Der letzte Heuler

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2015, Seiten: 315, Originalsprache

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Auf der Suche nach Hilfe für einen kleinen Seehund stolpert Lehrerin Rosa über einen Toten. Der pensionierte Chefarzt der Kinderklinik wurde erschossen. Während die Kripo an Auftragsmord glaubt, verfolgt Rosa gemeinsam mit Henner und Rudi ganz andere Spuren. Dabei landet das Trio in einer Seehundaufzuchtstation, bei einer Firma, die Dixie-Klos verleiht, sowie auf einem Gestüt. Und natürlich ist auch die wesentlich jüngere Witwe des Opfers verdächtig – munkelt doch ganz Neuharlingersiel, sie habe ein Verhältnis ... Band zwei der humorvollen Ostfriesland-Krimireihe um Postbote Henner, Dorfpolizist Rudi und Lehrerin Rosa.

Der letzte Heuler

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Letzte Kommentare:
14.05.2015 11:51:37
Annette Traks

Lehrerin und Hobby-Krimiautorin Rosa Moll ist nach der Trennung von ihrem Freund vor einiger Zeit von Hannover ins ostfriesische Dorf Neuharlingersiel gezogen und hat durch ihre kontakfreudige Art schon recht gut Anschluss gefunden.

Eines Morgens sichtet sie beim Joggen einen einsamen Heuler am Strand. Sofort eilt sie zum Haus von Tierärztin Iris Brakenhoff, um Hilfe zu holen. Dort jedoch trifft sie nur auf deren Gatten – tot in einer Blutlache auf dem Boden liegend.

Der ehemalige Chefarzt einer Kinderklinik ist mit einer russischen Pistole Makarow erschossen worden. Also ein Auftragsmord der Russenmafia, wie die Kripo Wittmund meint?

Rosa und ihre beiden Freunde, Postbote Henner und Dorfpolizist Rudi, denken da pragmatischer und vermuten eher eine Beziehungs- oder Vergeltungstat. Sie stellen eigene Nachforschungen an, wobei ihre Methoden - wie auch schon in ihrem ersten gemeinsam gelösten Mordfall*) - oft sehr eigenwillig sind.

Aber auch Henners Schwestern und der Dorftratsch liefern reichlich Stoff für Spekulationen und lassen das Trio so manche Fährte aufnehmen.

Resümee:
Auch dieser 2. Band um das Trio Rosa, Henner und Rudi ist wieder gleichermaßen heiter-unterhaltsam und spannend. Die Charaktere – jeder für sich ein Original – sind sehr plastisch gezeichnet, sodass die Personen vor dem geistigen Auge des Lesers zu Leben erwachen:

Rosa, zugereiste Lehrerin und ambitionierte Krimi-Autorin, ist manchmal ein wenig zu kontaktfreudig und engagiert und hält ihre beiden männlichen Freunde ganz schön auf Trapp.

Postbote Henner liebt einen geregelten Tagesablauf und seine Ruhe, die von der im gleichen Haus lebenden Rosa jedoch oft empfindlich gestört wird. Glücklicherweise hat er sich „dank“ seiner 8 Schwestern ein dickes Fell zugelegt und ist durch nichts so schnell zu erschüttern.

Dorfpolizist Rudi, Henners Freund aus Kindertagen, ist glücklich geschieden und lebt zufrieden mit seinem 17-jährigen Sohn zusammen. Beruflich allerdings fühlt er sich in seinen Fähigkeiten total verkannt.

Aber auch die Konturierung der Neben-Akteure ist hervorragend gelungen.
Die Interaktionen der zum Teil sehr unterschiedlichen Personen und Mentalitäten sorgen für manche Situationskomik.

Authentisch wird alles durch die moderat eingearbeitete ostfriesische Mundart und das Lokalkolorit. Der Leser merkt: In Ostfriesland ticken die Uhren anders, d. h. um einiges ruhiger als in der „großen weiten Welt“. Daher darf man auch keinen nervenzerfetzenden Thrill erwarten, aber
sehr wohl einen soliden, spannenden Regionalkrimi mit viel Humor.

Und im Anhang findet man auch noch Rezepte von Mudder Steffens (Henners Mutter) und Rudi.

Bewundert habe ich wieder die exzellente Zusammenarbeit und Abstimmung der beiden Autorinnen: Das Buch ist ohne einen einzigen inhaltlichen oder formalen Bruch wie aus einem Guss geschrieben.

