Ein Mordsgeschäft

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • London: Headline, 2009, Titel: 'Mystery man', Seiten: 406, Originalsprache
  • München: Heyne, 2011, Seiten: 431, Übersetzt: Alexander Wagner

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Stefan Heidsiek
Die Leiden eines irischen Buchhändlers

Buch-Rezension von Stefan Heidsiek Jan 2011

Sollte nicht doch noch ein Wunder geschehen und im Feuilleton der deutschen Presse jemand über Colin Bateman stolpern, wird dessen neuestes Werk Ein Mordsgeschäft: Mord, Anarchie und verdammt heiße Hosen wohl auch in den nächsten Monaten ein Schattendasein auf dem heimischen Buchmarkt fristen bzw. wieder gänzlich von diesem verschwinden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Colin Bateman hat, trotz seines 1998 erfolgreich verfilmten Romans Divorcing Jack, noch keinen Namen in Deutschland. Zudem wird die äußerliche Aufmachung des Covers, so amüsant es auch gestaltet sein mag, den eingefleischten Krimi-Kenner wahrscheinlich nicht zum Kauf verleiten können. Und gerade diese Klientel ist es aber, welche in erster Linie Gefallen an dem Buch finden dürfte, denn mit Ein Mordsgeschäft ist dem nordirischen Autoren eine äußerst unterhaltsame Geschichte gelungen, die Krimigenre und Buchhandelswesen auf sehr eigenwillige Art und Weise persifliert und aufgrund einer Vielzahl zielgerichteter Anspielungen beim Leser eine gewisse Kenntnis dieser Literaturgattung voraussetzt. Eine Kenntnis, die wohlgemerkt weit über die Lektüre von Slaughter, McFadyen, Beckett und Co. hinausgehen sollte, damit man sich nicht im nach hinein über den faden Plot oder die unverständlichen Witze echauffieren muss.

Die Belfaster Krimibuchhandlung "Kein Alibi" teilt das Schicksal vieler kleiner Sortimenter aus deutschen Landen: Eine gemütliche, private Atmosphäre. Ein vielfältiges, gut sortiertes Angebot. Eine kompetente, ausführliche Beratung. Und natürlich wenig bis kein Profit. Nur selten verirrt sich ein potenzieller Käufer in diesen Laden, dessen Preise mit den Schnäppchen-Angeboten der umliegenden Supermärkte und Tankstellen nicht konkurrieren können, dies allerdings auch gar nicht sollen, denn der Eigentümer von "Kein Alibi" ist besonders speziell. Manisch depressiv, zur Paranoia neigend und mit einer hypochondrischen Veranlagung, die selbst den guten Fernsehermittler "Monk" noch übertrifft, wird für diesen jeglicher Kundenkontakt zur Tour der Force. Seine Aversion gegen so ziemlich alles, was nicht zum eigenen Körper gehört, haben, wie der Unwille ein gutes Buch einfach so in falsche Hände zu geben, haben schon den ein oder anderen Verkauf eines Buches verhindert und dazu geführt, dass nur eine ganz spezielle Stammkundschaft sein Geschäft frequentiert. Doch damit scheint es plötzlich vorbei zu sein.

Immer mehr Menschen strömen in den Laden. Allerdings nicht um einzukaufen, sondern weil der Private-Eye aus der Detektei "Private Ermittlungen" von nebenan seit einiger Zeit verschwunden ist und ein jeder vermutet, dass es doch einen Zusammenhang mit der Krimibuchhandlung "Kein Alibi" geben muss. Nun werden zur Überraschung des genervten Buchhändlers unter fadenscheinigen Gründen Bücher erworben ("Schon seit Jahren hat kein Mensch mehr was von Agatha Christie gekauft"), um ihre kleinen Probleme beim Experten für Kriminalliteratur lösen zu lassen. Der ist davon alles andere als begeistert, bis er den Profit in dieser relativ einfachen Arbeit erkennt. Er übernimmt ein paar der Aufträge, jagt (natürlich von zu hause aus) verlorenen Designer-Lederhosen nach und stellt einen renitenten Graffiti-Sprayer, der mit seiner "Kunst" das fragwürdige Ansehen Belfaster Bürger beschmutzt. Ganz nach dem Vorbild der alten Whodunits gibt er den geistigen Herausforderungen schlagkräftige Titel, bis der "Fall des jüdischen Musikanten" auch die Schattenseiten des Detektivberufs aufzeigt und Leichen auf der Bildfläche erscheinen …

