Eisfalle (John Kaunak 2)
- Aufbau - Taschenbuch
- Erschienen: September 2025
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Unter dem Eis wird es heiß.
Roland Muller konnte mit dem ersten Band der Grönland-Serie überzeugen. Protagonist John Kaunak und natürlich das eiskalte Setting haben Lust auf mehr gemacht. Jetzt hat der Autor mit „Eisfalle“ nachgelegt, einem Thriller, der uns dieses Mal unter das Grönländische Eisschild führt.
Ein Einsatz am Limit
Tief unter dem Grönländischen Eisschild liegt Camp Century, die vor Jahren von den Amerikanern verlassene Basisstation, vollgestopft mit toxischen Hinterlassenschaften. Jetzt muss sich ein Forscherteam dorthin aufmachen, weil abnormale Messdaten Sorgen bereiten. Dann verschwindet dieses Team spurlos, nur ein führerloses Hundegespann kehrt zurück. John Kaunak und sein neues Team der SPEC-M werden zu einer Rescue-Operation losgeschickt. Was sie unter dem Eis finden, ist so unglaublich, wie bedrohlich. Für John und sein Team wird es lebensgefährlich, denn sie kämpfen gegen einen starken Gegner.
Eiskalte Spannung
Die Story ist von Anfang an packend. Und es bleibt spannend, bis klar ist, was hinter dem mysteriösen Verschwinden der Wissenschaftler und ihren grönländischen Begleitern steckt. Dann dreht sich das Geschehen etwas im Kreis und es wird ziemlich blutig bis brutal. Somit schwächelt der Mittelteil des Buches etwas, auch weil eine etwas konstruierte Verstrickung zusätzlich eine Rolle spielt. Ganz weg ist die Spannung aber nie, weil Muller zwischen verschiedenen Perspektiven wechselt und damit der Leserschaft einiges zum Nachdenken gibt.
Neues Team steht in den Startlöchern
Während im ersten Band der Serie hauptsächlich John Kaunak vorgestellt wurde, wird jetzt ein komplett neues Team eingeführt. Hier hat Jeder und Jede eine eigene Fähigkeit und Macke. Das macht die Mitglieder des SPEC-M interessant. Neben John geben Astrid, Stig und Nuka wirklich alles – auch manchmal in einer Grauzone. Man kann gespannt sein, wie es mit ihnen weiter geht.
Ein einmaliges Setting
Roland Muller lebt sein Faible für Grönland wieder voll aus. Uns beschert ein Kopfkino in Dauerschleife. Nicht nur die unglaubliche Schönheit der Natur auf dem Eis sorgt dieses Mal für ein einmaliges Setting, auch die Eistunnel tief unter der Oberfläche kurbeln die Vorstellungskraft an. Auch wenn man im wohlbeheizten eigenen Wohnzimmer sitzt, glaubt man die Kälte, den Wind und das bedrohliche Whiteout zu spüren. Und dann ist da noch der Bezug zur bedauerlichen Realität, die aktuell nicht sehr aufbauend ist. Die Rivalität um die Hoheit in Grönland wird ebenso angesprochen, wie auch die bedrohliche Erderwärmung und die sozialen Probleme der Region.
Fazit
„Eisfalle“ ist ein hochaktueller Thriller, der die „Grönland-Serie“ rund um John Kaunak fortsetzt. Roland Muller schafft es zwar nicht, eine durchgängig hohe Spannung zu halten, doch die Geschichte ist packend und macht Lust auf mehr von John Kaunak und seinem Team.

Roland Muller, Aufbau - Taschenbuch


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