Die Macht der Bilder

Erschienen: Januar 2001

Bibliographische Angaben

  • Zürich: Haffmans, 2001, Seiten: 506, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003, Seiten: 505, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2004, Seiten: 505, Originalsprache
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005, Seiten: 505, Originalsprache

Couch-Wertung:

47°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91°-100°
0 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:88.5
V:1
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":1,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":1}
Sabine Reiß
Eine deutsche Kay Scarpetta sucht man vergebens

Buch-Rezension von Sabine Reiß Sep 2003

Was Quincy für das Fernsehen ist, das sind Kay Scarpetta und Tempe Brennan für die Literatur, denn in dieser Sparte sind sie die beiden bekanntesten Vertreterinnen der Gerichtsmedizin bzw. Forensik. Dass Gerichtsmediziner in Amerika in großem Maße an Ermittlungen teilnehmen ist zwar wohl nicht an der Tagesordnung, aber immerhin rechtlich möglich. Nicht so in Deutschland - und dennoch mischt sich die Protagonistin von Renate Kampmanns Erstling als Oberärztin am Rechtsmedizinischen Institut der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf kräftig ein. Eine Oberärztin gibt es tatsächlich an diesem Institut und diese war Vorbild für die Figur der Dr. Leonie Simon, in ihrer Funktion, nicht mit ihrem Lebenslauf.

Die Frauenleichen, die nach und nach gefunden werden, sind seltsam hergerichtet, fast schon wie Kunstwerke drapiert. Leonie möchte und muss sich beweisen, denn sie hat ihren Job gerade erst angetreten. Als die Schwester des bekannten Thrillerautors Georg Bachmann an sie herantritt und sie bittet, sich mit ihrem Bruder zu treffen, kann sie nicht nein sagen. Es ist beklemmend, denn Georg Bachmann hat Visionen, in denen er die Morde voraussieht, was ihn natürlich zur Nummer Eins unter den Tatverdächtigen kürt. Leonie gerät in eine Zwickmühle, denn sie beginnt eine Affäre mit Georg und als eine DNA-Probe von ihm aus dem Institut verschwindet, leidet ihr Ruf beträchtlich. Dazu kommen noch die Querelen mit den ermittelnden Beamten, allen voran einem Schönling namens Kaminsky, und ihre privaten Probleme, denn auch in ihrer Vergangenheit spielt ein Mord eine nicht unbedeutende Rolle...

Das Thema Rechtsmedizin ist faszinierend, denn nicht umsonst stürmen die Bücher von Patricia Cornwell die Bestseller-Listen. Die Versprechung, die beim Lesen des Klappentextes hier allerdings gemacht wird und animiert, zu diesem Buch zu greifen, wird nicht gehalten, eine deutsche Kay Scarpetta sucht man hier vergeblich. Die Story ist einfach zu früh durchschaubar, auch wenn die erste Idee der Autorin gar nicht so schlecht ist.

Wenn ein versierter Krimileser den oder die Täter leicht ausmachen kann, ist allerdings noch nicht alles verloren, aber wenn weitere Mankos hinzukommen, dann leidet der Lesespaß: Man kann sich nur fragen, warum gerade der hölzerne Stil bei einem deutschen Roman bemängelt werden muss. Vielleicht merkt man gerade hier, dass es sich um den Erstling von Renate Kampmann handelt, eine Tatsache, die bei übersetzten Romanen nicht so schwer ins Gewicht fällt, wenn der Übersetzer seinen Job versteht. Dieser schreibt zwar das Buch nicht, ist aber meines Erachtens auch für einen flüssigen Stil verantwortlich.

