauchenden Auszüge aus Hennas Aufzeichnungen an ihren Bruder lassen davor zurückschrecken den Krimi auf Nimmerwiedersehen ins Regal zu verbannen. Was dann als Schluss präsentiert wird ist so an den Haaren herbeigezogen, dass die Auflösung als solche gar nicht mehr wahrgenommen wird und völlig kalt lässt.

Auftakt zu einer Serie

Auf dem Cover wird uns eine neue Erfolgsserie versprochen. Man kann nur hoffen, dass Gabriella Ullberg Westin sich noch steigert, ansonsten sehe ich schwarz für den Erfolg. Zu langatmig und unglaubwürdig ist die Geschichte, zu schlecht die Charakterschilderungen und zu banal das Ende. Von einem »herausragenden Krimi«, wie Svenska Dagbladet spricht, kann keine Rede sein.

Und auch HarperCollins sollte sich mit der Umschlaggestaltung mal etwas Neues überlegen. Wieso müssen skandinavische Bücher immer bunte Häuser mit Wasser auf dem Cover zeigen? Lediglich die Übersetzung des Titels aus dem Schwedischen ist nahezu wörtlich gelungen, wobei der Schmetterling in der Geschichte auch, wie die Ermittlung selbst, nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Carola Krauße, November 2018

Ihre Meinung zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling«

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c-bird zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 28.10.2018
Und wieder ein brillanter Schwedenkrimi

Mord an Heiligabend. Ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann erschießt Henna Pedersen, die Ehefrau des berühmten Fußballspielers Måns Sandin. Die Familie war gerade aus Florenz in den kleinen schwedischen Ort Hudiksvall zurückgekehrt. Eigentlich war die Rolle des Weihnachtsmanns Måns zugedacht, doch dieser wurde geschäftlich aufgehalten. Kriminalinspektor Johan Rokka nimmt die Ermittlungen auf. Auch er ist gerade erst nach 20 Jahren aus Stockholm, wo er Karriere gemacht hat, in seinen Heimatort Hudiksvall zurückgekehrt.

Viele der möglichen Verdächtigen kennt Rokka noch aus seiner Schulzeit. Wem also kann er trauen und wem nicht? Gleichzeitig leidet Rokka immer noch unter dem Verlust seiner Jugendliebe Fanny. Die junge Frau wurde an ihrer Abiturfeier das letzte Mal gesehen und blieb danach verschwunden. Ein Fall, der nie geklärt wurde.

„Der Schmetterling“ ist das Debüt von Gabriella Ullberg Westin und gleichzeitig der Auftakt zu einer Serie rund um den Kommissar Johan Rokka. Das Buch ist durchgängig spannend und mit seinem flüssigen Erzählstil sehr gut geschrieben. Schon von Beginn an spürt man, dass Henna ein dunkles Geheimnis umgibt. Der Protagonist Johan Rokka ist mir sehr sympathisch, auch wenn er ein wenig an Sebastian Bergman aus der Reihe von Hjorth & Rosenfeldt erinnert.

Der Klappentext vermittelt den Eindruck, als würde Rokka gleichzeitig an zwei Fällen arbeiten: Dem aktuellen und dem damaligen mit dem Verschwinden Fannys. Dem ist jedoch nicht so. Rokka ermittelt nur im aktuellen Fall, die Frage nach dem Verbleib Fannys wird nur kurz angekratzt. Da dies jedoch der Auftakt einer ganzen Serie ist, gehe ich davon aus, dass dies quasi der rote Faden sein wird, der uns durch die Reihe begleiten wird.

Insgesamt ein sehr spannender Krimi. Rokka und sein Team sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung.
kkarin zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 20.10.2018
Tödliche Weihnacht

Gabriella Ullberg Westin versteht es in ihrem Debütkriminalroman um Ermittler Johan Rokka gleich mit der Einstiegsszene – dem „lieben“ Weihnachtsmann im Kostüm, zudem am Heiligabend – einem aus der vermeintlich „heilen Welt“ ins Grauen zu stürzen.

Anschließend ebbt der Spannungsbogen etwas ab, werden vielmehr die handelnden Personen und deren Background in die Geschichte eingeflochten, jedoch im Hinblick auf die Nachfolgebände (auf Schwedisch sind sie ja schon erschienen) ein gern in Kauf genommenes zeitliches Investment.

