Still ruhen die Toten

Erschienen: April 2020

Bibliographische Angaben

Claudia Hahn (Übersetzung)

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Carola Krauße-Reim
Den Plot kenne ich doch ?!

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Aug 2020

Mit „Still ruhen die Toten“ legt Vielschreiberin Rachel Caine den vierten Band der ursprünglich als Trilogie konzipierten Stillhouse-Lake-Serie vor. Gwen Proctor ist auf der Suche nach dem vor drei Jahren spurlos verschwundenen Studenten Remy Landry. Ihre Ermittlungen führen sie in eine Sekte, die auch vor Gewalt und Unterdrückung nicht zurück schreckt. Als ihre Familie in tödliche Gefahr gerät, ist Gwen auf die Hilfe ihrer Feinde aus Stillhouse Lake angewiesen.

Wer den dritten Band der Serie kennt, kennt auch den vierten

Eine Trilogie besteht per definitionem aus drei Büchern, und so war ich etwas verwundert, dass ein weiterer Stillhouse-Lake-Thriller erschienen ist. Die amerikanische Leserschaft dieser Reihe scheint sich aber vor Begeisterung so sehr zu überschlagen, dass die Autorin die Trilogie kurzerhand zu einer Serie erklärt hat. Ich kann diese Begeisterung beim besten Willen nicht teilen.

Schon nach den ersten Kapiteln von „Still ruhen die Toten“ hatte ich das Gefühl ein bereits gelesenes Buch noch einmal vor mir zu haben. Hier ist alles, wie im Vorgängerband „Wenn die Hoffnung stirbt“ - und der hat mich schon nicht vom Hocker gehauen. Aufbau, Protagonisten, Ablauf und sogar der Ausgang sind mit „Still ruhen die Toten“ identisch, lediglich die initiierende Geschichte ist eine andere, sonst – alles bekannt.

Wieder einmal muss Rambo-Mutter Gwen ihre Lieben beschützen

Als Frau eines Serienkillers hat es Gwen wieder einmal mehr nicht leicht. Wer die ersten Bände kennt, weiß das schon zur Genüge. Wer jetzt erst einsteigt, wird es schnell kapieren, denn es wird so fingerdick auf‘s Brot geschmiert, dass gefühlt der ganze Thriller nur daraus besteht. Ob nun nachvollziehbar oder nicht - die Welt will den Tod von Gwen und ihrer Familie. Die muss deshalb einmal mehr um ihr Leben kämpfen, was dann leider aber nur im gewohnten Stil abläuft – Schusswechsel, Körperverletzungen, verbale Attacken, Flucht in ein weit entferntes Hotel, akute Gefahr für das Leben einiger Familienangehöriger – alles nichts Neues und auch noch in der gleichen Reihenfolge.

Die eigentliche Geschichte rund um den verschwundenen Studenten dient dabei nur als Aufhänger und braucht so auch extrem lange, bis sie einigermaßen in Gang kommt. Leider ist dadurch von Spannung oder gar einem Spannungsbogen nichts zu spüren. Das Geschehen plätschert für Neueinsteiger nur so vor sich hin und für Kenner ist es, aus den schon erwähnten Gründen, einfach nur langweilig bis komplett öde. Auch stilistisch ist kein Fortschritt zu vermerken. Wieder greift Caine auf das probate Mittel zurück, ganze Kapitel aus der Sicht von Sam, Gwens Lebenspartner und der Teenie-Kinder Lanny und Connor erzählen zu lassen. Wiederum passt die Autorin die Sprache nur leidlich dem Alter der Protagonisten an. Welcher 13-Jährige sagt schon „In seiner Anwesenheit verschiebt sich die Realität“?

Eine Sekte, wie aus dem Bilderbuch

Wenn dann endlich die Handlung zum Kern des Buches kommt, keimt im Leser die Hoffnung auf, dass doch wenigsten jetzt nicht nur Klischees gedroschen werden und ein kleines bisschen Thrill aufkommt, aht man ja immerhin einen Thriller vor sich. Doch diese Hoffnung stirbt sehr schnell, denn hier wird alles serviert, was zum „Sekten-Menü“ gehört: Ein Guru, dem alle huldigen müssen, hirnlos unkritische Anhänger, Aufmüpfige in den eigenen Reihen und natürlich eine aus der Sekte Geflohene, die nun unbedingt mundtot gemacht werden muss. Eigentlich weiß der Leser schon was kommt, bevor er es gelesen hat. Dieser Verdruss wird noch durch den schlichten Schreibstil gefördert, denn die Dialoge sind so platt, dass sie einfach überhaupt keinen Spaß machen.

Fazit:

In „Still ruhen die Toten“ erfährt absolut nichts eine Entwicklung. Hier wird alles im gewohnten Stil abgespult. Langeweile ist hier noch die positivste hervorgerufene Emotion, denn streckenweise hat es mich richtig wütend gemacht, als Leser für so dumm verkauft zu werden. Für mich besitzt dieses Buch den Status von Altpapier - und genau dahin wird es auch wandern.

Still ruhen die Toten

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