Das schwarze Herz

Erschienen: Januar 2000

Bibliographische Angaben

  • London: Hodder & Stoughton, 1999, Titel: 'Every dead thing', Seiten: 485, Originalsprache
  • Berlin; München: Ullstein, 2000, Seiten: 524, Übersetzt: Jochen Schwarzer
  • München: Ullstein, 2001, Seiten: 524
  • Augsburg: Weltbild, 2003, Seiten: 524

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Michael Drewniok
Buchstäblich das Gesicht verlieren ...

Buch-Rezension von Michael Drewniok Jun 2003

Im Dezember des Jahres 1996 lernt Charles "Bird" Parker, Detective des New York Police Department, den "Fahrenden Mann" kennen, einen Serienmörder von geradezu mystischer Grausamkeit. Dieser ermordet Frau und Kind Parkers auf seine ganz "persönliche", perfide Weise: Er häutet sie bei lebendigem Leibe und stellt mit den Leichen Szenen aus historischen Anatomie-Lehrbüchern des 17. und 18. Jahrhunderts nach.

Der "Fahrende Mann" möchte seinem "Publikum" auf "kunstvolle" Weise die Sterblichkeit des Menschlichkeit nahe bringen, vermutet die Psychologin Rachel Wolfe, aber das ist für Parker natürlich kein Trost. Er wird durch die grauenvolle Tat völlig aus der Bahn geworfen, quittiert den Dienst, taucht einige Monate unter, versucht sich zu fangen und beginnt vor allem damit, den Täter auf eigene Faust zu suchen - vergeblich. Aber der "Fahrende Mann" hat Parker nie aus den Augen gelassen. Als dieser nach New York zurückkehrt, meldet er sich ebenso einfallsreich wie blutig zurück und kündigt Parker weitere Morde an.

Während Polizei und FBI hektisch, aber erfolglos die Spur des "Fahrenden" aufzunehmen versuchen, ermittelt Parker, der inzwischen als "halboffizieller" Privatdetektiv aktiv geworden ist, einen scheinbar ganz anderen Fall. Die junge Catharine Demeter ist verschwunden. Ihre Freundin Isobel Barton macht sich Sorgen und heuert Parker an, sie zu finden. Offensichtlich ist sie in ihre Heimatstadt Haven im tiefen Süden der USA untergetaucht - doch wieso?

Gefährlich: der sadistisch-geistesgestörte Sohn des Paten

Zu Parkers Schrecken stellt sich heraus, dass auch die örtliche Mafia ihre Hände im Spiel hat. Sonny Ferrera, sadistisch-geistesgestörter Sohn des mächtigsten Paten der Stadt, ergötzt sich an mörderischen Snuff-Spielchen. Eine regelrechte Folter- und Mord- Industrie hat sich in seinem Umfeld etabliert, um für ständigen Nachschub an minderjährigen Opfern zu sorgen. Parker kommt einem unmenschlichen Psychopathenpaar auf die Spur, das Sonny seit Jahren "beliefert". Er kann die gesamte Kindermörder-Mafia auffliegen lassen. Niemand überlebt das anschließende Massaker, doch im Moment des Todes spielt einer der Täter einen letzten Trumpf aus: Der "Fahrende Mann" stand in Kontakt zu seinen mörderischen "Kollegen"!

Parker steht mit leeren Händen da und muss wieder bei Null beginnen. So versucht er, die "Lehrjahre" des "Fahrenden Mannes" zu rekonstruieren, da wird dieser erneut aktiv. Eine beispiellose Blut- und Gewaltorgie setzt ein; der Täter wird immer brutaler, die Abstände zwischen den Morden verkürzen sich. Außerdem beginnt der "Fahrende" mit seinen Jägern zu spielen. An Parker scheint ihm auf seine krankhafte Art am meisten zu liegen, und dieser fragt sich verzweifelt, was ihn mit dem Mörder verbinden könnte. In den Sümpfen von Louisiana nimmt er die Spur des "Fahrenden" auf, gerät dabei in einen örtlichen Gangsterkrieg, lernt einige eher zwielichtige Gesetzeshüter kennen und ist rasch in einem lebensgefährlichen Katz-und-Maus-Spiel gefangen. Mehr als einmal muss Parker seine für Freund wie Feind unerwartete Unterstützung zum Einsatz bringen: Angel und Louis, das schwule Paar aus dem Ghetto von New York, Profis in Sachen Mord und Einschüchterung, doch auch ihre (un-)heimliche Begleitung schützt Parker nicht vor der Rückkehr in den Albtraum seines Lebens ...

Durchgeknallte Massenschlächter treten sich auf die Füße

Schon wieder geht ein Serienkiller auf seine düstere Reise durch Amerika. Realitär mag dieser merkwürdige Menschenschlag ja an Zahl stetig zunehmen, doch in der Kriminalliteratur beginnen die mehr oder wenig durchgeknallten Massenschlächter inzwischen merklich auf der Stelle und einander auf die Füße zu treten.

Wie hebe ich mich als Schriftsteller von den lieben Kollegen ab, wenn ich dennoch den x-ten Hannibal-Klon auf die ahnungslose Normalbürgerschaft loslassen möchte? Richtig - ich kreiere ein Monster, das noch ein paar Umdrehungen irrsinniger und vor allem brutaler ist als seine Vorgänger. Allerdings wird es auch hier langsam schwierig, noch eine Nische zu finden, dabei originell und vor allem halbwegs realistisch (wenn man das im Unterhaltungsroman überhaupt verlangen kann) zu bleiben.

John Connelly kann erstaunlicherweise alle drei Grundvoraussetzungen erfüllen. Dass er die Komponenten dann auch noch zu einer rasanten, gleich zweifach (dazu unten mehr) höllisch spannenden und sogar psychologisch stimmigen Geschichte zusammensetzt, nimmt endgültig für "Das schwarze Herz" ein und führt dazu, dass man sich den Namen dieses in Deutschland neuen Schriftstellers merken wird.

Eigentlich tut Connolly alles, um es sich mit den Kritikern zu verderben

Dabei tut Connolly eigentlich alles, um es sich mit der strengen Kritiker zu verderben. Von Andeutungen und "versteckter" Gewalt - dann gilt sie eigentümlicherweise als legitimes Handlungselement - keine Spur. Statt dessen wird aus allen Rohren gefeuert, gestochen oder sonstwie gemetzelt, und die Zahl der auf diese Weise zu Tode gekommenen Opfer und Täter wird nur noch übertroffen durch die Zahl der mehr oder weniger (meist mehr) verwesten Leichen, die an meist höchst ungemütlichen Orten zum Vorschein kommen und deren Zustand geradezu liebevoll beschrieben wird - keine Lektüre für die Freunde des englischen Landhaus-Krimis also!