"Jedwede Form von Sekundärliteratur, also auch die Rezension, ist anfechtbar, da zur möglichst objektiv wiederzugebenden Beschreibung eines Gegenstandes immer auch die kommentierend subjektive Sicht des Rezensenten gehört." Dieses Zitat aus Wikipedia sei an dieser Stelle vorangestellt, um der gegebenenfalls aufkommenden Kritik, hier hätte man zu sehr aus eigener Sicht beurteilt, ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Tatsache ist: In diesem Fall war es gänzlich unmöglich vollkommen objektiv zu bleiben, hat doch der zuständige Rezensent denselben Beruf wie der Protagonist des Buches inne und damit nochmal eine völlig andere Sichtweise als der normale Leser. Die Lektüre war somit über weite Strecken ein Potpourri aus Déjà-vus und "Das-kenne-ich-gut"-Momenten, welche Batemans Werk eine Tiefe verleihen, die Nicht-Buchhändlern mit Sicherheit verborgen bleiben dürften bzw. von diesen nicht als eine solche erkannt werden. Gleiches gilt für die versteckten Seitenhiebe auf die Kriminalliteratur. Wenn sich der Hauptprotagonist, der wie es sich für einen paranoiden Mitbürger gehört im Buch ohne Namen bleibt, in seiner Detektivrolle als Lawrence Block oder Walter Mosley ausgibt, wird ein Großteil der Leserschaft wahrscheinlich irritiert blinzeln, während sich dem viellesenden Krimi-Kenner ein Grinsen ins Gesicht schleicht.

Colin Bateman hat mit Ein Mordsgeschäft eine bitterböse Krimi-Satire geschrieben, in der die eigentlichen Ermittlungen relativ lang im Hintergrund bleiben. Stattdessen steht der Ich-Erzähler im Mittelpunkt, dessen leidgeprüftes Wesen mit seinen vielen Ängsten, nervösen Ticks und Anwandlungen für unzählige heitere Momente und einige herrliche Gags sorgt. Anstatt uns einen gediegenen Möchtegern-Poirot vor zusetzen oder die Wandlung eines ruhigen Bücherwurms zum hart zupackenden Detektivs zu beschreiben, blicken wir einer Person über die Schulter, die aus Angst vor einer Kugel ohne zu zögern die Liebe ihres Lebens (die bildhübsche Alison aus dem Juwelierladen gegenüber) in die Schusslinie schiebt und für die Kunden eher störend als König sind. Das spiegelt sich dann auch im Service wider.

 

Der einfachste und direkteste Weg, sie zu erreichen, war der Kein- Alibi-Rundbrief, in dem ich sie gewöhnlich mit einmaligen Sonderangeboten für Bücher bombardierte; Bücher, die ihnen Amazon viel billiger bietet und schon am nächsten Tag zuverlässig liefert, ganz im Gegensatz zu meinem altertümlichen Service, bei dem eine Bestellung manchmal mehrere Wochen oder gar Monate dauert, in einem Fall sogar anderthalb Jahre. Aber ich denke, meine Kunden wissen den menschlichen Touch zu schätzen. Anstatt ein anonymes, von einer Maschine abgestempeltes Paket zugestellt zu bekommen, das ein Bücherroboter von einem meterhohen Stapel gepflückt hat, erhalten sie das Werk in einem zerknitterten, zerrissenen und recycelten Umschlag, persönlich angeleckt von einem frustrierten amnesty-international-Mitglied.

