In tiefem Schlaf

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Kopenhagen: Aschehoug, 2005, Titel: 'Under fuld bedøvelse', Seiten: 270, Originalsprache
  • Berlin: Ullstein, 2006, Seiten: 341, Übersetzt: Hanne Hammer

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Nur durch Zufall entgeht Karin Sommer einem perfekt geplanten Mordanschlag. Doch wer sollte der dänischen Lokaljournalistin nach dem Leben trachten? Auf der Suche nach einem möglichen Motiv kommt sie einem erschütternden Familiengeheimnis auf die Spur, einem Drama von Flucht und Vertreibung...

In tiefem Schlaf

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Letzte Kommentare:
29.12.2006 18:03:48
Thomas Borchert

Spannender kann eine Neuerscheinung für
deutsche Fans erlesener skandinavischer Krimikunst kaum ausfallen:
«In tiefem Schlaf» von Gretelise Holm handelt von Mord in der
Kleinstadtidylle unter dänischen Strohdächern und finsteren
Machenschaften dahinter. Wie sich das gehört. Aber originell und
fesselnd wird hier auch vom Schicksal deutscher Kriegsflüchtlinge in
Dänemark und verzweifelter Spurensuche einer Dänin fünfzig Jahre
später im gerade wiedervereinigten Deutschland erzählt.

1945 verschlug es auf der Flucht vor der Roten Armee 250 000
Deutsche in das von Krieg, Zerstörung, Massensterben und Not
weitgehend verschont gebliebene Nachbarland im Norden. Die 60-
jährige Holm weiß aus der eigenen Familiengeschichte von der
schlechten und mitunter grausamen Behandlung der Flüchtlinge bis hin
zum Verbot, ihnen ärztliche Hilfe zu gewähren oder auch Lebensmittel
abzugeben. Die Mutter der Krimiautorin, Laura Margrethe Holm,
verweigerte sich, brachte Essen in Flüchtlingslager und freundete
sich zeitlebens mit einer deutschen Mutter an.

Das hat Holm im dritten Band ihrer Serie mit der Journalistin
Karin Sommer (bisher «Ein anständiger Mord» und «Die Robinson-Morde»)
in einer klassischen Krimihandlung verarbeitet. Ein gekaufter Killer
will die ebenfalls 60-jährige Hauptfigur, eine kritische
Journalistin, für stolze 500 000 Euro ins Jenseits befördern, bringt
aber die Falsche um. Bei ihrer Suche nach dem Warum und den
Hintermännern wird Karin Sommer mit dem vergangenen Krieg der
Deutschen vor einem halben Jahrhundert konfrontiert. Und dem noch
nicht so vergangenen im Irak, an dem ihr kleines und irgendwie nicht
mehr so freundliches Land im Norden als treuer Verbündeter der USA
teilnimmt.

Wer einen spannenden Krimi voll Witz lesen und außerdem noch
wissen will, warum Dänemark sich mit markigen Kriegsteilnahmen und
betont scharfer Ausländerpolitik so markant nach «rechts» verändert
hat, ist hier genau richtig. Das fanden auch die Juroren bei ihrer
Wahl von «In tiefem Schlaf» zum dänischen Krimi des Jahres 2005. Maj
Sjöwall aus Schweden, die den sagenhaft guten Ruf skandinavischer
Krimis durch die Beck-Serie mit ihrem Mann Per Wahlöö lange vor
Mankell, Marklund und anderen selbst begründet hat, stimmt zu: «Das
ist ein sehr aktuelles Buch voller wichtiger Themen. Aber vor allem
ist es ungeheuer spannend.» Man möge die Lektüre nur an arbeitsfreien
Tagen beginnen, weil es sonst Probleme geben könne.

Für deutsche Leser hat das Buch eine besonders frappierende
Auflösung des Mordrätsels zu bieten - wird aber nicht verraten.
Schade eigentlich nur, dass die Übersetzung hierzulande viel zu
unauffällig in einer Taschenbuchreihe erschienen ist.

29.12.2006 15:28:41
Thomas Borchert

Spannender kann eine Neuerscheinung für
deutsche Fans erlesener skandinavischer Krimikunst kaum ausfallen:
«In tiefem Schlaf» von Gretelise Holm handelt von Mord in der
Kleinstadtidylle unter dänischen Strohdächern und finsteren
Machenschaften dahinter. Wie sich das gehört. Aber originell und
fesselnd wird hier auch vom Schicksal deutscher Kriegsflüchtlinge in
Dänemark und verzweifelter Spurensuche einer Dänin fünfzig Jahre
später im gerade wiedervereinigten Deutschland erzählt.

1945 verschlug es auf der Flucht vor der Roten Armee 250 000
Deutsche in das von Krieg, Zerstörung, Massensterben und Not
weitgehend verschont gebliebene Nachbarland im Norden. Die 60-
jährige Holm weiß aus der eigenen Familiengeschichte von der
schlechten und mitunter grausamen Behandlung der Flüchtlinge bis hin
zum Verbot, ihnen ärztliche Hilfe zu gewähren oder auch Lebensmittel
abzugeben. Die Mutter der Krimiautorin, Laura Margrethe Holm,
verweigerte sich, brachte Essen in Flüchtlingslager und freundete
sich zeitlebens mit einer deutschen Mutter an.

Das hat Holm im dritten Band ihrer Serie mit der Journalistin
Karin Sommer (bisher «Ein anständiger Mord» und «Die Robinson-Morde»)
in einer klassischen Krimihandlung verarbeitet. Ein gekaufter Killer
will die ebenfalls 60-jährige Hauptfigur, eine kritische
Journalistin, für stolze 500 000 Euro ins Jenseits befördern, bringt
aber die Falsche um. Bei ihrer Suche nach dem Warum und den
Hintermännern wird Karin Sommer mit dem vergangenen Krieg der
Deutschen vor einem halben Jahrhundert konfrontiert. Und dem noch
nicht so vergangenen im Irak, an dem ihr kleines und irgendwie nicht
mehr so freundliches Land im Norden als treuer Verbündeter der USA
teilnimmt.

Wer einen spannenden Krimi voll Witz lesen und außerdem noch
wissen will, warum Dänemark sich mit markigen Kriegsteilnahmen und
betont scharfer Ausländerpolitik so markant nach «rechts» verändert
hat, ist hier genau richtig. Das fanden auch die Juroren bei ihrer
Wahl von «In tiefem Schlaf» zum dänischen Krimi des Jahres 2005. Maj
Sjöwall aus Schweden, die den sagenhaft guten Ruf skandinavischer
Krimis durch die Beck-Serie mit ihrem Mann Per Wahlöö lange vor
Mankell, Marklund und anderen selbst begründet hat, stimmt zu: «Das
ist ein sehr aktuelles Buch voller wichtiger Themen. Aber vor allem
ist es ungeheuer spannend.» Man möge die Lektüre nur an arbeitsfreien
Tagen beginnen, weil es sonst Probleme geben könne.

Für deutsche Leser hat das Buch eine besonders frappierende
Auflösung des Mordrätsels zu bieten - wird aber nicht verraten.
Schade eigentlich nur, dass die Übersetzung hierzulande viel zu
unauffällig in einer Taschenbuchreihe erschienen ist.

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