Connollys Bemühungen, einem allzu strapazierten Thema neue Aspekte abzugewinnen, tragen dennoch nicht durchgängig Früchte. "Das schwarze Herz" präsentiert eigentlich zwei separate Handlungsstränge, deren Verbindung nur locker und arg konstruiert ist. Die Entlarvung des kindermordenden Mafiosi und die Ausrottung seiner Bande gipfelt in einem furiosen Höhepunkt, der an düsterer Eindringlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Da hat der Roman aber gerade erst seine Halbzeit erreicht und die Geschichte vom "Fahrenden Mann" völlig aus den Augen verloren. So überrascht es nicht, dass der Spannungsbogen erst einmal abbricht. Nur allmählich kommt die Handlung wieder in Gang, aber sie nimmt einen völlig anderen Verlauf als bisher und entwickelt sich nicht wirklich logisch aus der Vorgeschichte.

Das klassische Kino-Monster

Allerdings heißt das nicht, dass Connolly der Versuch misslänge, das Interesse seiner Leser zurückzugewinnen. Die zweite Hälfte des Roman gehört dem "Fahrenden Mann". Die Figur wird geschickt nach dem Vorbild des klassischen Kino-Monsters eingesetzt, das am wirkungsvollsten erschrecken kann, wenn es nicht ständig ins Bild tritt, sondern sich im Schatten hält. Sparsam dosiert und dieses Mal hauptsächlich durch seine Taten, nicht durch sein Tun wirkend, gewinnt der "Fahrende Mann" tatsächlich die Qualitäten jenes biblischen Dämonen, als dessen Inkarnation er sich sieht. Dass viel von dieser Wirkung im konventionellen Finale verpufft, ist ein grundsätzliches Problem, das nicht Connolly anzulasten ist.

Auch dem Südstaaten-Schauplatz weiß Connolly neue Aspekte abzugewinnen, und sei es nur durch den weitgehenden Verzicht auf morsche Mississippi-Romantik und "In der Hitze der Nacht"-Klischees. Die Figuren sind bis auf wenige Ausnahmen wie die im südlichen Ambiente notorische, in Würde verblühte, schwergewichtig-schwarze "Big Mamma" vorzüglich gezeichnet. Wie es sich für einen Thriller auf der Höhe seiner Zeit gehört, haben auch die "Guten" durchweg mindestens einen attraktiven Knacks - das lässt sie menschlicher erscheinen und erregt außerdem die Aufmerksamkeit stets nach einer interessanten Rolle spähender prominenter Schauspieler bei einer möglichen und hoffentlich einträglichen Verfilmung. Folgerichtig wurden bereits im Roman die Rollen streng nach Proporz besetzt - der weiße Held, seine (in Grenzen) emanzipierte Gefährtin (unentbehrlich als Sympathieträgerin und vor allem als Beinahe-Opfer im großen Finale) und einige größere und viele kleine Nebenrollen für schwarze Darsteller; der Schauplatz ermöglicht es dieses Mal, auf den üblichen Alibi-Hispanier oder -Asiaten zu verzichten.

Das schwarze Herz

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Letzte Kommentare:
14.02.2012 15:40:10
tassieteufel

Charles "Bird" Parker, ein New Yorker Polizist, dessen Ehe den Bach runter geht und der seine Schwierigkeiten mit Alkohol kompensiert, muß festellen, das es immer noch schlimmer kommen kann. Nach einer weiteren Nacht in der Kneipe kommt er heim und findet Frau und Tochter brutal abgeschlachtet vor. Parker quittiert den Dienst um zunächst sein völlig zerstörtes Leben neu zu ordnen und auf eigen Faust zu ermitteln. Ab und an nimmt er als "halboffizieller" Privatdetektiv kleinere Fälle an und bekommt schließlich von seinem ehemaligen Partner den Auftrag, eine verschwundene junge Frau zu suchen. Deren Freundin Isobel Barton sucht einen vertrauenswürdigen Ermittler, der auch bereit ist, unkonventionell vorzugehen. Doch während seiner Ermittlungen stößt Parker auf einen Kinderschänderring von ganz üblen Aussmaßen in den auch die Maffia verwickelt ist und schließlich führt ihn seine Ermittlung auch auf die Spur des "fahrenden Mannes", des Serienmörders, der seine Familie getötet hat.

Ein wirklich düsterer, bedrückender Thriller, der einen trotz aller Grausamkeiten und Brutalität
förmlich an die Seiten fesselt. Die Beschreibungen der Bluttaten und die Schilderung von Gewaltakten ist sehr detailliert und teilweise schon fast an der Grenze des Erträglichen, also mit Sicherheit nichts für Zarbesaitete. Den Gegenpol dazu bilden Parkers Gedankengänge und Gefühle, die von Connolly sehr eindringlich und bildhaft beschrieben werden. Obwohl vieles das Parker tut natürlich völlig falsch ist, kann man seine Beweggründe nachvollziehen, die Figur weiß auch selbst das ihr Handeln nicht richtig ist und weiß das er mit den Folgen wird leben müssen, aber gerade das macht ihn von Anfang an sympathisch, seine Zweifel und Schuldgefühle, seine komromisslose Art, die Dinge zu regeln auch gegen das Gesetz, machen ihn zu einer glaubwürdigen Person, die man einfach mögen muß. Das ist dem Autor mehr als gut gelungen, ebenso wie das Duo Angel u. Louis ein Verbrecherpärchen im "fast Ruhestand" die Parker zur Seite stehen und ihn unterstützen. Die beiden sind ein schräges Gespann, die einen öfter zum Schmunzeln brachten und so eine oftmals düstere Geschichte etwas auflockerten.
Nach ca. der Hälfte des Buches ist der Erzählstrang um die verschwundene junge Frau und die Kindsmorde dann erstmal beendet,der Plot wendet sich Parkers Suche nach dem fahrenden Mann zu, für mich war das aber kein Bruch in der Geschichte, denn Bird Parkers weitere Entwicklung zieht sich wie ein roter Faden auch durch den zweiten Buchteil. Nach den ganzen brutalen Schilderungen um die Kindermorde, war die feucht-schwüle Atmosphäre in New Orleans dann erstmal eine kleine Auflockerung, Angel und Louis haben hier diverse Auftritte und bevor es dann wieder richtig zur Sache geht, kann man als Leser erstmal kurzzeitig aufatmen.
Beim Finale dreht Connolly nochmal so richtig auf, jede Menge Leichen und Blut, es wird am
Stück rumgeballert. Mag sein, das das nicht wirklich realistisch ist, aber es paßt zur Geschichte.
Lediglich bei der Entlarvung des Mörders hätte ich mir etwas mehr Orginalität gewünscht, ab einem gewissen Punkt zeichnet sich hier ab, wer der Täter ist und eine befriedigende Auflösung für die Beweggründe des Mörders bleibt offen.

