Todeskäfig von Ellison Cooper

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2018 unter dem Titel Caged, deutsche Ausgabe erstmals 2018 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Washington D.C., 2010 - heute.
Folge 1 der Sayer-Altair-Serie.

  • New York: Minotaur, 2018 unter dem Titel Caged. 487 Seiten.
  • Berlin: Ullstein, 2018. Übersetzt von Sybille Uplegger. ISBN: 978-3-548-29076-8. 487 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2018. Gesprochen von Peter Lontzek. ISBN: 3957131375. 2 CDs.

'Todeskäfig' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Washigton, D.C. Als Special Agent Sayer Altair vom FBI den Fall eines toten Mädchens übernehmen muss, das verdurstet in einem Tierkäfig gefunden wird, ahnt sie noch nicht, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun bekommt. Für die FBI-Agentin ist es die langersehnte Möglichkeit, sich endlich zu beweisen.

Aber der öffentliche Druck ist enorm, denn bei dem ermordeten Mädchen handelt es sich um die Tochter des hochrangigen Senators Charles Van Hurst. Außerdem müssen Altair und ihr Team erkennen, dass der Täter bereits ein weiteres Opfer in seiner Gewalt hat. Die Agentin setzt alles daran, den Killer rechtzeitig zu stoppen, aber dieser scheint ihr immer einen Schritt voraus zu sein.

Das meint Krimi-Couch: Überzogener amerikanischer Pathos 50°

Krimi-Rezension von Thomas Gisbertz

Special Agent Sayer Altair und ihr Partner Vik Devereaux, aus der Abteilung für Verbrechen gegen Kinder, arbeiten beide für die zentrale Kriseninterventionseinheit des FBI. In ihrem ersten Fall bekommen sie es mit einem perfiden Mörder zu tun, der seine Opfer auf bizarre Art und Weise tötet. Er sperrt die Mädchen über Monate in einem Käfig ein, bis diese schließlich an Dehydrierung, verschärft durch Nahrungsmangel, sterben.

Das besondere ist aber, dass die Opfer einen extrem hohen Cortisolwert im Blut aufweisen. Dies deutet darauf hin, dass sie einem extremen Stresslevel ausgesetzt waren und regelrecht vor Angst starben. Auch weisen die Mädchen Bisswunden und Spuren von Drogen auf. Die Suche gestaltet sich auch deswegen so schwierig, da die Tatorte mit Sprengsätzen und Schussanlagen versehen sind. Auch scheint es eine undichte Stelle im Team zu geben, die den Senator und auch die Presse stets mit Informationen versorgt. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, als das nächste Mädchen verschwindet.

Autorin mit Erfahrung als Mordermittlerin

Ellison Cooper ist eine promovierte Anthropologin. Sie spezialisierte sich dabei auf die Bereiche kulturelle Neurowissenschaften, altertümliche Religion, Archäologie und Menschenrechte. Außerdem studierte sie Jura an der Georgetown University und arbeitete als Mordermittlerin beim Washington, D.C. »Public Defender Service«, wo sie Einblick in das System der Kriminaljustiz erhielt.

In »Todeskäfig« lässt sie zum ersten Mal die FBI-Agentin Sayer Altair ermitteln.

Leider müssen erfahrene Mordermittlerinnen wie Ellison Cooper nicht auch unbedingt gute Schriftstellerinnen sein. Zumindest gilt dies für diesen Thriller. Der Debütroman ist voll mit patriotischen Plattitüden, stereotypen Figuren und leider auch inhaltlichen Schwächen. Hinzu kommt ein Mordmotiv, das – so außergewöhnlich es auch ist – erfahrene Leser bereits aus anderen Romanen (z.B. Stephen King: »Stark – The Dark Half«) kennen.

