Die Tiefe: Verloren
- rororo
- Erschienen: Mai 2026
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Nur nicht darüber nachdenken.
In Mecklenburg-Vorpommern geht ein Serientäter um. Bereits sieben Opfer hat er auf dem Gewissen und die Polizei tappt immer noch im Dunkeln. Die Mannschaft rund um Tom Engelhardt und Mascha Krieger finden einfach keine Verbindung zwischen den Toten und es ist zu befürchten, dass der Mörder noch nicht aufhört. Und tatsächlich wird ein achtes Opfer gefunden. Jetzt kommt der Fall ins Rollen, doch erst spät wird klar, dass sich auch Mascha in höchster Gefahr befindet.
Spannend, bis man darüber nachdenkt
Wie gewohnt wird der Fall im dritten Band gelöst. Und wie gewohnt müssen Babyface, Duke, Tom, Mascha, ihr unbeliebter Bruder und der Rest der Soko ermitteln. Vom Aufbau und Stil gibt es also nichts Neues. Doch dieses Mal hat Karen Sander etwas zu viel Fantasie walten lassen, denn sie präsentiert eine Lösung, die nur dann noch spannend ist, wenn man nicht darüber nachdenkt. Tut man das, wird man sehr viel Unlogik und Realitätsverlust finden. Das macht das ganze Buch zunichte, das eigentlich bis zum Finale recht packend war. Damit man aber dennoch nicht völlig entnervt die Serie abschreibt, endet Sander mit einem enormen Cliffhanger, der im Nachhinein enttäuschte Leser wohl doch noch bei der Stange halten soll.
Privat tritt man auf der Stelle
Natürlich darf auch in diesem Band das Private nicht fehlen. Tom und Mascha haben sich als Paar geoutet und erleben nun die Einschulung von Romy. Doch das ist auch schon fast alles, was es hier zu berichten gilt. Zwar wird das Familienleben noch einmal gehörig durcheinander gebracht, doch so richtig fesselnd ist diese Wendung nicht.
Fazit
Natürlich ist „Die Tiefe – Verloren“ ein Muss, wenn man die beiden Vorgängerbände gelesen hat. Doch die Realitätsferne und Unlogik der Lösung machen nur wenig Lust auf mehr von Karen Sander. Allerdings sorgt die mit einem enormen Cliffhanger dafür, dass man es sich vielleicht doch noch einmal anders überlegt.

Karen Sander, rororo



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