Silber

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Mexiko: Tusquet, 2008, Titel: 'Balas de plata', Seiten: 254, Originalsprache
  • Berlin: Suhrkamp, 2010, Seiten: 272, Übersetzt: Matthias Strobel

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Culiacán, Nordwestmexiko: Eine Kugel aus Silber tötet den Anwalt Bruno Canizales. Für Kommissar Edgar Mendieta ein explosiver Fall, denn zu den Verdächtigen gehört neben der Tochter eines mächtigen Drogenbarons auch der Vater des Toten, ein angesehener Politiker. Die Informationen überschlagen sich, führen an die Pazifikküste, nach Mexiko-Stadt und in die USA. Dann werden die Ermittlungen auf Druck von ganz oben eingestellt. Aber Mendieta kann nicht mehr zurück – schon längst hat der Mörder auch ihn im Visier.

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Letzte Kommentare:
22.06.2012 14:27:08
Karin Nieslon

Spannender Inhalt - Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

Mexiko. Bruno Canizales, Anwalt, Kandidat für den Berufstätigen des Jahres und Mitglied der KBP. KBP? Kleine Bruderschaft Panamerikas, natürlich ;) Getötet durch eine Silberkugel. Nur nur, dass er gelegentlich in Frauenkleidern gesichtet wurde. Mit seinem Vater, der den Präsidentenposten anstrebt, hat er angeblich seit Jahren keinen Kontakt gehabt. Eine frühere Geliebte von ihm, Paola Rodríguez, hat gedroht erst ihn, und dann sich selber umzubringen. Eine andere Geliebte, Samantha Valdés, Witwe eines Narco und Tochter eines Narco-Bosses. Er hat erst von ihr abgelassen, nachdem der Papa ihm seine Bodyguards auf den Hals hetzte. Nicht zu vergessen Mariana Kelly, ebenso Geliebte von Samantha, die irgendwann bei ihm daheim aufgetaucht ist, um ihn zu bedrohen. Bruno selber war ebenso bisexuell, hatte zuletzt etwas mit einem Tänzer, einem gewissen Frank Aldana. Kurz: Ein Leben auf der Überholspur, ein sehr bewegtes Leben.

Die Ermittlungen leitet Detective Edgar Mendieta, genannt Zurdo, der Linkshänder, einer der angesehensten und unbestechlichsten Beamten, nach Meinung des Reporters Daniel Quiroz, für Wächter der Stadt. Unterstützt wird Mendieta von seiner Assistentin Gris, vollständig Gris Toledo, ehemals Verkehrspolizei. Abgelenkt wird er von seiner Sehnsucht nach Goga Fox, seiner frühere Geliebte, die erst verschwand, und ausgerechnet jetzt zurückgekehrt ist.

Die Ermittlungen gestalten sich nicht einfach. Bestechungen hier, Vertuschungsversuche dort. Typisch mexikanische Befindlichkeiten. Ein Land, in dem politische Kandidaten ihre Kandidatur von Narco-Bossen absegnen lassen.

Ein weiterer Todesfall. Paola Rodriguéz verübt Selbstmord. Hat sie ihre Drohung wahr gemacht? Allein, es bleibt nicht bei diesen zwei Toten. ... Mendieta folgt akribisch den einzelnen Spuren. Lässt sich auch nicht davon erschüttern, dass auf ihn in seiner Wohnung geschossen wird, dass der Fall Canizales trotz heißer Spuren offiziell zu den Akten gelegt wird, dass seine Kollegin strafversetzt wird. Der Ermittler ist nicht gewillt aufzugeben.

Ein dicht verwobenes Beziehungsgeflecht offenbart sich dem Leser nach und nach. Eine komplexe Handlung mit überraschenden Wendungen. Und das Ende? Am Ende versteckt sich die Wahrheit dort, wo keiner sie vermutet.

Eigentlich sollte dieses Buch ein Bestseller sein. Es hat diesen unglaublichen Wow!-Effekt je mehr man liest. Der Schreibstil ist allerdings ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Jedes Kapitel fokussiert sich auf einen der Beteiligten. Der Leser muss selber darauf kommen, um wenn es sich handelt. Des Weiteren gibt es keine Dialoge wie man sie aus anderen Büchern kennt. Nicht nur, dass die Anführungszeichen fehlen. Worte, Sätze der Dialogpartner werden hintereinander gereiht. Vermischen sich mit Gedanken, mit der Handlung. Ohne Zeilenumbruch. Unterbrochen nur von gelegentlichen Absätzen. Werden sozusagen atemlos hintereinander gereiht. Eine herausfordernde Schreibweise. Querleser werden davon womöglich nicht begeistert sein. Akribisches Aufpassen ist angesagt. Mitdenken sowieso. Die Wortwahl ist lakonisch, gelegentlich scheint ein Humor respektive eine pragmatische Philosophie hindurch, die das Leben in solch einem Land, das von Narcos und Korruption gezeichnet ist, wohl erst ermöglicht.

Mein Fazit:
Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, spannend.