Todesgruß von Zane Radcliffe

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel The Killer's Guide to Iceland, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: Island / Reykjavik, 1990 - 2009.

  • London: Black Swan, 2005 unter dem Titel The Killer's Guide to Iceland. 443 Seiten.
  • München: Knaur, 2006. Übersetzt von Wibke Kuhn. ISBN: 978-3-426-63220-8. 512 Seiten.
  • München: Knaur, 2008. Übersetzt von Wibke Kuhn. ISBN: 978-3-426-50104-7. 508 Seiten.

'Todesgruß' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Vor fünf Jahren musste Callum Pope einen schweren Schlag hinnehmen: Seine Freundin wurde bestialisch ermordet. Jetzt will er ein neues Leben anfangen und zieht aus dem heimatlichen Glasgow nach Reykjavik, zu Bírna Sveinsdóttir, einer geheimnisvollen Gletscherforscherin, die sein Herz zum Schmelzen gebracht hat. Doch der Neustart in dem Frauenhaushalt gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn Bírnas eigenwillige Mutter und die elfjährige Tochter scheinen ihn nicht sonderlich zu mögen. Und außerdem kann Callum den Schrecken der Vergangenheit offensichtlich nicht entkommen. Auf einmal erhält er Mails von einem Unbekannten, in denen dieser minutiös grausame Morde schildert. Ist der Unbekannte der Täter von damals? Und woher weiß er von Callums neuem Leben auf Island?

Ihre Meinung zu »Zane Radcliffe: Todesgruß«

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Wolfgang Weber zu »Zane Radcliffe: Todesgruß« 09.03.2018
Anscheinend schreiben hier nur eingefleischte Krimileser. Ich mag normalerweise auch Spannung in den Büchern, die bietet das Buch nicht wirklich. Aber wenn man sich darauf einlässt ist es ein fantastisches Buch. Es taucht einen voll ein in die bizarren Landschaften am Rande unseres Lebensraums und in die sehr außergewöhnlichen Menschen und ihre Kultur. Und zwar nicht nur als Beschreibung, sondern ich habe richtige Bilder vor meinem inneren Auge und finde Island als solches seitdem sehr interessant und spannend.
lali zu »Zane Radcliffe: Todesgruß« 06.06.2015
ein sehr gutes buch bemerkenswert. ich liebe irland da passt so ei guter krimiroman perfekt. callum pope ist eine sehr gute erfundene krimi person.
danke für das schöne buch zane du hast uns allen damit einen großen gefallen getan.
mach weiter so.
ich empfele das buch weil es lustik und spannent ist.
Wolfgang zu »Zane Radcliffe: Todesgruß« 15.07.2010
bin nur bis zu dem bemerkenswerten Satz "Nur die leicht vibrierende Glasscheibe verhinderte, dass er durchs Fenster gezogen wurde wie Fleisch durch einen Strohhalm, hinaus ins Vergessen" gekommen. Und das wars auch schon. Dank der Kritiken hier sehe ich, dass ich dem Satz dankbar sein muss, weil ich dadurch rechtzeitig aufgehört habe :-)
Manuela Bombis zu »Zane Radcliffe: Todesgruß« 02.03.2010
Ich würde dem Buch „Todesgruß“ von Zane Radcliffe von drei möglichen Sternen genau drei geben, allerdings dreimal für langweilig! Wenn auf Seite 270 eines Thrillers das erste Mal etwas geschieht, was annähernd mit Spannung zu tun hat, wer hat das Buch dann als solches kategorisiert?
Ich habe während des Lesens im Internet nach Lesermeinungen zu diesem Buch gesucht und muss zugeben, dass diese absolut mit meiner Meinung übereinstimmen, möchte sie aber mit eigenen Worten formulieren:
Also ich wurde während des Lesens das Gefühl nicht los, dass die Romanfigur Callum Pope einschließlich aller weiterer männlicher Figuren charakterlich Zane Radcliffe ähneln. Pope’s Worte in Dialogen und seine Gedanken wirkten auf mich meistens albern und naiv, daher wenig überzeugend. Sie ähnelten auch im Wesentlichen den Dialogen von der Figur namens Frikki. Die Schilderung des Mordes an Sarah von dem „brutalen und Angst einflößenden Mörder“ Iago Kohl, verpasst dem Leser nicht mal eine „Kükenhaut“, sondern spiegelt eigentlich im Ganzen den Aufbau des Romans von Radcliffe wider: Reisebericht mit einem Mördchen!
Stellen, die Radcliffe hätte spannend schildern können, lässt er durch absurde Details und permanente Abschweifungen grotesk und albern erscheinen. Hätte er wenigstens die erste Sex-Szene im Thermalsee interessant geschildert, hätte dies zwar den Krimi nicht gerettet, aber wenigstens die Langeweile gemildert. Absolut unpassend fand ich die Reaktion Pope’s gegenüber Birnas Mutter, zu der er – nachdem sie hinter ihm einen „Geist“ sieht, sagt: „Fick dich doch!“ Er, der sonst jede Situation lächerlich macht! Selbst als Radcliffe beginnt die erste wirklich krimiähnliche Szene zu schildern, klingt dies nur lächerlich und wird von ihm zerredet wegen zu vieler Details, die sich meistens verlieren in der Schilderung Islands.
Auf Seite 320!!! wohl bemerkt, gelingt es Radcliffe ein wenig Dramatik zu erzeugen, diese zerstört er aber auch gleich wieder durch die lächerliche Schilderung mit dem Polizisten und der Fotografin und hat daher auf den Leser eine völlig abturnende Wirkung. Soviel Zerstörungstrieb macht den Leser fasst schon wütend. Vielleicht ist Radcliffe aber auch nicht böse genug einen Krimi zu schreiben.
Das Finale finde ich paradox, als dieser Arnar wieder auftaucht und ein überdrehtes Motiv liefert. Die offene Frage, was denn nun aus Kohl geworden ist, nutzt Radcliffe hoffentlich nicht für eine Fortsetzung von „Todesgruss“.
Was ich wirklich gelungen fand, sind die Schilderungen Islands. Die Leidenschaft, die er in die Schilderung von Land, Leute und Kultur gelegt hat, hätte er besser verwenden sollen bei dem, was das Buch eigentlich darstellen soll: ein Thriller, dem einzig der Verleger den Stempel „spannend“ aufgedrückt hat, damit er auch gekauft wird.
Kinsey zu »Zane Radcliffe: Todesgruß« 12.03.2009
Da konnte sich wohl einer nicht entscheiden, was er denn nun schreiben will: eine Liebesgeschichte, das Psychogramm einer Paranoia, die Suche eines Mannes nach einem Neuanfang, eine Reisebeschreibung von Island oder vielleicht doch ein Krimi. Herausgekommen ist ein zusammengewurschteltes Sammelsurium aus all dem. Und nichts davon konsequent zu Ende geführt. Als Krimi überzeugt die Geschichte absolut nicht. Die Vorgeschichte nimmt zuviel Raum ein, zu viele Fragen bleiben am Ende offen (was ist denn nun mit Iago Kohl?); es ist lange Zeit noch nicht einmal klar, was denn nun der eigentliche Kriminalfall sein soll. Der klassische Showdown ist zwar ordentlich gestaltet, aber er bleibt singulär. Wirklich gelungen finde ich allenfalls die ausführlichen Landschaftsbeschreibungen von Island, die einem richtig Lust machen, das kleine Land am äußersten Rand Europas selber kennenzulernen.
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