Das Manuskript

Erschienen: August 2020

Bibliographische Angaben

- OT: Camino Winds

- aus dem Englischen von Bea Reiter

- HC, 368 Seiten

Couch-Wertung:

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Jörg Kijanski
Rückkehr nach Camino Island

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Sep 2020

Die erfolgreiche Autorin Mercer Mann möchte ihre große Lesereise mit einem letzten Auftritt auf Camino Island beenden. Dort betreibt Bruce Cable den Buchladen „Bay Books“; kultureller Hotspot der Insel. Am Vorabend der geplanten Lesung gibt Bruce eine große Feier für seinen Literaturzirkel, bei dem Mercer natürlich der Stargast ist. Doch in Wirklichkeit sind alle in Gedanken bei Leo, jenem Hurrikan, der sich der beliebten Urlaubsinsel bedrohlich nähert. Am nächsten Tag scheint die Katastrophe unvermeidbar, und so wird die Evakuierung der Insel befohlen. Nur wenige Einheimische bleiben zurück, darunter Bruce und der Student Nick Sutton, der aktuell im Buchladen aushilft.

Leo schlägt mit voller Wucht zu, mehrere Tote sind zu beklagen. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Bob Cobb, der ebenfalls auf der Insel zurückblieb, begeben sich Bruce und Nick zu dem Haus des Bestsellerautors Nelson Kerr, der tot in seinem Garten aufgefunden wurde; offenbar hat ihn ein herumfliegender Ast erschlagen. Doch warum hielt sich Nelson bei dem Unwetter überhaupt mitten in der Nacht im Garten auf? Die Polizei ist mit dem Chaos auf der Insel überfordert, sodass die drei Freunde zunächst den Leichnam bewachen. Derweil sieht sich Nick in Kerrs Haus um und findet verdächtige Blutspuren im Wohn- und Badezimmer. Als er sich daraufhin den Kopf von Kerr noch einmal ansieht, stellt er fest, dass es offenbar drei Schläge waren. Bob, der vorbestraft ist und daher nichts mit der Polizei zu tun haben möchte, gesteht seinen Freunden, die letzte Nacht mit einer atemberaubenden Schönheit namens Ingrid verbracht zu haben. Allerdings trennte man sich im Streit, woraufhin Ingrid davonlief - zu Nelson Kerr.

„Du glaubst wirklich, jemand ist mitten in einem Hurrikan der Kategorie 4 hergekommen, hat Nelson im Wohnzimmer überrascht, ihm eins über den Schädel gezogen, seine Leiche nach draußen geschleppt, versucht, das Blut zu beseitigen, und dann die Flucht ergriffen?“

Da weder die durch den Hurrikan überlastete Inselpolizei noch die Florida State Police dem vermeintlichen Mord übermäßige Aufmerksamkeit schenken, wendet sich Bruce gemeinsam mit Nelsons Schwester Polly an eine mysteriöse Sicherheitsfirma, die den Todesfall untersuchen soll. War hier eine Auftragskillerin am Werk? Und wird sich eine Spur zu den Hintermännern in Nelsons aktuellem Buchmanuskript finden?

Die Fortsetzung der Bruce-Cable-Reihe

Drei Jahre ist es her, da sich Mercer Mann bei Bruce einzuschleichen versuchte, um verschwundene Manuskripte zu finden. Damals handelte Mercer im Auftrag jener Sicherheitsfirma, die Bruce nun selbst um Hilfe bittet. Somit kommt es im zweiten Teil der Bruce-Cable-Reihe nicht nur zu einer erneuten Rückkehr nach Camino Island, sondern auch zu einem Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren, wie etwa den Mitgliedern des Lesezirkels der Insel. Wie schon beim Vorgänger gibt es tiefe Einblicke in die Literatur- und Verlagswelt, zudem wird ausgiebig kulinarischen Genüssen zugesprochen. Wer den ersten Teil der Reihe (Das Original) nicht kennt, kann problemlos einsteigen, denn dieser wird hier umfangreich wiedergegeben.

Darüber hinaus beschreibt Bestsellerautor John Grisham ebenfalls sehr ausführlich die verheerenden Auswirkungen des Hurrikans, welche das Inselleben längere Zeit aus den Angeln heben. Nach Durchsicht des letzten Manuskripts von Nelson Kerr ist klar, wohin die Spuren führen, sodass besagte Sicherheitsfirma beauftragt werden kann. Später, zum großen Finale, wird sogar das FBI hinzugezogen. Der Kern des Ganzen soll nicht vorweggenommen werden, nur so viel: Es geht um ein milliardenschweres Geschäft, besser gesagt: um einen ebenso schweren Betrug mit diesem.

Fazit

Die Grundidee ist durchaus ansprechend, allerdings bleibt man als Leser meist außen vor. Die Dinge nehmen ihren Lauf, über Ergebnisse wird - Wiederholungen inklusive - informiert, aber man ist nur selten „live“ dabei. So entsteht eine gewisse Oberflächlichkeit, die den Lesespaß einschränkt. Auch Bruce erfährt meist nur über Dritte, was geschieht, wenngleich die Fäden bei ihm zusammenlaufen. So wirkt Das Manuskript stellenweise mehr als Bericht denn als Roman.

Das Manuskript

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Letzte Kommentare:
14.09.2020 12:08:50
nordkommission

Das ist der mit Abstand schlechteste Roman von John Grisham. Der Plot, der in diesem Fall ganz ohne Gericht und Anwälten auskommt, ist dermaßen langweilig, dass ich nach gut der Hälfte aufgegeben habe.
Enttäuschend!

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beendet: William Gay: Stoneburner (90°) LESEN!!
beendet: Anders Roslund: Geburtstagskind (75°)
beginne: William Gay: Provinzen der Nacht
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