Pathetische Sprach- und Worthülsen

Cooper versucht sämtliche Bereiche, in denen sie sich beruflich spezialisiert hat, in den Roman einfließen zu lassen. Vieles wirkt daher recht konstruiert und überbordend. Fast unerträglich erscheint ihr amerikanischer Pathos, der immer wieder durchscheint und den man aus amerikanischen Fernsehserien zu genüge kennt. Zahlreiche Aussagen von Sayer Altair (»Hoffen wir, dass wir den Fall noch heute im Laufe des Tages knacken und das vermisste Mädchen pünktlich zur Schlafenszeit wieder zu Hause ist.«) oder der stellvertretenden FBI-Direktorin Holt (»Es sieht aus, als hätten Cindy und Ezra eine wichtige Entdeckung gemacht. Die werden wir nutzen, um den Bastard zu finden, der einen meiner Leute auf dem Gewissen hat.«) wirken oftmals derart platt, dass man schon lachen muss.

Fehlende Zusammenhänge und widersinnige Inhalte

Leider gibt es im Thriller auch immer wieder inhaltliche Schwächen, die die Handlung unglaubwürdig erscheinen lassen. So ruft das erste Opfer zum Beispiel vor ihrem Tod die Polizei an. Wie das Mädchen, das in einem Käfig gefangen gehalten und dort auch später von den Ermittlern gefunden wird, an ein Telefon mit Festnetzanschluss gelangen konnte, bleib völlig offen. Genauso rätselhaft sind zum Teil die Ermittlungsmethoden. Wo das Mädchen schon einmal ein Telefon hat, ruft sie auch gleich ihren Vater, Senator Van Hurst, an.

Diesem gelingt es, diese Tatsache noch Tage nach dem Tod seiner Tochter geheim zu halten, da das FBI zwar die »unbekannte Nummer« (O-Ton) des ausgehenden Anschluss’ überraschenderweise kennt, aber entgegen üblicher Polizeimethoden nicht überprüft, wer von diesem Anschluss außer der Polizei noch alles angerufen wurde.

Konstruierter Lösungsweg

Um Abstand vom Tod ihres Verlobten Jake zu gewinnen, stürzt sich FBI-Agentin Sayer Altair zu Beginn der Handlung in ihre Forschung. Als Neurowissenschaftlerin untersucht sie die Gehirne von Serienkillern. Bei ihren Forschungen geht es darum, derartige Kriminelle frühzeitig zu identifizieren, um zukünftige Taten zu verhindern. Der Leser sollte schon einmal den Pschyrembel neben sich legen, wenn Altair zum Beispiel ihrem Kollegen Devereaux erläutert, was genau sie in den Gehirnen zu finden glaubt. Das mag Neurowissenschaftler wie Ellison Cooper interessieren, den gemeinen Leser aber weniger, zumal es nicht zur Lösung des Falls beiträgt.

Stattdessen stellt die FBI-Agentin hanebüchene Verbindungen zwischen den entführten Mädchen und ihren Studien her, was schließlich sogar zur Lösung des Falls beiträgt. Nett ist an dieser Stelle der Versuch von Ellison Cooper, dies als absolut logisch und nachvollziehbar darzustellen. Mit den ständigen Verweisen auf Mythologie und Altertumskunde kann die Autorin zwar zeigen, was sie beruflich gelernt hat und wo ihre Interessenschwerpunkte liegen, sie wirkt dabei allerdings keineswegs überzeugend, da die Zusammenhänge in ihrer Ganzheit sehr konstruiert wirken.

Platte und stereotype Figuren

Scheinbar lieben die amerikanischen Leser ständig dieselben klischeehaften Figuren und Storys. Die stellvertretende FBI-Direktorin Holt spielt die knallharte, dominante Chefin, die dies besonders durch eine derbe, vollkommen unpassende Wortwahl zum Ausdruck bringt. Enzra, ein junger Kriminaltechniker und Computerexperte, erinnert mit seinen Tattoos, bunten Haaren und seinem exzentrischen, unkonventionellen Auftreten an »Abby« Sciuto, die Forensikwissenschaftlerin aus der TV-Serie »Navy CIS«. Und typisch amerikanisch: Dass er bei einem Anschlag ihm Rahmen der Ermittlungen beide Beine verliert, hindert ihn nicht daran, vom Krankenbett aus Jagd auf den Killer zu machen. Auch der Profiler Andy Wagner passt in diese Reihe. Durch sein arrogantes, überzogenes Auftreten eignet er sich sogar prima also möglicher Täter.