 

Ganz klar, der Roman steht und fällt mit der erzählenden Hauptfigur. Wer mit ihr nicht kann, ihren Humor nicht teilt, wird über kurz oder lang Ein Mordsgeschäft an die Seite legen. Alle anderen jedoch erhalten Einblick in die Gedankenwelt eines höchst neurotischen Buchhändlers, der mit den Helden und Meisterdetektiven des Krimi-Genres so gar nichts gemein hat, und der in seinen Handlungen für den Leser bis zum Schluss völlig unberechenbar bleibt. Das wiederum sorgt für die ein oder andere Überraschung, und im Verbund mit dem streckenweise tiefschwarzen Humor, immer wieder für Lacher. Selbiges gilt auch für die anderen Charaktere, die, wie es sich für eine irische Satire gehört, arg überzeichnet daherkommen. Von der Noir-typischen Femme Fatale über den bösen Nazi bis hin zum soziopathischen Taxifahrer wird hier alles abgedeckt, was Nordirland an verrückten Gestalten hergibt, wobei sich Bateman den ein oder anderen Hieb auf die Geschichte des Landes nicht verkneifen kann.

In Punkto Spannung reißt das Buch insgesamt keine Bäume aus. Besonders in der Mitte drohen die vielen Anekdoten zu den durch den Buchhändler gelösten "Fällen" ein wenig zu ermüden. Bateman bekommt allerdings noch zur rechten Zeit die Kurve, platziert punktgenau eine Leiche und gibt der Handlung damit den vorher vermissten Schwung zurück. Der ebbt bis zum Schluss dann auch nicht mehr ab, da der Autor mit knapper, knackiger Sprache das Tempo hoch hält. Highlights sind hier besonders die rasante Fahrt mit einem Taxi sowie die unausweichliche Auflösung im Kreise aller Verdächtigen, modern in Szene gesetzt mit einer Power Point-Präsentation. Bis hierhin wird alles über den Löffel barbiert, was im Krimigeschäft Rang und Namen hat. Da kriegt John Grisham ebenso sein Fett weg, wie Henning Mankell oder Vielschreiber James Patterson ("Das hier ist eine pattersonfreie Zone. Wenn wir nämlich damit anfingen, Pattersons vorrätig zu haben, wäre kein Platz mehr für irgendetwas anderes. Dann könnten wir den Laden gleich in Patterson-Bücher umtaufen.").

Colin Batemans Ein Mordsgeschäft ist eine pechschwarze, sarkastische Krimisatire an der, auch wegen des sehr speziellen und manchmal flachen Humors, sicher nicht jedermann seine Freude haben wird. Für den Gelegenheitsleser eine kurzweilige Abwechslung. Für den Krimikenner eine echte Empfehlung. Für den Buchhändler nicht zuletzt wegen solcher Passagen ein absolutes Muss:

 

Bücher verkaufen ist wie Prostitution, du bietest deine Ware an, schließt die Augen und verliebst dich niemals in den Kunden. Und du betest, dass keiner was Perverses von dir verlangt.

 

Ein Mordsgeschäft

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Letzte Kommentare:
20.08.2016 20:17:20
walli007

Kein Alibi

Er ist Besitzer des besten Krimibuchladens in Belfast, welchen er sinnigerweise „Kein Alibi“ getauft hat. Im Nebenladen residiert eine Privatdetektei, deren Besitzer allerdings seit einiger Zeit verschwunden ist. Und so kommt es, dass immer mehr Kunden des Nachbarn im Buchladen auftauchen und darum bitten, ihre Probleme gelöst zu bekommen. Das gelingt besser als man meinen könnte, obwohl der Inhaber wegen diverser echter und eingebildeter Krankheiten weder die Stadt noch Land kaum je verlässt. Doch als ein Buchverleger in seinem Laden erscheint, der darum bittet, das Verschwinden seiner Frau aufzuklären, scheinen die Grenzen der Kunst erreicht. Und dann ist da noch Allison aus dem Juweliergeschäft gegenüber, die der Inhaber des Buchladens doch allzu gerne näher kennenlernen möchte.