Fazit: Nichts für schwache Nerven, dafür bekommt man Spannung pur mit einem unkonventionellen Helden der gerade deshalb überzeugt, weil er nicht perfekt ist. Grandioser Serienauftakt, der weit über dem üblichen Thriller Standard liegt!

18.07.2010 13:03:23
SJVS

Vom ersten Band an hat mich Connolly gefesselt. Die Mischung aus hard-boiled american Thriller und irischem Aberglauben geht unter die Haut, die Figuren sind liebevoll und überzeugend gezeichnet, der Wortwitz grandios. Ich habe die Bücher allerdings ausschließlich im englischen Original gelesen und hoffe, die Übersetzung kann da mithalten.
Unglaublich spannend geschrieben, mit überraschenden Wendungen, kann man das Buch kaum aus der Hand legen.
Ein Highlight sind die humoristischen Sidekicks: die beiden schwulen Killer, bei deren Auftritten nicht nur Witz sondern auch weitere Spannung in die Geschichte kommen.
Spannend bis zur letzten Seite für Menschen, die eine kleine Prise Mystik oder Aberglaube im Krimi nicht allzu übel nehmen.

24.02.2010 18:20:25
Samoa

1:0 – für Connolly… Er hat gewonnen, mein Kampf war vergeblich.

Auch wenn das Buch eigentlich zwei Geschichten enthielt, die man hätte trennen können. Obwohl die anfänglichen Zeitsprünge irritierten, weil man nie so recht wusste, ob er nun im Vorgestern, im Heute oder im Gestern ist. Trotzdem es zu Beginn den Eindruck machte, Charlie Bird Parker sei ausschliesslich der Kühnste, der Tollste, der Tapferste und der Schärfste…

Trotz alledem gelang es Connolly, unmerklich und schleichend, ein tiefes Seelenbild zu zeichnen. Von einem Ex-Cop, der gemordet hat. Von einem abgeklärten „Helden“, der zutiefst empfindsam ist. Von einem Menschen, der Frau und Kind verlor – und dadurch fast sich selbst – in den finsteren Abgründen seiner Seele. Zu pathetisch?
Keineswegs.

Denn Connolly führt seine Figur tatsächlich weit, sehr weit – hinunter in die Tiefe, in dunkle Seelenabgründe.
Der Tod ist allgegenwärtig in diesem Buch: Wo immer Bird auch auftaucht - Menschen sterben wie die Fliegen, er stösst auf Einzel-Leichen oder entdeckt ein „Massengrab“.
Und mit jedem Tod verliert sich Bird ein wenig mehr – in einer Düsternis, die ihn schlussendlich zu umfangen scheint - oder die bereits von innen strahlt…

In einem streckenweise sehr rasanten Erzähltempo, gelegentlich jedoch störend unterbrochen durch unnötig erscheinende Einsprengsel mit unzähligen neuen, aber letztendlich „unwichtigen“ Personen, wird der Leser mitgerissen, in einen Strudel tödlicher Handlungsabfolgen geworfen, mitfiebernd, mitsuchend, mitjagend - dem Mörder von Birds Familie vermeintlich dicht auf der Spur.

Mit von der Partie sind zudem zwei „schwule schwere Jungs“, die für eine wunderbare Prise Humor sorgen. Der spätere Handlungsort New Orleans sorgt für dampfend-schwüles Lokalkolorit, in dem ein Hauch Übersinnliches sinnvoll eingebettet wurde.

Alles in allem ein Buch, in dem sich Brutalität, Gewalt, Mord, Verstümmelung, sexueller Missbrauch, Mafia-Aktivitäten, Metaphysik und Serienkiller finden – aber auch eine klare, treffsichere, tiefgründige sowie poetische Sprache.
Mit einem verletzlich-gewaltbereiten Protagonisten, der zerrissener nicht sein könnte, wenn er taumelnd vor dem Abgrund seiner selbst steht.
Ein definitiv lesenswertes Buch! 93°

01.09.2009 18:25:33
annun_

In einer Dezembernacht werden die Frau und die dreijährige Tochter des Polizisten Charlie „Bird“ Parker auf grauenvollste Art und Weise umgebracht. Dieser Schlag bringt für Parker tiefe Schuldgefühle mit sich und er quittiert den Dienst, bis er irgendwann auf die Fährte desjenigen stößt, der ihm diesen Schmerz zugefügt hat. Von da an lernt Parker die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele kennen und verliert sich fast selbst darin.

Dunkel, tiefgründig und grausam – das fällt mir als erstes ein, wenn ich dieses Buch beschreiben sollte. Es zehrt an den Nerven, es verursacht Gänsehaut und macht nachdenklich. Ein gutes Buch, auch wenn es mit Sicherheit nicht für jeden leicht verdaulich ist. Ich bin kein Mensch, der sich an brutalen Szenen ergötzt oder besonders viele blutige Szenen braucht Hier ist jedoch alles passend und stimmig. Connolly´s Sprache mutet fast schon poetisch an – ich habe wohl einen neuen Lieblingsautor gefunden. Er beschreibt sehr ausführlich die Gedankengänge und Beweggründe des Protagonisten und seltsamerweise kann man diesen Mann verstehen, der Rache für das will, was seiner Frau und seiner Tochter angetan wurde. Er war mir sofort sympathisch, auch wenn er eigentlich im Fall des „fahrenden Mannes“ nur Selbstjustiz üben will. Man hinterfragt sich dann, ob man selbst nicht vielleicht genauso reagieren würde.

