Der Verfolger

Erschienen: Dezember 2018

Bibliographische Angaben

  • -: -, 2018, Titel: '???', Originalsprache
  • München: Droemer, 2019, Seiten: 448, Übersetzt: Anke & Eberhard Kreutzer

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Thomas Gisbertz
John Katzenbach at his best

Buch-Rezension von Thomas Gisbertz Feb 2019

Vor fünf Jahren konnte Psychiater Dr. Frederick Starks dem Killer „Rumpelstilzchen“, der ein perfides Spiel mit ihm trieb, entkommen. Jetzt taucht der totgeglaubte Mörder wieder auf und seine Drohung ist unmissverständlich: Wenn Starks es nicht schaffe einen Unbekannten aufzuspüren, der seit einiger Zeit den Bruder „Rumpelstilzchens“, einen erfolgreichen Anwalt, bedrohe, werde er ihn umbringen. Starks bleibt keine andere Wahl als sich auf diese bösartigen Bedingungen einzulassen. Erneut beginnt für den Psychoanalytiker ein albtraumhaftes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts ist, wie es zu sein scheint. Nach und nach kommt er aber dem Unbekannten auf die Spur. Sein Leben steht ein weiteres Mal auf Messers Schneide und Starks weiß: Auch er muss vielleicht zum Mörder werden, um selber am Leben zu bleiben.

Der Albtraum geht weiter

Eigentlich dachte der Psychiater Dr. Starks, dem einstigen Killer, der sich nur „Rumpelstilzchen“ nennt, entkommen zu sein. Doch wie aus dem Nichts taucht dieser plötzlich wieder in der Praxis des Arztes in Miami auf. Starks weiß nur allzu gut, wozu der Mörder in der Lage ist. Ihm bleibt keine Wahl: Er muss sich seinen Ängsten stellen und erneut das Spiel mit ihm aufnehmen. Schnell wird dem Arzt klar, dass die Lösung in einer der drei Prozessakten zu finden ist, die ihm Anwalt Mark Thomas, der Bruder von „Rumpelstilzchen“, überlässt. 

Jener ist davon überzeugt, dass ihn jemand für seine Arbeit bestrafen will. Die Spur führt Starks in den Süden der USA. Dort hat es vor einiger Zeit einen Mord an einem jungen afroamerikanischen Mädchen gegeben. Der damalige Verdächtige wurde von Thomas pro bono vertreten und kam straffrei davon. Der Psychiater stößt bei seiner Recherche zu dem seinerzeitigen Mordfall auf Ablehnung und Misstrauen seitens der Bevölkerung. Der Unbekannte ist Starks auf der Spur und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Doch dann macht der Arzt eine unglaubliche Entdeckung. Schließlich muss er selber Jäger werden, um nicht mit dem eigenen Leben bezahlen zu müssen.

Der Autor ist ein Meister seines Fachs

John Katzenbach steht bereits seit über 30 Jahren für Psychothriller auf höchstem Niveau. Der Autor arbeitete nach seinem Studium zunächst als Journalist und Gerichtsreporter. Seit dieser Zeit faszinieren ihn die psychologischen Hintergründe von Gewalt. Gleich für sein Debüt „In the Heat of the Summer“ wurde er für den Edgar Award, dem renommiertesten Krimipreis der USA, nominiert. Beim Droemer Verlag sind inzwischen 14 Kriminalromane von ihm erschienen. Die besondere Mischung aus gründlicher Recherche am Ort des Geschehens und fundierter psychologischer Analyse von Tätern und Motiven ist die Stärke seiner Werke.

„Der Verfolger“ knüpft unmittelbar an Katzenbachs Thriller „Der Patient“ an. In diesem Werk übt ein anonymer Briefschreiber in perfider Weise Druck auf Dr. Starks aus. Der Unbekannte, der mit dem Namen „Rumpelstilzchen“ die Briefe unterschreibt, zwingt den Arzt zu einem teuflischen Spiel: Er lässt seinem Opfer 15 Tage Zeit, um herauszufinden, wer „Rumpelstilzchen“ in Wahrheit ist. Sonst wird er nach und nach Starks Familienmitglieder töten - es sei denn, der Psychiater gibt auf und opfert sein eigenes Leben.

