Krokodilwächter

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Kopenhagen: Lindhardt og Ringhof, 2016, Titel: 'Krokodillevogteren', Seiten: 366, Originalsprache
  • Zürich: Diogenes, 2018, Seiten: 8, Übersetzt: Dietmar Bär

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Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet? Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln. Als bei Julies Vermieterin ein Manuskript auftaucht, in dem ein ähnlicher Mord geschildert wird, glauben die beiden, der Aufklärung nahe zu sein. Aber der Täter spielt weiter.

Krokodilwächter

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Letzte Kommentare:
23.04.2019 15:10:45
Gudrun

Ich fand den Roman spannend und hatte auch bis fast zum Schluss den Durchblick.
Dann kam dieser letzte Brief und ich weiß nicht, wer ihn geschrieben hat.

27.06.2018 10:45:44
mrs rabes bookaccount

Julie Stender, eine junge Studentin, wird in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Erschlagen, das Gesicht mit einem Messer verunstaltet. Das neue Kopenhagener Ermittlerteam Jeppe Korner und Anette Werner haben diesen brutalen Mord aufzuklären. Ein Verdächtiger liegt bald auf der Hand, als Julies Vermieterin Esther auf ihr Krimimanuskript hinweist, dass erstaunliche Parallelen zu dem Mord aufweist.
Katrine Engberg ist mit ihrem Krimidebüt zunächst ein sprachlich ausgefeilter, interessanter Krimi gelungen. Schon die hervorragende Covergestaltung lässt auf anspruchsvolle Krimilektüre hoffen.
Obwohl auf den ersten Seiten ein brutal ausgeführter Mord geschildert wird, fehlt diesem Krimi wohltuend die plakative Sensationsgier. Auch gefiel mir die abwechselnde Erzählperspektive zwischen der eigentlichen Handlung und einem Metatext, der zu Beginn noch Rätsel aufgab.
Doch allzu bald konnte ich mir das Motiv der Tat und somit auch den Kreis des Täters zusammenreimen, was mein Vergnügen an diesem Buch etwas eintrübte, vor allem weil ich vor nicht allzu langer Zeit in einem anderen Thriller eine ähnliche Konstruktion gelesen habe. Davon abgesehen bietet der Krimi zahlreiche Wendungen, eine Vielzahl an Personen, die in unterschiedlichsten Konstellationen mit einander verbunden sind und eine ansprechende Erzählweise.
Das Ermittlerteam muss sich erst etablieren. Während jedoch die kompetente Anette nahezu im Hintergrund verblasst, wird mit Jeppe wieder einmal ein von privaten Problemen gebeutelter Polizist in der Midlifecrisis vorgestellt. Sein Privatleben drängte sich mir zu sehr auf, vor allem weil es keinen Einfluss auf die tatsächliche Krimihandlung hatte.
Meine erklärte Lieblingsfigur dieses Buches war aber die alternde, intellektuelle Esther, deren Gefühlswelt die Autorin behutsam und einfühlend beschrieb. Fast wünscht man sich, mehr über diese Frau abseits jeglicher Krimihandling zu erfahren.
Dadurch hebt sich aus meiner Sicht das Buch von simpler schneller Thrillermassenware ab und trotz der erwähnten Schwächen war ich daher von diesem Krimi ganz gut angetan.

11.05.2018 14:39:20
TochterAlice

In Kopenhagen wird die Leiche einer jungen Frau gefunden und zwar in ihrer eigenen Wohnung. Wobei: das ist eine Wohnung, die Julie - so heißt das Opfer - mit ihrer Freundin teilt und zwar im Haus ihrer Vermieterin Esther, einer emeritierten Musikprofessorin, die sich auf unterschiedliche Weite die Zeit vertreibt. Beispielsweise mit dem Verfassen eines Manuskripts, das auf frappierende Weise dem Tathergang des Mordes im eigenen Haus ähnelt. Außerdem verkehrt sie mit einem jungen Mann, der nahezu besessen von Julie ist.