*) Franke / Kuhnert – Krabbenbrot und Seemannstod (2014);

11.05.2015 16:03:34
sommerlese

Nach dem 1. Band "Krabbenbrot und Seemannstod" geht es schon wieder munter weiter mit dem originellen Dreiergespann: Rosa, Rudi und Henner. Und wieder sorgen sie mit ihren speziellen urigen Charakteren für heitere Unterhaltung mit regionalem Flair. Einzelne plattdeutsche Dialoge zeigen gut verständlich den Stil der typisch ostfriesischen Unterhaltung.Besonders gut gelingt den Autorinnen in diesem Buch die Schilderung der Natur, die mit Heckenrosenduft , frischer salziger Luft und lauen Sommerabenden lockt und die Beschreibung der örtlichen Köstlichkeiten wie frische Kutterscholle, Bratkartoffeln mit Krabben, Majestopf und Ostfriesentorte. Das macht echt Appetit und verlockt zu einem Kurzurlaub an der Nordsee.Auch Rosas Ausflug mit ihrer Schulklasse in die Aufzuchtstation der Seehunde verleiht der Geschichte den entsprechenden Regionalcharakter.Dieser Krimi macht einfach Spaß, weil die Charaktere überaus humorvoll angelegt sind und auch ihre Ermittlungsmethoden nicht immer normal erscheinen. Rosa ist da eine ganz spezielle Person, die sich gern einmischt, überall dabei sein möchte und sich bei Männerabenden ziemlich aufdringlich einlädt. Doch es kann ihr niemand böse sein und so erfährt sie mit ihrer Neugier doch den einen oder anderen entscheidenden Hinweis zur Lösung des Falles.Die Handlung wird durch Wendungen und Ermittlungsirrläufer interessant gestaltet und der Leser kann munter mitraten. Nun läuft das natürlich nicht so rasant ab wie in einem amerikanischen Krimi, in Ostfriesland ticken die Uhren halt noch langsam und bedächtig. Aber die gute Unterhaltung ist auf jeden Fall garantiert und erhält schon allein durch die Szenerien von Campingplatz mit Dixiklos, Fischereigenossenschaft und Dorfkneipenidylle einen unnachahmlich friesischen Touch.Wer die Nordsee liebt, gern Krimis mit regionalem Bezug liest und eine humorvolle Unterhaltung sucht, ist mit "Der letzte Heuler" gut beraten. Ein Krimi, der wirklich Spaß macht und ein originelles Ermittlertrio besitzt, das richtig süchtig macht auf nachfolgende Bände.

08.05.2015 08:11:51
Gaby Hochrainer

Obwohl der erste Fall der interessanten Ermittlertruppe "Krabbenbrot und Seemannstod" auf meinem SuB liegt, habe ich mich gleich an den zweiten Fall von Rosa, Henner und Rudi gewagt. Und nun weiß ich, dass ich den ersten Fall unbedingt sehr bald lesen muss.

Frühsommer in Neuharlingersiel. Rosa, ihres Zeichen Lehrerin in dem kleinen Ort, will unbedingt etwas für ihre Figur und ihre Kondition tun. Beim Joggen auf dem Deich stößt sie auf einen jungen Heuler, der ohne seine Mama am Strand liegt. Sie joggt zum Haus der Tierärztin, findet aber anstatt der erhofften Hilfe einen toten Mann im Wohnzimmer liegen. Dorfpolizist Rudi und sein Chef Haueisen von der Kripo Wittmund, sowie Kollege Schnepel machen sich an die Aufklärung. Man vermutet einen Täter aus dem Osten, da der Mann der Tierärztin mit einer russischen Waffe erschossen wurde.

Die 3 Hauptprotagonisten haben ihren ganz eigenen Charme. Ich bin ganz begeistert von Rosa Moll mit ihrer blühenden Fantasie, die aber immer auch recht nah an die Wahrheit kratzt; von Henner Steffens, der sein Fahrrad Berta nennt und es als jüngstes von 9 Kindern unter lauter Schwestern bestimmt nicht immer leicht gehabt hat; und von Rudi Hieronymus Bakker, dem eingefleischten Werder-Fan, der als allein erziehender Vater alles versucht um seinem 17-jährigen Sohn Sven ein guter Vater zu sein.

Ich erfahre einiges über junge Seehunde und die Aufzuchtstation im Nationalpark-Haus in Norddeich. Insgesamt schaffen es die Autorinnen den Flair der Küste richtig gut einzufangen und mich neugierig auf diese Gegend zumachen. Ich habe beim Lesen den salzigen Duft des Meeres in der Nase und bekomme Appetit auf die Köstlichkeiten des Nordens wie z.B. Scholle mit Salzkartoffeln, Krabben un braden Tuffels, Matjestopf und Ostfriesentorte. Genial finde ich, dass die in der Geschichte vorkommenden Gerichte als Rezepte im Angang ausführlich beschrieben sind - lecker.

Ich habe mich durch die humorige Art dieses Krimis und die unkonventioneller Art der Ermittlungen sehr gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte kann jedem empfehlen, der Krimi nicht ganz bierernst nimmt, auf großes Blutvergießen verzichten kann und beim Lesen einem Schmunzeln in den Mundwinkeln nicht abgeneigt ist.

Ich habe den Ostfriesen-Krimi sehr genossen und bin froh, dass das Autorenteam bereits am nächsten Fall arbeitet.

Jetzt werde ich aber erst meinen SuB um das Krabbenbrot erleichtern.