Thriller mit äußerst wendungsreicher Handlung

Katzenbach versteht es, den Leser immer wieder durch einen klug durchdachten Plot und geschickte Finten zu überraschen. Das gilt besonders, wenn Starks die Identität des Unbekannten klären kann. Obwohl das bereits etwa zur Hälfte des Thrillers geschieht, büßt die Handlung keineswegs an Spannung ein. Im Gegenteil: Durch die nun einsetzende Hetze auf den entlarvten Täter nimmt die Spannung immer weiter zu. Denn nun wird der Arzt selber zum Jäger und will seinen Gegner zur Strecke bringen.

Dabei schafft es Katzenbach vor allem bei der Handlung, die in Alabama spielt, eine unglaublich dichte Atmosphäre zu schaffen: Das schwülwarme Klima und die fast nicht zu ertragende Hitze werden ebenso spürbar wie die Einfältigkeit und Borniertheit der ländlichen Bevölkerung, die hier in fast schon typischer Südstaatenmentalität ihre eigenen Gesetze und ihren persönlichen Sinn für Gerechtigkeit besitzt.

Vielschichtige Charaktere

Der Thriller überzeugt vor allem wegen Katzenbachs gutem Händchen bei der Auswahl seiner Figuren. Neben jüngeren Protagonisten wie Roxanne und Charlie, die mit ihren besonderen Eigenarten zu gefallen wissen, ist auch die Darstellung möglicher Verdächtiger oder des mehr als einfältigen Polizistenduos in Alabama gelungen.

Eine mehr als interessante Figur ist Mrs. Heath. Eigentlich ist die 87-jährige Dame eine Patientin von Starks, wird aber mehr und mehr zu seiner Verbündeten. Auch wenn man anfänglich über die Figur und ihre Probleme lachen muss, gewinnt sie zunehmend an Stärke und wirkt in ihrem Handeln und ihren Beweggründen absolut überzeugend. Besonders die Mischung aus jüngeren und älteren Protagonisten funktioniert, da die unterschiedlichen Charaktere mit ihren individuellen Erfahrungen  der Handlung gut tun.

Überzeugender Plot mit kleineren Schwächen

Wenn es etwas an diesem ansonsten packenden Thriller zu kritisieren gibt, dann die Tatsache, dass der Täter einen unglaublich großen Aufwand betreibt, um Starks zu Fall zu bringen, obwohl es sicherlich eine wesentlich einfachere Lösung gegeben hätte. Auch dass die Handlung zum Ende hin vereinzelt Parallelen zu „Der Patient“ aufweist, ist offensichtlich. Beides ist aber verzeihbar, da der Thriller hierdurch nichts an Spannung einbüßt. Im Gegenteil: Katzenbach nimmt den Leser mit auf eine mehr als spannende Fahrt, die einem kaum Luft zum Atmen lässt. Der Autor beweist einmal mehr, dass er zurecht zu den aktuell besten englischsprachigen Thrillerautoren gehört.

Fazit: 

Nicht nur Fans von John Katzenbach werden den aktuellen Thriller mögen. Auch Liebhaber klug durchdachter, wendungsreicher Handlungsstränge, die dafür ohne Weiteres auf Gewaltorgien verzichten können, werden „Der Verfolger“ mit großer Freude lesen. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Psychothriller“. Katzenbachs Spiel mit Wahrheit und Täuschung garantiert Spannung bis zur letzten Seite

Der Verfolger

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Letzte Kommentare:
26.03.2019 20:18:59
Miss Marple

Endlich wird der Faden wieder aufgenommen
Der Fan musste wirklich lange warten, erschien doch der erste Band um den Psychiater Dr. Frederick Starks bereits 2006. Nun legt der Autor endlich die Fortsetzung des „Patienten“ vor und der Leser trifft auch wieder auf einen alten Bekannten- das „Rumpelstilzchen“-einen perfiden Killer, von dem Starks glaubte, er sei tot. Nun holt ihn doch seine Vergangenheit ein und er befindet sich binnen kürzester Zeit in einem Verwirrspiel, bei dem er der Forderung des Killers nachkommen muss, ihm zu helfen, einen Unbekannten aufzuspüren, der ihn und seinen Bruder mit Morddrohungen verfolgt. So wird der Jäger zum Gejagten. Starks bleibt nichts anderes übrig, als sich auf diese Spiel einzulassen, denn es geht auch um sein Leben.
Katzenbach ist ein Garant für Hochspannung und so schickt er den Leser auch diesem Mal wieder auf eine atemlose Mörderjagd. Es sei zu empfehlen, den ersten Band vorher zu lesen, denn nur so werden bereits dort ausgelegte Fäden schneller wieder aufgenommen. Aber auch ohne Vorkenntnisse ist spannende Unterhaltung garantiert.