Nun gibt es aber auch eine Kleinigkeit, die mich etwas gestört hat und das sind die „übersinnlichen“ Empfindungen, die Charlie „Bird“ Parker, man möchte sagen - „vererbt“ - bekommt. Es tut der Spannung zwar keinerlei Abbruch und ich brauche keine reine Logik in einem Buch, aber ich könnte gut darauf verzichten. Das verdirbt mir persönlich ein wenig den Lesespaß.

Wofür ich Connolly aber ganz besonders loben muss, ist die Art und Weise, wie er die einzelnen Fäden der beiden Fälle zusammenführt. Ganz besonders gefallen mir auch Louis und Angel, das schwule Pärchen, dass fest an Parker´s Seite steht und sich sehr nützlich macht. Ohne diese Beiden wäre das Buch nur halb so schön. Mit Ihnen geht es so richtig zu Sache, wenn sie in New Orleans auftauchen und sich dort zwar mehr Feinde, als Freunde machen, sich aber nicht ins Bockshorn jagen lassen. Super ist auch, dass Parker andauernd, um es salopp zu sagen, eins auf die Fresse kriegt. Er fordert das aber regelrecht heraus und dadurch kommt man auch öfters mal zum Schmunzeln und stellt sich seinen Helden doch recht oft mit blauen Flecken, zerkratzt und blutend vor. Ganz großes Kino möchte man fast sagen. Ich bin jedenfalls begeistert und vergebe 91°.

12.07.2009 20:00:25
Wilfried

Auch wenn ich "Das schwarze Herz" teilweise recht verwirrend fand, konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Trotz einiger Hänger in der Handlung, oder wenn man so will, den Handlungen, war ich einfach begierig zu erfahren "wohin die Reise geht". Mit Bird Parker hat Conolly einen interessanten Typen erschaffen, den man durch eine morbide, düstere Geschichte begleitet.

02.05.2009 14:21:05
realsatiriker

Carly "Bird" Parker, ein Typ der genau wie die Leute die er sucht schon mit einem Bein im Knast steht, ist vom Schicksal schwer gestraft. Schließlich hat ein fieser Killer seine Frau und sein Kind auf bestialische Weise umgebracht. Das schreit natürlich nach Rache.

Aber während Parker entgegen vieler, artverwandter Romanhelden dem Saufen bereits abgeschworen hat, fühlt sich der Leser teilweise als wäre er auf LSD. Der erste Teil hat - auch wenn man immer nach den Verbindungen sucht - keine Relation zum eigentlichen Hauptplot. Dieser wiederum entfaltet anschließend keine wirkliche Spannung mehr. Es ist fast, als wenn Connolly zwei Geschichten zu einem Buch verband.

Verwirrend, verworren und keinesfalls die 95 Grad wert, die von der Krimi-Couch Redaktion verteilt wurden. Zum Glück alles subjektiv und vielleicht bin ich ja auch einfach zu stumpf, schließlich nennt "The Times" das Werk literarisch stark.

KC: 75

01.01.2009 13:49:35
Krimi-Tina

Mein erster Conolly. Ich bin lang drum herumgeschlichen, meine Befürchtung war, der ist mir zu düster.
Düster ist er auch ganz bestimmt, auch ziemlich explizit was die Darstellung der Morde anbelangt aber auch sehr spannend und mitreißend.
Charly „Bird“ Parker ist tatsächlich mal wieder ein Romanheld, mit dem man mitfühlen kann, trotz seiner Ecken und Kanten . Oder vielleicht gerade deswegen.
Das Tempo das Conolly an den Tag legt, ist beachtlich, zumindest im ersten Teil des Buches. Zum Glück ein Autor, der es nicht nötig hat, einen auf endlose Autofahrten mitzunehmen. Sondern begriffen hat, dass es in einem Buch durchaus möglich ist, erst hier und dann dort zu sein, einfach so.
Wie schon festgestellt sind es aber eigentlich 2 Bücher. Und nach dem Ende des „ersten Buches“ der Aufklärung der Serie von Kindesmorden, ist das Tempo erstmal weg. Die Luft ist völlig raus. Sogar die Sprache wird weitschweifiger. Als wäre Conolly da gesessen und hätte sich gefragt, was war da jetzt nochmal.Ach ja, wir müssen den Mörder von Frau und Kind noch finden. Entsprechend wirkt der Rest des Buches irgendwie angestückelt und die Geschichte nimmt nur sehr langsam wieder an Fahrt auf. Wir bekommen noch einige heftige Blutbäder vorgesetzt, die die Geschichte aber auch nicht so richtig voran treiben und teilweise ein bisschen aufgesetzt wirken. Um dann bei einem leider erstaunliches konventionellen und sehr vorhersehbarem Finale zu landen. Das Ganze wirkt ein bisschen so, als hätte er sein Pulver mit dem ersten Höhepunkt verschossen und dann keine rechte Lust mehr gehabt.
Es bleibt aber ein harter düsterer gut geschriebener hardboiled Krimi Mit ein paar Schwächen.
Somit bestimmt nicht der letzte der Parker Serie den ich gelesen habe. Und ich hoffe auf Steigerung. 75° wobei der erste Teil 90 verdient hat.

20.10.2008 23:42:53
frolleinvomamt

500 Seiten voller Text ohne Tempo, ansatzlos eingeführte neue Personen, am Ende sind alle tot oder zumindest schwer verwundet (an Seele und Körper).
Dynamik entsteht nur in den Metzel-Szenen.
Was den literarischen Anspruch angeht: Die Psychologisiererei führt nur zu einem Ergebnis: "Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss!"
Und so flach wie die übrige Psychologie bleibt auch die Begründung der Morde.

Ein zähes Ding, immerhin hab ich es ausgelesen.

Cool fand ich die Teile, die rund um New Orleans spielen, da kam etwas Atmosphäre auf.

