@E.R.O.S.

Erschienen: Januar 1999

Bibliographische Angaben

  • New York: Dutton, 1997, Titel: 'Mortal Fear', Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1999, Seiten: 686, Übersetzt: Uwe Anton
  • : Dutton, 0

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Peter Kümmel
Ein Thriller der Spitzenklasse, der den Leser fast von Beginn an unter Hochspannung hält

Buch-Rezension von Peter Kümmel Mai 2003

Harper Cole lebt mit seiner Frau Drewe, einer Ärztin, zusammen auf einer abgelegenen alten Farm in Mississippi. Durch erfolgreiche Warentermingeschäfte zu Wohlstand gekommen, kann er es sich leisten, einen Großteil seiner Zeit als System-Operator des exklusiven Online-Dienstes E.R.O.S. zuzubringen. Dabei handelt es sich um ein lukratives Geschäft, dass viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu seinen Mitgliedern zählen kann. Gegen einen hohen Monatsbeitrag leben die Kunden von E.R.O.S. online ihr geheimstes Sexualleben aus und treffen sich in Chat-Rooms zum Gedankenaustausch.

Der Alptraum von Harper beginnt damit, dass er die Polizei in New Orleans anruft und sagt, dass er etwas über den Mord an Karin Wheat, der bekannten Schriftstellerin weiß. Karin Wheat war Kundin bei E.R.O.S., doch vor kurzem verließ sie das Netz, zahlte jedoch ihre Gebühr weiter, obwohl sie problemlos hätte kündigen können. Doch Karin Wheat war nicht die einzige Frau, die kürzlich das Netz verlassen und trotzdem weiter gezahlt hat. Harper nennt der Polizei sechs weitere über das ganze Land verteile Namen zur Überprüfung.

Nachdem die Polizei feststellt, dass alle diese Frauen kürzlich ermordet wurden, nimmt sie Harper fest in ihre Klauen. Stundenlang wird Harper verhört und zählt sogar selbst zu den Verdächtigen. Alle diese Frauen wurden auf unterschiedliche Art und Weise ermordet, so dass die Polizei die Morde nicht miteinander in Verbindung brachte. Alle Frauen wurden nach ihrem Tod vergewaltigt und merkwürdigerweise wurde bei einigen der Opfer die Zirbeldrüse oder ein Teil davon entfernt.

Doch nicht nur mit den Behörden hat sich Harper durch seine Bürgerpflicht Ärger eingehandelt, sondern auch mit seiner Chefin, der bekannten Anwältin Jan Krislov. Denn da er der Polizei Namen von Kundinnen mitgeteilt hat, muß er wahrscheinlich auch noch mit einer Privatklage rechnen. Zu diesem Job kam Harper erst durch Miles Turner, einen alten Jugendfreund, der als erster Sysop für E.R.O.S. arbeitet. Da sich weder die Polizei noch Harper erklären können, wie der Täter an die geheime Kundenliste gelangt sein kann, wird Miles zum Hauptverdächtigen. Als er wegen Behinderung der Behörden verhaftet werden soll, entzieht er sich dieser durch Flucht.

Da der Mörder seine Opfer über den Chatroom kontaktierte, versucht der FBI-Psychiater Lenz dem Täter durch die Konstruktion einer fiktiven Frauengestalt über den Chat auf die Schliche zu kommen, doch dies misslingt und Lenz muß bitter dafür büßen. Harper sieht jetzt nur noch die Chance, selber dem Täter auf die Spur zu kommen.

Für Harper gesellen sich zu dem ganzen Ärger auch noch Probleme mit seiner Familie. Denn erst vor kurzem hat er erfahren, dass er der leibliche Vater seiner Nichte Holly, der Tochter seiner Schwägerin Erin ist, mit der er vor drei Jahren eine kurze Affäre hatte. Als Erin mit ihrem Mann Patrick Streit bekommt, droht das Geheimnis aufzufliegen. Und Harper und seine Frau stecken mittendrin in einem großen Alptraum.

