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Jörg Kijanski
Rasanter dritter Teil der Kapstadt-Reihe

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jun 2019

Privatdetektiv Fish Pescado wollte eigentlich mit seinem Nachbarn Flip Nel einen kleinen Angeltörn unternehmen, doch Nel hat andere Pläne. Auf offener See bindet er sich mit einem Kabel an einem Anker fest, wirft diesen über Bord und stürzt in die Tiefe des Meeres. Fish ist geschockt, doch damit fängt ein neues, intensives Abenteuer erst an.

Nel war Polizist und arbeitete am Fall „Caitlyn Suarez“, einer amerikanischen Bankerin, die in den letzten drei Jahren die Geliebte des südafrikanischen Energieministers Victor Kweza war, der wiederum vor zwei Wochen in seinem Haus erschlagen wurde. Die Spuren deuten auf Suarez als Mörderin hin und so bittet diese Fish, den wahren Mörder zu suchen.

„Es gibt ein paar Dinge, die ich Sie fragen muss. Persönliches über Sie und ihn, über Mr. Kweza.“

„Zum Beispiel?“

„“Wie Sie sich kennenlernten. Wie lange Sie sich kannten. Familie. Freunde. Feinde.“

„Viele Feinde. Von ganz oben angefangen.“

„Wen meinen Sie?“

„Den Präsidenten.“

Fish gerät in den Fokus der Polizei und landet zunächst im Gefängnis wegen des unklaren Todes von Nel. Während seine Freundin Vicky Kahn versucht, ihn aus dem Gefängnis zu holen, wird diese von ihrer Spielsucht eingeholt. Henry Davidson vom Geheimdienst, bietet ihr einen Deal an.

Man begleicht ihre Schulden, wenn Vicky noch einmal für den SSA arbeitet, dem sie vor einiger Zeit gekündigt hat. Ein hochrangiger Wissenschaftler will auspacken. Es geht um einen Handel mit radioaktiven Uran und noch ehe sich Vicky und Fish richtig verstehen, in was sie da hineingezogen werden, sind sie alle am Start: FSB, CIA, FBI, Mossad, ISIS …

Ein herrliches Durcheinander

So ganz stimmt es jedoch nicht, dass alle Geheimdienste der Welt wieder am Start sind. Doch der Reihe nach. Mike Nicol versucht die Genres Kriminal- und Agentenroman zu vermischen. Dies gelingt zwar mehr oder weniger, jedoch finden Anhänger des jeweiligen Genres zwangsläufig Autoren, die sich strikter an die Regeln ihres jeweiligen Faches halten.

Was wie ein Krimi beginnt, der erfolgreiche Mordanschlag auf einen Minister, wird schnell zu einem Fall von internationalem Terrorismus. Soll angereichertes Uran an den Iran verkauft werden oder eine Atombombe in Europa gezündet werden? Schnell verlieren die Leser, gemeinsam mit den beiden Protagonisten, den Überblick.

Wie bei Agentenromanen üblich, bewegt sich vieles im Ungefähren. Andeutungen, halb zu Ende gesprochene Sätze, Nebelkerzen allerorten. Anfangs wäre man schon froh, wenn man wüsste, auf welcher Seite die einzelnen Nebenfiguren stehen. Uran für den Iran, aber vom Mossad keine Spur? Derweil will der südafrikanische Präsident in ein Atomgeschäft mit Russland einsteigen, aber auch der FSB ist nirgends zu sehen. Oder doch? Immerhin werden am Ende die meisten Fragen beantwortet, wenngleich eben nicht alle.

Wer die „Rache-Trilogie“ von Mike Nicol kennt, der erfährt ein Wiedersehen mit Mace Bishop, der neben Pylon Buso den Dreiteiler prägte. Nun arbeitet Bishops Tochter als Personenschützerin für Suarez, was später erneut ihren Vater auf den Plan rufen wird. Der Schauplatz der Handlung, sprich Südafrika, wird eher landschaftlich, denn politisch vorgestellt. Mehr in Andeutungen arbeitet sich der Autor an einem nach wie vor faulen System ab; mit vereinzelten Rückblicken in dessen jüngere Vergangenheit.

Fazit:

Für Südafrika-Fans ist Mike Nicol ein Autor, der seit geraumer Zeit zu den bekannten Genregrößen dieses Landes gezählt werden darf. Oft wechselnde Schauplätze sorgen für Tempo, und mit Action wird nicht gespart. Der Mix aus Krimi und Agentenroman ist zwar gewöhnungsbedürftig, dass nicht alle (wichtigen) Rätsel gelöst werden, dürfte aber bei einigen Lesern stärker zu Punktabzügen führen. Aber so ist die Welt des Terrorismus und der Geheimdienste halt: Undurchsichtig.

Sleeper

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