Decktective - Blutrote Rosen

Spiel-Kritik von André C. Schmechta (05.2021)

Alleine oder gemeinsam: Dem Täter mit Karten auf der Spur

Auf dem Anwesen der Tudors liegt der Herr des Hauses tot neben einem Rosenbusch. War es ein Unfall? Oder wurde Graf Ferdinand Tudor ermordet? Der Spieler übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall, und die beginnen direkt mal mit der Besichtigung des Tatortes.

Genau Hinschauen, aufmerksam lesen, clever kombinieren

Und diese Besichtigung macht nach dem Aufbau wirklich Spaß. Wie „Aufbau?“ wird sich jetzt möglicherweise gefragt. Die Verpackung enthält doch lediglich Karten und einige rote Clips. Nun, eine einfache Idee ermöglicht eine ansprechende räumliche Gestaltung des Schauplatzes. Einige Spielkarten werden dazu kurzerhand in die Schachtel eingelegt bzw. in die Seiten eingesteckt. So steht dann tatsächlich das idyllische Anwesen der Tutdors mit Brücke und Fluss vor uns.

Wie schon angemerkt geht es aber nicht nur um eine optische schöne Unterstützung der Geschichte. Die entsprechenden Karten wollen begutachtet werden, können sie doch wichtige Hinweise enthalten. Während des Spielverlaufes werden zudem Karten ergänzt und geben weitere Details am Schauplatz preis.

Natürlich gibt es mehrere verdächtige Personen. Nun gilt es die Informationen auf den Karten aufmerksam zu studieren. Welcher Hinweis ist wichtig, welcher bedeutungslos? Welche Karte führt in die Irre? Einfache Zieh- und Legeregeln sowie eine festgelegte Kartenreihenfolge sorgen dafür, dass nicht vorschnell alle Karten durchgespielt sind, sondern sich nach und nach die Hinweise verdichten.

Allzu knifflig mag „Blutrote Rosen“ für erfahrene Rätselfans dabei nicht unbedingt sein. Den Mörder oder die Mörderin dingfest zu machen, gelingt also recht problemlos. Aber: Wer das Rätsel vollständig lösen möchte, muss schon genau hinschauen und alle Hinweise sicher kombinieren. Nur wenn Täter, Tathergang, Tatwaffe und Motiv korrekt und vollständig ermittelt sind, gibt es auch die volle Punktzahl. Mit den roten Clips werden dazu auf den entsprechenden Karten die Antworten markiert.

Auch wenn im Verlaufe des Spiels kein Spielmaterial zerstört werden muss, ein erneutes Spielen ist nach der Auflösung natürlich kaum noch reizvoll und so ist jeder Teil der „Decktective“-Serie eine einmalige Angelegenheit. Die macht dabei in kleiner geselliger Runde mehr Spaß, funktioniert aber auch solo.

Fazit:

„Decktective“ ist dank ansprechender Optik und einfacher Regeln mit Punktesystem ein kurzweiliges kooperatives Krimispiel. „Blutrote Rosen“ erfordert zwar mehr Aufmerksamkeit, als man auf Anhieb vermuten könnte, für einen ausgedehnten Spieleabend ist die Tätersuche dann aber nicht ausgelegt - und dafür auch zu wenig fordernd.

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Fotos: Krimi-Couch.de / Literatur-Couch Medien GmbH & Co. KG

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