Greg Iles hat seinem Protagonisten Hole Carper offensichtlich einige autobiografische Züge verliehen, denn Harper war wie der Autor selber früher Gitarrist und Sänger. Nur machte er sich nicht als Schriftsteller selbständig, sondern durch Finanzgeschäfte und in der Computerbranche. Harper lebt genau wie der Autor in Mississippi und hatte ebenso wie dieser einen Arzt zum Vater.

Da liegt es natürlich auch nahe, dass Iles seinen Roman in der Ich-Form und in der Gegenwart verfasst hat. Nur etwas ungewöhnlich und verwirrend, dass der Prolog und einige kleine Kapitel zu Beginn aus der Sicht des Mörders ebenfalls in der Ich-Form verfasst wurden. Dies könnte ja den Schluß zulassen, dass der Mörder mit dem Protagonisten identisch wäre, doch möchte ich das natürlich nicht weiter ausführen.

686 Seiten sind für einen Thriller schon recht umfangreich. Doch nachdem man sich erst mal 100 bis 200 Seiten lang eingelesen hat, fliegt man nur noch so über die Seiten hinweg und kann sich nur schwer zwingen, das Buch beiseite zu legen.

 

"Das Leben ist einfach.
Für je komplizierter Sie das Ihre halten, desto weniger wissen Sie über Ihre wirklichen Lebensumstände.
Lange Zeit über habe ich das nicht verstanden.
Jetzt ist es mir völlig klar.
Man ist hungrig, oder man ist satt. Man ist gesund, oder man ist krank. Man ist seiner Frau treu, oder man ist es nicht. Man lebt, oder man ist tot.
Ich lebe."

 

So einfach, wie das Buch beginnt, endet es auch. Doch für die Beteiligten war das, was zwischen diesem Anfang und Ende lag, wohl alles andere als einfach.

Dass nicht immer alles hundertprozentig realistisch abläuft, verzeiht man einem solch superspannenden Roman gerne. Und natürlich ist der intelligente Böse den Guten immer einen Schritt voraus, fast schon ein Übermensch. Doch auch das gehört zum Rezept eines Thrillers. Einzig einige Klischees wirken störend. Die Frauen sind alle zu schön, die Männer zu reich, zu intelligent oder zu sensibel. Der FBI-Psychiater hat eine alkoholabhängige Frau, zudem runden Rassisten, Computerfreaks und selbstherrliche Sheriffs das Bild ab. Die Familiengeschichte des Mörders setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Nach kleineren Anlaufproblemen zu Beginn des Buches schafft es Iles, das Spannungsniveau auf einen konstant hohen Level zu bringen und dort auch zu halten.

Eine originelle Story hat der Autor im Bereich Cybersex konstruiert, bei dem er den EDV-Bereich mit zwischenmenschliche Beziehungen sowie mit der Beschreibung der polizeilichen Ermittlungen geschickt verknüpft. Die Kompetenzstreitigkeiten zwischen den einzelnen Behörden sind dabei fast so spannend zu lesen wie die Forschung nach den Motiven für die Morde. Die Beschreibungen aus dem Computerbereich sind durchweg recht logisch, was man bei Unterhaltungsromanen nicht immer behaupten kann. Dass dabei der Begriff "Firewall" mit "Brandmauer" übersetzt wird, haben wir ja schon bei Mankell mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. Doch auch die Erklärungen aus dem medizinischen und aus dem kriminalpsychologischen Bereich wirken sehr überzeugend dargestellt, wobei ich nicht beurteilen kann, inwieweit diese realistisch sind, was aber auch für den Unterhaltungswert des Buches keine Rolle spielt.

