Die letzte Witwe

Erschienen: August 2019

Bibliographische Angaben

Fred Kinzel (Übersetzer)

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Almut Oetjen
Blut, Boden und Botulismus

Buch-Rezension von Almut Oetjen Okt 2019

Nach drei Jahren, in denen Karin Slaughter die beiden Einzelromane „Die gute Tochter“ und „Ein Teil von ihr“ sowie ein paar Kurzgeschichten veröffentlicht hat, kehrt sie mit „Die letzte Witwe“ zurück zu ihren beliebten Serienfiguren Will Trent und Sara Linton, von denen wir zuletzt in „Blutige Fesseln“ von 2016 gelesen haben. Es ist der neunte Roman mit Will Trent. Wenige Monate zuvor wurde die in Zusammenarbeit mit Lee Childs entstandene Story „Goldwäsche“ nebst einer Leseprobe zu „Die letzte Witwe“ veröffentlicht. In „Goldwäsche“ wie auch „Die letzte Witwe“ ermittelt Will Trent verdeckt unter dem Namen Jack Phineas Wolfe.

Den Fokus auf die Opfer einstellen

Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin Sara Linton und Agent Will Trent vom Georgia Bureau of Investigation sind zu Besuch bei Saras Familie in Atlanta, als sie eine schwere Explosion in der Nähe hören. Sie wollen Verletzten helfen. Die erweisen sich jedoch als die für das Bombenattentat verantwortlichen Terroristen. Mit ihnen im Wagen sitzt Michelle Spivey, eine Epidemiologin des CDC, die vor einem Monat entführt worden ist und auf Sara einen schwer traumatisierten Eindruck macht.

Will kann ein paar der Männer töten oder verletzen, wird dabei jedoch selbst verletzt. Sara wird gezwungen, mit den Terroristen zu fahren, weil diese sie als Ärztin brauchen. Es zeigt sich schnell, dass die Terroristen etwas weitaus Schlimmeres vorhaben als den Bombenanschlag. Will überzeugt noch während seiner Versorgung im Krankenhaus seine Chefin Amanda Wagner, ihn nicht krank nach Hause zu schicken. Er will sich in die Terror-Organisation einschleichen. Den Ausgangspunkt für die Ermittlungen Wills und seiner Kollegin Faith Mitchell bilden die Spuren, die Sara gelegt hat.

Terror, Tod und Liebe

Die populäre Thriller-Autorin bewegt sich auf gewohntem Terrain. Die Leichenbuchhaltung bekommt ordentlich zu tun. Darüber hinaus zeichnet sich das Buch durch klinisch genaue Beobachtung von Details aus. Drei Aktivitäten sind erheblich leichenintensiv, der Bombenanschlag an der Emory University, ein Massenmord im Hinterland und das Finale. Da Amokläufe und Attentate mit hoher Anzahl an Toten in den USA mittlerweile zum Alltag gehören, ist Slaughters Vorgehen nur folgerichtig. Handelt es sich doch um einen Thriller mit starker Erdung von Personal und Handlung.

Der Autorin gelingt es sehr gut, normale Leute zu zeigen, die irgendwie durch den Alltag und ihre Beziehungen kommen müssen. Da Sara der einzige Mensch ist, mit dem Will offen über seine Gefühle sprechen kann, macht er sich einen Eintrag im Zeitplaner, so dass er nicht vergisst, jeden Montag mit ihr über etwas zu sprechen, was ihn bedrückt. Er muss nicht nur die Terroristen überleben, sondern auch eine intensive Begegnung mit Saras Mutter Cathy. Sie wird einmal beschrieben als Stinktier, dass in Wills Richtung sprüht.

„Dash verkörperte das, was sich ein Dummkopf unter einem klugen Mann vorstellte.“

Terroristenführer Dash und seine Blut-und-Boden-Truppe, die Invisible Patriot Army (IPA), sind angetreten, das Land zu reinigen, die korrupte Gesellschaft zu vernichten. In charakteristischer menschlicher Widersprüchlichkeit äußert sich der selbst ernannte Sozialreiniger recht bald als Rassist und Sexist. Päderast Dash tötet einen Vergewaltiger in den eigenen Reihen, weil die Vergewaltigung nicht der Sache dient. Alles muss, erfahren wir, seine Ordnung haben.

Um die weiße Vorherrschaft durchzusetzen, braucht Dash Michelle Spivey. Er will Botulinumtoxin als höchst effektiven Kampfstoff einsetzen. Slaughter lässt sich in diesem Zusammenhang informativ auf ein paar Seiten über Botulismus aus.