Renate Kampmann hat sicherlich gut recherchiert, aber mit der Verwendung von Fremdwörtern übertreibt sie zudem ein wenig. So ist z.B. Leonies Vater "moribund" (S. 310), die tote Frau war schon "präfinal" (S. 324) und ähnliches. Auch die Beschreibungen von Personen missfallen mir:

 

"Dittberner, der jüngste der Truppe, war ein alerter, beflissener Softie-Typ, hinter dessen schwiegermutterkompatiblen Plüschlächeln Leonie beinharten Ehrgeiz und Intrigantenqualitäten vermutete." (S. 11)

 

Alles in allem ist "Die Macht der Bilder" kaum empfehlenswert und das Ende, bei dem auch noch mystische Elemente herhalten müssen, trägt neben den schon genannten Argumenten noch dazu bei. Die Zeit kann man besser nutzen.

Die Macht der Bilder

Die Macht der Bilder

Deine Meinung zu »Die Macht der Bilder«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
24.02.2009 16:35:00
iceblue-eyes

Die Kritik von Frau Reiss kann auch ich nicht nachvollziehen. Ich fand den Krimi klasse, sehr spannend und irgendwie authentisch.Besonders gut gefällt mir, dass ich als Hamburgerin die Orte des Geschehens kenne und somit Dr. Leonie Simon bei ihren Unternehmungen bildlich "begleiten" kann.Gleich danach habe ich das 2. Buch "Schattenreich" gelesen, dass an manchen Stellen vielleicht langatmig scheint, aber ich bin genauso begeistert. Das Buch, bzw. die Bücher kann ich nur empfehlen!

14.05.2008 15:07:54
antoenchen123

Ich finde diesen Thriller sehr angenehm und Spannend ! Auch wenn es hier mit einem übersinnlichen Thema zu tun hatte, bei dem sich heute noch die Gelehrten streiten ob es nun stimmig ist oder nicht, finde ich dieses Buch nicht so überzogen wie z.B. die amerikanischen und engl. Bücher, die sich mit der Thematik Pathologie auseinandersetzen ! Gerade die letzten Cornwell kann man ja nur noch bedingt verkraften ! Ein sehr empfehlenswertes Buch - für meinen Geschmack !

23.10.2007 10:57:43
bluegrey28

Ich habe das Buch gestern beendet und war bis kurz vor Schluss eigentlich ganz angetan. Irgendwann hat es auch bei mir *klick* gemacht, wer dahinter steckt. Die Sache mit dem Synonym fand ich dann eher lächerlich, man hat auf den ersten Blick gesehen, wie der richtige Name lautet.

Insgesamt eigentlich prima zu lesen, aber die Auflösung *grusel*, arg an den Haaren herbeigezogen. Aber Frau Kampmann bekommt noch eine zweite Chance bei mir ;-).

09.10.2007 08:50:41
Jessica

Ich habe selten so ein schlechtes Buch gelesen! Sie immitiert Stephen King so offensichtlich, dass es kaum auszuhalten war. Und dann gibt sie ihren Darstellern auch noch ähnliche Namen. Unglaublich schlecht gemacht...

23.07.2007 20:42:03
Sonja Z.

Ich finde dieses Buch genial. Das "zweite Gesicht" des Autors Bachmann gibt allem die Würze. Ich werde mit Sicherheit ein Fan von Renate Kampmann, weil ich ihren Schreibstil sehr gut finde.
Dass Leonie Simon einen geheimnisvollen Hintergrund hat, ihre Härte dem Vater gegenüber, erschreckt mich manchmal, aber tragen wir nicht alle auch solche Züge in uns?
Ein interressantes Buch. Bitte weitersagen.

20.11.2006 13:48:52
musicfreak1401

Die Kritik von S. Reiss ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Ich bin alles andere als ein Bücherwurm und habe \'Die Macht der Bilder\' im Urlaub am Strand gelesen, nachdem mir die Zeitschriften ausgegangen sind. An zwei Strabdtagen habe ich den Krimi verschlungen, sehr kurzweilig und spannend, der Schreibstil war keinesfalls hölzern, und die Personenbeschreibungen interessant und vielsagend. Mit solchen Werken können auch Kaumleser wie ich wieder Spass an der Sache bekommen! Meine Freundin ist auch von den anderen beiden Kampmann-Krimis hellauf begeistert, für mich bedeutet das Lesespass im nächsten Urlaub. Hoffentlich erscheinen weitere Krimis mit Leonie Simon!!

