Im Dunkeln der Tod

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Bonnier, 2006, Titel: 'Den döende dandyn', Originalsprache
  • München: Heyne, 2008, Seiten: 384, Übersetzt: Gabriele Haefs
  • München: Heyne, 2009, Seiten: 382

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Thomas Kürten
Skandinavienkrimi - einer von vielen

Buch-Rezension von Thomas Kürten Jan 2008

Egon Wallin - stadtbekannter Galerist - hängt tot in einem der historischen Stadttore der traditionsreichen, ehemaligen Hansestadt Visby. Tags zuvor hatte er noch in seiner Galerie eine Vernissage eines lettischen Malers ausgerichtet. Anders Knutas muss mit seinem Team unter einem hohen Öffentlichkeitsdruck agieren, denn die spektakulär zur Schau gestellte Leiche macht nicht nur auf Gotland, sondern auch auf dem schwedischen Festland Schlagzeilen. Und für die entsprechenden Fernsehbilder und Interviews sorgt wieder einmal Johan Berg vom lokalen Rundfunk.

Rasch entdecken die Fahnder eine Reihe von möglichen Motiven. Wallin wollte seine Galerie verkaufen, sich von seiner Frau trennen, nach Stockholm ziehen. Offenbar von homoerotischen Phantasien beflügelt schien er fortan ein neues Leben mit einem Galeristen in Stockholm führen zu wollen. Aber auch seine Witwe schien der Ehe keine allzu große Zukunft mehr zuzutrauen und hatte schon seit längerem eine Affäre laufen. Aus der Galerie wurde eine kleine Plastik gestohlen und zu allem Überfluss findet sie dann noch eine Reihe gestohlener Kunstwerke im Heizungsraum des Privathauses. Diese Vielzahl an Spuren verleitet den Kommissar dazu, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Bis die kleine Plastik am Ort eines anderen Verbrechens wieder auftaucht.

Im Auftrag des Serienlesers

Im Dunkeln der Tod ist bereits der vierte Roman aus der Knutas-Reihe. Ihre Hauptfiguren hat Mari Jungstedt also längst in Serie gefertigt, weswegen es auch nicht verwundert, dass die Autorin ein beachtliches Gewicht auf die Weiterentwicklung ihrer Charaktere legt. Während es bei ihrem Protagonisten Knutas allerdings nur leise vor sich hin plätschert, wartet seine Kollegin Karin Jacobsson mit einer echten Überraschung auf und Johan Berg, der diesmal eine absolute Randfigur bleibt und im Strom der Ermittlungen mitschwimmt, erfährt auf dieser Ebene die meiste Aufmerksamkeit. Das Ungleichgewicht zwischen Charakterentwicklung und Handlungsanteilen ist eine unangenehme Randerscheinung des Romans.

Der Autorin gelingt es hingegen viel besser, eine Spannungskurve aufzubauen und die Identität des Täters, der bei vielen Schritten direkt begleitet wird, geheim zu halten. Rein handwerklich gesehen kann "Im Dunkeln der Tod" als solider Krimi gesehen werden, der an die Vorgängerromane lückenlos anknüpft. Mehr aber auch nicht.

Die Zutaten sind vorhanden

Im Dunkeln der Tod hat eigentlich alles, was ein typischer Skandinavienkrimi braucht. Ein überarbeiteter Kommissar, bei dem das Familienleben zu kurz kommt (der aber wenigstens nicht schwermütig ist), brutale Verbrechen, Sozialkritik, Weiterentwicklung der Personen. Was ihm fehlt ist jedoch die Einzigartigkeit. Der Roman ist einfach einer von ganz vielen, zwar gut arrangiert, sicher entworfen und souverän erzählt, aber nicht so gut, um sich gegen starke Konkurrenz aus dem eigenen Land zu behaupten. Immerhin gelingt der Autorin im Schlussakkord noch eine Überraschung. Doch auch das wird nicht verhindern, dass Im Dunkeln der Tod bald nur noch dunkel in Erinnerung sein wird.

Im Dunkeln der Tod

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Letzte Kommentare:
23.12.2009 19:55:57
CRI

Dieser Band der Reihe ist vielleicht mehr schockierend als spannend, teilweise seltsam und schwer einzuordnen. Teilweise spielt er nicht auf Gotland sondern in Stockholm. Interessant ist natürlich der Kunstaspekt, aber ich würde auch sagen, dass andere Bücher der Reihe besser gelungen sind. Dennoch freue ich mich auf die beiden nächsten Bände "Den mörka ängeln" und "Den dubbla tystnaden".

06.06.2009 21:41:43
tomco

Eindeutig der bisher schwächste Krimi dieser Serie. Die Geschichte plätschert vor sich hin und konnte mich auf keiner Seite in Spannung versetzen. Und auch die Insel Gotland, in den früheren Büchern selbst ein starker Charakter, bleibt erstaunlich blaß. Hinzu kommt, daß die Lösung aus meiner Sicht vollkommen aufgesetzt ist. Deshalb allenfalls 60 Grad.

28.02.2008 10:56:41
Jürgen Uphoff

Gestern habe ich mir es gekauft und konnte mich kaum von dem Buch trennen. Kommissar Knutas und sein Gegenüber Berg liefern sich mal wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen, auch wenn der Reporter leicht ins Hintertreffen gerät. Mari Jungstedt schafft es eine Spannung aufzubauen, die sensationell ist. Aber auch die Straßennamen und andere kleine Geschehnisse lassen den Leser immer wieder meinen, dass man zur Gemeinschaft in Visby dazugehört. Deshalb mein Rat schnell das Buch besorgen und langsam lesen und genießen.