Die einfache Schreibweise mit viel direkter Rede, dabei auch zeitweilig mit Auszügen aus Chats, machen das Buch sehr leicht und flüssig lesbar. Zudem sorgt auch eine mit fortdauernder Handlung zunehmend starke Identifikation mit dem Protagonisten dafür, dass man förmlich am Buch gefesselt bleibt und selber mitten drin im Geschehen steckt. Die Darstellung der Charaktere vollzieht sich zwar sprachlich nicht besonders eindrucksvoll, doch hat Iles genügend Seiten, auf denen er die einzelnen Personen seinen Lesern näherbringen kann. So erklärt es sich auch, dass der Lesefluss auf den ersten hundert Seiten noch recht holprig ist, man jedoch die Figuren immer besser kennen lernt und einen das Geschehen immer mehr in seinen Bann zieht.

Hervorzuheben bleibt noch, dass der Autor es vorzieht, trotz doch recht brutaler Morde nicht das blutrünstige in den Vordergrund zu stellen und bis auf einigen wenige Szenen doch recht sachlich zu bleiben und nicht effektheischend den Leser sich ekeln zu lassen.

Immer wieder überraschende Wendungen machen den Plot zusätzlich interessant. Natürlich darf die Ergreifung des Täters nicht allzu leicht sein, doch was sich Iles zum Showdown noch alles einfallen lässt, ist ein wahres Feuerwerk von Ideen. Und auch, wenn nicht alles auf Anhieb zündet, wird es zu guter letzt noch zu einem solchen.

Bei der Titelvergabe hat sich der deutsche Verlag wie so oft mal wieder nicht an die Vorgabe gehalten. Aus dem Original Mortal Fear, das man etwa mit "Tödliche Furcht" hätte übersetzen können, hat man hier das zwar nichtssagende, aber doch originellere @ E.R.O.S. gemacht.

Greg Iles hat mit diesem Buch einen Thriller der Spitzenklasse geliefert, der den Leser fast von Beginn an unter Hochspannung hält, dazu eine originelle Story bietet und durchweg gute Unterhaltung liefert. Kritikpunkte sind einige zu finden, wenn man danach sucht, doch allein aufgrund seines Unterhaltungswertes möchte ich den Roman mit einer Spitzenwertung versehen.

@E.R.O.S.

@E.R.O.S.

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Letzte Kommentare:
10.02.2019 12:50:04
Eselsohr

Kann man das Buch besprechen, ohne sein Ende zu verraten?
Ich denke nein, darum möge jeder, der es noch lesen möchte, nach dem nächsten Satz aufhören zu lesen.
Diesen Satz will ich aber mit auf den Weg geben, es gibt wirklich bessere Krimis, als diesen.

Ich habe das Buch in einem Ferienhaus gefunden und erst einmal skeptisch beäugt. Der Verlag zählt normalerweise nicht zu meinen bevorzugten, steht er doch für Unterhaltung von der Stange, aber der Kommentar der New York Times versprach einen genialen Thriller.

