Der Alphabetmörder

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Ullstein, 2018, Seiten: 381, Originalsprache

Couch-Wertung:

80°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

6 x 91°-100°
4 x 81°-90°
1 x 71°-80°
2 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
1 x 11°-20°
2 x 1°-10°
B:71.5625
V:15
W:{"1":2,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":1,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":1,"67":1,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":1,"81":1,"82":0,"83":1,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":1,"90":1,"91":0,"92":0,"93":1,"94":2,"95":1,"96":1,"97":0,"98":0,"99":0,"100":1}
Nicole Goersch
Blutige Jagd im idyllischen Westerwald

Buch-Rezension von Nicole Goersch Jul 2018

In einem Wildpark im Westerwald wurde eine Leiche gefunden, auf deren Brust der Buchstabe "A" tätowiert wurde. Als wenig später ein zweiter Toter mit dem Buchstaben "B" entdeckt wird, verdichten sich die Hinweise auf einen Serientäter, so dass die Profiler Jan Grall und Rabea Wyler zum Tatort gerufen werden.

Für Jan Grall bedeutet der Fall auch eine Reise in die Vergangenheit, denn er stammt aus der Gegend, hat seine Kindheit und Jugend hier verbracht, bevor ein einschneidendes Ereignis ihn zwang, seine Heimat zu verlassen. Auch Rabea Wylers Vergangenheit weist dunkle Schatten auf. Können beide gemeinsam sich ihren inneren Dämonen stellen und diese besiegen?

Blutiger Auftakt ist nicht für zartbesaitete Gemüter geeignet

Nicht nur, dass auf den ersten 100 Seiten schon drei Leichen zu verzeichnen sind, auch die Art und Weise, wie diese umgekommen sind beziehungsweise drapiert wurden, ist sehr blutig beschrieben und nicht für zartbesaitete Gemüter geeignet. Außerdem wird eine Frau entführt, was allerdings nicht schlüssig erscheint, auch wenn sich herausstellt, dass einer der Toten ebenfalls mehrere Tage festgehalten wurde.

Das Motiv des Täters bleibt dabei dem Leser verborgen. Wie wählt er seine Opfer aus? Warum behandelt er sie differenziert? Was ist sein Opus Moderandi? Das lesereigene Ermittlergehirn läuft auf Hochtouren.

Explizite Details bei der Charakterisierung

Die Neugier des Lesers wird direkt zu Beginn geschürt, denn sowohl Jan Grall als auch Rabea Wyler haben etwas zu verbergen, was nur zwischen den Zeilen immer mal wieder durchblitzt. Wie viel davon steckt in dem aktuellen Fall? Wird hier schon für einen nächsten Teil vorgebaut? Denn der Roman ist der erste Band einer Serie um dieses Ermittlerduo. Der Autor Lars Schütz hat komplexe Charaktere geschaffen, die durchaus das Potenzial für weitere Fälle haben.

Dennoch lässt er nicht die Nebenfiguren außer Acht, hat sich auch bei ihnen Gedanken gemacht und füttert die Fantasie des Lesers mit kleinen, aber ausgearbeiteten Details wie zum Beispiel bei Ichigawa oder Köllner. Allerdings gerät manches dabei zu glatt oder auch zu trendig, wie beispielsweise Jans Einstellung als Veganer. Dadurch erkennt man aber auch, dass hier keine Stereotypen gezeichnet werden, sondern die Personen äußerst individuell und weniger klassisch beschrieben werden. Auch wird niemand geschont, weder körperlich noch emotional.

Neue Entwicklungen werfen einige Fragen auf

Der Gedankenwelt sowohl von Jan Grall als auch von Rabea Wyler kann gut gefolgt werden, da sie nicht nur interessant, sondern auch nachvollziehbar ist. Immer wieder werden kleinere Exkurse in die Welt des Profilings eingestreut, ohne dabei allzu wissenschaftlich belehrend zu wirken.