Amüsiert folgt man dem Buchhändler auf seinen ersten Schritten zum Privatdetektiv. Als begeisterter Krimileser und natürlich auch Verkäufer, müsste er für seinen Nebenjob eigentlich bestens geeignet sein. Doch sein etwas undurchsichtiges Vorleben könnte sich als nicht zu unterschätzendes Hindernis erweisen. Und die hübsche Allison, die am liebsten das Abenteuer, Assistentin eines Privatdetektivs erleben möchte, bietet auch eine willkommene Gelegenheit zur Ablenkung. Dennoch wird so mancher Gedanke gewälzt und viele Seiten im Internet, denn trotz seiner Verschrobenheit, dumm ist der namenlose Buchhändler nicht.

Dieser Buchhändler ohne Namen ist schon etwas verschroben, seine Angst vor einem Virus oder sonst einer Krankheit ist beinahe größer als bei einer echten Gefahr. An seinen Schwarm traut er sich nicht richtig heran. Und seine Gedankenergüsse sind nicht von schlechten Eltern. Dennoch macht er Spaß. Skurril und ironisch, mit witzigen Anspielungen auf die großen Detektive, unterhält er sehr gut. Schließlich hat er einen Fall am Wickel, der sich packender entwickelt als man zunächst ahnen kann. Und wie es sich für den Beginn einer Reihe gehört, bleiben am Schluss auch genug Fragen zur Person des guten Buchhändlers offen, um ihm noch die Lösung weiterer Fälle zu wünschen.

21.05.2016 14:08:51
Astro Eva

Hat zum Anfang Spass gemacht. Man konnte Lachen. Etwas chaotisch. Idee ein Krimi- Buchhändler übernimmt Detektivarbeit. Sehr gut.
In der Mitte wird es sehr geschwätzig. Spannung geht gen 0. Habe 100 Seiten ausgelassen und den Schluss gelesen.

Ich finde es sehr daneben wie hier die Auschwitz Geschichte verkonsumiert wird. Natürlich ist das auch im Buch humorfrei aber es hat nichts in einen humorvollen Krimi zu suchen.

Ich finde doch das man nur ernsthaft über dieses schreckliche Thema schreiben sollte.
Gut z.B. Der Tanzlehrer von Henning Mankell.

21.10.2012 14:42:33
Clemdarine

Super! Fängt eher harmlos an, wird dann immer interessanter/vielschichiger/vielsagender/ernster. Das gilt für Plot und Hauptdarsteller. Sehr selbstironisch. Ich vermute, der Autor hat selbst Züge von seinem Helden oder kennt sich aus was solche "Spleens" angeht, denn sie werden zwar nicht im Detail erklärt, aber sind sehr realistisch beschrieben. Auch in Sachen "schreiben" beweist der Autor humor. Die ganze Zeit, auch bei den sehr ernsten Themen, behält die Erzählung Leichtigkeit und eine leichte Distanz (was dem Wesen des Helden entspricht). Wer das nicht mag, sondern auf einem bitterernsten Ton steht, sollte die Finger davon lassen. Wer aber verschrobene Persönlichkeiten mag und glaubt, daß im Leben Ernstes und Lustiges Hand in Hand gehen, der muss es lesen. Das Ende ist genial, und eine große Hommage an einem Klassiker des Krimi-horror-genres.