12.09.2008 22:16:13
heinrich

John Connolly ist zum Glück kein Richard Laymon, er will nicht mit abartigen Schilderungen einen billigen Kitzel bei abgestumpften Konsumenten erzeugen. Ihm geht es vielmehr darum, den Kriminalroman als den modernen Ersatz für Märchen zu entmystifizieren und dem Leser aufzuzeigen, dass „das Böse“ nicht zwischen zwei Buchdeckeln stattfindet, die man nach Belieben zuklappt, wenn die Geschehnisse zu grausam werden. Wenn man die Zahl der frei laufenden Serienmörder in den USA berücksichtigt, egal ob es nun 170 oder 500 (je nach Quelle) sein sollen, sieht man das Buch mit anderen Augen. Connolly einen Roman gegen die Angstkultur derer, die Verbrechen im täglichen Leben nicht wahrnehmen, geschrieben. Sicherlich leidet das Buch an den Unzulänglichkeiten, die auf dieser Seite beschrieben sind. Deshalb brauche ich noch einen Band, um mich für oder gegen die Serie zu entscheiden.

29.07.2008 11:22:13
Le_Tartar

John Connolly hat Action-,Thriller-, und Horror-Elemente geschickt miteinander verbunden. Der Humor kommt auch nicht zu kurz: bei den Dialogen zwischen den Protagonisten konnte ich mir das Grinsen nicht verkneifen.
Sein Held Charles Bird Parker ist vom Schicksal gebeutel. Er bewegt sich am Rande der Legalität, wo er ermittelt, wird gestorben.
John Connolly ist nicht zimperlich, wenn es um Gewaltdarstellungen geht.
Das schwarze Herz ist eine "Harte-Kost-Empfehlung".

26.06.2008 15:06:08
Stefan83

Obwohl auf dem deutschen Buchmarkt noch bei weitem nicht so bekannt wie ein Ellroy, Deaver oder Harris, hört man von den meisten Lesern eines John Connollys zumeist nur wohlwollende Kritiken und Lobpreisungen in den höchsten Tönen. Ein Grund für mich mir den ersten Band der Charlie „Bird“ Parker-Reihe zu kaufen und vorzunehmen. Wurde ich enttäuscht? Definitiv nicht. Connollys knallharte, streckenweise bluttriefend brutale Sprache hat mich ebenso wie die genialen Figuren, insbesondere Parker selbst, von Seite eins an gepackt und bis zur letzten, zitternd umgeschlagenen Seite nicht mehr losgelassen. Ein fesselndes Buch, keine Frage. Den Olymp des Hard-Boiled-Krimis bzw. Thriller hat der Autor damit allerdings noch lange nicht erstürmt. Dafür ist einfach zuviel Luft nach oben. Der Inhalt ist schnell erzählt: Charlie „Bird“ Parker, Polizist in New York, sucht sich den falschen Abend aus, um seine Eheprobleme im Pub um die Ecke zu betrinken. Als er nach Hause zurückkehrt, findet er die Hölle vor. Frau und Tochter sind tot. Von einem Toten dahingeschlachtet, der sie einem mysteriösen Ritual nach im Tode angeordnet und ihnen die Haut samt Gesicht abgezogen hat. Parker, der kurzfristig selbst zum Mordverdächtigen wird, quittiert den Dienst und wird freischaffender Detektiv. Bei der Suche nach einem Kautionsflüchtling versucht er die gebrauchte Ablenkung vom „Fahrenden Mann“, wie sich der Serienmörder nennt, zu finden. Was folgt ist eine Odyssee durch die Abgründe der menschlichen Seele, bei der er schließlich einer Reihe von Kindermorden auf die Spur kommt. Und, ohne es zu diesem Zeitpunkt zu ahnen, die Fährte des „Fahrenden Mannes“ kreuzt. In gewissem Sinne ist „Das schwarze Herz“ also ein Buch mit zwei Plots, die bis kurz vor Schluss keine Verbindung miteinander zu haben scheinen, was den Leser anfangs stark irritiert und den Lesefluss stört. Das Buch mag dadurch an Tempo verlieren, an Spannung ganz sicher aber nicht. Immer wieder glaubt man die Lösung des Ganzen gefunden zu haben, bis eine überraschende und trotzdem logische Wendung einen wieder zum Anfang bringt. Wie Connolly hier mit unserer Vorstellungskraft spielt und mitunter an den Nerven zerrt, ist schlichtweg meisterhaft. Connolly beschreibt detailliert bis an die Grenze des Erträglichen, weshalb das Buch sicher nichts für zarte Gemüter ist. Im letzten Drittel sterben Figuren seitenweise und die stets allgegenwärtige Gefahr lässt den Leser auch um die Hauptprotagonisten, Bird, die wunderschöne Psychologin Rachel sowie das Dieb-Killer-Duo Angel und Louis, bangen. Die Auflösung mag den ein oder anderen überraschen, persönlich hatte ich diese Person fast seit Beginn unter Verdacht. Schade. Insgesamt ist „Das schwarze Herz“ ein Highlight des Hard-Boiled-Genres, das vor Action, Spannung und auch köstlichem Humor (Louis und Angel) nur so strotzt und den Leser das ein oder andere Mal (wenn auch meist etwas offensichtlich) in die Irre führt. Ohne Zweifel ein absolutes Must-Have für Fans des Genres und gelungener Start einer sich im weiteren Verlauf stetig steigernden Reihe.

24.06.2008 11:29:51
philipp333

durch zufall drauf gestoßen und nun zum totalen JC- fan aufgestiegen;-) dieses buch hat alles was ein thriller braucht. da es das erste aus der reihe ist muss man sich eben durch die am anfang leicht verwirrenden einführungen und zeitsprünge durchkämpfen aber danach geht richtig die post ab. die sehr detailierten charakteren kommen alle sehr gut zur geltung,die handlung wird auf bemerkenswerte weise langsam aufgebaut und alle fragen werden am ende zufriedenstellend beantwortet was ja leider bei vielen anderen thrillern oft nicht der fall ist. sehr empfehlenswert aber auch ganz sicher nichts für schwache oder zartbesaitete :-)

30.05.2008 21:20:17
Kallisto73

Ausgezeichnetes Debut, packend geschrieben, ein interessanter Held. Auch wenn vielleicht der Plot manchen zu althergebracht erscheinen mag, so kam für mich ausreichend Spannung auf. Zwar gab es irgendwann ein paar zu viele Nebenhandlungen und die Anzahl der durch und durch "Bösen" stieg rasant (und fast unglaubwürdig an: Wie kann ein Mensch so viele Böse anziehen, aber das wird im Verlauf der Serie geklärt).
Mit White Road das beste Buch mit Charlie Parker.