Erzählerisches Highlight

Der Prolog ist hervorragend im Timing und der Ausführung sowie der Behandlung einer Mutter-Tochter-Beziehung. Zugleich werden Erwartungen der Leser düpiert. Eine Mutter macht sich in dieser Szene zuerst während eines Einkaufs in der Drogerie, danach auf dem Parkplatz Sorgen um ihre elfjährige Tochter. Beide Male erweist sich die Sorge als unbegründet, führt im ersten Fall jedoch auf eine bemerkenswerte Kombination aus Gedanken der Mutter und Dialog mit der Tochter, beim zweiten Mal dann auf die Pervertierung einer Erwartungshaltung. Slaughter spielt hier satirisch mit Standardmotiven.

Mit dem Übergang auf Kapitel 1 folgt ein Szenenwechsel, der eins der Motive aus dem Prolog geschickt wieder aufgreift und ebenfalls eine Subversion erzeugt. Diese Szene und die daran anschließenden Handlungsteile über rund hundert Seiten werden multiperspektivisch erzählt, teils mit Übereinstimmungen oder leichten Variationen in den Dialogen, und spielen während einer runden halben Stunde.

Man kann sich natürlich fragen, ob im Zuge dieser spezifischen Textmontage so viele Dialoge wiederholt werden müssen. Aber das Verfahren Slaughters ist hilfreich beim Synchronisieren während der Lektüre. Wir bekommen so den Eindruck, im Kopf der jeweiligen Person zu sein, unverkleidete Emotionen zu erleben, und als einzigen Anker die narrativen Bausteine zu haben, die sich wiederholen. Dieser Erzählblock gehört mit zum Besten, was Slaughter bisher gemacht hat, nicht, weil er kompliziert ist, sondern weil die komplizierten Szenenteile hervorragend choreografiert sind. Slaughter verbindet über die Textmontage mehrere Handlungsorte beziehungsweise Perspektiven einzelner Personen intelligent miteinander. Wenige Minuten werden so auf vielen Seiten stark ausdifferenziert dargestellt.

Fazit:

Karin Slaughter hat mit „Die letzte Witwe“ ihren bislang besten Roman veröffentlicht, in dem es um rechten Terror, neurotische Mutter-Tochter-Beziehungen und die einfühlsam und gelungen beschriebene Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Sara Linton und Will Trent geht. Die Charaktere und die Handlung sind dynamisch beschrieben. Auf ihrem schnellen Erzählpfad findet Slaughter noch die Zeit, Themen zu verhandeln. Dazu gehören Frauenfeindlichkeit, weiße Vorherrschaft, Familie, sexueller Missbrauch von Frauen und Kindern, Korruption und die Politisierung des Rechtssystems.

Die letzte Witwe

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Letzte Kommentare:
30.10.2019 16:07:15
gerlisch

Die letzte Witwe von Karin Slaughter
Der 7. Fall für Sara Linton und Will Trent aus der Georgia Reihe

Inhalt:
Mitten am helligten Tag wird die Wissenschaftlerin Michelle Spivey auf einem Parkplatz eines Einkaufzentrums vor den Augen ihrer Tochter entführt. Ein paar Wochen später wird sie im Emory-Krankenhaus mit einem Blinddarmdurchbruch entdeckt.
Sara und ihr Partner Will verbringen ein Wochenende bei ihren Eltern als es zu schweren Explosionen auf dem Krankenhausgelände kommt. Auf dem Weg dorthin kommen sie auf einen Verkehrsunfall daraufzu der ihnen sehr suspekt vorkommt, es handelt sich um eine Falle, Sara wird entführt.

Meinung:
Karin Slaughter versteht es immer wieder in ihren Thrillern von Anfang an Spannung aufzubauen. Dies gelang ihr auch in diesem Buch, wobei ich allerdings fand, das sich die Handlung in der Mitte etwas in die Länge zog. Auch die Story um die Entführer, das Leben im Neo-Nazi-Dorf und der finale Angriff fand ich etwas "drüber". Nichtsdestotrotz en toller Thriller, der zum Ende nochmal richtig spannend wurde.
Der Wechsel zwischen Action und Emotionen ist sehr gelungen. Sara und Will sind mir weiterhin sympatisch und ich bin sehr gespannt wie es mit den beiden weitergeht.

Fazit:
Gerne vergebe ich 5 Sterne für das Talent so eine Story aufzubauen.

29.10.2019 11:11:41
Reinhold

Die gleichen Sachverhalte von drei Personen in teilweise identischer Formulierung schildern zu lassen, ist eine impertinente Weise, die Seiten zu füllen. Wenn Rezensenten das als tollen Erzählkniff feiern, ist das nur lächerlich. Die Bezeichnung "Thriller" ist hier wieder einmal völlig unangebracht, ebenso wie Fitzeks Lobeshymne auf dem Umschlag. Angst? Herzrasen? Schlaflosigkeit? Im Gegenteil, das Buch ist ein perfektes Schlafmittel!