13.03.2019 22:09:49
Maren78

"Der Verfolger" ist die Fortsetzung von "Der Patient". Dieses Buch kenne ich leider bisher noch nicht.
Daher weiß ich nicht ob es daran lag, das mich das Buch nicht überzeugt hat oder ob es einen anderen Grund hatte.
Alles in allem hatte ich das Gefühl die Sprache von Herrn Katzenbach manchmal einfach nicht ganz folgen zu können. Es war mir zu verworren und zu verschachtelte Sätze, die schwer zu verstehen waren.
Vor 5 Jahren hat der Psychiater Dr. Frederick Starks einen Menschen erschossen, der ihm das Leben vorher zur Hölle gemacht hat. Starks hat in einem anderen Bundesstaat unter anderer Identität sich ein neues Leben aufgbaut.
Doch plötzlich erhält er in seiner Praxis Besuch von Rumpelstilzchen.
Damit holt ihn die Vergangenheit ein.
Das letzte Drittel des Buches lies sich dann langsam ganz gut lesen. Aber alles in allem fand ich das Buch lange nicht so gut, wie alle immer sagen und würde keine eindeutige Leseempfehlung aussprechen. Zumindest nicht, wenn man den ersten Teil vorher nicht kennt.

13.02.2019 10:37:04
Milli0910

„Der Verfolger“ war das erste Buch von John Katzenbach welches ich gelesen habe und es war sicher nicht das Letzte. Der Psychothriller um den Psychiater Dr. Starks ist sehr gelungen und hat mich wirklich überzeugt. Obwohl ich „Der Patient“, den ersten Band der Serie, nicht kannte, kam ich den zahlreichen kurzen Rückblenden sei dank, gut in die (Vor-) Geschichte rein. „Der Verfolger“ beginnt 5 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Bandes, wobei die Hinweise zu dem Vergangenen wunderbar eingestreut sind. Dr. Starks hat sich inzwischen in Miami ein neues Leben aufgebaut. Da taucht der totgeglaubte Auftragskiller „Rumpelstilzchen“ ohne Vorwarnung in seiner Praxis auf und zwingt ihn, ihm zu helfen, den Mann aufzuspüren, der seinen Geschwistern mit dem Tod droht. Starks ist gezwungen, sich auf ein alptraumhaftes Katz-und-Maus-Spiel einzulassen, bei dem nichts so ist, wie es scheint - eine mörderische Verfolgungsjagd nimmt ihren Lauf...

Durch den ausgefeilten verwirrungsstiftenden Aufbau des Buches sind sowohl der Ermittler Dr. Starks, als auch der Leser dem Rätsel immer auf der Spur und die Hochspannung bleibt bei mir bis zum Schluss bestehen. Die Nicht- Vorhersehbarkeit des Endes macht dabei einen großen Teil aus.
Katzenbach treibt einen regelrecht durch das Buch und obwohl es nicht das dünnste Buch ist, habe ich diese 496 Seiten überraschend rasch ausgelesen, weil ich das Buch einfach nicht mehr weglegen konnte. Also nehmt euch besser Zeit dafür, denn es ist wirklich sehr fesselnd geschrieben, allein durch den charismatischen Protagonisten. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung und werde auch den ersten Band ganz nach oben auf meine Bücherliste setzen.

29.01.2019 20:18:05
Büchermaulwurf

„Der Verfolger“ war mein erstes Buch von John Katzenbach und es war sicher nicht das letzte. Der gelungene Psychothriller um den Psychiater Dr. Starks hat mir wirklich gut gefallen. Obwohl ich den ersten Band „Der Patient“ nicht kannte, kam ich dank der zahlreichen kurzen Rückblenden und eingestreuten Hinweisen sehr gut in die Geschichte hinein. „Der Verfolger“ beginnt 5 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Bandes. Dr. Starks hat sich inzwischen in Miami ein neues Leben aufgebaut.Da taucht plötzlich der totgeglaubte Auftragskiller „Rumpelstilzchen“ in seiner Praxis auf und zwingt ihn, ihm zu helfen, denjenigen aufzuspüren, der seine Geschwister mit dem Tod bedroht. Starks ist gezwungen, sich auf ein alptraumhaftes Katz-und-Maus-Spiel einzulassen, bei dem nichts so ist, wie es scheint - eine mörderische Verfolgungsjagd nimmt ihren Lauf...