Dies nur zwei der Fährten, die Autorin Katrine Engberg in diesem Krimi - ihrem Erstling - auslegt. Gut sind die Figuren beschrieben, dicht ist die Handlung, bisweilen gar so dicht, dass man als Leser droht, darin unterzugehen. So bezieht sich hierauf auch mein einziger Kritikpunkt: und zwar ist mir das Ganze ein wenig zu ausführlich erzählt.

Wobei mir die ausführliche Einführung der Autorin in das gesamte Setting durchaus willkommen ist - dieses bietet nämlich die Grundlage für die vielen Verwicklungen und Erzählstränge, die sie uns präsentiert und die förmlich einladen zum Miträtseln um die Auflösung des Falles.

Dafür sind die Ermittelnden Jeppe Kørner und Anette Werner zuständig, die der erfahrene Leser sofort als typisch skandinavisches Krimipersonal identifiziert - einerseits ein wenig melancholisch und mit privaten Problemen behaftet, andererseits konzentriert und dabei nicht unoriginell in ihrer polizeilichen Arbeit. Sie sind nicht zu dominant, verfügen aber durchaus über ausreichend Alleinstellungsmerkmale, um im Gedächtnis des Lesers zu bleiben und sich darin zu verankern - mit Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen, jedenfalls in meinem Fall! Wobei diesmal ganz klar Jeppe das Zepter in der Hand hält, was die Anteile an der Handlung angeht. Vielleicht ändert sich das ja im nächsten Teil!

Ein wenig umständlich und langatmig ist die ganze Geschichte, aber nicht so sehr, dass sie Handlung insgesamt darunter leiden würde. Zum Ende hin gibt es noch die ein oder andere Überraschung und das nicht nur in Bezug auf die Auflösung des Falles. Insgesamt ist es ein gelungener Krimi ohne zu viel nordische Schwermut, dem ich viele Leser empfehle!

17.04.2018 15:44:32
Mrs.Rabes_Bookaccount

Julie Stender, eine junge Studentin, wird in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Erschlagen, das Gesicht mit einem Messer verunstaltet. Das neue Kopenhagener Ermittlerteam Jeppe Korner und Anette Werner haben diesen brutalen Mord aufzuklären. Ein Verdächtiger liegt bald auf der Hand, als Julies Vermieterin Esther auf ihr Krimimanuskript hinweist, dass erstaunliche Parallelen zu dem Mord aufweist.
Katrine Engberg ist mit ihrem Krimidebüt zunächst ein sprachlich ausgefeilter, interessanter Krimi gelungen. Schon die hervorragende Covergestaltung lässt auf anspruchsvolle Krimilektüre hoffen.
Obwohl auf den ersten Seiten ein brutal ausgeführter Mord geschildert wird, fehlt diesem Krimi wohltuend die plakative Sensationsgier. Auch gefiel mir die abwechselnde Erzählperspektive zwischen der eigentlichen Handlung und einem Metatext, der zu Beginn noch Rätsel aufgab.
Doch allzu bald konnte ich mir das Motiv der Tat und somit auch den Kreis des Täters zusammenreimen, was mein Vergnügen an diesem Buch etwas eintrübte, vor allem weil ich vor nicht allzu langer Zeit in einem anderen Thriller eine ähnliche Konstruktion gelesen habe. Davon abgesehen bietet der Krimi zahlreiche Wendungen, eine Vielzahl an Personen, die in unterschiedlichsten Konstellationen mit einander verbunden sind und eine ansprechende Erzählweise.
Das Ermittlerteam muss sich erst etablieren. Während jedoch die kompetente Anette nahezu im Hintergrund verblasst, wird mit Jeppe wieder einmal ein von privaten Problemen gebeutelter Polizist in der Midlifecrisis vorgestellt. Sein Privatleben drängte sich mir zu sehr auf, vor allem weil es keinen Einfluss auf die tatsächliche Krimihandlung hatte.
Meine erklärte Lieblingsfigur dieses Buches war aber die alternde, intellektuelle Esther, deren Gefühlswelt die Autorin behutsam und einfühlend beschrieb. Fast wünscht man sich, mehr über diese Frau abseits jeglicher Krimihandling zu erfahren.
Dadurch hebt sich aus meiner Sicht das Buch von simpler schneller Thrillermassenware ab und trotz der erwähnten Schwächen war ich daher von diesem Krimi ganz gut angetan.

