Gangland

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Harpenden: No Exit Press, 2012, Titel: 'The damage', Seiten: 351, Originalsprache
  • München: Droemer Knaur, 2014, Seiten: 432, Übersetzt: Conny Lösch

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Andreas Kurth
Kampf um ein Gangster-Imperium

Buch-Rezension von Andreas Kurth Nov 2013

David Blake hat sich an die Spitze der Verbrecher-Hierarchie in Newcastle gemordet. Mit seiner Freundin Sarah genießt er im fernen Thailand in einem bewachten Bungalow das Leben. Sie ahnt allerdings nicht, dass Blake ihren Vater umlegen musste, um die Nr. 1 zu werden. Seine Adjutanten rufen ihn zurück nach Britannien, denn es gibt Probleme, die nur der Chef lösen kann. Denn Ärger droht an vielen Fronten. Es gibt aus heiterem Himmel einen Mordanschlag auf einen kleinen Dealer aus Blakes Truppe. Dann taucht ein neuer Cop, der sich offenbar nicht kaufen lassen will. Und ein Politiker der Labour-Party will die Stadt Newcastle von Verbrechern säubern lassen. Doch damit nicht genug. Ein Kleinkrimineller fängt mit Blake eine Auseinandersetzung an und will ihn aus dem Geschäft drängen. Eine Gang aus Glasgow versucht, ihren Einflussbereich auf Newcastle auszudehnen, und ein türkischer Drogenproduzent, mit dem Blake neu zusammen arbeiten will, liefert plötzlich trotz Vorauszahlung nicht. Blake hat also richtig Ärger an den Haken – und muss lernen, wem er trauen kann, und wer vielleicht ein Verräter ist.

Ein Roman der besseren Sorte

Hin und wieder gibt es sie ja, die Kriminalromane, in denen der Verbrecher der Protagonist ist – von Helden will ich hier mal nicht reden. Howard Linskey hat jetzt wieder einen der besseren Sorte vorgelegt, und „Gangland" ist bereits das zweite Buch über David Blake. Der Verbrecher, dessen Geschichte hier erzählt wird, bekommt auf der Buchrückseite die Bezeichnung „der Pate von Newcastle" aufgedrückt - und das trifft es durchaus. Etwas ärgerlich ist allerdings, dass der Knaur-Verlag sich der leider verbreiteten Unsitte anschließt, die Titel der Romane nicht zu übernehmen, sondern die Marketing-Abteilung etwas vermeintlich Griffigeres durchsetzt. Beim ersten Band der Reihe wurde aus „The Drop" einfach Crime Machine gemacht, hier wurde aus „Damage" kurzerhand Gangland. Ich hätte es noch verstanden, wenn man knackige deutsche Titel gewählt hätte, aber die englischen Begriffe durch andere aus der gleichen Sprache zu ersetzen, ohne dass es Sinn macht – das ist kaum nachzuvollziehen. Dem Autor kann man das allerdings kaum vorwerfen, er hat einen wunderbaren und lesenswerten Gangsterroman geschrieben, der den Leser von Beginn an fesselt.

Linskey brennt ein Feuerwerk ab

Während David Blake im ersten Roman lernt, dass man schon ein paar schmutzige Tricks braucht, um ganz an die Spitze zu kommen, schildert er als Ich-Erzähler im aktuellen Buch wie sein dunkles Imperium ins Wanken gerät. Howard Linskey folgt hier durchaus bekannten Mustern, brennt aber auch ein „Feuerwerk" ab, indem er Blake auf ständig neue Probleme stoßen lässt. Der harte Gangster hat da dann auch so manchen Selbstzweifel, muss zuweilen intensiv darüber nachdenken, wie er an der nächsten Weggablung abbiegen will. Die Innenansichten eines Verbrecher-Imperiums, die hier geboten werden, erzeugen einiges an Spannung, zumal der Autor den Leser stets kräftig miträtseln lässt, wenn neue Ereignisse den Gangster-Boss abermals ins Schwitzen bringen.

Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende

David Blake muss dabei einige seiner persönlichen Sicht- und Verhaltensweisen ändern und über Bord schmeißen. Seine Untergebenen verblüfft er dabei ebenso wie die Leser, denen dabei beste Unterhaltung geboten wird. Blake wird zunehmend zynischer und brutaler, und am Ende der Geschichte zeichnet sich ab, dass die Entwicklung noch lange nicht zu Ende ist. Den Lesern wird es auch bald möglich sein, die Lebensgeschichte des David Blake weiter zu verfolgen. „The Dead" ist der dritte Band dieser Reihe, der wohl in Kürze auch in Deutschland erscheinen wird. Ob man den „Paten von Newcastle" mag oder nicht, ist dabei völlig unerheblich – seine Geschichte ist spannend und faszinierend erzählt. Der Verlag bezeichnet Howard Linskey auf der Buchrückseite als „King of Northern Noir". Solche Schubladen sind ja mit Vorsicht zu genießen, aber eine dunklere Spielart des Kriminalromans liegt hier auf jeden Fall vor. Wer so etwas mag wird von Howard Linskey mit einem großen Lesevergnügen verwöhnt.

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