Wenig überzeugender Schluss – wie der gesamte Thriller

Wer den Thriller bis zum Ende liest, darf sich dann auch nicht wundern, dass die Auflösung Fragen offen lässt. Der Täter betreibt über ein Jahrzehnt hinweg einen unfassbar hohen Aufwand, indem er immer wieder falsche Fährten legt, um andere in den Fokus der Ermittlungen zu rücken, sich in Sprengstoffkunde und neurowissenschaftlichen Studien weiterbilden muss und gleichzeitig einem geregelten Job nach geht.

Das eigentliche Motiv für seine Taten bleibt unglaubwürdig, da es auch eine ganz einfache Lösung gegeben hätte. Warum die bekannte US-Thrillerautorin Lisa Gardner bei diesem Thriller wahre Lobeshymnen anstimmt, indem sie Cooper bereits jetzt mit Kathy Reichs und Thomas Harris vergleicht, bleibt wohl ihr Geheimnis.

Thomas Gisbertz, November 2018

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PMelittaM zu »Ellison Cooper: Todeskäfig« 09.11.2018
In einem Käfig wird ein totes Mädchen gefunden, verdurstet und verhungert. Schnell wird klar, sie ist nicht die einzige, ein weiteres Mädchen befindet sich womöglich gerade in der selben Situation, lebt aber vielleicht noch. Die FBI-Ermittler um Sayer Altair stehen unter hohem Zeitdruck, aber leider gibt es noch mehr, das ihnen das Leben schwer macht.Ganz schnell zog mich dieser Roman in seinen Bann, so dass ich ihn innerhalb kurzer Zeit gelesen habe. Der Fall ist sehr spannend, und in meinen Augen einmal etwas ganz anderes, denn die Hintergründe der Tat sind besonders, das zeigt sich schon sehr schnell, auch wenn die ganze Komplexität des Motivs sich erst im späteren Verlauf ergibt. Es gibt auch einigen wissenschaftlichen Input, auch wenn ich mir hier, zumindest in einem Nachwort, deutlich mehr Hintergründe gewünscht hätte. Da ist z. B. die Sache mit der DNA, die mir nicht ganz logisch erscheint, und die ich auch durch Googeln nicht lösen konnte, so bin ich bis jetzt nicht sicher, ob das, was hier geschrieben wird, tatsächlich möglich ist, vorstellen kann ich es mir nicht. Überraschenderweise hat das aber kaum meine, ich möchte fast sagen, Faszination für diese Geschichte, gestört. Ebensowenig wie die nicht beantwortete Frage nach dem Telefon.Gut gefallen haben mir die Charaktere, bis hinein in die Nebenrollen. Die Protagonistin selbst ist etwas klischeebehaftet, sie hat einige Verluste verkraften müssen, neigt zur Gewalt, ist aber auch eine gute Ermittlerin und zeigt Empathie. Neben ihrem Job als Ermittlerin ist sie auch Neurologin und forscht an Serientäter-Gehirnen. Außer ihr haben mir vor allem ihr Partner Vik, ihre Großmutter und ihr Nachbar gut gefallen, ich hoffe, sie in weiteren Romanen wiederzusehen.Der Roman bietet dem Leser Raum für eigene Überlegungen, und so kann man durchaus selbst auf des Rätsels Lösung kommen, manchmal ist er allerdings etwas vorhersehbar. Die Auflösung ist nachvollziehbar, allerdings habe ich mit dem Showdown ein bisschen Probleme, er ist fraglos spannend, aber auch ein bisschen aufgesetzt, ein Täter, der nahezu durchgehend wohlüberlegt handelt, tut es am Ende nicht mehr – hier wurde mir dann doch etwas zu sehr künstlich Spannung erzeugt.Der Roman soll der erste einer Reihe mit Sayer Altair werden, ich hoffe, der nächste Band erscheint bald, ich freue mich bereits sehr darauf. Ich hatte einige sehr spannende Lesestunden, habe mitgefiebert und hätte am liebsten direkt weitergelesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle Thriller-Fans. 87°
Roland's Bücherblog zu »Ellison Cooper: Todeskäfig« 06.11.2018
"Todeskäfig" ist der erste Band der neuen Sayer-Altair-Reihe von Ellison Cooper. Diese ist FBI-Agentin und zugleich Neurowissenschaftlerin. Als sie während ihrer Forschungsarbeiten zu einem Einsatz in Washington gerufen wird, kann sie noch nicht ahnen welche Dimension der neue Fall annimmt. Das Todesopfer, ein junges Mädchen, wurde in einem verlassenen Haus in einem Käfig gefangen gehalten und ist qualvoll verdurstet. Das Mädchen entpuppt sich als die Tochter eines hochrangigen Senators. Als auch noch ein weiteres Mädchen verschwindet, kämpft die FBI-Agentin und ihr Team gegen die Zeit. Doch nicht nur dies stellt sie vor Herausforderungen - das FBI scheint einen Maulwurf zu haben. Wem kann sie daher also noch bei den Ermittlungen trauen? Ellison Cooper baut in diesem Thriller von Beginn eine packende Spannung auf. Teilweise bizarr düster, dann wieder rasant. Die kurzen Kapitel unterstützen dabei den Wechsel der Perspektiven und Orte. Geschickt wird der Leser dabei auch immer wieder zu möglichen Tätern geführt, bevor letztendlich sich der wahre herausstellt. Dabei muss ich sagen, dass ich selbst auch lange an der Nase herumgeführt wurde. Gut gefallen haben mir dabei auch die Einblicke in das Seelenleben der Sayer Altair, wobei aber in Summe für mich da einige kleine Fragezeichen geblieben sind. So werden einige Dinge angerissen, bleiben aber dann offen. Aber dies lässt dann ja auch Spielraum für die Folgebände. Letztendlich ist dieser Thriller durch den flüssigen Schreibstil aber gut zu lesen. Manchmal zwar ein klein wenig übertrieben, aber für mich ein guter Einstieg in die Serie und eine spannende Lektüre.
Büchermaulwurf zu »Ellison Cooper: Todeskäfig« 31.08.2018
Überragendes Thrillerdebüt
„Todeskäfig“ ist der äußerst spannende und gelungene Auftakt einer neuen Reihe um die FBI-Agentin und Neurowissenschaftlerin Sayer Altair.