15.04.2018 22:45:20
books4ever

Top-Krimi aus Dänemark

Esther de Laurenti, eine emeritierte Professorin, genießt ihren Ruhestand in vollen Zügen. Abends lädt sie Freunde zu sich ein und trinkt nebenbei auch mal ein Glas Wein mehr, tagsüber schreibt sie an ihrem ersten Kriminalroman.
Als Julie, eine ihrer Mieterinnen, erstochen aufgefunden wird, gerät Esthers Leben aus den Fugen. Während die Kommissare Jeppe Kørner und Anette Werner fieberhaft nach dem Täter suchen, macht Esther eine grausame Entdeckung: Der Mörder setzt ihr eigenes Romanmanuskript in die Wirklichkeit um.

Mit „Krokodilwächter“ ist Katrine Engberg ein wirklich gutes Thriller-Debüt gelungen. Schon das Cover ist sehr hochwertig und schlicht gestaltet und weist mit den eingearbeiteten Schnitten ein interessantes Detail auf.
Die Geschichte selbst ist düster und sehr spannend umgesetzt. Besonders die eingebauten Auszüge aus Esthers Romanmanuskript lockern die Handlung auf und sorgen für zusätzliche Spannung. So entsteht eine interessante Mischung aus Fiktion und Realität. Als Leser ist man ständig zwischen den verschiedenen Tatverdächtigen hin- und hergerissen und immer wenn man glaubt, der Wahrheit etwas näher gekommen zu sein, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung.

Auch die unterschiedlichen Charaktere konnten mich überzeugen. Mit Esther musste ich zwar erst etwas warm werden, doch ich konnte mich mit der Zeit immer besser in sie hineinversetzten und auch ihr Verhalten war für mich letztendlich schlüssig.
Jeppe Kørner und Anette Werner von der Kopenhagener Mordkommission sind ein etwas ungewöhnliches Ermittlerduo mit einigen Differenzen, doch beide können sich schließlich zusammenraufen, um den Fall zu lösen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die beiden Kommissare noch einiges an Entwicklungspotenzial bieten und ich würde mich freuen, wenn ich die beiden noch bei weiteren Fällen begleiten könnte.

Insgesamt ist „Krokodilwächter“ ein spannender Thriller aus Skandinavien, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Stellenweise konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und ich habe es an einem Wochenende durchgelesen. Ein packender Auftakt, der Lust auf mehr macht!

