Ihr findet mich nie

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • London: Orion, 2013, Titel: 'You will never find me', Originalsprache
  • München: Page & Turner, 2014, Seiten: 480, Übersetzt: Kristian Lutze

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Michael Hoch
Herzklopfen auf 34 Kapiteln

Buch-Rezension von Michael Hoch Mai 2014

Die angeblich 18-Jährige Amy möchte nicht gefunden werden, nachdem sie den Plan schmiedet, endlich ihrem Elternhaus den Rücken zu kehren. Sie fühlt sich wenig beachtet und völlig deplaziert im Haus. Ihre Eltern sollen das zu spüren bekommen. Sie sollen endlich aufwachen, aber nur nicht nach ihr suchen. Genauer betrachtet hätte Amy eigentlich zwei Personen zurückgelassen, die darauf spezialisiert sind, sich mit einem derartigen Fall zu beschäftigen. Die Mutter Polizistin, der Vater ein privater Ermittler, der sich auf Entführungen spezialisiert hat. Amy kehrt nicht zurück. Das einzige, was sie hinterlässt ist ein Brief mit den Worten. Ihr findet mich nie.

Der Satz fällt auf Seite 11. Und als Mutter Mercy ihn liest, kann sie ihre Verzweiflung nicht verbergen, auch wenn sie bislang wenig für ihre Tochter übrig hatte. Tochter Amy geht auf Reisen, lässt sich treiben. Geld hat sie genug dabei. Ihr Entschluss steht felsenfest. Eher streift sie durch die Straßen als weiter in der heimischen Hölle den Versuch zu wagen, weiter zu überleben, ohne Schaden zu nehmen.

Doch die Eltern Charlie und Mercy halten sich nicht an Amys Bitte, doch bitte nicht nach ihr zu suchen. So könnte ja beispielsweise eine DNA-Probe später gegebenenfalls mit einer Leiche abgeglichen werden. Charlie macht sich auf den Weg. Ein steiniger, wie er noch feststellen wird. Seine Spur führt nach Madrid. Es wird die größte Herausforderung seines Lebens werden.

Der Autor wechselt die Perspektive, die zunächst die letzten kleinen Abenteuer Amys vermittelt, um dann aus der Sicht des Vaters auf Spurensuche zu gehen. Robert Wilson spielt mit den Perspektiven. Er wechselt die Standorte wie in einem Spielfilm. Und so wird auch Ihr findet mich nie zu einem knapp 500-seitigem Blockbuster, der die Spannung hält und den Leser immer packt. Wilson überlässt nichts dem Zufall. Jedes Detail kann von Bedeutung sein. Sein Thriller ist perfekt konstruiert und langweilt in keiner Minute.

Er hält seine Leser in Atem, um ihnen im nächsten Moment eine Verschnaufpause von der rasanten Erzählweise zu gönnen. Ist Amy doch am Leben und ist sie vielleicht einem Serienmörder nur knapp entkommen? 34 Kapitel braucht es, bis das Herzklopfen beim Lesen langsam bis zum Finale versiegt.

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Letzte Kommentare:
18.01.2015 11:51:52
Spehenry

Ich finde das Buch nicht schlecht, bei weitem aber nicht auf der Höhe der Javier Falcon-Reihe, schon gar nicht auf dem Niveau von Tod in Lissabon oder dem verdeckten Gesicht. Die beiden Erzählstränge sind nur mühsam und reichlich unglaubwürdig miteinander verbunden, die Spannung verpufft am Schluss, zu sehr im üblichen Thriller-Schema erzählt. Die drei Hauptpersonen, Charles, Mercy und El Orsito zeigen ansatzweise interessante Züge, aber allzu schnell versandet der Autor in Küchen-Psychologie oder geht einfach darüber hinweg.
Ich halte Wilson für einen außerordentlichen Autoren, der hier in seinem neuesten Buch leider zu sehr auf Thrillerspuren wandelt. Seine Stärke scheint mir jedoch im eher langsameren Genre des auf einer Persönlichkeit aufbauenden Krimis zu sein.

15.11.2014 18:53:25
oldman

Was für ein Brett von einem Krimi. Hier stimmt fast alles. Zwei Parallelhandlungen fügen sich am Ende logisch zusammen, die handelnden Personen werden einfühlsam gezeichnet, ohne den Leser mit seitenlangen psychologischen Beschreibungen zu belasten. London und Madrid sind interessante Schauplätze, die Story gewinnt zum Ende hin immer mehr an Tempo, und der Showdown ist bemerkenswert. Bin nicht sicher, ob die Protagonisten als Serienfiguren ausgelegt sind, schön wäre es, mehr von Ihnen zu lesen würde mir gefallen.
Fazit:unbedingt lesenswert für Freunde eines harten Krimis. Im übrigen ist die Danksagung des Autoren sehr berührend.