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Nicole Goersch
Ein Serienkiller jagt Kindermörder

Buch-Rezension von Nicole Goersch Jan 2019

In einem Londoner Park wird ein Jogger äußerst brutal ermordet. Der zuständige Detective Chief Inspector Warren Reeves bekommt Unterstützung von Agent Paula Tennant, die zur ISA (International Security Agency) gehört. Gemeinsam kommen sie einem Serienkiller namens Ghost auf die Spur, der es auf Kinderschänder und –mörder abgesehen und der sein Unwesen schon in anderen europäischen Ländern getrieben hat.

Keiner der Ermordeten war allerdings vorbestraft und somit der Polizei gänzlich unbekannt. Woher hat Ghost seine Informationen? Wie sucht er sich die Männer aus? Hat er schon den nächsten im Visier? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Brutal und effektiv

Ghost geht nicht zimperlich mit seinen Opfern um, trotzdem erwischt man sich das ein oder andere Mal dabei, dass man kein Mitleid hat und die Taten rechtfertigt, vielleicht sogar gut heißt, besonders wenn ein zweiter Kinderschänder ein kleines Mädchen ins Auge gefasst hat. Die Beschreibungen, wie die Täter ermordet werden, sind nichts für schwache Nerven, genauso wenig wie die Gefängnisse der Kinder. Woher weiß der Serienkiller die Details über die Täter, ihre Vorgehensweise und ihre Gedanken? Wie kann er sie aufspüren, und wieso findet er so schnell ihre Schwachpunkte heraus?

Im Dunkeln bleibt zudem das Motiv des Ghosts, denn um die Kinder scheint es ihm nicht zu gehen, da er die Chance verstreichen lässt, den kleinen Jungen zu retten, der von dem Jogger gefangen gehalten wurde. Die Fragen, die zu Beginn aufgeworfen werden, sind zahlreich und führen mitunter in Sackgassen oder bleiben lose Enden. Ist das Absicht, um die Spannung zu einem dritten Teil überzuleiten?

Zweiter Teil der Reihe um Agent Paula Tennant

Während zu Beginn noch der Eindruck entsteht, dass der erste Teil, „Die Tränen der Kinder“, nicht unbedingt bekannt sein muss, um diesen zweiten zu verstehen, verkomplizieren sich die Handlungen zum Ende hin, so dass manche Aspekte durchaus in direktem Zusammenhang mit Paula Tennants ersten Fall stehen. Deshalb ist es nicht nur hilfreich diesen zu kennen, es ist fast unumgänglich.

Die Figuren werden gut eingeführt, wobei Paula Tennant durchaus mit ihrem äußeren Erscheinungsbild an Stieg Larssons Lisbeth Salander erinnert. In Rückblenden wird vor allem auf sie eingegangen, so dass die anderen Protagonisten etwas in ihrem Schatten zurückbleiben. Auch werden einige Klischees bedient wie der Londoner Nebel, der englische Inspector mit dem trockenen Humor oder auch das klassische englische Frühstück.

Saloppe Sprache

Auffällig ist besonders der ungezwungene Umgangston, der vor allem bei einer Obduktion angewandt wird. Da passt man auf, dass die Weichteile nicht „auf den Fußboden platschten“ (S. 73) oder der Blick löst sich von der Metallschale und „ihrem schwabbeligen Inhalt“ (S.74).

Örtliche Sprünge heizen die Spannung an. Der Ghost ist gefährlich nah und scheint nicht nur über seine Opfer genauestens Bescheid zu wissen, sondern auch über seine Jäger. Leider werden die Fragen, die zwischendurch zweifelsfrei auftauchen, nicht zur Gänze beantwortet, da ein fieser Cliffhanger am Ende auf einen weiteren Teil hindeutet. Das lässt einen etwas unbefriedigt zurück. Auch manche Bemerkung am Ende, auf die ich jetzt aus Spoilergründen nicht näher eingehen möchte, erzeugt eher Verwirrung als Aufklärung.

Zurück bleibt ein Fragenknoten

Der Krimi hat durchaus seine spannenden Momente, in denen man atemlos Paulas Jagd auf den Ghost (oder doch eher umgekehrt?) verfolgt. Das Thema ist ungewöhnlich, aber auch sehr komplex mit zahlreichen Komponenten, denen nicht komplett gerecht wird. Vielleicht sorgt der nächste Teil für eine Entwirrung des Fragenknotens. 

Das Labyrinth des Blutes

Das Labyrinth des Blutes

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