Nördlich von Nirgendwo

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Köln: DuMont, 2003, Seiten: 280, Übersetzt: Volker Neuhaus
  • New York: Thomas Dunne, 2002, Titel: 'North of nowhere', Seiten: 259, Originalsprache

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Alex McKnight, der sympathisch sentimentale Ex-Polizist, liebt die Ruhe in seiner Hütte an der kanadischen Grenze. Nur sein Lieblingswirt Jackie verordnet ihm Abwechslung: ein Pokerabend beim reichen Winston Vargas. Mitten im Kartenspiel überfallen drei Männer die Runde und rauben Vargas´ Safe aus. Seltsam, dass außer den Mitspielern niemand von einem Safe wusste. Der Showdown dieses straight erzählten Gegenwartskrimis führt McKnight zu einem dramatischen Geiselaustausch auf dem Lake Superior.

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Letzte Kommentare:
14.03.2016 16:52:40
tassieteufel

Nach den dramatischen Ereignissen seines letzten Falles hat Alex McKnight seine Tätigkeit als Privatdetektiv an den Nagel gehängt und sich in seiner Hütte verkrochen, nicht mal sein Lieblingspub das „Glasgow Inn“ sucht er noch auf. Da erscheint Wirt Jackie eines Abends an seiner Hütte und schleppt ihn unfreiwillig zu einem Pokerspiel im Haus des reichen Winston Vargas. Was ein netter abwechslungsreicher Abend werden sollte, gerät bald aus den Fugen, als 3 bewaffnete Männer in das Haus eindringen und den Safe des Besitzers ausrauben. Der Überfall an sich geht noch recht einfach über die Bühne, keiner wird verletzt, die Täter können mit der Beute fliehen. Doch was Alex und den anderen in den nächsten Tagen bevor steht, spottet jeder Beschreibung und es kommt wie es kommen muß, Alex McKnight wird wieder einmal in bizarre und hochdramatische Ereignisse verwickelt.

Alex McKnight ist schon eine tragische Figur, er möchte nichts so sehr wie seine Ruhe, braucht er sich doch um seinen Lebensunterhalt keine Sorgen zu machen und doch wird er immer wieder in Ereignisse verwickelt, die nicht nur gefährlich und recht bizarr sind, sondern auch dazu führen, dass der arme Kerl ordentlich einstecken muß. Selten hat man einen Ermittler (noch dazu wider Willen) gesehen, der so viel Dresche bekommt! Auch im vorliegenden Fall wird er in eine Kette von Ereignissen gezogen, die jeder Beschreibung spotten und da es um seinen einzigen Freund Jackie geht, kann er gar nicht anders als sich einzumischen.
Der Fall an sich scheint wieder mal recht einfach, doch je mehr er voran schreitet, um so komplexer und verworrener wird das Ganze und selbst wenn man zum Ende hin meint, das Ganze zu durchschauen, gibt’s noch eine überraschende Entwicklung, die wieder alles in einem anderen Licht aussehen läßt. Nett fand ich, dass auch Leon wieder mit von der Partie ist, irgendwie hat man sich an den gutmütigen Kerl gewöhnt und er gehört zu einer Alex McKnight Geschichte einfach dazu!
Wie gewohnt brilliert der Autor mit einer starken Erzählweise und bettet seinen Krimifall in die grandiose Naturkulisse rund um den Lake Superior ein und schafft damit eine stimmige Atmosphäre.

FaziT: ein Ermittler der gar keiner sein will und trotzdem immer wieder in schräge Fälle verwickelt wird, das Rezept funktioniert hier einwandfrei und so ist Alex McKnight zu einem meiner liebsten Krimihelden avanciert!