Todesangst

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • London: Bantam Press, 2007, Titel: 'Severed', Seiten: 316, Originalsprache
  • München: Heyne, 2010, Titel: 'Todesangst', Seiten: 398, Übersetzt: Gunter Blank

Couch-Wertung:

80°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
1 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:84
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":1,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Simon sagt: Eine Liebesnacht, eine Tote, ein mieser Tag

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Mär 2010

Todesangst klingt natürlich für unsere Ohren deutlich besser als Severed, wie der neue Actionreißer von Simon Kernick aus dem Wilhelm Heyne Verlag an die Leser vermarktet wird. Aber hier ist endlich wieder einmal eine Geschichte von Gunter Blank aus dem Englischen übersetzt worden, die nicht nach der Sinnhaftigkeit des Lebens und dem Stellenwert großer Literatur fragt, sondern schlicht und einfach unterhalten will. Und dass tut Todesangst in bester britischer Manier, mit der auch ein Ken Follett oder Frederick Forsyth ihre Fans begeister(te)n.

 Man kennt sie mittlerweile zur Genüge. Diese Elitesoldaten im Ruhestand, mit Narben geziert, rastlos und immer auf der Suche nach einem Job, bei dem die einzige Referenz das bisherige Überleben darstellt. Auch Dan Tyler ist so ein harter Bursche, der seinen Einsatz in Nordirland überlebt hat und der endlich seine innere Ruhe zu finden glaubt, weil er in die hübsche Leah verknallt ist. Doch das bittere Ende dieser keimenden Beziehung folgt am Morgen, als das Mädel ohne Kopf neben ihm das Bett mit ihrem Blut versaut. Dan weiß, dass er nicht der Killer war, aber eine Videoaufnahme beweist das Gegenteil. Damit er den Beweis seiner Schuld in die Finger bekommt, muss er natürlich einen Job erledigen, doch es bleibt ihm keine Wahl. Und nur ein paar Freunde aus der Army können ihm eventuell dabei helfen, sich selbst zu rehabilitieren und den Übeltäter zu finden, um Leah zu rächen.

 Wer sich ob dieser Schilderung einer hanebüchernen Story bereits mit Grausen abwendet, verpasst allerdings bestes Popcorn-Kino im Kopf. Hier wird gemeuchelt, geschossen, gebombt und abgefackelt, dass es eine Freude ist und die Leichen von Freund und Feind werden wahllos über den Seiten verstreut. Dass bei so viel Hau-Drauf-Spaß die Charaktere notgedrungen auf der Strecke bleiben, ist man von solchen Produktionen gewöhnt und erwartet dies auch nicht.

 Viel wichtiger ist das Hochhalten der permanenten Spannung und das schafft Simon Kernick mit Bravour. Soweit man dies aus der (gelungenen) Übersetzung ablesen kann, produziert der Autor klare Sprache ohne jegliche blumigen Schnörkel, mit der Vertiefung örtlicher Gegebenheiten und der Erörterung eventueller ethnischer Randgruppenprobleme hat Kernick nichts am Hut. Hier gibt es nur Gut und Böse ohne Rücksicht auf Verluste& und das tut dieser Geschichte ausgesprochen gut.

 Simon Kernick macht, was so viele Autoren mittlerweile vergessen. Er produziert massenkompatible Unterhaltung und das macht er, so wie es sich gehört. Es würde mich wundern, wenn nicht bald ein findiger Filmregisseur käme, der nach dieser Vorlage die Leinwand brennen ließe. Aber vorerst bin ich ja schon zufrieden, wenn gute Unterhaltung ohne tiefschürfende Weltprobleme einen entspannten Feierabend bietet und genau dafür kann man Todesangst von Simon Kernick bestens empfehlen. Und ausnahmsweise gebe ich Harlan Coben in seinem Statement auf der Buchrückseite recht: "Simon Kernick schreibt mit voll durchgetretenem Gaspedal".

Todesangst

Todesangst

Deine Meinung zu »Todesangst«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
15.07.2010 20:58:02
Schrodo

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie erwachen neben ihrer Freundin, nix besonderes, kommt täglich millionenfach vor. Nur dass ihre Freundin keinen Kopf mehr auf ihrem Hals hat. Das ganze Zimmer in dem Sie liegen ist voller Blut und Sie können sich an absolut nichts mehr erinnern. Zu allem Übel liegt da auch noch eine CD worauf der Mord an ihrer Liebsten gefilmt wurde….und der Täter scheinen Sie selbst zu sein.
So ungefähr beginnt das Buch von Simon Kernick. Rasant geht es dann nach dem spannenden Plot weiter. Der Leser bekommt fast keine Verschnaufpause. Der Held Tyler fällt von einem Dilemma ins nächste, die Handlung stürzt den armen Kerl in jede nur erdenkliche Ohnmacht. Dass dabei ab und zu die Logik ein ganz klein wenig auf der Strecke bleibt, mag man Herrn Kernick verzeihen. Hat er doch einem spannenden, unterhaltsamen und sehr gut lesbaren Thriller geschrieben.

31.05.2010 14:09:46
Katze76

Ich hab das Buch schon fast durchgelesen.
Es läßt sich super gut und schnell lesen.
Alle drei Bücher (Gnadenlos, Deadline und Todesangst) sind super gut und sehr spannend.
Allerdings finde ich bei diesem Buch, daß es leicht übertrieben ist. So viel Glück kann man doch gar nicht haben.
Am besten gefallen hat mir "Gnadenlos".

S. Kernick ist ein super guter Krimi-Autor!

23.05.2010 11:04:59
Dani P.

Ich habe nun alle drei Bücher von Simon Kernick gelesen - fand sie aller sehr gut!! Der Schreibstil ist einfach genial - man ist sofort im Geschehen und wird regelrecht ins Buch gesogen.. einfach Klasse. Kann die Bücher von Kernick einfach nur empfehlen!! Habe eben mit dem neuesten Buch angefangen daher hör ich jetzt auf :) um weiterzulesen!!!

27.03.2010 21:14:25
jonny

Auch hier geht es wieder direkt hinein in die Action. Allerdings ist der Protagonist glaubwürdiger als in Gnadenlos.
Einem altgedienten Militär mit Erfahrung aus Nordirland, Bosnien und Sierra Leone glaubt man, dass er in bestimmten ausweglos erscheinenden Situationen - anders als ein normaler Sterblicher - eine Lösung findet. Und in diesem Roman hat er auch noch einen (blonden) Schutzengel.
Unterhaltung, Spannung und Action pur! Hat mir gefallen

03.03.2010 17:04:52
Malu

Super, auch dieses Buch ist einfach spitze. Es lässt sich wunderbar lesen. Ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Genau wie der Vorgänger ´Gnadenlos´.
Wenn man einmal angefangen hat das Buch zu lesen, will man es gar nicht mehr aus der Händen legen.
Es muss ein Albtrraum sein-
in einem Bett aufzuwachen, bluverschmiert: das kann keine Realität sein. Oder?
Das Buch ist ein muss.