In der Kürze (ohne – hoffentlich – zu spoilern): Johan Rokka ist sehr direkt, interagiert etwas ungeschickt mit seinen neuen KollegInnen, hat binnen kürzester Zeit ein gespanntes Verhältnis zur Chefin der Kriminalabteilung, Ingrid Bengtsson, nimmt auch mal den „kurzen Dienstweg“ über Staatsanwalt Per Vidar Sammeli und möchte sein Team um den Sandkasten- und Polizisten-Freund Peter Allmén aufstocken. Auch die verhaltensoriginelle Depeche Mode-hörende Kollegin Janna Weissmann dürfte noch eine harte Nuss für Rokka werden. Zum Glück gibt es im Privatleben den alten Freund Victor Bergmann, der ihn wieder in Hudiksvall „einführt“.

Dem düsteren, teilweise kühlen nordischen Erzählstil folgend nimmt die Spannung zusehends zu, führt einem vom pulsierenden Florenz über ungeahnte grauenhafte Geschehnisse von Kindern in der Vergangenheit bis zu Sportwetten und auf die Trabrennbahn. Verschiedene Personen – aus Hennas, Måns und Rokkas Vergangenheit - kreuzen die (Ermittlungs-)Wege und scheinen teilweise verdächtig. Zudem gibt es immer wieder durchaus nachvollziehbare, aber oftmals nicht vorhersehbare Wendungen, die einem permanent fordern, seine Täterhypothesen neu zu überdenken. Könnte gar das Auffinden eines Schmetterlings den erhofften entscheidenden Hinweis liefern?

Fazit:
Ein vielversprechender Auftakt einer neuen schwedischen Reihe um Ermittler Johan Rokka. Gewohnt nordisch düster, spannend und mit interessanten Wendungen! Bin schon gespannt, wie sich Rokka und sein Team – allen voran Janna – weiterentwickeln!
anyways zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 18.10.2018
Ein grauenhaftes Verbrechen ereignet sich an Heiligabend in der Norrländischen Stadt Hudiksvall. Die kleine Stadt zählt nur 16.000 Einwohner, einer ihrer prominentesten ist Måns Sandins. Gerade erst hat er seine Fußballkarriere beendet und seinen letzten Verein, den FC Florenz verlassen, um mit seiner Familie in seiner Heimatstadt sesshaft zu werden. An Heiligabend ist er unterwegs um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, als er zurückkommt liegt seine Frau erschossen im Badezimmer und seine beiden kleinen Kinder sind völlig verstört.
Auch Kommissar Johan Rokka kehrt in seine Heimatstadt Hudiksvall nach vielen Jahren in Stockholm zurück. Wie das in so einer kleinen Stadt ist, Jeder kennt Jeden. Måns Sandins war sein Freund im Fußballverein, damals als sie noch Kinder und Jugendliche waren. Jetzt muss Rokka den Tod an dessen Frau Henna aufklären und sein ehemaligen Spielerfreund ist als Ehemann klar verdächtig. Keine leichte Sache.

„Der Schmetterling“ ist der Auftakt zu einer Krimiserie um den Kommissar Johan Rokka, den ich für sehr gelungen halte.

Skandinavische Krimis zeichnen sich oft durch sympathische Ermittler mit realistischem Arbeitspensum und nachvollziehbaren privaten Sorgen und Nöten (in der Regel nicht die typischen Alkohol- und/oder drogensüchtigen Ermittler)aus, die sehr bemerkenswerte komplexe Verbrechen aufklären müssen. „Der Schmetterling“ reiht sich da mühelos ein. Aus unterschiedlichen Perspektiven kommen sowohl die Teammitglieder des Kommissariats, Verdächtige, Zeugen und sogar die Verstorbene zu Wort. Nach dem dramatischen Anfang flacht die Story, durch die Vorstellung der vielen Mitwirkenden, erst einmal ab. Lange weiß man, ebenso wie die Ermittler (die fast vollständig im Dunkeln tappen) nicht, in welche Richtung ermittelt wird, da einfach zu wenig Beweise vorliegen. Nach und nach kommt jedoch Bewegung ins Spiel. Die verschiedenen Handlungstränge, die recht vielschichtig aufgebaut sind, laufen am Ende doch zusammen und geben ein schlüssiges Bild ab.