28.10.2019 07:29:19
anyways

Mitten am Tag wird die anerkannte Wissenschaftlerin Michelle Spivey auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums, im Beisein ihrer elfjährigen Tochter entführt. Zwei Wochen später fehlt von ihr immer noch jede Spur, bis sie ganz plötzlich in der Emory-Universitätsklinik auftaucht. Kurze Zeit später wird der Campus von mehreren Bombenanschlägen erschüttert. Unterdessen verbringen die Gerichtsmedizinerin Sara Linton und ihr Freund Special Agent Will Trent ein paar Tage bei Sarahs Eltern, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Campus leben. Ein Treffen das recht holprig ist, denn Sarahs Mutter ist mit der Lebensführung ihrer Tochter, in Bezug auf Will, nicht ganz einverstanden. Doch dann bebt die Erde, und Sarah und Will wollen als Erstretter vor Ort sein, doch soweit kommen sie gar nicht, eine Massenkarambolage direkt vor der Haustür, zwingt sie schon früh zum Handeln. Einiges an diesem Unfall ist jedoch nicht ganz plausibel. Die Überlebenden Verunfallten verhalten sich merkwürdig und noch ehe Will richtig reagieren kann wird Sarah vor seinen Augen entführt. Verzweifelt versucht er anschließend mit seiner Chefin Amanda und seiner Kollegin Faith, Sarahs Spur aufzunehmen.

Normalerweise würde ich die Meinung von Kathy Reichs und Yrsa Sigurðardóttir sofort teilen, Karin Slaugther war bis zu diesem Buch immer ein Garant für extrem spannende Unterhaltung, gepaart mit einer gewissen erotischen Komponente. All dies fehlt völlig in diesem Buch.
Dabei ist der Anfang recht vielversprechend, die Entführung der Wissenschaftlerin und das nachfolgende Attentat sind spannungstechnisch gut gelungen. Meine ersten Schwierigkeiten im Verständnis bekam ich, als Wills Kolleginnen die Szenerie betraten. Ich konnte deren Handlungsweise überhaupt nicht nachvollziehen, zumal ich auch Schwierigkeiten hatte sie überhaupt ins Bild zu setzen. Da wäre zum einen die Vorgesetzte Amanda, die dem vor allem physisch schwer traumatisierten Will, der nach der Entführung mit Verdacht auf innere Blutungen ins Krankenhaus kommt, einfach eine Aspirin gegen die Schmerzen gibt. Dies würde in der Regel tödlich enden. Faith, Kollegin Nummer 2, konnte ich lange Zeit gar nicht einschätzen, ist sie Agentin, Analystin, Freundin oder sogar Lebensgefährtin von Will? Und so setzt sich das die ganze Zeit fort, Terroristen, Familie, Sektenmitglieder- keiner konnte mich restlos überzeugen. Ich denke die Autorin hat sich diesmal zu viel vorgenommen, rechter Terrorismus, Sektenähnliche Gemeinschaften, Missbrauch jeglicher Art einschließlich Pädophilie, biologische Massenvernichtungswaffen und zwischendrin Romeo und Julia die nicht zu einander finden können. Neben diesem ganzen verwirrenden Plot hat mich die schier maßlose Gewalt, einhergehend mit der detaillierten Darstellung der Gräueltaten auf den menschlichen Körper zunehmend gestört.

Fazit: Zuviel Gewalt in einem nicht ganz logischen Plot.

04.09.2019 21:24:25
Ulliha.

Bei "Die letzte Witwe" handelt es sich um den 7. Teil der Georgia Krimis mit den Ermittlern Special Agent Will Trent und der Ärztin Sara Linton.
Während eines Bombenattentats am Krankenhaus gerät Will in eine ausweglose Situation. Da er selbst schwer verletzt wurde, kann er nicht verhindern, dass Sara von der Gruppe Männern entführt wird, die für die Detonationen in der Stadt verantwortlich sind.
Wie sich später herausstellt, handelt es sich um rechtsradikale Terroristen, die einen noch grösseren Anschlag geplant haben. Will bleibt nur eine einzige Möglichkeit, Sara wiederzufinden und ihr zu helfen. Er muss sich als verdeckter Ermittler in die Terrorzelle einschleusen Damit setzt er sein Leben aufs Spiel.
Ich wurde nicht enttäuscht. Wieder ein sehr spannender Teil der bekannten Krimiserie um das Ermittlerpaar. Will und Sara kommen sich von Teil zu Teil auch persönlich näher und schliesslich wird aus Beiden ein Liebespaar. Ich mag Thriller oder Krimis, die auch das Privatleben der Akteure beleuchtet. Will und Sara sind mir mit der Zeit richtig ans Herz gewachsen. Jeder Teil dieser Reihe kann aber auch von Neueinsteigern gelesen werden, da alle wichtigen Informationen der Vorgängerbände miteingebunden werden.
Zur weiteren Handlung möchte ich nichts spoilern. Es geht wie immer rasant zur Sache, auch die Art des geplanten Anschlags trägt hier zur Hochspannung bei.
Wie immer hat Karin Slaughter einen Weltklasse Thriller geschrieben, den ich jedem Fan des Genres nur empfehlen kann

