Frölichs freier Fall

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • München: dtv, 2005, Seiten: 278, Originalsprache

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Sabine Reiß
Durch und durch unkonventionell

Buch-Rezension von Sabine Reiß Sep 2005

Kommissar Sebastian Frölich muss neben der Klärung des aktuellen Mordfalls, der ihm Rätsel aufgibt, auch mit Beziehungsproblemen kämpfen, denn sein Lebensgefährte Wolfgang Deus, ein Schauspieler auf dem Weg nach oben, hat (mal wieder) eine Affäre, aber dieses Mal mit einer Frau. Während Wolfgang in Paris einen Film dreht, untersucht Sebastian den Mord an Daniel Brisk, einem jungen, talentierten Maler, dessen Leiche von einer Freundin in seiner Wohnung gefunden wird. Brisant daran: Das Opfer ist der Sohn des Berliner Finanzsenators. Sein Werk besteht hauptsächlich aus Männerakten, doch auch Konventionelles findet sich unter seinen Bildern: Bilder, die denen bekannter Meister täuschend ähnlich sind. Fälschungen? Nach Ansicht einer renommierten Kunstexpertin sind es Fortführungen, die gut und gerne als Vorstudien von bekannten Originalen der Maler durchgehen könnten. Und Brisk erhielt regelmäßig Zahlungen von einem Schweizer Nummernkonto, genau wie seine Galeristin Barbara von Gützkow.

Die Lösung erscheint fast im Traum

Michael Merschmeier deckt mit seinen Figuren ein breites Spektrum ab. Sein Held Frölich ist zugleich unkonventionell und doch ein wenig bieder. Die Affäre seines Lebensgefährten macht ihm zu schaffen und er suhlt sich quasi in seiner Einsamkeit. Er liebt gutes Essen und guten Wein und arbeitet zuviel. Dazu träumt er viel und farbenreich, woran uns der Autor immer wieder teilhaben lässt. Die anderen Figuren sind weitaus exotischer angelegt, z.B. die Queen of Fashion Laureen Dashwood und ihr bisexueller Ehemann und Kompagnon Raphael Reifenberger. Sie schlürft permanent Champagner und Austern, schleppt einen Callboy mit aufs Zimmer und verpasst so die Vorlesung mit den Studenten, deren Entwürfe sowieso "only hausfrau" sind. Die Frau könnte genauso gut Trashwood heißen. Der Name eines Profikillers fiel mir ins Auge: Bernie Shlink (ja - ohne c!). Eine kleine Abwandlung des Namens eines Autorenkollegens?

Auch Berlin als Kulisse ist recht interessant und bekannt genug, als dass man das Geschehen mitverfolgen könnte. Allerdings geht es bei den Mordermittlungen nicht recht voran und das können Schauplatz und die teilweise überzeichneten Figuren nur schwer wettmachen. Zudem ist es für die Spannung nicht gerade förderlich, wenn der Mordfall Brisk schon in der Mitte des Buches gelöst zu sein scheint. Merschmeier versucht zwar Abwechslung ins Geschehen zu bringen, indem er nicht nur den Kommissar in den Mittelpunkt stellt, sondern in einer Art Parallelhandlung der Kampf um Dashwoods Modeimperium schildert, aber ob eine Verbindung zwischen diesen beiden Handlungssträngen besteht, bleibt lange Zeit ein Rätsel. Auch Kommissar Zufall muss am Ende noch bemüht werden und die Auflösung ist zwar wieder etwas rasanter im Tempo, erscheint mir aber an den Haaren herbeigezogen.

Da z.B. Maria Gronaus Roman "Weiberschläue", in dem eine lesbische Kommissarin ebenfalls in Berlin ermittelt, etwas mehr Wortwitz aufweist, würde ich diesen als Milieustudie dem vorliegenden Roman vorziehen, ganz unterhaltsam ist "Frölichs freier Fall" dennoch.

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