27.08.2012 07:42:15
Torsten

Der Besitzer einer Krimibuchhandlung als Hauptprotagonist - das ist doch für jeden Krimiliebhaber eine verlockende Sache.
Wenn dann dieser Buchhändler auch noch mit diversen Macken ziemlich "Monk-ähnlich" beschrieben wird, klingt es für Fans dieser Fernsehserie ebenfalls sehr interessant.
Nachdem ich es jetzt (endlich) ausgelesen habe, muss ich sagen dass ich sehr uneins mit mir bin, wie ich es jetzt gefunden habe.
Zunächst steht wirklich der Erzähler im Mittelpunkt und seine "Ermittlungen" bleiben im Hintergrund, bzw. Nebensache.
So bis Seite 200 etwa fand ich das interessant, lustig, teilweise herrlich grotesk. Allerdings begann es dann ermüden, wiederholend und weniger originell zu werden. Da zudem der eigentliche Kriminalfall eher nebendächlich vor sich hin dümpelte, begann ich das Buch langweilig zu finden und legte es für mehrere Wochen beiseite - eigentlich ein sicheres Indiz für eine Niete, denn ein Krimi sollte keinesfalls langweilen.
Im Gegensatz zu "Monk" fehlt diesem Krimi schlicht ein gut konstruierter geheimnisvoller Kriminalfall den der Hauptdarsteller mittels der ihm eigenen Schrägheit mit Beobachtungs- und Kombinationsgabe löst.
In diesem Buch ist die Aufklärung der Morde eher Nebensache und dass die Lösung (durch vage beschriebene Internetrecherche ermittelt) in bester Agatha Christie Manier vor den versammelten Verdächtigten ausgebreitet wird, macht es eigentlich auch nicht richtig bessser. Teilweise driftet das Verhalten des Hauptdarstellers auch ins völlig Absurde ab (die Sache mit Brian), was mir auch nicht recht passend erschien.
Trotzdem hat der Ansatz natürlich seine Stärken und vielleicht steigert sich der Autor ja noch mit den nächsten Bänden - die Beschäftigung allein mit dem Erzähler an sich wird aber kaum ein weiteres Buch allein tragen, da muss schon ein deutlich interessanterer Fall her.

15.02.2011 15:48:12
koepper

Ich habe das Buch vor einigen Wochen gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist einfach sehr witzig und voller Andeutungen die Kriminalliteratur betreffend. Der Held, ein Buchhändler, ziemlich neurotisch und hypochondrisch , wird mehr oder weniger per Zufall zum Hobbydetektiv . Damit beeindruckt er Alison, die im Juwelierladen gegenüber arbeitet. Sie hilft dem Buchhändler, verliebt sich in ihn und versucht ihm seine unzähligen Marotten auszutreiben. Das alles ist sehr amüsant. Der Krimi an sich ist nicht sonderlich spannend. Da Buch lebt von der kuriosen Situationskomik, den guten Ideen des Autor und den vielen Anspielungen auf die Krimiliteratur. Sehr gute Unterhaltung.

15.02.2011 15:47:02
koepper

Ich habe das Buch vor einigen Wochen gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist einfach sehr witzig und voller Andeutungen die Kriminalliteratur betreffend. Der Held, ein Buchhändler, ziemlich neurotisch und hypochondrisch , wird mehr oder weniger per Zufall zum Hobbydetektiv . Damit beeindruckt er Alison, die im Juwelierladen gegenüber arbeitet. Sie hilft dem Buchhändler, verliebt sich in ihn und versucht ihm seine unzähligen Marotten auszutreiben. Das alles ist sehr amüsant. Der Krimi an sich ist nicht sonderlich spannend. Da Buch lebt von der kuriosen Situationskomik, den guten Ideen des Autor und den vielen Anspielungen auf die Krimiliteratur. Sehr gute Unterhaltung.

15.02.2011 15:15:44
Lilith

Nach dieser umfassenden und überaus treffenden Rezension kann ich nur noch kurz ergänzen: Grandios! Es ist schon lange her, dass ich ein derart witziges Buch gelesen und durch plötzliches Auflachen in den öffentlichen Verkehrsmittel Blicke auf mich gezogen habe. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und ihm viele Leser wünschen!

Übrigens habe ich so einen Verdacht, dass die Hauptfigur, deren Namen wir im Buch nicht erfahren, womöglich Adrian Mole heißt.

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