Während der Ermittlungen gibt es neue Entwicklungen, die Fragen aufwerfen und Verwirrung stiften, die Neugier wecken und vor allem zum Weiterlesen animieren. Dabei steigert sich die Spannung auf den letzten einhundert Seiten derart ins Unerträglich, dass man das Buch nicht beiseitelegen kann.

Debüt ist der Auftakt zu einer neuen Serie

Lars Schütz, Jahrgang 1992, hat mit diesem Buch sein Thriller-Debüt vorgelegt. An der ein oder anderen Stelle merkt man das dem Schreibstil, der manchmal etwas holperig und ungelenk wirkt, an, allerdings wird das durch die vielschichtige Handlung und die eindringlichen Charakter wettgemacht.

Eine kleine Logikschwäche am Ende (Stüter folgt Rabea unmittelbar vom Kommissariat aus, wie konnte er also noch Kollegen nach ihr fragen, die dann den anderen den entscheidenden Hinweis geben?) ist zu verschmerzen. Nur dass einige Fragen ungeklärt bleiben, zum Beispiel warum Tugba so früh entführt und gefangen gehalten wurde und wieso sie ausgerechnet das "G" des Alphabets werden sollte, wurmt ein wenig.

Der Alphabetmörder

Der Alphabetmörder

Deine Meinung zu »Der Alphabetmörder«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
29.08.2018 15:41:16
dorli

Bad Marienberg. Im Wildpark wird die grausam zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden. Auf die Brust des Opfers hat der Täter ein A tätowiert. Jan Grall, operativer Fallanalytiker beim LKA Rheinland-Pfalz und seine Assistentin Rabea Wyler werden zu dem Fall hinzugezogen. Als noch am gleichen Tag zwei weitere verstümmelte Opfer, die mit B und C kennzeichnet wurden, aufgefunden werden, ist allen klar, dass sie es hier mit einem Serienmörder zu tun haben. Erste Ermittlungen ergeben, dass die drei Toten alle beruflich etwas mit dem Schreiben zu tun hatten. Als die SOKO den Hinweis bekommt, dass die 32-jährige Tugba Ekiz vermisst wird, ist Eile geboten, denn bei der Vermissten handelt es sich um eine Deutschlehrerin…

„Der Alphabetmörder“ ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe rund um die beiden Profiler Jan Grall und Rabea Wyler.

Lars Schütz versteht es ausgezeichnet, die Spannung schon nach wenigen Seiten auf ein hohes Level zu katapultieren. Der Thriller wird fesselnd erzählt und entwickelt einen Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.

Der Kriminalfall ist knifflig und mit einigen Wendungen und Überraschungen gespickt. Obwohl die Ermittler das Beuteschema des Täters schnell durchschaut haben, machen sie zunächst nur langsam Fortschritte. Es gibt weitere Tote und auch die Suche nach Tugba verläuft erfolglos.

Eine Extraportion Spannung bekommt der Thriller zum einem dadurch, dass Jans Vergangenheit für den Fall eine Rolle zu spielen scheint und er selbst in das Visier des Mörders gerät und zum anderen durch mehrere kurze Einschübe, in denen die Perspektive auf die entführte Tugba wechselt und der Leser erfährt, was die Lehrerin erdulden muss.

Immer neue Fakten und Ereignisse halten das Geschehen lebendig und haben mir genauso wie die zahlreichen im Handlungsverlauf auftauchenden Fragen viel Platz zum Miträtseln über Zusammenhänge und Hintergründe, mögliche Motive und die Identität des Täters gegeben.

„Der Alphabetmörder“ hat mir sehr gut gefallen - ein Thriller, der mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

03.08.2018 00:01:57
Maren Richter

Ein absolut empfehlbares Erstlingswerk von einem neuen Thriller-Autor.
Das Buch war ganz nach meinem Geschmack von der ersten bis zur letzen Seite lesenswert. Hier wurde ein neues Ermittlerduo erschaffen.
Jan Grall wird in seine Heimat gerufen um bei der Aufklärung einer besonders gruseligen Mordserie zu helfen. Er und seine Partnerin Rabea Wyler erleben pure Grausamkeit.
Den Toten wurde stümperhaft eine Tätowierung mit fortlaufenden Buchstaben beigebracht.
Relativ schnell merkt Jan das er erstmal mit seiner Vergangenheit abschliessen muss, weswegen er damals fluchtartig seine Heimat verlassen hat und das genau dies vielleicht der Schlüssel zum Ganzen ist.
Das Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt und ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit den Beiden.