27.05.2008 11:24:10
ellroy.b

John Connolly schafft was manchem sogenannten Bestsellerautor abgeht:
Athmosphäre, wenngleich auch eine sehr düstere. Aber es gelingt ihm auch wirklich abgefahrene Klischees zu bemühen ohne damit zu langweilen. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen zumal trotz der Härte auch der Humor nicht zu kurz kam. Geschmacksache? Sicherlich! Lesenswert allemal.

22.04.2008 10:07:13
Dickie_Greenleaf

Wieder ein Plot, der von der bizarren Brutalität des Verbrechens lebt und seine Spannung aus der familiären Verstrickung des Ermittlers gewinnt. Nicht unbedingt das, was ich als raffiniert bezeichnen würde. Geschmacksache.

08.02.2008 19:02:53
sue82

John Connolly: Das schwarze Herz
Das Buch ist an für sich erstklassig geschrieben.
Trotz allem hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch.
Mir war das zu ausführlich Wer Wann mit Wem Was zu tun hatte. Zeitweise hatte ich keinen Überblick mehr und die Zeitsprünge haben der Spannung geschadet.

Trotz allem waren die Charaktere gut geschrieben und der trockene Humor immer an der passenden Stelle.

Alles in allem empfehlenswert.

31.01.2008 21:20:49
reinhold junesch

ein sehr tolles buch das teilweise unter die Haut geht für krimi fans ein wahrer genuss.Respekt für den Autoren . Ich werde in zukuft die andern ausgaben auch kaufen.

07.01.2008 19:15:30
Rolf.P

Ein harter Thriller und nichts für schwache Nerven.

Allerdings wird häufig zwischen den "Zeiten" hin und her gesprungen, so dass es nicht ganz einfach zu lesen ist.

Aber dennoch würde ich es mit gutem Gewissen weiter empfehlen.

06.01.2008 12:16:06
Chris.

Bei diesem Klappentext hab ich mir einen Ex-Cop auf einem Rachefeldzug erwartet. Tja, meine Erwartungen wurden nur bedingt erfüllt - und das ist gut so.

"Das schwarze Herz" würde genug für zwei oder drei Bücher hergeben. Da gibt es die Rache-Komponente, Mafia, verfeindete Familien (die überzeugte Anhänger der Vendetta sind), Auftragsmörder, Polizeigewalt, Rassismus und und und

Es ist komplex und das in mehr als einer Hinsicht. Nicht nur dass es von der Story her überzeugt, es ist auch sprachlich sehr gut. Die Zeitsprünge, die (vermeintlichen) Abschweifungen und das genauere Erläutern der Lebensgeschichte der einzelnen Personen macht es für manchereinen sicher nicht einfach zu lesen.

Die Charaktere wirken authentisch, das liegt sicherlich auch zum Teil daran, dass ihre Beweggründe und der Grund, warum sie so sind wie sie sind, ausführlich erklärt wird. Auch den "Nebendarstellern" wird Platz gewidmet. Dies und die schon oben erwähnten Abschweifungen, die vielen Details führen allerdings dazu, dass die Spannung zeitweise verloren geht.

Die eingebauten Liebesgeschichten sind nebst dem wirklich tollem Humor das Tüpfelchen auf dem i.

Gegen Ende hin lässt es aber ein wenig nach. Es ist zwar nicht enttäuschend aber auch nicht fulminant.

Fazit: lesenswert, wenn man sich die nötige Zeit dafür nimmt

31.12.2007 13:11:16
leseratte54

Nach der Inhaltsangabe habe ich was anderes erwartet. Ich hatte anfangs Probleme mich zurechtzufinden, bekam keinen roten Faden.
Zu viel Charaktere, Zeitsprünge, dass man leicht die Übersicht verliert. Der *fahrende Mann* hätte schon im ersten Teil mehr Handlung bekommen müssen.
Ich habe es im Nachtdienst begonnen und dann lieber in der Freizeit weiter gelesen. Sicher kein Buch für Zwischendurch zu lesen. Man muss sich konzentrieren. Ab Mitte der Story war ich dann auch gefesselt und vom Ende überrascht. Auf jeden Fall empfehlenswert.

14.12.2007 08:59:14
Carline

Ein herausragendes Erstlingswerk, das mich veranlasst hat, sofort die folgenden Titel des Autors zu erstehen und zu lesen.
Nach einem rasanten Einstieg verliert dieser Thriller an keiner Stelle an Fahrt und katapultiert einen durch bis zum fulminanten Showdown.
Starke Charaktere, ein mystischer Touch, trockener Humor – da stimmt einfach alles.

12.12.2007 20:03:59
Sonny

Sehr gutes Buch. Das nicht durch die ganze Story durch auf Bird´s Suche nach dem Mörder und seinem Wunsch nach Rache rumgeritten wurde, hat schon mal für die ersten Pluspunkte gesorgt. Seine unkonventionelle/illegale Vorgehensweise hat ihn mir endgültig sympathisch gemacht.
Sämliche Folgebände liegen schon auf dem SUB. Und ich freu mich drauf.

26.11.2007 22:35:18
Sonnschein

Ich hatte zwischendurch meine Probleme mit der Aufteilung des Buches und fand es erst ab der zweiten Hälfte richtig spannend. Für meinen Geschmack waren zu viele Mafiosis die über Leichen gehen mit im Spiel .Ich bin kein so großer Fan von "Mafia-Geschichten" und deswegen hat mir dieser Teil nicht so gut gefallen.
Aber Bird´s Suche (mit seinen "symphatischen Gefährten") nach dem Mörder seiner Frau und seiner Tochert hat das Buch wirklich zu einem spannenden Thriller gemacht, den ich dann nicht mehr aus den Händen legen konnte. Fazit: anspruchsvoll und mit gewisser Härte und Brutalität. 90°

19.10.2007 18:55:51
Luca

Ich lese seit knapp vier Jahren Krimis aber das war bisher der Beste.
Der erste "Bird" Parker Roman ist düster und teielweiße sehr brutal.
Kein krimi durch und durch denn es gibt duraus Fantastische elmente,das kann (und will)ich nicht von der Hand weißen aber sie machen(unter anderem)die einigartigkeit dieses Romans aus.
Charlie "Bird" Parker schafft es trotz einigen
Gesetzesübertretungen mir das ganze Buch vollkommen simpatysch zu bleiben.
Für ein erstlingswerk beachtlich gut
100%.

