Dornröschenmord

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • München; Zürich: Piper, 2002, Seiten: 298, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 2003, Seiten: 298, Originalsprache

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Sabine Reiß
Zu viele Zufälle machen die Geschichte plump

Buch-Rezension von Sabine Reiß Jan 2004

Malina Maltzan befindet sich in ihrer Beziehung mit Edward von Habelsberg in einer Krise, denn er gibt ihr nicht die Perspektive, die sie sich wünscht. Die Konsequenz: Am Morgen nach dem Streit hat sie seine Koffer gepackt und setzt ihn vor die Tür und er zieht sich gekränkt zu seiner Mutter zurück.

Beruflich läuft es für die Privatdetektivin zumindest ein wenig besser als privat: Für eine Filmproduktion soll sie die Vita eines Arztes überprüfen, über den ein Dokumentarfilm gedreht wurde. Dr. Grasser hat scheinbar schon viele Dinge gemacht, er war nicht nur Ingenieur und ist praktizierender Arzt, sondern auch Schauspieler. Da nun Zweifel aufgekommen sind, ob dies alles mit rechten Dingen zugeht, soll Malina Maltzan ermitteln.

Zur gleichen Zeit wird München durch mehrere Morde erschüttert. Bereits drei Frauen wurden getötet und dann mit Rosenöl einbalsamiert. Malina ist geschockt, als sie in einem alten Fotoalbum von Edward die Frauen auf Fotos erkennt - mit allen hatte er in der Vergangenheit eine Beziehung.

Und ein neuer Verehrer tritt in ihr Leben. Ein Mann spricht sie im Kaufhaus an, als sie gerade dabei ist, einen Staubsauger zu kaufen. Als Malina mit ihrer Freundin Dorothee einen Wochenendurlaub verbringt, stellt sich heraus, dass er der Hotelier ihres Domizils ist. Bald entwickelt sich mehr zwischen den beiden, aber Malina ist beunruhigt, denn auch er kannte zumindest das letzte Opfer. Und vor Malinas Tür liegen immer wieder Rosen, geschmückt mit einem Fragment eines Gedichts...

Kommissar Zufall

Zu viele Zufälle oder zu viele falsche Fährten, da neigen die beiden Verfasserrinnen fast ein wenig zur Leserverdummung. Nicht nur, dass Malinas Exgeliebter Edward mit den drei toten Frauen in der Vergangenheit eine Beziehung hatte, nein, der Hotelier hat sich von der Innenarchitektin seine Wohnung stylen lasse, beim Arzt lag das Krankenblatt des zweiten Opfers und auch der Redaktionsleiter bei der Filmproduktion war mit der Innenarchitektin befreundet gewesen. Es ist schon ein plumpes Vorgehen, wenn sich fast jeder, der in der Geschichte erwähnt wird, verdächtig verhält bzw. etwas geheim hält, da wird auch nicht vor Malinas Freundin Dorothee oder Edwards Mutter haltgemacht.

Weiterlesen muss man dennoch, man ist einfach gespannt, was sich das Autorenduo noch in diese Richtung ausdenkt und schließlich hat man bis kurz vor Ende noch keinen Schimmer von der Identität des Mörders, aber ein eingefleischter Krimileser wie ich ist dennoch enttäuscht.

Schicki-Micki-Krimi

Die Story würde ich fast in die skurrile Ecke stecken, aber ob sie da auch landen sollte, da bin ich nicht sicher. Die Figuren sind überzeichnet und alles ist schicki-micki. Malina hat ein schniekes Büro in einem Gebäude, in dem auch die Creme de la Creme sitzt und dass sie dringend einen Auftrag braucht, um ihre Rechnung bezahlen zu können, davon erfährt man erst in der Mitte des Buches.

Insgesamt lässt sich die quirlige Geschichte locker lesen, aber wenn ich etwas richtig abgedrehtes lesen will, dann greife ich lieber zu Charlotte MacLeod oder meinetwegen noch Dorothy Cannell. Das hier war zwar ganz nett, aber für mich nur eine halbe Sache. "Dornröschenmord" ist meiner Meinung nach ein Buch für Leser, die mit Krimis bisher wenig in Berührung gekommen sind, denn unter einem spannenden Plot stelle ich mir etwas anderes vor.

Dornröschenmord

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Letzte Kommentare:
03.05.2009 22:32:52
Pünktchen

Bisher macht es mir Spass... leicht zu lesen. Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, bemerke ich die stilistischen Ungeschicktheiten viellecht nicht so gut wie jemand, dem Deutsch die Muttersprache ist. Ich bin ein Krimi- Fan, mal sehen ob ich auch Anna Kalmans Fan werde. Aber die Kommentare anderer Leser entmutigen mich doch ein bisschen.

14.05.2006 17:22:05
wokuku

Ich habe nach ca. 50 Seiten zu lesen aufgehört. Zu konstruiert klangen die Sätze, wie gezwungen und gefeilt. Das hatte nichts von einer gewissen Leichtigkeit. Es laß sich eher wie ein Gewürge aus Worten und Sätzen in das man aus intelektueller Größe noch ein Wort reinpressen muß. Fazit: Schrecklich!

26.06.2005 19:07:28
Jane Doe

"und schließlich hat man bis kurz vor Ende noch keinen Schimmer von der Identität des Mörders"

Das stimmt nicht... Ich hatte den Verdacht schon ziemlich rasch - mag aber daran liegen, dass ich zuerst das andere Buch von Kalman gelesen habe und von daher die irreführenden Spuren schon gewöhnt bin.
Ändert aber nichts daran, dass das Buch nicht sehr aufregend ist - vor allem ist es stilistisch kein großes Vergnügen.

28.01.2005 11:23:40
Amethyst

Ein Frauenroman à la Hera Lind, der sich als Krimi tarnt. Verglichen mit den Beziehungsproblemchen der Hauptfigur verblaßten sämtlich Morde, die Suche nach dem Täter geriet immer mehr in den Hintergrund, dafür kamen die unglaublichsten Dinge über sämtliche Protagonist/Innen ans Licht. Der Täter wurde eher durch Zufall entlarvt, doch wenigstens konnte die Heldin mit ihremTraummann glücklich werden.