Ein Thriller ist das Buch phasenweise wirklich, genial eigentlich nie. Gut die Hälfte des fast 700 Seiten Schmökers hält Iles die Spannung mit einer halbwegs plausiblen Geschichte aufrecht, dann beginnt sozusagen der Schmonz, eine Auseinandersetzung der Titanen und Übermenschen.
Das Personal ist erschreckend unrealistisch gezeichnet:
Harper Cole, unser Held und Erzähler ist ein Mann von unglaublicher Sensibilität, rascher Auffassungsgabe, Mut, Zähigkeit und ein paar Problemen, die es zu lösen gilt.
Sein Jugendfreund und Quasikollege bei EROS Miles Turner, seines Zeichens natürlich der cleverste IT-Freak, den die Welt je gesehen hat und nebenbei jemand, der alle Schachzüge des FBI zu antizipieren, gerät selbst in Verdacht, hilft aber die Falle zu stellen, die den Showdown ermöglicht.
Seine Schwägerin Erin, wahrscheinlich der Welt schönste Frau und dummerweise Mutter seiner Tochter, wovon niemand wissen soll, auch sie natürlich von unglaublicher Vielschichtigkeit.
Seine Frau Drewe, die Überfrau schlechthin, die sich von einer eher praktisch zupackenden Frau zum Ziel der Begierde des Schurken wandelt, der mit Ihr die neue Superrasse züchten wird. Dazu kommt es natürlich nicht, denn die Familie hat schon genug Blutzoll entrichtet.
Der Schurke, Frucht einer inzestuösen Beziehung, vollgestopft mit Genialität und Größenwahn, ein Nietzsche-Charakter, wie er im Buch steht, nicht nur reich und ein Arzt von Weltruf, sondern nebenbei Pilot, ein fast ebenso guter IT-Spezialist wie Turner und natürlich von solchem Scharfsinn, dass ihm das FBI in keiner Weise gewachsen ist, wird dann Opfer seiner Begierde.
Dass ihm schließlich Drewes dramatische Peep-Show zum Verhängnis wird, hat schon unfreiwillig komische Züge, nicht zuletzt, weil die Schilderung lasziv sein soll, aber voller prüderie steckt.
Sein Pech ist, dass er seine Killermaschine verloren hat, die Inderin Kali, eine mysteriöse Perfektionistin des Mordens, die wahrscheinlich aus Lust tötet. Ihr Tod ist Erins Beitrag zum Sieg des Guten, wobei Erin selbst das Zeitliche segnet, man hat das Gefühl, dass das das folgerichtige Ende ihres verkorksten Lebens ist.
Gegen diese Phalanx von Supermenschen, fällt das Personal der Polizei doch sichtlich ab.
Selbst der Psychiater Arthur Lenz, der in Harper Cole wie in einme Buch lesen kann, ist dann doch ein lausiger Dilettant, Detective Mayeux, zäher Detective vor Ort lässt sich überraschen, wie ein Anfänger, der Sheriff ist ohnehin ein tumber Opportunist und der Chefermittler des FBI vertraut natürlich vor allem in die Ausrüstung der Bundespolizisten, kein Wunder also, dass sie immer zu spät kommen, in Fallen gelockt werden oder einfach nicht durchblicken.
Was mich dann aber am meisten geärgert hat, ist die Figur des Schwiegervaters: Seines Zeichens Baulöwe mit Beziehungen in die Politik, ist auch er jemand, der das Gute in Harper förmlich riechen kann und ihm das Versprechen abnimmt, den Mörder Erins an ihn auszuliefern. Und so geschieht es: Kaltblütige Selbstjustiz besiegelt das Schicksal des verrückten Mörders.

16.04.2017 17:25:42
Meister444

Habe EROS als zweites Buch von Greg Iles gelesen. Nichts für Franz oder Mankell Le- mutser
Langatmig - fast 700 Seiten - da must du Mut haben. Das Thema sicherlich detailliert gekonnt beschrieben. Ist eine für mich unwirkliche Welt - mag sein das es sowas gibt.
Würde jedem den Rat geben
lesen ja - aber nur im Urlaub bei Regen !

30.06.2014 19:20:46
kianan

Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, war ich hin und her gerissen. TOP oder doch nicht ganz? Zweifel hatte ich zunächst, da sich in das Buch doch einige Unwahrscheinlichkeiten hineingeschlichen haben und ich gerade den Showdown im letzten Drittel des Buches als viiieell zu langatmig empfand. Aber ich bin zu dem Schluß gelangt, dass das Buch dennoch top ist, da es einfach nur spannend zu lesen ist ohne viel Schnörkel, aber auch ohne Tiefgang. Daher großes Lob an den Autor und ich würde den Krimi wirklich weiterempfehlen!

12.06.2013 11:18:00
LillyRezensio

Dies war mein erstes Buch von diesem Autor. Als "Thriller der Spitzenklasse" würde ich ihn aber nicht bezeichnen, und soo viele Punkte hat er mE auch nicht verdient.
Obwohl die Story gut ist, bleibt die Spannung durch die vielen Klein-Klein-Beschreibungen immer wieder auf der Strecke. Aber wie schon gesagt wurde, wollen 680 Seiten gefüllt sein. Schade, mit nur 380 Seiten wäre das sicherlich einer der "Thriller der Spitzenklasse".