24.07.2018 21:15:19
niggeldi

Unglaublich spannender Thriller!


Der erste Fall für Jan Grall und seine Kollegin Rabea Wyler: die zwei Fallanalytiker des LKA sind einem Mörder auf der Spur, der seine Opfer brutal verstümmelt und mit Buchstaben tätowiert. Und das A war nur der Anfang…
Das Cover ist interessant und die aufgespießten Buchstaben passen wunderbar zur Handlung. Ebenso die unterschiedlichen Teile sind gut durch große Buchstaben gekennzeichnet, jeweils mit einem Zitat aus dem Grimm’schen Wörterbuch.
Auch der Schreibstil ist angenehm und flüssig, ich konnte schon nach den ersten Sätzen nicht mehr aufhören zu lesen.
Jan und Rabea sind sehr sympathisch, beide sind Koryphäen auf ihrem Gebiet, was nicht nur Vorteile mit sich bringt. Den Fall an sich finde ich überhaupt nicht vorhersehbar, es geschahen einige Dinge, mit denen ich so nicht gerechnet hätte, einfach perfekt! Außerdem ist auch die Auflösung sehr spannend und auch logisch gestaltet.
Ich freue mich schon auf die weiteren Teile dieser Reihe und kann das Buch nur empfehlen! 5 Sterne!

24.07.2018 09:18:56
Leselottchen

Hut ab vor diesem Thrillerdebüt

Ein Thrillerdebüt, das besser nicht sein kann. Wow, was für eine fesselnde Story.
Schwache Nerven sind bei diesem großartigen Thriller allerdings fehl am Platz.

Die Fallanalytiker Jan und Rabea vom LKA Rheinland Pfalz werden in den Westerwald gerufen.
Ein Mörder treibt dort sein Unwesen. Sie nennen ihn den Alphabetmörder, da er die grausam zugerichteten Leichen mit einem Buchstaben tätowiert. A, B, C.wer kann ihn stoppen?
Für Jan kommt erschwerend hinzu, dass er genau aus dieser Gegend stammt und ihn ungute Erinnerungen plagen. Er kennt die Menschen und er weiß um ihre Gepflogenheiten. Wie wird sich das auswirken? Er wird sich seiner Vergangenheit stellen müssen. Rabea und er sind ein sehr gutes Team. Hat er sie doch vor einiger Zeit als Wunschpartnerin zu sich ins Boot geholt.

Schon der Anfang bietet alle Voraussetzungen für eine fesselnde Story. Es ist alles da, was mein Thrillerleseherz glücklich macht. Und so schaffte ich kaum, das Buch aus der Hand zu legen. Die Spannung steigerte sich ins Unermessliche. Eine tolle Schreibweise, die mich total begeistert. Da ist kein Satz zu viel. Mein Kopfkino funktionierte fantastisch. Die kurzen Kapitel steigern die Spannung umso mehr. Man ist beim Ermitteln mittendrin und der Nervenkitzel ist spürbar. Eine klasse Idee das Alphabet mit einzubeziehen. Dem Autor ist es gelungen, mit dem Alphabet zu spielen und daraus eine rundum durchdachte und überaus gelungene Story zu machen.
Das Cover ist ein echter Hingucker und der Titel hält was er verspricht.

Dieses Buch ist eines meiner Lesehighlights dieses Jahr. Hut ab vor dem Autor Lars Schütz. So einen Start hinzulegen ist aller Ehren wert. Ich werde diesen Thriller voller Überzeugung weiterempfehlen. Natürlich hoffe ich, dass es eine Fortsetzung gibt. Ich möchte zu gerne ein weiteres Mal bei einem spannenden Fall mit Jan und Rabea dabei sein.