Die FBI-Ermittlerin steht in ihrem ersten Fall unter großem Druck. Ein perfider Serienkiller macht Jagd auf junge Mädchen, die er in Käfige einsperrt und nach monatelanger Gefangenschaft grausam verdursten lässt. Sein erstes Opfer ist die Tochter eines Senators, was die Ermittlungen natürlich nicht einfacher macht. Nachdem Hinweise auf ein weiteres Opfer in Gefangenschaft auftauchen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Gleichzeitig muss sie auch noch einen Maulwurf in den eigenen Reihen suchen, der immer wieder Details der Ermittlungen an die Presse gibt.

Das Buch entwickelte sofort einen Sog, dem ich mich nur schwer entziehen konnte. Kurze Kapitel mit jeweils wechselnden Schauplätzen sorgten für ein hohes Lesetempo und gleichbleibende Spannung. Im Mittelpunkt steht die sympathische FBI-Ermittlerin Sayer Altair, die gleichzeitig auch Neurowissenschaftlerin ist. Diese Kombination hat mir sehr gut gefallen, da man neben den Ermittlungen, auch noch etwas über ihre Forschung an den Gehirnen von Serienkillern erfährt. Da die Autorin selbst Neurowissenschaften studiert hat und auch als Mordermittlerin gearbeitet hat, sind ihre Schilderungen absolut glaubwürdig. Ich fand es sehr spannend, die Ermittlungen hautnah mitzuverfolgen, die Erfolge ebenso wie die Rückschläge und Sackgassen. Als Leser hat man das Gefühl, selbst mitten im Geschehen zu stehen. Auch mit überraschenden Wendungen wurde nicht gespart, so dass ich erst kurz vor dem Ende ahnte, wer der wahre Killer ist.