16.05.2011 17:25:10
mylo

Nun es war mein erstes Buch von Greg Iles und was soll ich sagen. Zunächst einmal die Story ist schon spannend erzählt flacht aber im viel zu langen Mittelteil ab. Zur Geschichte selbst, nun sie ist mir persönlich etwas zu phantastisch die Personen teilweise überzeichnet naja 686 Seiten die im Vergleich zu wesentlich dünneren Werken eine Geschichte unnötig ziehen.
Gutes Mittelmaß aber nicht mehr.
75 Punkte

16.05.2011 17:20:49
mylo

Nun es war mein erstes Buch von Greg Iles und was soll ich sagen. Zunächst einmal die Story ist schon spannend erzählt flacht aber im viel zu langen Mittelteil ab. Zur Geschichte selbst, nun sie ist mir persönlich etwas zu phantastisch die Personen teilweise überzeichnet naja 686 Seiten die im Vergleich zu wesentlich dünneren Werken eine Geschichte unnötig ziehen.
Gutes Mittelmaß aber nicht mehr.
75 Punkte

18.02.2011 19:30:24
andrea wolter

das buch hatte mich von anfang an gefesslt.genial immer wieder:,, lieber vater.einfach krank. aber genial.ich erinnerte mich an die schrägschrift bei tess geritsons meister und die chirugin. man wusste da genau das wieder über andrew capra und worren heoydt o. heut( so in deutsch ich weiß nicht mehr wie der geschrieben wird) etwas sehr krankes geschrieben wird. ich habe fast alle bücher von greg iles gelesen.was mich so sehr an seine bücher fesselt ist immer wieder das thema inzest. der traut sich was.es geht anscheinend heiß her in natsches.an alle die es noch nicht gelesen haben , viel spass dabei

05.08.2009 12:23:31
Krimi-Tina

Im Forum schrieb ich nachdem ich ich ca. 300 Seiten gelesen hatte: Synthetische Leute führen verschwurbelde Dialoge in einem wenig realistischem Szenario. Das hat sich auch kaum geändert bis zum Schluss.
Synthetische Leute: Annähernd jeder in diesem Buch ist unglaublich intelligent. Oder unglaublich gut aussehend. Oder unglaublich reicht und einflussreich. Oder gleich alles zusammen. Normale Alltagsssorgen haben die alle miteinander nicht. Besonders lebendig wirken sie aber auch nicht. Eher wie Schaufensterpuppen in einem sehr teuren Laden.

Wenig realistisches Szenario: stellen Sie sich folgendes vor, Sie haben aufgrund von nur ihnen zugänglichen Informationen die Vermutung, dass eine Reihe von Morden in Zusammenhang stehen und teilen dieses der Polizei mit. Was passiert daraufhin? Logisch, sie werden sofort in die Hauptstadt eingeladen, dürfen dort an der Tatbesprechung teilnehmen, bekommen alle Informationen über die die Behörden verfügen und dürfen im Anschluss den Einsatz eines SWAT-Teams life verfolgen. Oder?
In dem Stil geht es das ganze Buch weiter. Nicht nur die örtlichen Polizeibehörden, sondern auch die für ihre notorische Paranoia bekannten Agenten des FBI überschlagen sich förmlich dem Privatmann Harper Cole permanent den Stand Ermittlungen mitzuteilen und beziehen ihn problemlos in ihre Ermittlungen ein. Ich erwarte von Kriminalromanen keinen Realismus , aber das hier Gebotene ist schon starker Tobak.