07.05.2015 15:26:42
Sonjas Bücherecke

Der letzte Heuler" ist der zweite Ostfriesen-Krimi des Autorenduos Christiane Franke & Cornelia Kunert. Ich war vom meinem ersten Ausflug nach Ostfriesland begeistert und habe mich hier sofort wohl gefühlt.Hier besuchen wir den kleinen Ort Neuharlingersiel im Sommer. Und lernen die Protagonisten Rosa, Henner und Rudi kennen. Rosa ist Lehrerin und ist nach Neuharlingersiel gezogen um ihre große Liebe Ingo zu vergessen. An einem ausnahmsweise warmen Tag entdeckt Rosa am Strand einen einsamen Heuler. Rosa, eine gute Seele, macht sich sofort auf um Hilfe zu holen. Als sie jedoch die Praxis der Tierärztin betritt, findet sie deren Gatten tot in einer Blutlache liegen. Wie sich herausstellt, wurde der pensionierte Chefarzt einer Kinderklinik erschossen. Mit einer russischen Makarow. Die Kripo Wittmund glaubt daher an einen Auftragsmord. Doch das halten Rosa und ihre Freunde, der Dorfpolizist Rudi und Postbote Henner für ziemlichen Quatsch. Auf eigene Faust und mit ihren ganz speziellen Methoden stellen die drei Ermittlungen an. Und stolpern über Dixi-Klos, kostspielige Reitstunden und Liebesverhältnisse, die so ganz rund wohl nicht gelaufen sein dürften.Schade, daß meine Reise nach Ostfriesland so schnell zu Ende war.Ich habe jetzt noch den Geruch des Meeres in der Nase und spüre den Wind in meinen Haaren. So ein Strandspaziergang , ein wahrer Traum. Der Schreibstil der Autorinnen hat mich begeistert. Die Geschichte ist unterhaltsam, spannend und es gab auch einiges zu lachen. Die Protagonisten finde ich einfach genial. Rosa hat immer Oberwasser und die Herren ganz schön im Griff. Und auch Henners Schwestern sind nicht ohne. Ich sehe Henner und Rudi vor dem Haus sitzen und kann sie bei ihrer Teezeremonie beobachten. Man fühlt sich einfach wohl und ist mitten im Geschehen dabei. Toll fand ich auch die Beschreibung der Seehundstation. Den Kindern hat es ja mächtig gut gefallen. Man bekommt sofort Lust hier Urlaub zu machen.Das Cover finde ich unbeschreiblich toll. Das Meer, ein einsames Segelboot und der kleine Heuler, den man sofort in sein Herz schließt. Begeistert bin ich auch von den Rezepten am Ende des Buches. Das eine oder andere werde ich sicherlich ausprobieren.Ein rundherum gelungener Regionalkrimi, der mir vergnügliche und unterhaltsame Lesestunden beschert hat und den ich nur bestens weiterempfehlen kann. Selbstverständlich vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Fall des Ermittlertrios.

07.05.2015 13:32:42
tigerbea

Lehrerin Rosa trifft während ihrer täglichen Joggingrunde auf dem Deich auf einen Mann mit Hund, der einen offensichtlich von der Mutter verlassenen Heuler beobachtet. Da muß Rosa helfen! Nachdem sie ihre Freunde, den Dorfpolizisten Rudi und den Briefträger Henner nicht erreichen kann, läuft sie zur Tierärztin, die in der Nähe wohnt. Doch dort trifft sie nicht auf die Tierärztin, sondern auf ihren Mann, der erschossen auf dem Boden liegt. Die Tatwaffe: eine russische Makarow. Rudis Chef Haueisen und sein Kollege Schnepel haben somit das Motiv schnell zur Hand: Ostblockspionage. Doch Rudi, Henner und Rosa können sich mit dem Motiv nicht anfreunden und beginnen ihre eigenen Ermittlungen.

Da dachte ich, nach "Krabbenbrot & Seemannstod" wäre keine Steigerung mehr möglich - da habe ich mich gründlich getäuscht. Wie die beiden Autorinnen das geschafft haben, bleibt mir jedoch ein Rätsel, denn bereits der erste Band der Serie war eine Wucht. Doch hier beweisen sie, es geht immer noch besser. Der Schreibstil ist auch hier wieder sehr schön fließend, man taucht in die Geschichte vom ersten Wort an ein und kommt einfach nicht mehr davon los. Dieser Krimi verdient den Titel Regionalkrimi wirklich. Die Landschaft ist wunderschön dargestellt, die Charaktere passen in die Region und es wird auch Dialekt gesprochen. Der ist jedoch für jedermann verständlich und nicht übertrieben. Es herrscht eine angenehme Spannung, die durch die kauzigen Wesenszüge der Charaktere, allen voran Rudi, Henner und Rosa, immer wieder humorvoll untermalt wird. Die drei muß man einfach mögen. Vor allem Rosa mit ihrer doch manchmal aufdringlichen Art ist einfach liebenswert. Man kann ihr gar nicht böse sein, wenn sie sich mal wieder selbst zum Essen einlädt oder die Männerrunde sprengt. Überhaupt das Essen: Durch den sehr bildhaften Schreibstil sieht man die Gerichte so vor Augen, daß man automatisch Hunger auf Matjes, Scholle und Spargel bekommt. Übrigens sind am Ende des Buches Rezepte abgedruckt, den Matjessalat werde ich mal testen!

Eine absolute Leseempfehlung für alle Freunde von guten Regionalkrimis!