Doppelte Schuld

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • München; Zürich: Piper, 2007, Seiten: 283, Originalsprache
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Andrea Sawatzki, Bemerkung: gekürzt

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Mary Nowak legte die Zeitung zur Seite. Sie hatte den Toten sofort wiedererkannt: Benjamin Dimitroff. Vor siebzehn Jahren hatte sie ihn das letzte Mal gesehen, kurz nach der Wende. Nun war er im Schloßpark von Blanckenburg gefunden worden. Was steckte dahinter? Der lange Arm der Firma? Hatten die alten Kader einen ehemaliger Mitarbeiter aus dem Weg räumen lassen? Und war es weise von Mary Nowak, sich nach über fünfzig Jahren ausgerechnet hierhin, nach Schloß Blanckenburg locken zu lassen, an einen Ort der Erinnerungen? Am liebsten wäre sie sofort wieder verschwunden. Aber man hatte sie in der Nähe der Leiche gesehen, Blanckenburgs Tierärztin Katalina Cavic hatte sie beobachtet. Doch Katalina schien der Polizei nichts von ihrer Beobachtung mitteilen zu wollen ..."Doppelte Schuld", der zweite Fall für die Blanckenburger Tierärztin Katalina Cavic, erzählt ein brisantes Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte. Packend und höchst authentisch verwebt Anne Chaplet das Geheimnis um die verschwundenen SED-Millionen mit dem Schicksal einer Spionin im Kalten Krieg und der Lösung eines mysteriösen Mordfalls.

Doppelte Schuld

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Letzte Kommentare:
10.02.2017 20:59:23
steve006

Der Krimi spielt sich in der Zeit nach der Wende ab, aber die verwirrenden Fäden reichen weit in die DDR Zeit und den jugoslawischen Krieg zurück.
Die Leiche eines toten Detektivs wird gefunden, die alte Frau Nowak mit ihrem Blindenhund steht genauso im Verdacht wie die Tierärztin Katalina Cavic. Dazwischen stehen Vater Georg und Adoptivsohn Moritz, etwas heruntergekommene Schlossbesitzer.
Zunächst laufen die einzelnen Erzählungsstränge parallel, werden jedoch in der zweiten Hälfte des Buches geschickt mit einander verbunden, so dass zum Schluss ein rundes Bild entsteht.
Die Beziehungen der Beteiligten klären sich überraschend auf.
Es geht um 300 SED Millionen, die ein ehemaliger Kommunist wiederhaben möchte, um Entführung und Erpressung, zum Schluss kommt auch noch eine handfeste Schießerei dazu.
Geschickt wird der Leser anfangs im unklaren gelassen, die Handlung klärt sich allerdings überraschend gut auf und der Schluss ist geradezu dramatisch.
Spannend und lesenswert, manchmal auch ironisch, aber nie langweilig.

29.06.2013 04:23:25
Anfangsverdacht

Prinzipiell bin ich nicht der Hundefreund schlechthin. Liest man die bisherigen beiden Krimis um Katalina Cavic kommt man auf denselben. Und freut sich darüber.
Das ist für die Zeit des Buches wie-mit-Hunde-leben.
Frau Chaplet ist eine der wenigen, die sich mit den Gesinnungen der untergegan- genen DDR und Linken mit teilweise boshaften Humor auseinandersetzt.
Sehr zum Vergnügen des Leser. So er denn nicht verblendet ist. Ferner schafft sie hier eine Familiengeschichte und das Scheitern einer schönen wie intelligenten Frau zu beschreiben.