Die Tiefe: Verblendet
- rororo
- Erschienen: Februar 2026
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Weniger wäre mehr gewesen.
Die Ermittlungen im Fall der getöteten Familie gehen auf dem Darß weiter. Auch der Mord an der Ärztin aus Anklam ist noch nicht gelöst. Und in Teterow muss sich KOK André mit dem vermeintlichen Suizid eines Mannes beschäftigen. Viel zu tun für die Polizei. Dann wird eine weitere Tote gefunden und bald stellt sich heraus, dass alle Taten wohl zusammenhängen. Doch nicht nur das, noch eine Erkenntnis erschüttert das Team um Tom Engelhardt.
Umständlich und wenig ergiebig
Obwohl einiges geschieht, dreht sich die Geschichte irgendwie im Kreis. Und das erzeugt nicht gerade viel Spannung. Immer wieder werden die Erkenntnisse durchgekaut, genauso, wie der Inhalt der ständig präsenten Bäckertüten. Karen Sander schafft es nicht, die Leserschaft wirklich an das Geschehen zu fesseln. Alles dümpelt so vor sich hin, bis es zum Schluss auf einmal rasant schnell geht und gleich zwei Erkenntnisse das Ganze aus einem anderen Licht erscheinen lassen. Doch bis dahin muss man tapfer durchhalten und sich von den alten Problemen nicht zu sehr nerven lassen.
Die üblichen Schwierigkeiten
Zumindest Mascha und Tom machen ihre Beziehung endlich publik. Doch das geschieht in einem so groß angelegten Theater, dass man es kaum fassen kann. Ansonsten tritt Alles auf der Stelle: Björns Bein schmerzt, Holger ätzt, die anderen Kollegen wurschteln wie gewohnt vor sich hin und die Frage nach Maschas leiblicher Mutter stellt sich immer noch. Für den abschließenden Band dieser Trilogie muss sich Karen Sander schon ganz schön ins Zeug legen, um hier noch was zu reißen.
Fazit
Kaum Spannung im zweiten Teil der Trilogie. Das Geschehen wird heruntergespult ohne dass es Höhepunkte gibt, auch wenn der Schluss neue Erkenntnisse bringt. Für den Abschluss muss Karen Sander viel zulegen, um die Leserschaft zu animieren, eventuelle weitere Bücher rund um Mascha und Tom zu lesen. Und die werden wohl kommen, denn Maschas persönliches Problem ist noch sehr lange nicht gelöst.

Karen Sander, rororo


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