Miss Winter läßt nicht locker

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • New York: Harper, 2009, Titel: 'Winter in June', Seiten: 320, Originalsprache
  • Berlin: Suhrkamp, 2011, Seiten: 490, Übersetzt: Kirsten Riesselmann

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
1 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:86
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":1,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}

Rosie Winter ist auf dem Weg in die Südsee. Zusammen mit ihrer Freundin Jayne und einer Gruppe Tänzerinnen soll sie in diesem Juni 1943 bei den Soldaten an der Front für gute Laune sorgen. Doch das erweist sich als gar nicht so einfach: Die Überfahrt ist turbulent, die Feldbetten hart und das Essen schlecht. Außerdem stiehlt der Hollywood-Star Gilda DeVane den anderen Frauen die Show, und Rosies große Liebe Jack gilt seit Wochen als vermißt. Während Rosie zwischen Tanzeinlagen und Luftangriffen versucht, mehr über Jacks Verschwinden herauszufinden, wird Gilda bei einem ihrer Auftritte erschossen.

Miss Winter läßt nicht locker

Miss Winter läßt nicht locker

Deine Meinung zu »Miss Winter läßt nicht locker«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
25.04.2014 20:16:07
tassieteufel

Eigentlich haben sich Rosie und Freund Jack getrennt, doch die Umstände seines Verschwindens sind recht ungewiss und genaue Aussagen will niemand machen. Also schließt sich Rosie mit Freundin Jane im Schlepptau, einer Tournee der USO an, die Truppenteile in der umkämpften Südsee mit einem Unterhaltungsprogramm versorgt. Doch schon bevor es in New York an Bord des Schiffes geht, wird dort eine Tote aus dem Wasser gefischt, eine ehemalige Angehörige des weiblichen Armeecorps, wie sich heraus stellt. Doch nicht nur diese dramatische Ankunft an Bord wirft dunkle Schatten auf Rosies Vorhaben, auch die 3 anderen Mitglieder der Tourneetruppe sind nicht so ganz einfach. Da ist einmal Gilda DeVane, ein echter Hollywoodstar, deren Stern aber im Sinken begriffen ist, Violet deren Neid auf Gilda zu verschiedenen unschönen Szenen führt und Kay, die selbst einmal Mitglied bei den WAACs (Women´s Army Auxilliary Corps) war, müssen sich mit Rosie und Jane zusammen raufen, um ein brauchbares Programm auf die Beine zu stellen. Als sie dann endlich nach Seekrankheit und anderen Schwierigkeiten endlich in der Südsee ankommen, ist dort alles anders als sie gedacht haben.

Während Rosie Winter in den beiden Vorgängern den Krieg nur aus der Sicht der Daheimgebliebenen mit all seinen Einschränkungen, Versorgungsengpässen und der Sorge um Männer an der Front erlebte, so ist sie nun mitten drin im Kriegsgeschehen, erlebt Kugelhagel und muß im Lazarett die schlimmen Verwundungen der Soldaten sehen. Rosie erkennt, wie furchtbar der Krieg wirklich ist und was er für die Menschen bedeutet. Da das ganze aus Rosies Sicht erzählt wird, bleibt bei allem Ernst der Lage der lockere Erzählstil erhalten. Rosie‘s Sicht auf die Dinge ist nicht frei von Selbstironie und sie hat eine durchaus gesunde Einstellung zu Patriotismus, Vaterlandsliebe und Nationalbewußtsein und so wird der Leser wohltuend vom oft so unsäglichen amerikanischen Patriotismus verschont! Zudem fängt die Autorin sehr gekonnt die Atmosphäre im kriegsumtobten Südpazifik ein und vermittelt ein lebendiges Bild dieser Zeit. Mit Gilda DeVane und ihrem schillernden Dasein als Hollywooddiva bekommt der Leser zudem einen Einblick in die verlogene Moral der Filmmetropole und räumt mit dem Mythos der glitzernden, glamourösen Filmwelt auf.
Zwischen dem Kriegsgeschehen und ihren Auftritten verliert Rosie natürlich nie ihr Ziel aus den Augen, Jacks Verschwinden aufzuklären und stöbert so ganz nebenbei noch die ein oder andere Ungereimtheit auf, klärt den Mord an der Toten im Hafen von New York und tritt dabei den Militärs ganz gehörig auf die Füße. Der Spagat zwischen Rosies Ermittlungen und dem historischen Hintergrund ist nicht ganz ausgewogen, gerade in der ersten Buchhälfte wird nur wenig ermittelt, dafür wird der Leser mit einer stimmigen Atmosphäre entschädigt. In der zweiten Buchhälfte nehmen die Ermittlungen aber deutlich an Fahrt auf und gipfeln in einem Ende, das Rosie gehörig aus der Bahn wirft.

FaziT: eine sehr gelungene Fortsetzung der Rosie Winter Reihe, die vor allem durch eine tolle Atmosphäre überzeugt und einen guten Einblick in das Kriegsgeschehen im Südpazifik vermittelt. Das Ende ist offen und macht neugierig auf das weitere Schicksal von Rosie und Jane, schade dass der Verlag die weiteren Bände nicht übersetzt hat.