Das alles wäre aber noch nicht so schlimm, wenn es denn spannend wäre. Ist es aber weitenteils nicht. Das verhindert der dritte Kritikpunkt: die Dialoge .Nicht nur müssen wir wir die gestelzten online Ergüsse des Mörders im Detail mitverfolgen, sondern auch alles anderen haben anscheinend nichts wichtigeres zu tun als sich Seiten um Seiten mit merkwürdigen, philosophischen (oder zumindest möchten sie das sein) Gesprächen und Gedanken zum Leben, zum Tod, zum Wesen der Frau an sich und vor allem zum Thema Sex zu beschäftigen. Wobei letzterer in diesem Buch eine derart schwierige, schmerzhafte und mit Komplikationen restlos überfrachtete Angelegenheit ist, dass der geneigte Leser, wenn er denn keine anderen Erfahrungen hat, den Eindruck gewinnen muss, man lässt da besser die Finger völlig von.
Der Mörder mordet indessen lustig weiter das geschieht aber mehr in Hintergrund und ist offenbar nicht halb so interessant wie die permanente Nabelschau.
Dazu kommt dass wir Harper Cole beim Öffnen jeder Getränkedose und sonstigen altäglichen Verrichtungen zusehen dürfen
Zu guter Letzt verlangt das Szenario mit seine vielfältigen Möglichkeiten der Datenübertragung, Verschlüsselung und nicht zuletzt des Datenklaus nach langwierigen technischen Erklärungen. Das ist erforderlich, damit der in diesen Dingen nicht abolut firme Leser folgen kann, ob es aber so langatmig und langweilig sein muss, sei dahingestellt.
Erst auf den letzten 200 Seiten nimmt das Buch ein wenig an Fahrt auf, allerdings nicht ohne auf das endlose Gerede zu verzichten.
Mühsam und viel zu lang. Dazu kommt dass der Setzer zumindest bei meiner Ausgabe einen schlechten Tag hatte, das Buch ist mit Druckfehlern reich ausgestattet

26.12.2008 13:20:23
Djamena

Ein sehr fesselnde Buchi, das einen tief in die Innenwelt des Protagonisten eintauchen lässt. Die Thematik ist äußerst interessant und immer noch brisant genug, auch wenn das Buch schon etwas älter ist im Verhältnis zur rasanten Entwicklung des I-Netzes und der Computertechnik. Dem Autor gelingt es sehr gut, durch die ungewöhnliche Ich-Form, den Leser auf die Seite seines Protagonisten zu ziehen. Man entwickelt schnell Sympathie und Mitgefühl für diesen Harper Cole, der mit fadenscheinigen Ausflüchte versucht, seine Lügen zu rechtfertigen und andererseits ziemlich kurzsichtig und chauvinistisch das Leben seiner Schwägerin aufs Spiel setzt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Seit langem mal wieder ein sehr guter Thriller, der diese Bezeichnung wirklich verdient.

28.05.2008 14:31:17
sarafina

Ein Tolles Buch, spannend, fesselnd und mit viel wissen geliefert.
das kleingedruckte ist noch fesselnder als die eigentliche Geschichte.
ich habe das Buch sehr gerne gelesen.

06.05.2008 14:43:52
paulimaus

So ein langweiliges Buch hab ich selten gelesen wie dieses. Bin vielleicht auch etwas verwöhnt durch Karin Slaughter und Giles Blunt. Also nicht empfehlenswert

04.05.2008 20:27:10
silverfox

Dieser Thriller festigte meine Meinung über Greg Iles,daß er zu den ganz starken Autoren von Spannungsromanen zählt. Die Story hält von Anfang an,was sie verspricht und das Finale ist nicht von schlechten Eltern.
Super !

