Das kalte Herz von Oxford (Ein Fall für DI Wilkins 2)
- Goldmann
- Erschienen: Mai 2026
- 3


Einblick in tiefe Abgründe.
Rachel Clarke war nur kurz abgelenkt, doch das hat gereicht, dass ihre 4-jährige Tochter Poppy verschwinden konnte. DI Ray Wilkins und die Oxforder Polizei machen sich sofort an die Arbeit. Die Suche im sommerheißen Oxford nimmt alle mit, besonders Ray, der sie leitet und zudem auch noch werdender Vater ist. Sein Ex-Kollege Ryan Wilkins dagegen arbeitet als Nachtwächter in einem Autoverleih. Doch er wäre nicht Ryan, wenn er nicht dennoch ermittelt. Ein Vorkommnis lässt ihn nicht los und er vermutet einen Zusammenhang mit Poppys Verschwinden. Beiden Wilkins ist klar - je mehr Zeit vergeht umso unwahrscheinlicher ist das Auffinden einer lebenden Poppy.
Getrennt und doch gemeinsam
Es ist nicht unbedingt notwendig, den Vorgängerband gelesen zu haben. Mason zeigt die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere von Ray und Ryan auch in diesem Buch ganz deutlich. Und gerade diese machen abermals den Reiz dieser Serie aus. Doch dieses Mal bekommt die anscheinend so gefestigte Fassade von DI Ray Wilkins Risse. Er tut sich mit der Schwangerschaft seiner Frau und den Ansprüchen seines Vaters schwer und fühlt sich fast unfähig, die Ermittlungen zu leiten. Ryan hingegen ist pragmatisch wie immer. Doch er kann nicht einfach zusehen, wenn er einen Verdacht hat und zudem ein Kind in Gefahr ist. Während Ray wieder die bekannt feine Seite von Oxford repräsentiert, führt uns Ryan wieder in die sozial schwierigen Gegenden mit Kriminalität und gesellschaftlich scheinbar abgehängten Menschen. Es wird klar, dass beide Wilkins nicht ohne einander können und wir erhalten diesbezüglich am Ende des Buches auch die Bestätigung, dass es mit den beiden weitergehen wird – wie auch immer.
Mehr Krimi als beim letzten Mal
Während im ersten Band der Serie die beiden Protagonisten im Vordergrund standen, wird uns dieses Mal mehr Krimi geboten. Die Suche nach Poppy gestaltet sich schwierig. Es gibt Hinweise, die dann doch nicht zum Ergebnis führen – und das gleich mehrmals. Und es geht beiden Wilkins so – Ray auf offizieller Seite in der feinen Gesellschaft von Oxford und Ryan inoffiziell auf der sozial abgehängten. Die Wendungen machen den Fall dann auch undurchsichtig und packend. Die Lösung ist erschreckend, kehrt manches Vorurteil um und lässt die Leserschaft vielleicht betroffen zurück.
Fazit
Eine gelungene Fortsetzung der Serie! „Das kalte Herz von Oxford“ bietet mehr Krimi als der Vorgängerband, lebt aber dennoch von den beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten. Man kann schon gespannt sein, wie es mit Wilkins und Wilkins weitergehen wird.

Simon Mason, Goldmann


Deine Meinung zu »Das kalte Herz von Oxford (Ein Fall für DI Wilkins 2)«
Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer und respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Bitte Spoiler zum Inhalt vermeiden oder zumindest als solche deutlich in Deinem Kommentar kennzeichnen. Vielen Dank!