19.09.2006 11:50:56
dyke

Endlich wird die überzogene Gerichtsmedizin ala Reichs, Hayer, Cornwell auf den Boden der Tatschacne zurückgeholt.
Für diesen Mut allein ist die Autorin zu loben.
Insgesamt ein ansprechendes, eher ruhiges Buch, mit einer vollziehbaren "Heldin".
Auch wen der Täter bald erkennbar ist und der Esoterik-Anteil etwas fragwürdig, eine Autorin die Lust auf mehr macht.

30.10.2005 16:31:22
Dr. Svenja Schmidt

Das Buch ist ein typischer deutscher Krimi: etwas schwerfällig in der Ausdrucksweise, eine Protagonistin, die sich trotz Ihrer privaten Umstände gerade noch so durch den Job schleppt, schlappe Bullen, die nicht beißen und eine Handlung, die man locker auf die Hälfte der Seite komprmieren könnte.
Aber Reante Kampmann hat den Mut, der vielen deutschen AutorInnen fehlt. Sie kämpft gegn den schlechten Ruf des deutschen Krimis und weiß trotz der oben genannten Bemerkungen zu überzeugen: eine nette Handlung, ein gelungenes Setting und abwechslungsreiche Strategien machen das Buch lesenswert. Weiter so.

07.08.2005 18:24:18
Christi

Ich habe mich erst auch etwas schwer getan mich in das Buch einzulesen konnte es dann aber nicht mehr aus der Hand legen. Die Sache mit dem Täter ist schon richtig ich hatte ihn auch länger in Verdacht aber man konnte auch andere Personen nie ganz ausschließen. Das Buch ist spannen auch wenn ich meine Probleme damit habe das sich zwei Gehirne zu einem verschmelzen aber schließlich ist es ein Roman und kein Sachbuch ich werde doch noch das Schattenreich lesen man will ja wissen wer die Mutter von Leonie getötet hat.

03.08.2005 14:31:01
Katharina

Ein einmaliges Buch wie ich finde. Ebenso wie der Nachfolger. Beide Bücher habe ich in kürzester Zeit gelesen, ja regelrecht verschlungen. Ich bin noch Schülerin, 17 Jahre alt und habe mein Praktikum in der Gerichtsmedizin gemacht. Durch eine gute Beziehung zu dem Chef des Hamburger UKE (Abteilung der Gerichtsmedizin) habe ich von dem zweiten Werk erfahren, da er Mitbeteiligter an dem Werk war. Das erste fiel mir mehr oder weniger durch Zufall in die Hände. Das Zweite lies nicht lange auf sich warten und das dritte ist bestellt....einmalige Bücher, spannend und packend. Freue mich jetzt schon auf weitere Bände!

01.08.2005 22:43:18
Brigitte

Ich habe zuerst "Schattenreich" gelesen, und das war wahrscheinlich gut so. Daher war ich aus der "Vorausschau" neugierig auf die "Vergangenheit". Die Visionsgeschichte bleibt mir angesichts der angeblichen Recherchen der Dr. Simon schlussendlich zu oberflächlich. Aber insgesamt gehört das Buch mit Sicherheit in die Rubrik \' Nicht aus der Hand legen\'. Zur Zeit lese ich auch skandinavische Krimis, u.a. von Anne Holt, und ich muss sagen, dass diese dort vorherrschende düstere Stimmung im Gegensatz zu den Grundstimmungen von Kampmann steht. Hier wird man nicht unterhalten, sondern depressiv. Dann doch lieber Hamburg...

20.03.2005 00:10:14
snoozer

Ehrlich gesagt verstehe ich die ziemlich schwache Wertung nicht so ganz, denn soo schlecht ist das Buch sicher nicht, wie Sabine Reiss uns das oben erzählen will.