28.02.2008 16:27:52
Bio-Fan

Greg Iles ist schon ein genialer Thrillerautor, dessen Bücher alle zu empfehlen sind. @EROS gehört neben "Bisswunden" und "Blackmail" zu seinen Besten.
Iles fackelt hier nicht lange und präsentiert uns zum Einstieg das Killerpärchen auf seinem Streifzug. Und schon hatte er mich am Haken - das ist Spannung pur, vielschichtig und dicht.
Wie immer gut eingefangen: die Südstaaten- Atmosphäre mit dem Kompetenzgerangel der einzelnen Behörden.
Die Charaktere sind sehr ausgefeilt bis hin zu den Nebenrollen wie der verzweifelte Psychologe Lenz oder Harper Coles bärbeissige Chefin.
Abgerundet wird das Ganze durch ein furioses Ende.

28.01.2008 16:11:15
leseratte54

Genialer Thriller kann ich nicht sagen. Weniger Seiten wären mehr gewesen. Die Ich-Form war auch gewöhnungsbedürftig. Zu viele Rückblicke ins Privatleben. Dadurch zeitweise langatmig, man verliert die Übersicht.

23.02.2007 13:33:25
Jennyy

Mir hat das Buch ganz gut gefallen, ist für mich aber auf keinen Fall eins von den besten.
Für 700 Seiten war es einfach nicht spannend genug und teilweise auch recht unrealistisch.
Ich würde 70° geben

24.01.2007 16:42:36
andi

habe das buch gerade gelesen. ist zwar schon einige jahre alt aber doch noch immer aktuell. ein echter "pageturner". schluss ein bissi platt - aber trotzdem spannend. ich weiss nicht, wenn ich attraktiver finden soll, erin oder drewe. ich glaube eher drewe.....

22.01.2007 11:57:25
WIRLIG

HAB DAS BUCH VOR MITTLERWEILE 5JAHREN GELESEN UND KONNT ES BIS HEUT NICHT VERGESSEN WEIL EINFACH GENIAL SPANNEND UND IRR WIRD HÖCHSTE ZEIT WIEDER MAL REINZUSCHAUEN

07.11.2006 21:26:07
Christian

Respekt ! Ich habe etliche Krimis gelesen, aber dieses Buch gehört eindeutig zu den Besseren! Insbesondere die ausführlichen Dialoge haben mir sehr gefallen. Nachdem der Täter zumindest namentlich entlarvt ist habe ich einen Spannungsabfall befürchtet. Aber die Geschichte hat dann doch noch wieder die Kurve gekriegt. Klasse Thriller.

31.08.2006 22:53:48
Kirsten

@EROS ist eins der besten Bücher die ich bis jetzt gelesen habe. Spannend von Anfang bis Ende. Konnte es nicht aus der Hand legen und war nach drei Nächten fertig mit lesen (leider). Greg Iles ist einfach spitze!!

05.02.2006 16:21:38
wonnie

Ein einzigartiger Thriller ! Ich habe jede einzelne Seite genossen. Es ist m.E. ein Meisterwerk sondergleichen. Sicher, an einen Stellen ist es hollywoodmäßig Action, aber dennoch - auf keiner der 686 Seiten fehlt es an Spannung. Ich musste unbedingt weiterlesen und die letzten 300 Seiten habe ich heute nur so verschlungen. Ich kanns auch nur empfehlen.

15.09.2005 01:47:33
Madlene K.

Als ich angefangen habe das buch zu lesen fande ich es doch sehr naja ich würde nicht sagen langweilich aber nicht so spannend wie die vorheriegen bücher die ich von iles gelesen hatte. doch schnel merkte ich das es sich doch sehr spannend entwickelte und ich konnte malwieder nicht genug kriegen! ich liebe greg iles einfach für seine bücher ich weis nicht was ich ohne sie machen würde! danke!

14.07.2005 16:22:19
Claudia

Zu Beginn dachte ich, ich könnte das Buch aufgrund der zu einfachen, primitiven Sprache nicht über fast 700 Seiten durchhalten (Und ich lege wirklich keinen Wert auf "Hochtrabendes"). Nach kurzer Zeit hat es mich jedoch so gefesselt, dass ich nicht mehr aufhören konnte, und das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Ja, es ist typisch amerikanisch, mit typischen Charakteren und man kann es sich wunderbar als Verfilmung vorstellen (Das vielleicht als Nachteil!). Aber es war der perfekte Einstieg in die Ferien, perfekt um abzuschalten, den Stress und Alltag hinter sich zu lassen... Ich würde es unbedingt weiterempfehlen!!!