12.04.2018 20:00:35
subechto

Jeppe und Anette ermitteln in Kopenhagen

„Krokodilwächter“ von Katrine Engberg ist eher ein literarischer Krimi als ein Thriller, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Worum geht es?
Eine junge Literaturstudentin, die gerade erst nach Kopenhagen gezogen war, wird brutal ermordet. Julies Vermieterin, die ehemalige Literaturprofessorin Esther de Laurenti, schreibt an einem Manuskript, das Parallelen zum Mordfall aufzeigt. Aber ist sie deshalb auch die Täterin?
Zitat: „Sie [Esther] musste ihr ganzes Projekt neu bewerten. Sie musste sich entscheiden, ob sie der Polizei erzählen sollte, dass sie Julie ermordet hatte“.
Julie hatte kurz vor ihrem Tod einen älteren Mann mit Brille kennengelernt. Handelt es sich um ihren Mörder? Wo liegt das Motiv? Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln - und schon bald gibt es eine weitere Leiche. Beseitigt der Täter Mitwisser?
Katrine Engberg ist eine genaue Beobachterin. Jedenfalls konnte ich mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Jeppe hat private Probleme, die sich auch auf seinen Job auswirken. Er kann nicht akzeptieren, dass seine Frau ihn wegen eines Anderen verlassen hat. Anette dagegen ist glücklich verheiratet und hochmotiviert. Meine Lieblingsfigur ist Esther. Sie hat viel Empathie und kümmert sich rührend um ihren Mitbewohner Gregers, der im Krankenhaus liegt. Seit sie im Ruhestand ist, macht sie was sie will. Ok, sie trinkt zu viel. Aber wer ist schon perfekt?
Katrine Engberg hat ihr Krimidebüt packend in Szene gesetzt, mit vielen falschen Fährten und überraschenden Wendungen. Eine Geschichte über Einsamkeit und Verlust. Auch der Titel erklärt sich erst ganz zum Schluss:
Zitat: „Wie ist ihr Verhältnis zu Christian Stender?“ „Er ist einer meiner Krokodilwächter. Alle Künstler haben ein paar davon. Zumindest die erfolgreichen.“ Der Krokodilwächter ist ein afrikanischer Vogel, der angeblich in den Mäulern von Krokodilen nach Nahrung sucht. Widerlich, aber praktisch.
Gut geschrieben, keine Frage. Nichtsdestotrotz, ein Thriller ist es nicht. Zudem bin ich mit Jeppe bis zum Schluss nicht warm geworden. Das finde ich wiederum typisch für einen skandinavischen Krimi. Denn die meisten skandinavischen Ermittler haben eine Menge persönlicher Probleme.

Fazit: Gelungener Start einer neuen Serie, der verschiedene Fährten legt und diese am Ende plausibel zusammenführt. Unterhaltung auf hohem Niveau!

12.04.2018 18:17:42
Büchermaulwurf

Herausragendes Thrillerdebüt aus Kopenhagen!

In einem Mietshaus in Kopenhagen wird ein junges Mädchen erstochen und grausam verstümmelt aufgefunden. Die Vermieterin, eine Professorin im Ruhestand, schreibt gerade an einem Kriminalroman. Sie muss mit Entsetzen feststellen, dass der unbekannte Täter den Mord, den sie sich im Krimi ausdachte, in die Realität umgesetzt hat. Damit rückt sie natürlich ins Zentrum der polizeilichen Ermittlungen, bis ein weiterer Mord geschieht.

Katrina Engberg hat mit „Krokodilwächter“ ein außergewöhnlich spannendes und vielschichtiges Debüt hingelegt und ist damit nicht umsonst auf den ersten Rängen der dänischen Bestsellerliste gelandet. Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und konnte das Buch kaum zur Seite legen. Viele Kapitel enden mit Cliffhangern, so dass es mir immer wieder schwerfiel das Buch zur Seite zu legen. Die eingefügten Ausschnitte aus dem Krimimanuskript, die durch eine andere Schrift gekennzeichnet sind, sorgen zusätzlich für Spannung.
Die Handlung ist sehr intelligent und raffiniert aufgebaut und es gibt einige unvorhersehbare Wendungen. Ein paar Mal hatte ich einen Verdacht, wer der Täter sein könnte, lag aber jedesmal daneben. Die Autorin hat es verstanden geschickt falsche Fährten zu legen und erst kurz vor dem überraschenden Ende löste sich das Rätsel um den Täter und es wurde noch einmal richtig spannend.

Der Autorin ist es gelungen sämtlichen Charakteren Glaubwürdigkeit und Tiefe zu verleihen. Die ermittelnden Polizeiassistenten Jeppe Kørner und Anette Werner sind sehr gegensätzlich in ihrer Art, haben mir als Ermittler-Team aber sehr gut gefallen. In diesem Roman lag der Schwerpunkt mehr auf Jeppe und seinem Privatleben- seiner Tablettensucht, Unfruchtbarkeit und der Trennung von seiner Frau,die ihm doch sehr zu schaffen machte. Ich hoffe man erfährt im nächsten Band etwas mehr von Anette.