Gruß Luca

09.10.2007 18:19:59
Kerstin

Dieser Roman beschleunigt einem nicht nur einmal den Herzschlag und er wird einen bis aufs Tiefste seiner Seele schockieren … In diesem spannungsgeladenen Buch jagt Bird, der mit einem Berg von Leichten konfrontiert wird, einem bestialischen Killer hinterher, der seine Familie getötet hat; die Spur führt ihn zunächst nach Virginia, wo er ein verschwundenes Mädchen finden soll und Grausiges aufdeckt … weiters führt ihn die Jagd nach Louisiana, wo er mit Hilfe seiner Freunde den Killer endlich entlarven kann - in diesem Buch ist alles, einfach alles wild, böse und brutal!

24.09.2007 15:54:10
Frank

Ein phantastisches Buch.Und das in einigen Passagen auch im Wortsinn.Die Geschichte um "Bird" Parker ist komplex,hervorragend erzählt + rabenschwarz.Dieser Titel hat mich zum "Fan" des Autoren gemacht + auch mit seinen anderen Büchern habe ich nur positive Erfahrungen gesammelt.
Nebenbei führt Connolly den Beweis,daß literarische Klasse + die Gattung der Krimis sich keineswegs ausschließen.Ich überbiete die Couchrezi um 5%

24.09.2007 15:38:53
Lia

ich muss sagen, dass ich das Buch nicht besonders finde.

ich habe 3 mal probiert es zu lesen, aber es nie bis ans Ende geschafft!

ich finde es zu schwer zu lesen und bei mir baut sich irgendwie keine Spannung auf...

SCHADE!

18.09.2007 14:18:54
Andreas

Wow kann ich nicht sagen, es war mir zu langatmig und teilweise schwer zu lesen.
Insgesamt gesehen ein spannendes und teilweise brutales geschreibenes Buch mit komplexer Geschichte.

22.08.2007 18:17:23
axelp

meistens liege ich mit meiner wertung im bereich der anderen abgegebenen.
aber dieses buch ist völlig überbewertet!
ich lese viele krimis, die nicht unbedingt sehr flüssig geschrieben sind (u.a. lescroart, michael connolly, ludlum..), aber bei diesem buch mußte ich mich regelrecht durchquälen. es ist schon recht interessant, aber es gelingt connolly immer wieder die spannung mit langatmigen erläuterungen aus dem roman zu nehmen, teilweise wird es recht langatmig (mit 150 seiten wenigen wäre es vielleich ein super spannendes buch gesewen). auch die serienmorde sind immerwieder zu sehr im detail beschrieben - bei anderen autoren gibt es da wenigstens abwechslungen, hier ist alles nach dem gleichen chema gestaltet, außer daß die stellungen anders sind.
außerdem nerven die vielen gestalten, die im buch vorkommen. also wer schwierigkeiten hat, sich viele namen zu merken, der hat hier seine probleme und muß öfters zurückblättern.

24.06.2007 15:39:15
Feisti

HART !

Doch trotz dieser Härte sehr gut lesbar. Das Buch liest sich sehr flüssig, doch trotz allem muss man sehr gut aufpassen, da der Protaganist in seinen Gedankengängen gerne in die Vergangenheit springt.

Die Charakterbeschreibungen sind meist sehr realistisch. Nur die Jungs vom FBI scheinen mir etwas platt geraten.

Im Englischen gibt es inzwischen sechs Romane. Nummer sieben ist angekündigt.

Ich bin sehr gespannt, ob das Niveau gehalten werden kann.

Viel Lesevergnügen wünscht Euch

Feisti

29.10.2006 13:11:46
Hans

Wow, was für ein Buch! Nachdem ich gerade einen total enttäuschenden Krimi weggelegt hatte, nun mein erster Connolly. Der krimicouch-Rezension kann ich mich voll anschließen. Es ist mir schon lange nicht mehr passiert, dass mich ein Buch so in den Bann gezogen hat. Für nicht so zartbesaitete Krimifans ein echtes Highlight. Da musste ich einfach meine bisher höchste Wertung abgeben!

13.05.2006 15:42:53
Conny Carmichael

Endlich mal wieder ein Buch das ich nach dem Klappentext wohl nicht gelesen hätte, welches mich dann aber durch seine Vielsetigkeit positiv überrascht hat.
Der gequälte ExCop auf Rachefeldzug allein hätte mich wahrscheinlich nicht befriedigt, aber im Mix mit Mafia-Kriegen und dem einfach brilliantem Freundespaar Angel und Louis ( allein diese 2 Figuren find ich einfach nur spitze in dem Buch ) , schafft es Connolly einen Thriller zu schreiben, der fesselt, unterhält und dabei auch etwas Lokalcolorit aus New Orleans rüber bringt. In diesem Rahmen wirkt der brutale Killer gut aufgehoben, als EIN Faktor des Buches, für mich nicht unbedingt der Dreh-und Angelpunkt, und gerade das macht dieses Buch wirklich gut.
Die Happen die Connolly hier zusammengestellt hat, sind insgesamt einfach ein wirklich deftiges Menü .
Die Folgebücher von Connolly werde ich umgehend ebenfalls lesen . * Das dunkle Vermächtnis Aufschlägt*

16.03.2006 13:53:26
Anja S.

Das hier ist ein sehr spannender Thriller, der mir ein verregnetes Wochenende versuesst hat. In der Mitter, nachdem die erste Geschichte abgeschlossen ist, wird es etwas zaehfluessig, aber das aendert sich recht schnell. Leider manchmal etwas unuebersichtlich mit den unendlich vielen verschiedenen Mafiamitgliedern, die alle nacheinander sterben.

17.10.2005 10:39:17
Pete

Zuerst war ich enttäuscht, denn der Eröffnung (Ermordung der Frau und Tochter eines Cops) folgte eine völlig andere Geschichte, doch ich las weiter und wurde ab der Romanmitte durch Spannung belohnt. Sprachlich gelungen und ein insgesamt gut geknüpfter Plot. Nur leider manchmal verwirrend durch zu viele Namen. Nichts für Leute, die Serienkiller- und Mafia-Geballere-Storys satt haben.

29.08.2005 08:48:52
Pascal

Zu Beginn kam ich mir betrogen vor, denn ich hatte etwas völlig anderes erwartet. Ich dachte es geht um einen Ex-Cop auf Rachfeldzug, doch dann sucht er eine verschwundene Frau.
Je weiter man jedoch liest und je tiefer man in die Story eintaucht, erkennt man, die Komplexität der Geschichte.
Ein umfangreiches Buch, dass sich stellenweise auf „Nebenstrassen“ verliert, ohne dabei langatmig zu werden.
Insgesamt ein sehr guter Krimi, stellenweise sehr brutal geschildert, der sich auch literarisch nicht verstecken muss.