24.05.2005 17:03:56
mo

"Daß nicht immer alles hundertprozentig realistisch abläuft" wie wahr, siehe Famileinegschichte des Mörders!! ....."Die Frauen sind alle zu schön, die Männer zu reich, zu intelligent oder zu sensibel."... Das ist auf die Dauer etwas zu einfach gestrickt für einen Superthriller! Dies war mein 2. Buch von Greg Iles und bis auf weiteres das letzte! Das Buch hat sehr vielversprechend angefangen, aber es kann die Spannung bis zum Ende nicht halten.

27.02.2005 01:10:28
Anja S.

Ich habe gerade das allerneueste Buch von Greg Iles "Blood Memory" gelesen (gab es als Geschenk von Delta, allerdings nur auf englisch, ist wohl auch noch nicht uebersetzt). Es ist im gleichen Stil von @EROS geschrieben, genauso spannend, aeusserst grausam und ueberdreht. Es hat mich wieder gut ueber einen Transatlantikflug gebracht und ich habe mich wieder wie nach einer Achterbahnfahrt gefuehlt...

30.01.2005 17:28:37
Anja Reichardt

@Eros war das zweite Buch von Greg Iles, das ich gelesen habe (nach "Unter Verschluß"). Selbst jetzt, nach über einem halben Jahr, kann ich mich noch sehr genau an die Handlung und Charaktere erinnern; es ist, als ob man einen sehr guten Film gesehen hätte, dessen Einzelheiten man nicht so schnell vergißt!
Viele der Krimis, die ich in letzter Zeit lese, messe ich an diesem Buch- es ist einfach genial geschrieben und für mich das beste von Greg Iles. Meine Empfehlung: Lesen!

17.01.2005 10:14:32
Sarah

Ein spannendes ,fesselndes Buch.
Ich habe es in 2 Tagen nonstop gelesen und es war wirklich eine Bereicherung . Ich bin begeistert.
Kein vohersehbares Ende es bleibt spannend bis zuletzt.
Hoffe er schreibt noch mehr Krimis in dem Stil

04.01.2005 15:25:50
Alessandra Mancinelli

Schließe mich obigen Meinungen an. Der Anfang war etwas verwirrend, aber dann ging es "rund" weiter und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Sollte man nicht im Bett lesen, sonst könnte es sein, dass man - zwar widerwillig - erst um 03:00 Uhr einschläft.

Ich werde mir die anderen Romane von Iles auch noch zulegen.

16.08.2004 13:18:10
< Ihr Name >

Habe das Buch auch auf Empehlung gelesen und bin begeistert. Ein echt spannender Thriller, den man fast nicht mehr aus der Hand geben kann.
Was dabei so unlogisch sein soll, kann ich nicht nachvollziehen, würde mich aber gerne eines besseren belehren lassen!
Fazit: Absolut Top!

24.04.2004 12:18:31
Tanisha

diese buch ist einfach spitzenklasse!!!
habe es durch zufall im urlaub auf kreta in einem internationalen buchladen gekauft und bis jetzt 3mal gelesen.einfach der hammer!!!!!!

17.04.2004 19:46:31
Steffi

Das Buch is soooooo genial!!!! Lohnt sich echt mal zu lesen wer auf spannung pur steht ;) man kann sich richtig rein versetzen und mitfiebern!! (des find ich an nem krimi voll cool!)

07.02.2004 16:06:21
Anja S.

sehr spannend, hat mich gut ueber einen Flug nach Bangkok gebracht, aber ueberdreht und unlogisch (habe mich gefuehlt wie nach einer Achterbahnfahrt)