Sicherlich überschreitet die Protagonistin Leonie Simon Ihre Kompetenzen und sicherlich ist das in Deutschland nicht üblich.

Mir doch wurscht ! Ist doch nur ein Roman.

Ich fand den Stil auch nicht gerade hölzern oder übertrieben mit Fremdwörtern gespickt. Den Stil fand ich gut, die Schilderugen der Personen haben mir eigentlich auch gefallen, auch wenn mir aufgefallen ist, dass Frau Kampmann gerade was die Beschreibung des Aussehens der Männer in ihrem Roman angeht, oftmals auffällig ins Detail geht.

Zustimmen muss ich, dass es geübten Lesern schnell klar wird, wer denn der Täter sein muss, ABER die Krimi Couch-Rezensentin Frau Reiss geht oben überhaupt nicht darauf ein, dass Renate Kampmann immer wieder ziemlich geschickt versucht, den Leser auf falsche Fährten zu locken, obwohl man schon längst glaubt, zu wissen, wie der Hase läuft.
Mehr als einmal habe ich bei diesem und jenem gedacht "Hm, oder ist es etwa doch der ?"

Das Ende ist sicherlich nicht so schön. Dieser Mystik-Müll wird von Frau Reiss zu Recht bemängelt. Diese seltsamen Visionen Bachmanns haben mich schon das ganze Buch über zum Stirnrunzeln verleitet, aber am Ende wird es dann doch übertrieben und verleitet zum Augenbrauenhochziehen.

Spannend ist das Buch durchaus.
Ich habe es gerne gelesen und kann es auch empfehlen, auch wenn es nicht gerade zu meinen Top10 des Jahrhunderts zählt.

13.01.2005 09:59:51
Mara

Also ich fand das Buch Macht der Bilder einfach super. Es ist echt spannend und ich kann es nur weiter empfehlen. Natürlich werde ich auch "Schattenreich" von ihr lesen und ich habe gar keine Zweifel das dies nicht auch so spannend und ist wie Macht der Bilder.

04.01.2005 18:07:32
Steffen

Ich habe "Die Macht der Bilder" grade beendet und mir darauf hin "Im Schattenreich" sofort bei Amazon bestellt. Natürlich ist mir als Leser klar das es vermutlich keinen Rechtsmediziner gibt der seine Kompetenzen der Art überschreitet um in polizeiliche Ermittlungen ein zu greifen, aber die Detailgenauigkeit mit der die Autorin ihr angeignetes Hintergrundwissen in das Buch legt und die Spannung die (auch wenn man Vermutet wer der Täter ist) sich von Kapitel zu Kapitel steigert, macht dieses Buch sehr lohnenswert!

22.08.2004 15:38:12
an.nie

Bin der Meinung das, das eines der spannensten Bücher ist, die ich bisher gelesen habe! Allerdings war ich doch echt enttäuscht, das durch zwei Situationen schnell klar wurde, wer der eigentliche Mörder sein kann, und es am Ende dann so war! Die Geschichte ist faszinierend keine Frage und ob das bei uns in der Rechtsmedizin so ist, wie dort beschrieben wird, hat mich nicht so gestört. Spannend war es auf jeden Fall!

27.06.2004 18:46:43
steph

Ich finde das Buch toll, kann es nur empfehlen. Bin auch ein großer Fan von Kay Scarpetta. Alle Fälle von K. Scarpetta sind total fesselnd und dieses deutsche Werk ist es auch. "Im Schattenreich" will ich auf jeden Fall auch lesen.

24.04.2004 13:43:55
jackknife

Die Macht der Bilder hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ist Euer Nichtgefallen Grund dafür, daß Ihr das neue Buch von ihr, "Im Schattenreich" gar nicht erst aufgelistet habt? Das ist aber bedauerlich.
Lieben Gruß jackknife

13.11.2003 18:42:14
Antje

die deutsche Antwort auf Kay Scarpetta? naja wohl nicht ganz...weil es bei uns ein anderes System ist als in Amerika...aber trotzdem gut lesbar gewesen.