Schreibstil und Plot fand ich wirklich grandios. Nach einem verhaltenen Einstieg, der dazu diente, den Anschluss an den Vorgängerband zu knüpfen, nahm die Geschichte zunehmend Fahrt auf und ich flog nur so durch die Seiten. Der Spannungsbogen stieg kontinuierlich dank überraschender Wendungen und gipfelte in einem Showdown, der noch eine Überraschung parat hatte und sogar eine Fortsetzung möglich erscheinen lässt.
Katzenbach hat es geschafft eine große Nähe zu seiner Hauptfigur Dr. Starks entstehen zu lassen. Ich fühlte mich hautnah mit dabei auf Starks gefährlicher Reise quer durch die USA und konnte seine Gedanken und Ängste gut nachvollziehen und teilen. Auch die Nebencharaktere waren gut angelegt- Mrs. Heath, eine 87-jährige Patientin von Starks, war mir besonders ans Herz gewachsen. Sie spielt am Ende noch eine nicht unbedeutende Rolle.
Ich werde auf jeden Fall auch noch den „Patient“ lesen, zur Abrundung des Ganzen, da man dann sicherlich vieles noch besser versteht.

Für Kenner des ersten Bands ist „Der Verfolger“ natürlich ein absolutes Muss, aber auch ohne Vorkenntnisse ist der Psychothriller aus meiner Sicht empfehlenswert.

27.01.2019 14:04:47
Susi

5 Jahre nach dem vermeintlichen Tod von "Rumpelstilzchen" steht dieser plötzlich in Dr. Frederick Starks Praxis. Dieser droht ihm, damit er Hilfe für sich und seine Geschwister bekommt. Es beginnt eine Verfolgungsjagd mit vielen überraschenden Wendungen.

Der zweite Teil von John Katzenbach ist eine gelungene Fortsetzung von "der Patient". Man ist sofort wieder im Geschehen und es ist von der ersten Seite an packend.
Ein sehr spannender Thriller, der bis zum Ende hin interessant bleibt und flüssig zu lesen ist.
John Katzenbach versteht es, seine Leser in den Bann zu ziehen. Jedoch ist es wichtig, den ersten Teil zuvor gelesen zu haben.
Ich finde die Fortsetzung ist sehr gelungen, die Wendungen sind unvorhersehbar und es macht Spaß beim Lesen.

16.01.2019 15:13:52
anyways

Fünf Jahre nach der Begegnung mit einem äußerst mörderischen Geschwistertrio, hat der Psychiater und Psychoanalytiker Dr. Ricky Starks in Miami wieder Fuß gefasst. Seine Odyssee ging über New York, Boston, New Orleans und schlussendlich Florida. Seine Praxis läuft gut, er hat sich ein neues Leben aufgebaut, und doch hat er mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen, denn immer wieder suchen ihn Alpträume von seiner Begegnung mit Virgil, Merlin und Rumpelstilzchen heim. Diese Fantasienamen gab sich das Trio als sie Ricky das erste Mal heimsuchten und jetzt steht der tot geglaubte Mr. R (Rumpelstilzchen) in seiner Praxis und bedroht ihn mit einer Waffe. Doch diesmal will Mr. R Ricky nicht umbringen, sondern zur Mitarbeit zwingen. Die Geschwister von Mr. R werden bedroht, Ricky soll herausfinden wer der Aggressor ist, im Gegenzug für ein freies Leben.

John Katzenbach konnte sich mit seinen bisherigen Büchern immer fesseln. Dieses gehört (hoffentlich ausnahmsweise) nicht dazu. Ich habe den Vorgänger, „Der Patient“ schon vor langer Zeit gelesen, deswegen kam mir zwar einiges bekannt vor, die Zusammenhänge waren mir jedoch überhaupt nicht klar. Der Autor ist hier auch keine große Hilfe, da er die Vorgeschichte nur in sehr gering dosierten Sätzen erwähnt. Die Story demzufolge für mich von Anfang an mehr als schleierhaft. Warum sollte sich der Psychiater auf den Vorschlag von Mr. R einlassen? Warum holt er sich keine Hilfe? Das war für mich nicht logisch und nachvollziehbar. Von da an wirkte der ganze Plot auf mich, wie unter großer Spannung zurechtgezimmert. Katzenbach richtet auch nicht wie sonst den Fokus auf die spannenden Elemente, sondern eher auf das Gefühlsleben (stellenweise Gefühlschaos) des Dr. Starks. Das führt zu ziemlich vielen sehr langatmigen Passagen. Für einen Psychothriller eher ungewöhnlich, da es nur recht sparsame Spannungsbögen gibt.

Nein, diesmal konnte mich John Katzenbach überhaupt nicht fesseln. Schade.

