Die Kommissarin und die blutigen Spiegel

  • Lübbe
  • Erschienen: Juli 2022

- Taschenbuch

- 320 Seiten

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Marcel Zenk
79°

Krimi-Couch Rezension vonNov 2022

Blutrünstige Morde und einfühlsame Momente

Eine junge Frau wird tot aufgefunden. Ihre Leiche weist brutale Spuren auf. Außerdem wurde sie vergewaltigt. Es gibt mehrere Verdächtige in ihrem persönlichen Umfeld. Doch dann finden Antje Servatius und ihre Kollegen vom KK11 Köln ein weiteres Todesopfer. Offenbar nimmt der Täter vergangene Morde als Vorbild für seine Taten. Welcher Mörder kopiert 20 Jahre alte Morde? Und warum? Das Ermittlerduo Antje Servatius und Rudi Seidel ermitteln in ihrem zweiten Fall.

Wendungen und Cliffhanger

Wie gewohnt gestalten die Autoren Neubauer und Strotmann ihren Krimi mit einem einfachen und flüssigen Schreibstil. Der Kriminalfall beinhaltet zahlreiche Wendungen. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, was zum Markenzeichen der Autoren geworden ist. Spannung können sie.

Nebenplot auch. Wie in ihrem letzten Buch greifen die Autoren das Privatleben von Antje auf, die alleinerziehend ist und eine chronisch kranke Teenager-Tochter hat. Kira leidet unter infantiler Zerebralparese, einer Lähmung, wodurch ihr Körper bewegungsgestört ist. Dieser Nebenplot erweist sich als gelungener Ausgleich für den Kriminalfall.

Besonderer Nebenplot

Der Leser bekommt einen authentischen Einblick in die Gefühlswelt von Kira, da nun aus ihrer Sicht erzählt wird. Wie sie damit Lebt, nicht so zu sein wie alle anderen, die einfach ihr Leben in einem gesunden Körper verbringen. Zudem hütet sie ein Geheimnis vor ihrer Mutter. Dann taucht plötzlich ihr Vater auf, der die Familie während Kiras früher Kindheit verlassen hat.

Alles in allem ein nicht ganz gewöhnlicher Kriminalfall mit ordentlicher Spannung. Die Besonderheit liegt hier im tiefgründigen Nebenstrang des Romans, mit einer interessanten Familienkonstellation und dramatischen Momenten in Antjes und Kiras Leben.

Fazit

Eine Kombination zwischen jugendlicher Frische und erfahrener Krimi-Routine bescheren Neubauer und Strotmann einen überaus gelungenen zweiten Teil ihrer Krimireihe. Die Autoren erschaffen etwas Einzigartiges. Nicht, weil das Buch einen vor lauter Spannung fesselt, sondern weil man es auch mal aus der Hand legen und nachdenken kann.

Die Kommissarin und die blutigen Spiegel

, Lübbe

Die Kommissarin und die blutigen Spiegel

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