Ein paar Dinge haben mich an diesem Krimi jedoch auch irritiert bzw. gestört. Der Schmetterling, der ja auch namensgebend für den Titel des Buches ist, taucht nur am Rande auf und ist für die Handlung fast irrelevant und Gariella Ullberg Westin hat nicht ganz so viel Geschick in der Charakterisierung ihrer weiblichen Mitwirkenden. Die sind mir allesamt zu launenhaft, wankelmütig, instabil oder karrieresüchtig dargestellt. Keine dieser Frauen sind mir deshalb sympathisch geworden bzw. konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen.

Fazit: Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe, deren weibliche Darsteller noch ein kleines Update nötig haben.
Readaholic zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 15.10.2018
Flügellahmer Schmetterling
Die Ehefrau des beliebten schwedischen Fußballspielers Måns Sandin, Henna, wird ausgerechnet an Heiligabend im Beisein ihrer beiden kleinen Kinder ermordet. Die Familie ist noch nicht lange in Schweden zurück und hat nicht allzu viele soziale Kontakte. Liegt der Schlüssel zu dem Mord in Florenz, wo sie bis vor kurzem gelebt haben? Galt der Mord womöglich gar nicht der Ehefrau sondern ihm selbst? Und warum war Henna mit Rohypnol vollgepumpt?
Kriminalinspektor Johan Rokka, der gerade erst aus Stockholm in seine Heimatstadt Hudiksvall zurückgekehrt ist, wird mit dem Fall betraut. Måns ist ein ehemaliger Klassenkamerad, sie spielten als Jugendliche in derselben Mannschaft.
Dann geschieht ein weiterer Mord. Einem Besucher der Trabrennbahn, der gerade viel Geld bei der Pferdewette gewonnen hatte, wird die Kehle durchgeschnitten. Hängen die beiden Fälle irgendwie zusammen?
Gabriella Ullberg Westin kann gut schreiben, aber die Story ist ziemlich lahm. Was mich außerdem genervt hat, ist Rokkas Vorgesetzte. Anscheinend sitzen in schwedischen Polizeidienststellen ausschließlich ältere, arrogante und machthungrige Chefinnen, die trotz geringer Personalausstattung ihre Mitarbeiter so schnell wie möglich wieder vergraulen wollen. Auch Rokkas Affaire mit einer jungen Frau, die seine Tochter sein könnte (im übrigen die Tochter eines früheren Klassenkameraden) fand ich total daneben. Und der ganze Handlungsstrang rund um den namensgebenden Schmetterling ist völlig irrelevant.
Alles in allem ein Krimi, den man zwischendurch lesen kann, der aber kein besonderes Highlight darstellt. Ich hatte mir mehr davon versprochen.
Büchermaulwurf zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 08.10.2018
Vielschichtiger Skandinavienkrimi

„Der Schmetterling“ ist der erste Band einer neuen Krimireihe der schwedischen Autorin Gabriella Ullberg Westin. Im Mittelpunkt steht der Kriminalinspektor Johan Rokka, der nach 20 Jahren in seine Heimatstadt Hudiksvall zur dortigen Polizei zurückkehrt. Eigentlich will er den alten Fall seiner großen Liebe Fanny aufrollen, die damals spurlos verschwand. Doch stattdessen muss er sich mit dem grausamen Mord an der Frau eines berühmten Fußballspielers beschäftigen, die an Heiligabend vor den Augen ihrer Kinder brutal mit mehreren Schüssen von einem verkleideten Weihnachtsmann hingerichtet wird. Rokka beginnt zu ermitteln und trifft dabei auf viele Freunde und Bekannte von früher, deren Verstrickung in den Fall nach und nach zu Tage tritt.
Der Krimi startet sehr spannend mit dem brutalen Mord und zieht den Leser damit sofort in die Handlung. Leider bleibt es nicht so spannend, und die Ermittlungen ziehen sich in der Mitte des Buches etwas in die Länge.
Die Geschichte ist mit mehreren Handlungssträngen und zahlreichen handelnden Personen sehr komplex und vielschichtig angelegt und man sollte daher keine zu langen Lesepausen machen, um den Überblick zu behalten.
Der Verlauf der Ermittlungen bleibt unvorhersehbar und es gibt zahlreiche Wendungen. Ich habe lange mitgerätselt, wer der Täter ist und fand die Auflösung überraschend und glaubwürdig. Der schwedische, dunkle Winter als Kulisse sorgt für eine passende, düstere Atmosphäre.