23.08.2005 19:19:12
Christian Wilkens

Meiner Meinung nach eines der Bücher ,die das Prädikat Klassiker verdienen. Hier machts die morbide Atmosphäre,selten war ich beim Lesen so gefesselt außer bei Brennen muß Salem von Stephen King, an den mich der Schreibstil irgendwie erinnert. Eines der Bücher, die nur einmal geschrieben werden. Habe gerade das neue( Die Insel)angefangen und auch hier scheinen alle Komponenten zu stimmen. John Connoly vereint die Genres(Krimi-Horror)!

08.07.2005 00:05:36
budman

ich bin mehr so der schwedenfan in sachen krimis(sjöwall/wahlöö) und muss sagen:" hut ab ". ziemlich düster und auch mit einem gewissen humor ausgestattet ist dieses buch mit einer achterbahnfahrt zu vergleichen, höhen und tiefen aber kein stillstand. die hauptfigur sowie die nebenrollen muß man einfach mögen. diese zeit hätte ich nicht besser nutzen können.

29.08.2004 19:57:43
Elisabeth O`Brien, UK

Ich habe von Connolly schon alle Bücher gelesen und warte auf das "Nocturnes", dass 2005 erscheint. Ich finde alle seine Romane packend, spannend, tiefgründig und bin ein großer Fan. Viele werden von seinen Büchern nicht gefesselt, weil sie Connolly einfach nicht kennen und nicht zwischen den Zeilen lesen. Ich habe ihn glücklicherweise kennengelernt und verstehe seine Bücher. Also lasst Euch fesseln von einem Autor, der sein Handwerk versteht und wenn manche Stellen langweilig sind, überlegt Euch warum er sie trotzdem eingebracht hat. Aber das versteht Ihr nur, wenn Ihr wisst wer John Connolly wirklich ist

06.07.2004 09:58:23
Hannelore

Mir hat dieses Buch nicht so gefallen. Zeitweise spannend, oft brutal, intelligent angelegt.... und dennoch, es hat mich nicht in seinen Bann gezogen, ich bin froh, dass ich es endlich durchgelesen habe und etwas Neues beginnen kann!

18.05.2004 16:57:31
Tristan

Hab´ das Buch noch nicht ganz durch; aber was Witziges ist mir aufgefallen: in der Ausgabe des Weltbild-Verlages schafft es dieser Verlag, den Autor konstant falsch zu schreiben, nämlich >Conolly< (Bravo!). Und ich hab´ mich schon gewundert, warum im Internet nichts über diesen Schriftsteller zu finden ist.

12.05.2004 17:04:52
remo

je länger der Roman wurde, desto spannungsloser, war mein Eindruck. Schade, zweitweilig sind echt düstere Ansätze da. Diese verlieren sich aber in einer unötigen Nebengeschichte und der aufgesetzt wirkenden Darstellung von Gewalt. Zuweilen wechsen diese Gewaltszenen mit humorvollen Sprüchen und das wirkt dann wirklich komisch.

29.02.2004 16:45:35
Harry Bosch

Von wegen verstörend und abgründig. oberflächlich und nur mäßig spannend. Reicht an Ellroy oder Connelly inn keinster Weise heran. Wer abgründiges lesen will dem rate ich zu Robert Wilson Der Blinde von Sevilla.

30.10.2003 20:59:38
tina

ich persönlich kam mit diesem buch gut klar im gegensatz zu sehr vielen anderen leuten wie mir aufgefallen ist als ich mich zu diesem buch informationen gesucht hab für ein ref für die schule nur finde ich es total hammer wenn man darüber nachdenkt ich weiß nich wie parker das aushält sicher nich in diesem buch kommt in dem bereich kreminalität alles vor was man sich nur denken kann irgentwie passen seine aufträge alle zusammen mit der balton adelaide modine der demeter den ferrera und alle denen was ich nich schlimm find ich find dieses buch gut naja ich kann jetzt noch soviel schreiben aber egal bis denne

14.10.2003 15:21:38
Abaddon

Dunkel, mystisch, verstörend.
Als ein Liebhaber von deprimierenden und melancholischen Thrillern war ich von dem Buch sehr angetan. Keine Glorifizierung von Brutalität sondern in eine gothische Atmosphäre gepackte Spannung.
Das Cover spricht für sich.
Ein Muß für jeden Fan des Genres.

02.08.2003 09:38:21
Nick

Als Fan von perfiden und abgründigen Krimis,musste ich ja irgendwann auf dieses Buch stoßen. Im Laden fiel mir erstmal nur das Cover auf und ich wusste, das wird nur 3 tage dauern. So war es und es zog mir glatt die Schuhe aus. Ich war hin und weg. Ich mochte Bird sofort und habe mit ihm gelitten. Ein gutes düsteres Buch im Wust der bla bla Serienkiller.

30.05.2003 20:10:49
Sandra

Also ich finde das Buch immer noch total spannend. Ja es ist klar dass das nichts für schwache Nerven ist, aber alle Achtung vor dem Autor. Weil mich haben nie so Polizeikrimis interessiert, doch das Scharze Herz war eines der bestwn Bücher die ich jemals gelesen habe.

08.04.2003 15:50:56
unbekannt

meiner meinung ist "das schwarze herz" ein sehr packender roman , der durch sein detailfülle , spannung und
abwechslungsreiche handlung überzeugt.
ps:alle criticker an die wand

04.11.2002 15:41:19
Frank

Eigentlich ist ein Krimi mit einem Ex-Cop nicht so mein Ding, doch "Das schwarze Herz" ist die sprichwortliche Ausnahme dieser Regel. Ich kann mich nur meinem Vorgänger anschließen: UNBEDINGT LESEN!!

19.09.2002 23:48:43
nowe

Ein sehr guter Thriller, der alles in sich hat was man sich wünscht, Mafiabanden bekriegen sich, ein fahrender Mörder zieht durch Land und killt seine Opfer nach mystischen Ritualen und mittendrin der gute Bird der gleich am Anfang des Romans alles verliert was ihm lieb war. Ein Kracherthriller der besonderen Art. LESEN