Sayer war mir als Protagonistin auch ungeheuer sympathisch. Sie hat als Kind ihre Eltern bei einem Unfall verloren und erst vor kurzem auch noch ihren Mann, der ebenfalls ein Agent war. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie ermittelt professionell und arbeitet hart Tag und Nacht und mit viel Herzblut an dem Fall, um das vermisste Mädchen lebend zu finden. Unverhofft kommt sie durch den Fall zu einem Welpen, der am ersten Tatort gefunden wurde und der ihr mit der Zeit immer mehr ans Herz wächst.
Es gab aber auch noch einige Nebencharaktere, die ich ebenfalls sehr mochte, wie ihre Kollegen Vik und Ezra und ihre Großmutter Nana.

„Todeskäfig“ ist damit ein wahrer Pageturner und einer der besten Thriller, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Er punktet mit einer durchweg spannenden, gut durchdachten Handlung, einer interessanten Ermittlerin und einem actiongeladenen Finale, das einen atemlos zurücklässt. Der kleine Cliffhanger am Ende deutet eine Fortsetzung an und lässt auf weitere spannende Fälle hoffen. Wer Thriller mag und starke Nerven hat, sollte das Buch unbedingt lesen!
libro-chica zu »Ellison Cooper: Todeskäfig« 20.08.2018
Ein mysteriöser Notruf eines Mädchens. Zwei Cops die zu einem Haus gerufen werden, das einen furchtbaren Geruch ausströmt. Bei der Durchsuchung des Hauses geht plötzlich eine Schrotflinte los. Was ist das für ein Haus? Was geht da vor sich?
FBI Special Agent Sayer Altair bekommt einen Fall zugewiesen, in dem das Opfer die Tochter eines hochrangigen Senators ist. Die Presse und auch der Senator sitzen dem Ermittler-Team im Nacken. Alle wollen Ergebnisse. Die Jagd auf den Killer beginnt.

„Todeskäfig“ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe von Ellison Cooper.
Die Handlung dieses Thrillers ist durchgehend spannend, von Anfang bis Ende fesselnd. Ein wirklich rasanter Thriller, von dem ich sehr begeistert bin. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin.
Die Presse und auch der Senator machen Druck und Special Agent Sayer Altairs ermittelt fieberhaft, ihr Privatleben bleibt dabei auf der Strecke. Aber sie hat sich sowieso seit einiger Zeit in die Arbeit gestürzt, nachdem ihr Verlobter bei einem Einsatz ums Leben kam. Irgendwie ist ihnen der Täter immer einen Schritt voraus. Und von wem erhält die Presse Infos? Die Autorin versteht ihr Handwerk, den Leser auf falsche Fährten zu locken.
Das Ermittlerteam um Special Agent Sayer Altair hat mir sehr gut gefallen. Sayer ist eine ziemlich interessante Protagonistin, sie ist nicht nur FBI Agent, sondern auch Neurowissenschaftlerin, die die Gehirne von Serientätern erforscht. Aber auch die anderen Kollegen haben mir gefallen, alle haben so ihre Eigenheiten und auch noch Entwicklungspotential.

Mir hat dieser spannende und fesselnde Thriller richtig gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall.
„Todeskäfig“ ist ein super Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.
anyways zu »Ellison Cooper: Todeskäfig« 17.08.2018
Achtung Spoiler-Warnung!