Der Autorin ist damit ein guter, größtenteils auch spannender, stimmungsvoller skandinavischer Krimi gelungen, dessen Handlung sehr vielschichtig und komplex angelegt ist, und über spannende Charaktere verfügt. Das Cover transportiert die skandinavisch düstere Stimmung sehr gut und passt perfekt. Nur mit dem Titel konnte ich mich nicht anfreunden.
Alles in allem ein Krimi, der mich gut unterhalten hat und der Lust auf eine Fortsetzung macht.
Aquarius15 zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 03.10.2018
Oh du Schreckliche

An Heilig Abend wird eine Frau vor ihren Kinder ermordet. Kommissar Johan Rokka übernimmt die Mordermittlung, denn die Tote ist die Frau seines alten Schulfreundes. Bald darauf geschieht ein weiterer Mord. Kann er den Mörder überführen und dritten Mord verhindern?

Auch wenn das Cover die typischen Landschaften und Häuser eines Schwedenkrimis zeigt, ist es doch sehr schön.

Angenehm zu lesen ist der Schreibstil. Die Chataktere sind sehr authentisch und man fiebert mit den Ermittlern mit. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen wird die Spannung aufrecht erhalten.

Ich habe das Buch ruck zuck fertig gelesen und vergebe 4 Sterne.
leseratte1310 zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 11.09.2018
Hennas Mann, der berühmte Fußballer Måns Sandin, soll für die Kinder den Weihnachtsmann geben. Als es klingelt, öffnet sie freudig die Tür. Doch statt ihres Mannes steht ihr Mörder vor der Tür. Sie stirbt vor den Augen der Kinder.
Kriminalinspektor Johan Rokka übernimmt die Ermittlungen. Er ist gerade erst wieder aus Stockholm in seine Heimatstadt zurückgekehrt und muss nun gegen alte Freunde ermitteln. Doch dann gibt es ein weiteres Opfer.
Obwohl sich der Krimi angenehm lesen lässt und die Spannung von Anfang an da ist, konnte mich die Geschichte doch nicht so packen, wie ich es erwartet hatte. Es ist Weihnachten, es schneit und die Jahreszeit bringt im Norden auch viel Dunkelheit mit sich. Entsprechend ist die Atmosphäre sehr düster. Diese Düsternis wird aber aufgelockert, da der Fall größere Dimensionen annimmt und die Ermittlungen bis nach Florenz führen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven berichtet.
Johan Rokka kommt nach vielen Jahren zurück nach Hudiksvall. Da ist noch eine alte Geschichte, die ihn immer noch umtreibt. Was genau geschehen ist, wird allerdings nur angedeutet. Rokka ist mir nicht besonders sympathisch, sein ganzes Verhalten gefällt mir nicht, aber er ist ein guter Polizist.
Bei diesem Krimi sind eine ganze Reihe Personen mit im Spiel und alle sind irgendwie in die Geschichte involviert. Das macht alles sehr schwer durchschaubar. Wer ist der mysteriöse Schmetterling, von dem Henna finanzielle Zuwendungen bekam?
Die Spannung wurde nicht durchgängig gehalten; immer wieder fiel sie ab, um dann wieder anzusteigen. Die einzelnen Stränge werden schlüssig zusammengeführt.
Ein vielversprechender Auftakt einer neuen Krimi-Serie.
oberchaot zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 08.09.2018
Kriminalinspektor Johan Rokka kehrt in seine Heimatstadt Hudiksvall zurück, wo er gleich vor seinem offiziellen Arbeitsbeginn einen Fall zu lösen hat: Die Ehefrau eines bekannten Fussballstars wurde brutal ermordet. Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass es immer komplizierter wird und der Ursprung in der Vergangenheit zu suchen ist.
Das Cover ist natürlich typisch skandinavisch mit seinen farbigen Häusern und den weissen Fensterrahmen. Inhaltlich musste ich mich erst etwas zurecht finden mit den Figuren, kommen doch recht viele darin vor, die vordergründig nichts mit dem Mordfall zu tun haben. Die typische skandinavische Kälte und Tristesse hält sich in Grenzen, da einige Kapitel in der italienischen Stadt Florenz stattfinden. Ausserdem sind im Buch enthaltene Pferderennen und Fussballspiele auch eher weniger tyische schwedische Sportarten. Der Kriminalinspektor ist recht solide und sympathisch, weder ein Kameradenschwein noch ein Ermittler mit massivem Alkoholproblem. Immer mal wieder finden sich kursiv geschriebene Passagen, was durchaus Sinn macht, wenn man die Bedeutung auch nicht von Anfang weg versteht. Für mich spielten zu viele Menschen mit, ich musste zwischendurch zurückblättern und nachschlagen, wer da wie heisst und was getan hat.
Im Grossen und Ganzen finde ich das Buch gelungen und empfehle es gerne weiter.
niggeldi zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 03.09.2018
Überzeugendes Debüt