15.01.2019 20:35:10
Readaholic

An den Haaren herbeigezogen
Ich weiß nicht, wie viele Anläufe ich gemacht habe, dieses Buch zu lesen. Es hat mich einfach nur gelangweilt. Die Geschichte ist sowas von konstruiert, dass man sie gar nicht ernst nehmen kann. Das geht schon mit der Zusammenfassung des Vorgängerbands „Der Psychiater“ los: ein mörderisches Geschwistertrio trachtet dem Psychiater Frederick Starks nach dem Leben, was die Schwester nicht davon abhält, sich (aus welchen Gründen auch immer) vor dem Arzt auszuziehen. Jetzt werden die Geschwister selbst von einem Mörder bedroht und ausgerechnet der Mann, den sie eigentlich gerne umgebracht hätten, soll ihnen dabei behilflich sein, den Mörder zu finden...
Es gab in dem ganzen Buch keine einzige Person, mit der ich mich identifizieren oder für die ich Empathie empfinden konnte.
Die Dialoge sind in die Länge gezogen, die Handlung hanebüchen und nicht glaubhaft. Die Spannung, die ich mir von dieser Lektüre erwartet hatte, blieb trotz einiger überraschender Wendungen aus.
In der Vergangenheit habe ich zwei oder drei Bände des Autors gelesen, die recht spannend waren, aber nach diesem Buch werde ich mit Sicherheit keinen Katzenbach-Roman mehr lesen. Ich bin total enttäuscht.
2 von 5 Sternen

12.01.2019 13:54:07
HexeLilli

Schon am Cover kann man gleich erkennen, dass das Buch von John Katzenbach ist, vor allem wenn man schon einige von ihm gelesen hat.

Vor vielen Jahren unterlief dem Psychiater Dr. Starks bei der Behandlung einer Patientin ein folgenschwerer Fehler. Die Kinder wuchsen daraufhin bei Pflegeeltern auf. Jahre später üben sie Rache. Der Doktor kann entkommen, wähnt seinen größten Feind Mister R. tot. Er baut sich in einem anderen Staat,
unter neuer Identität ein neues Leben auf. Fünf Jahre geht alles gut, dann
taucht Mr. R. wieder auf. Seine Geschwister werden bedroht und Ricky soll nur am Leben bleiben, wenn er rausfindet, wer den Bruder nach dem Leben trachtet. Es beginnt ein spannendes Katz und Maus Spiel.
Vielleicht hätte ich erst das Buch "Der Patient" lesen sollen. Dann wäre sicher gerade am Anfang einiges verständlicher gewesen. Aber trotzdem ist das Buch super spannend. Man fiebert mit, und es ist ein psychologisches Mitdenken erforderlich um den Seiten zu folgen. Wer wie ich Psychothriller liebt, dem kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen.

25.12.2018 17:58:04
SaintGermain

5 Jahre sind vergangen seit "Rumpelstilzchen" Dr. Frederick Starck bedrohte und ihm alles nahm. Ricky hat sich wieder einigermaßen erholt und arbeitet wieder als Psychoanalytiker. Doch plötzlich ist "Mr. R" wieder da und zwingt ihn, ihm zu helfen.

Das Cover des Buches passt zu den bisherigen Büchern des Autors und ist hervorragend gemacht.

Der Schreibstil des Autors ist - wie bei seinen anderen Büchern - einfach fantastisch. Orte und Protagonisten werden hervorragend dargestellt, die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau. Dazu gibt es natürlich auch in diesem Buch einige überraschende Wendungen.

Das Buch ist die Fortsetzung von "Der Patient", wo es Dr. Frederick Stark schon mit Mr. R und seinen Geschwistern aufnehmen musste. In diesem Buch kehren sie zurück. Und das mit einer an sich ähnlichen Handlung und trotzdem ist vieles anders und ist ein super Fortsetzungsband geworden, der auch für sich alleine gelesen werden kann. Allerdings wird im Prinzip alles aus dem 1. Teil verraten. Deshalb: Wer "Der Patient" noch nicht gelesen hat, dies aber noch vorhat, sollte den 1. Teil unbedingt zuvor lesen.

Die Handlung und die Figuren zogen mich sofort in den Bann, sodass ich kaum aufhören konnte zu lsen.

Einziger Wermutstropfeen in diesem Buch: Was mit Roxy und Charly geschieht, wird am Ende für mich nur unzureichend geklärt.

Fazit: Spannender Psychothriller als Fortsetzung in hervorragender Qualität. 5 von 5 Sternen