Die Gruben von Perth

Erschienen: August 2018

Bibliographische Angaben

  • Melbourne: Viking, 2013, Titel: 'Zero at the bone', Seiten: 277, Originalsprache
  • Berlin: Suhrkamp, 2018, Seiten: 300, Übersetzt: Sven Koch

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Jörg Kijanski
Knallharte Action aus Down Under

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jan 2019

Drei Jahre ist es her, dass der ehemalige Polizeichef von Perth Central, Frank Swann, seinen Job verlor. Nach der Royal Commission im Jahr 1976 gab es nur diesen Weg, wenn auch unfreiwillig. Sein damaliger Gegenspieler Detective Inspector Donald Casey wurde gar ermordet, der Täter ist bis heute unbekannt, doch sein damaliger Partner Detective Inspector Ben Hogan verdächtigt Swann der Tat. Nun schickt sich ausgerechnet Hogan an, der neue Chef des CID zu werden, während Swann sich als Privatermittler durchschlägt und versucht, nicht weiter aufzufallen.

Denn nicht nur zahllose Polizisten von Perth, sondern allen voran Hogan, sind ebenso skrupellos wie brutal. Swann winkt derweil ein neuer Fall, der eigentlich gar keiner zu sein scheint. Jennifer Henderson bittet Swann, den Selbstmord ihres Mannes Max genauer zu untersuchen. Dabei gibt es an der Tat keinerlei Zweifel, denn Max hat sich mit seinem Gewehr erschossen. 

„Die Einzelheiten gehen Sie nichts an. Ihr Job ist, nachzuforschen, Informationen zu beschaffen. Doch jetzt würde Swann zum ersten Mal antworten: Nein, in diesem Fall ist mein Job, am Leben zu bleiben.“

In Perth herrscht die Gewalt. Eine Reihe von Banküberfällen, vier in zwei Wochen, hält die Menschen in Atem. Währenddessen sieht sich Percy Dickson, Chef mehrerer Kaufhausdetektive, einer Überfallserie gegenüber. Der Schaden beläuft sich bereits auf eine Millionen Dollar. Gus Riley, Chef einer Motorradgang, vermisst hingegen sei geliebtes Bike, welches der Täter bei den Banküberfällen nutzt. Da die Polizei in beide Überfallserien involviert ist, ist von dort keine Hilfe zu erwarten.

Swann soll helfen und gerät dabei zwischen alle Fronten. Als er zudem feststellt, dass Max Henderson maßgeblich an einem Projekt namens Rosa Gold beteiligt war, eine Mine, deren Goldvorkommen bislang ungeahnte Größen erahnen lässt, drängt die Zeit. Im Vorstand von Rosa Gold sitzt die geballte Prominenz von Perth: Mächtige Cops wie Hogan sowie die einflussreichsten Bosse der Unterwelt.

Spannende Zeitreise in die 1970er Jahre

Die Fortsetzung von „Die Ratten von Perth“ spielt zwar drei Jahre später, setzt aber ohne Vorwarnung am ersten Teil an. Sofort ist man wieder in einem Sumpf aus Geldgier und Korruption, in dem sich weiterhin hochrangige Cops sowie der Polizeiminister des Staates Western Australien persönlich tummeln. Neben Drogen, Erpressung und Raubüberfällen winkt jetzt auch noch eine atemberaubend ertragreiche Goldmine. Da wollen alle dabei sein, koste es was es wolle.

Die Skrupel fallen, die Mordraten steigen. Frank Swann, der einmal mehr vernichtet werden soll, kann froh sein, dass er einige einflussreiche Freunde hat, wie den Chef der Bikergang Gus Riley. Wie schon beim ersten Teil ist es anfangs schwierig, die zahlreichen Personennamen auseinander zu halten. Etliche Orts- und noch wesentlich mehr Straßennamen tragen zur Verwirrung bei, wenngleich sie natürlich auch das Setting im positivem Sinn prägen.

David Whish-Wilson hat seine Hausaufgaben gemacht

Man merkt auf jeder Seite, dass David Whish-Wilson, einer der neuen Stars am australischen Krimihimmel, seine Hausaufgaben gemacht hat. Er kennt sich nicht nur in seiner Heimat Fremantle und Perth bestens aus, sondern hat sich zudem mit der damaligen Zeit intensiv beschäftigt und fängt deren Umstände großartig ein. Man ist mittendrin und freut sich gleichwohl, als Leser weit entfernt zu sein von diesem brutalen Sündenpfuhl.

Fazit:

Wer auf knallharte Polizei- und Mafiathriller steht, der findet in der Frank-Swann-Reihe die richtige Lektüre. Das Privatleben des Ermittlers nimmt einen angemessenen Umfang ein, wenngleich auch hier die Gewalt nicht Halt macht. Während sich der Rosa-Gold-Fall zunächst wie eine weitere Aktienmanipulation der Marke „Pump-and-Dump“ liest, also erst die Aktien künstlich in die Höhe treiben und dann rechtzeitig abstoßen und kassieren, ist die Auflösung weit komplexer. Ein schönes Rätsel, bei dem von Anfang an nur eines feststeht: Nicht alle werden überleben.

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