Das Buchcover ist auch bemerkenswert. Auf der Abbildung wirkte es unscheinbar- hält man es aber ihn der Hand, sieht man die Schnitte im Schutzumschlag, durch die der rote Leineneinband hindurch scheint. Es passt damit hervorragend zum Inhalt und hat mich ebenso begeistert wie das Buch.

Fazit:
Katrine Engberg ist hier ein überragendes Debüt gelungen, das ich wirklich nur weiterempfehlen kann. Ich freue mich schon auf weitere Fälle aus der Kopenhagen-Serie.

08.04.2018 07:57:41
oberchaot

Verschiedene Personen wohnen in einem Mehrfamilienhaus in Kopenhagen: Die pensionierte Professorin Esther de Laurenti, der das Haus gehört. Sie schreibt an einem Krimi und lässt es sich gut gehen. In einer WG wohnen zwei junge Frauen, darunter Julie, welche ermordet wird. Und dann ist da noch der alte Gregers, der Julie tot auffindet. Diese, zusammen mit ein paar anderen Personen, sind die Hauptpersonen in diesem Thriller. Dazu gehören natürlich noch die Kommissare Jeppe und Anette, die den Fall möglichst schnell auflösen sollen, doch das gestaltet sich schwierig und ist von Tiefschlägen geprägt.

Mich hat das Cover optisch nicht besonders angesprochen, obwohl es raffiniert gestaltet wurde. Inhaltlich wurde es zwar nie langweilig, auch ist es gut verständlich, aber es war nicht sehr turbulent, dass ich es nie hätte weg legen können. Interessant war auch die Vermischung zwischen Fiktion des Manuskriptes von Esther und der Realität. Zwischendurch wurden die Toten doch ziemlich bildlich beschrieben, was keine schöne Vorstellung war. Umso mehr hat mich ein Teil des Schlusses sehr positiv überrascht und mein Herz erwärmt.

Fazit: Das doch umfangreiche Buch hat mir gefallen und ich kann es nur weiter empfehlen.

04.04.2018 13:14:58
StephanieP

Kurz nachdem Julie nach Kopenhagen gezogen ist wird die junge Frau tot aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass die Studentin brutal ermordet wurde. Jeppe Kørner und Anette Werner beginnen zu ermitteln und versuchen den Mörder zu stellen. Das Ermittlerteam findet bei der Vermieterin der getöteten Frau ein Manuskript, in welchem ein ähnlicher Mord beschrieben wird. Sie vermuten, dass die Vermieterin hinter dem Mord steckt, doch der Täter spielt weiter.

Katrine Engbergs Thriller überzeugt mit einem bildlichen und fesselnden Schreibstil. Die Autorin baut sehr schnell Spannung auf und kann diese beinahe das gesamte Buch durch halten. Mir persönlich waren es etwas zu viele Szenen, die für die Lösung der Fälle unwichtig sind. Zudem finden sich kaum unerwartete Wendungen in der Handlung. Die einzelnen Kapitel sind logisch und gut durchdacht aufgebaut. Die Autorin kann Wiederholungen komplett vermeiden. Ich konnte sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.

Die Charaktere sind sehr authentisch und vielschichtig beschrieben, was zur Folge hat, dass sich der Leser schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie für die einzelnen Protagonisten entwickeln kann. Besonders das Ermittlerteam Jeppe Kørner und Anette Werner konnten mich wirklich überzeugen und ich hoffe, dass es noch weitere Bücher mit ihnen geben wird.

„Krokodilwächter“ ist mein erstes Buch von Katrine Engberg. Im Großen und Ganzen konnten mich ihre Handlung und ihre Protagonisten überzeugen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Spannung nicht durchgehend gehalten wird.

FAZIT:
„Krokodilwächter“ ist gelungener und lesenswerter Thriller, in dem leider nicht durchgehend die Spannung gehalten werden kann. Daher vergebe ich 4 Sterne!