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Stephanie Manig
Reporterin wirft einen Blick in tiefe familiäre Abgründe

Buch-Rezension von Stephanie Manig Apr 2020

Die in Köln lebende Autorin Carla Berling hat sich zunächst als Selfpublisherin einen Namen gemacht, bevor ihre Krimi-Reihe um die Zeitungsreporterin Ira Wittekind vom Heyne Verlag entdeckt und komplett neu publiziert wurde. „Pechmaries Rache“ ist der inzwischen fünfte im Heyne Verlag erschienene Krimi aus der Reihe.

Darin blickt die Mittfünfzigerin Ira Wittekind in familiäre Abgründe, die sie Stück für Stück enthüllt. Auf dem Hof der Matriarchin Lilo Wolf, über den Ira gerade eine Reportage schreibt, ist vor Jahren ein tragisches Unglück geschehen. Und nur kurze Zeit nach Iras erstem Besuch sterben dort gleich zwei weitere Bewohner unter mysteriösen Umständen. Die Reporterin beginnt zu ermitteln.

Der Schauplatz des Buchs ist Rehme, ein tatsächlich existierender Stadtteil von Bad Oeynhausen in Ost-Westfalen. Die aufmerksamen Bewohner des dorfähnlichen Fleckchens Erde sind es auch, die Ira Wittekind in ihren Ermittlungen erheblich voranbringen.

Ostwestfälische Originale und kulinarische Spezialitäten

Lokalkolorit wird bei Carla Berling groß geschrieben. Der in den Dialogen oftmals verwendete Dialekt ist allerdings auch für alle nicht plattdeutsch sprechenden Leser problemlos verständlich. Der Humor kommt in diesem Krimi ebenfalls nicht zu kurz, was insbesondere den betagten Schwestern Tante Sophie und Tante Friedchen zu verdanken ist, die gemeinsam mit Ira auf Hof Eskendor in Rehme leben - und guten Gewissens als ostwestfälische Originale bezeichnet werden dürfen.

Dieses Buch lebt von seinen handelnden Personen, die sich Carla Berling mit viel Liebe zum Detail erdacht hat. Egal ob die flippige Taxifahrerin Coco, die schon erwähnten Tanten oder selbst der Pudel Tante Erna – all diese und weitere Figuren hauchen der Geschichte Leben ein. Damit man als Leser den Überblick behält, werden im vorderen Innenteil des Einbands die sechs Hauptakteure steckbriefartig mit ihren Eigenschaften und Eigenheiten vorgestellt, während eine Landkarte im hinteren Innenteil des Einbands für die nötige Orientierung vor Ort sorgt.

Auch aus kulinarischer Sicht ist dieser Roman ein Exkurs nach Ostwestfalen, denn auf Hof Eskendor wird viel und gern für die Region typisches Essen gekocht.

Miträtseln erwünscht

Auf keiner der 352 Buchseiten hat die Langeweile eine Chance. Das liegt sowohl am flüssigen Schreibstil der Autorin, als auch an der Tatsache, dass sie die Spannung bis fast ganz zum Schluss aufrechterhalten kann. Auf dem Weg dorthin rücken gleich mehrere Verdächtige in den Fokus von Ira Wittekind, den Ermittlern und selbstverständlich den Lesern – miträtseln ist also durchaus erwünscht.

Nun fragt man sich ja bei Krimireihen, ob es zwingend notwendig ist, alle vorherigen Bände in chronologischer Reihenfolge gelesen zu haben oder ob man auch ohne Vorkenntnisse in – wie hier – Band Nummer fünf einsteigen kann. Die Antwort: Man kann Letzteres bei der Ira Wittekind-Serie vollkommen problemlos. Das Buch lässt selbst die Leser, die die vorherigen Teile nicht kennen, an keiner Stelle ratlos zurück.

Fazit:

Inwiefern die Zusammenarbeit der Presse mit der Polizei und die Herausgabe von Interna nah an der Realität ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Unterhaltsam ist das Ganze aber allemal.

Pechmaries Rache

Pechmaries Rache

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