26.08.2019 10:55:00
Teer25

Karin Slaughter zählt seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen und auch ihr neues Werk "Die letzte Spinne" hat mich in keinster Weise enttäuscht. Das Cover passt genial zum Titel, die Spinne wirkt bedrohlich und man denkt automatisch an die Schwarze Witwe, die in der Tierwelt dafür bekannt ist, dass sie ihren Sexualpartner frisst.

Die Gefahr lauert also überall, das merkt der Leser schon nach den ersten Seiten. In dem Buch geht aber nicht um Spinnen, sondern um eine gewalttätige rassistische Terrorgruppe, die einen menschenvernichtenden Plan hat und der es wirklich vor nichts graut. Mehr möchte ich inhaltlich nicht verraten, ich empfehle das Buch zu lesen.

Der Erzählstil mit dem immer wiederkehrenden Perspektivenwechsel gefällt mir sehr gut, auch wenn sich inhaltlich einiges wiederholt. Ich finde es spannend die verschiedenen Situationen aus Sicht der Hauptprotagonisten zu erleben, denn dadurch erfährt man einige wichtige Details mehr und man kann so noch besser mitfühlen, was die Gerichtsmedizinerin und Kinderärztin Sara und Ihr Partner Special-Agent Will erleben.

Der Autorin ist es gelungen eine wirklich raffinierte Geschichte mit hochaktuellem Bezug zu stricken. Von Kapitel zu Kapitel nimmt die Spannung bis zum Finale zu. Ich bewundere Karin Slaugter, wie sie es immer wieder schafft, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Der Schreibstil ist flüssig und reich an Bildern. Dadurch ist der Leser mittendrin im Geschehen und erlebt die Story wie in einem Film hautnah mit.

Ich liebe die sehr eigenen Charaktere von Sara, ihren Eltern, ihre Schwester Tessa sowie von Will, Faith und Amanda. Alle Personen werden wunderbar beschrieben, man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.

Ich vergebe die volle Punktzahl für diesen gelungenen Thriller, der nicht nur raffiniert und nervenaufreibend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt. Daumen hoch für ein absolut lesenswertes Buch!

15.08.2019 16:12:01
Nijura

Anfangs zäh, dann wird es spannend

Eine Bombenexplosion erschüttert das Krankenhaus in der Nähe von Sara Lintons Elternhaus. Sara und Will sind gerade anwesend und eilen sofort in Richtung Unfallort.
Auf dem Weg dorthin entdecken sie einen Autounfall und wollen den Verletzten helfen. Zu spät erkennen sie, dass es sich um die Attentäter handelt. Will muss hilflos mit ansehen, wie die Täter Sara entführen.
Will fühlt sich schuldig und möchte Sara unbedingt wiederfinden. Wird es ihm gelingen?

Meine Meinung:
Teilweise wurden die Geschehnisse zeitgleich aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet (Faith & Amanda, Sarah, Will) Die Abschnitte aus der Sicht von Sara und Will fand ich meist gut und spannend (vor allem Sara in dem Camp der Gruppierung), die Ermittlungen von Faith und Amanda schleppend und langweilig, da musste ich mich ganz schön durchkämpfen.
Ab der Mitte des Buches wird es dann interessant, die Umstände in dem Camp gleichen einer Sekte mit unschuldigen Kindern und jungen Frauen, dem gegenüber stehen Männer, die bis zu den Zähnen bewaffnet sind. Ein geheimnisvolles Glashaus gibt Rätsel auf. Wird dort die Vernichtungswaffe hergestellt, die unzählige Todesopfer fordern soll, wie der brutale und verblendete Anführer Dash prophezeit?
Ab da wird es immer spannender, auch wenn manches etwas unglaubwürdig wirkt. Vor allem wie Will, der in die Gruppierung eingeschleust wird, gleich bei den Vordersten mitspielt und einen Handlungsspielraum hat, der doch sehr unwahrscheinlich ist.