Offizer Wilson Tooby und sein Partner Mike werden nun schon zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Wochen zu demselben verfallenen Haus gerufen. Beim ersten Mal war es ein Notruf, eine junge Frau bat um Hilfe, beim zweiten Mal ist es ein fauliger Geruch der der Nachbarschaft aufgefallen ist. Vorsichtig erkunden die beiden Polizisten, nach dem Aufbrechen der Tür, das Terrain, als sie in den Keller hinabsteigen wollen explodiert eine Sprengladung.
FBI Special Agent Sayer Altair wird von ihrer Vorgesetzten sofort an den Tatort berufen. Dort angekommen entdeckt sie in dem Keller einen Käfig der von der Decke hängt, in diesem liegt eine Leiche und ein halbverhungerter Hund. Nach der Obduktion der Leiche steht sehr schnell fest das diese qualvoll verhungert und verdurstet ist und das sie die lange verschollene minderjährige Tochter eines Senators ist. Agent Sayer rechnet ab sofort mit enormen Schwierigkeiten bei der Aufklärung des Falles…und sie soll Recht behalten.
Die ersten ca. 150 Seiten des Buches sind enorm spannend, auch wenn mir da schon auffiel, dass die Autorin sich so richtig der üblichen Genre gemäßen Stereotypen zur Skizzierung ihrer Protagonisten bediente. Die Agentin Sayer ist ein Workaholic, die mit enorm wenig Schlaf auskommt, dafür schlechte Ernährungsgewohnheiten hat und (natürlich) die schmerzvollsten persönlichen Schicksalsschlägen erleben musste. Unter ihren Kollegen gibt es die völlig verbohrte und cholerische Chefin, die Nerds aus der Computer- und KTU- Abteilung, den Karrierist usw. Gut gewisse Stereotypen haften Krimis/ Thrillern an, vielleicht auch weil sie sich bewährt haben.
Stark störend fand ich andere Aspekte dieses Thrillers hierauf würde ich gerne ein wenig näher eingehen, deswegen nochmals die:


SPOILERWARNUNG!
Ellison Cooper ist promovierte Anthropologin, hat Jura studiert und auch als Mordermittlerin gearbeitet. Alles sehr gute Voraussetzungen um ein solches Buch zu schreiben, doch leider sprang der Spannungsfunke bei mir nicht über, weil alles zu viel und zu stark konstruiert wirkt. Das beginnt in dem Moment wo die Ermittler begreifen dass sie einen Serientäter jagen, der seit zwei Jahrzehnten schon mehrere Mordserien mit unterschiedlicher Tötungsweise vollbracht hat. Jedes Mal wird dafür ein Unschuldiger verurteilt. Überführt werden diese Schuldlosen durch Indizien wie Fingerabdrücke und DNA Spuren. Die allesamt konstruiert werden, es ist sogar von der Herstellung künstlicher menschlicher DNA die Rede, ein Vorgang den man angeblich schon seit zehn Jahren praktiziert. Abstrus wird die Story allerdings als die Autorin sich den Themen „Foetus in foeto" und Teratom annimmt. Ersteres ist ein Phänomen das weltweit kaum hundert Menschen betrifft. Ein sogenannter parasitärer Zwilling. Es entwickeln sich zunächst zwei oder mehr Föten im Mutterleib, von denen dann ein Fötus oder mehrere Föten in den anderen einverleibt werden. Nach der Geburt oder auch noch Jahre später können sie plötzlich Symptome hervorrufen. Teratome sind Tumore die aus „Keimzellhaufen“ aus der Embryonalentwicklung entstehen. Im späteren Leben fangen sie überwiegend in der Bauchhöhle (Eierstöcke, Gehirn) an zu wachsen und können Zähne und Haare enthalten. So wie die Autorin diese medizinischen Fälle darstellt sind sie völlig abstrus. Es wird in einer Szene beschrieben, dass ein Ohr sichtbar unter der Achsel ist, Zähne sichtbar an der Hüfte liegen usw. Allison Cooper hat beide Krankheitsbilder einfach flott zusammengemischt und das ist einfach unglaubwürdig und leider schade, denn die Autorin hat großes Potenzial. Ihr Spannungsaufbau ist perfekt auch erzeugt sie immer wieder Wendungen, die einen als Leser auf der einen Seite zwar verwirren aber gleichzeitig das Interesse steigern.
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