Eigentlich sollte Johan Rokka seinen Dienst in der Heimatstadt erst nach den Weihnachtsfeiertagen antreten, doch an Heilig Abend wird eine Mutter vor den Augen ihrer Kinder brutal niedergeschossen. Ausgerechnet die Frau seines alten Schulfreundes Måns. Als ein zweiter Mord geschieht, muss die unterbesetzte Mordkommision alles geben.

Mir gefällt das Cover wirklich gut, es zeigt zwar die für Schwedenkrimis typischen Häuser und Landschaften, dennoch sind die Farben wunderschön.

Der Erzählstil ist äußerst angenehm, man kommt wunderbar in die Geschichte rein. Durch die verschiedenen Perspektiven wird die Neugier angefacht. Der Fall ist spannend erzählt und man fiebert aufgeregt mit den Ermittlern mit. Auch die Hauptprotagonisten sind authentisch und sympathisch dargestellt.

Ich habe das Buch an einem Tag gelesen und kann es nur empfehlen! 4,5 Sterne.
¤nigma zu »Gabriella Ullberg Westin: Der Schmetterling« 03.09.2018
Zum Inhalt
Als Kriminalinspektor Johan Rokka nach 20 Jahren aus Stockholm in seine Heimatstadt Hudiksvall zurückkehrt, bekommt er es gleich mit einem Fall zu tun, der ihn gewissermaßen persönlich betrifft. Henna, die Frau des prominenten Fußballers Måns Sandin, wird am Heiligabend von einem als Weihnachtsmann verkleideten Mann vor den Augen ihrer beiden Kinder erschossen. Måns ist Johan aus ihrer gemeinsamen Jugend bekannt, die beiden waren Schulkameraden und Freunde. Zunächst muss ermittelt werden, ob Henna oder möglicherweise ihr Mann das eigentliche Opfer des Mörders sein sollte. Es gibt Hinweise darauf, dass das Motiv für die Tat in der Vergangenheit beider Eheleute liegen könnte, denn sowohl in Hennas als auch in Måns´ Vergangenheit gibt es „wunde Punkte“.
Neue Ermittlungsansätze ergeben sich, als ein weiterer Mord verübt wird, der auf den ersten Blick nichts mit dem Tod von Henna zu tun hat. Es wird ein Mann umgebracht, der bei Pferdewetten auf dubiose Weise zu hohen Gewinnen gekommen ist.

Beurteilung
Die Handlung von „Der Schmetterling“ gestaltet sich komplexer als es zunächst den Anschein hat, mehrere Handlungsstränge laufen zunächst parallel und greifen dann ineinander. Durch eingeschobene, kursiv gedruckte Kapitel in Briefform werden nach und nach Informationen zur Vergangenheit einer der Hauptfiguren gegeben, aus denen sich mögliche Tatmotive ableiten lassen, jedoch ist der weitere Handlungsverlauf nicht zu früh absehbar.
Der Protagonist der neuen Krimireihe, Johan Rokka, wird gründlich charakterisiert. Das persönliche Motiv, das ihn zur Rückkehr nach Hudiksvall veranlasst hat, bietet die Aussicht auf ein weiteres, bisher unaufgeklärtes Geheimnis – vor 20 Jahren verschwand seine damalige Freundin spurlos – doch dieser Fall spielt im ersten Band noch keine Rolle.
Der Krimi ist anschaulich geschrieben und stellenweise sehr spannend, jedoch ist er mit seinem Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Romanfiguren nicht in allen Teilen glaubwürdig. Diese vielfachen Beziehungen zwischen den Einwohnern von Hudiksvall erschweren es dem Leser gelegentlich, den Überblick zu behalten, zumal die Handlung zwischen Gegenwart und Vergangenheit sowie zwischen Schweden und Italien hin und herspringt. Die Lektüre erfordert einiges an Konzentration des Lesers. Das lose Ende im Hinblick auf den alten Vermisstenfall weckt Vorfreude auf den nächsten Band der Reihe.

Fazit
Flüssig präsentierte und spannende Unterhaltung, inhaltlich komplex, aber nicht durchgehend realitätsnah!

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