Die Themen Rassendiskriminierung, Selbstherrlichkeit und Rechtsextremismus werden gut dargestellt und die Autorin versteht es die krankhafte Ideologie und die Verblendung der Anhänger überzeugend zu Veranschaulichen.

Fazit: Trotz des schwachen Starts des Thrillers lohnt es sich durchzuhalten, ab der Mitte des Buches wird es wirklich sehr spannend!

12.08.2019 15:20:32
niggeldi

Spannender neuer Fall

Zwei gewaltige Explosionen führen die Gerichtsmedizinerin Sara Linton in eine Falle und sie wird von einer brutalen Gang entführt. Ihr Partner Special Agent Will Trent versucht alles, um seine Liebe zurückzubekommen und begibt sich dadurch in große Gefahr...

Das Cover gefällt mir gut, es zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

Der Schreibstil ist wie gewohnt packend, auch der Wechsel der Sichtweisen und die genaue Zeitabfolge tragen zur Spannung bei. Will und Sara sind wie immer sehr sympathisch und man leidet mit ihnen mit. Auch die Hintergründe der Geschichte sind gut recherchiert, grausig, zu was manche Menschen fähig sind.

Ich freue mich schon auf den nächsten Fall der beiden und gebe 5 Sterne.

30.07.2019 18:34:36
buchleserin

Ein neuer Fall für Sara Linton und Will Trent. Als Sara und Will während eines Familientreffens zwei Explosionen hören und anschließend das Sirenengeheul, machen die beiden sich auf den Weg um Hilfe zu leisten. Sie werden jedoch von drei Autos aufgehalten, die ineinander gefahren sind. Doch es steckt mehr dahinter als es scheint.
Ich fand die Handlung durchgehend spannend. Der Anfang mit dem Unfalltatort ist schon gleich fesselnd. Sara und Will merken gleich, dass da etwas nicht stimmt. Sara wird entführt und landet in einem Camp, in dem mehrere Kinder erkrankt sind. Zuvor ist bereits eine Wissenschaftlerin entführt worden. Gebannt habe ich das weitere Geschehen verfolgt. Hier geht es um Rassismus und eine Terrorgruppe mit einem Fanatiker. Die Spannung steigerte sich dann nochmal zum Ende hin.
Die Charaktere Sara Linton und Will Trent gefallen mir sehr gut. Ich habe bisher nur die Grant-County-Reihe gelesen und bin nun neugierig auf die anderen Bücher aus der Georgia-Serie, denn Sara und Will gefallen mir als Paar sehr gut. Ein sehr gelungener Band der Reihe.

Hier noch die Bücher der Georgia-Serie mit Will Trent und Sara Linton in der richtigen Reihenfolge:

1. Tote Augen
2. Letzte Worte
3. Harter Schnitt
4. Bittere Wunden
5. Schwarze Wut
6. Blutige Fesseln
7. Die letzte Witwe

Hier die Bücher der Grant County-Serie mit Sara Linton und Jeffrey Tolliver:

1. Belladonna
2. Vergiss mein nicht
3. Dreh dich nicht um
4. Schattenblume
5. Gottlos
6. Zerstört

Und noch die Atlanta-Reihe mit Will Trent und Faith Mitchell:

1. Verstummt
2. Entsetzen

29.07.2019 14:58:14
mysaze

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar gewonnen und mich sehr darüber gefreut. Schon das sehr schöne Cover hat mich angezogen und neugierig auf das neue Werk von Karin Slaughter gemacht. Ich habe schon einige Bücher von ihr gelesen, die Reihe um Sara und Will gefällt mir jedoch am Besten.

Zum Inhalt: 2 Explosionen reißen Gerichtsmedizinerin Sara und ihren Partner, Agent Will aus der sommerlichen Idylle. Notsituationen sind ihnen nicht fremd und sie sind sofort da um zu helfen. An diesem Tag geraten sie direkt in eine mächtige Neonazigruppe und Sara merkt zu spät, dass es sich um eine Falle handelt. Will muss allein ermitteln, wird es ihm gelingen Sara rechtzeitig zu finden?

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, flüssig und leicht zu lesen. Manchmal bin ich etwas an den detaillierten Erklärungen verschiedener rassistischer Gruppen hängengeblieben aber das tat dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch. Die Spannung lässt am Anfang ein kleines wenig auf sich warten aber dann wird das Buch zum Pageturner und ich konnte es schwer aus der Hand legen. Für mich ein gelungener Thriller, den ich absolut weiterempfehlen kann.