Sekundentod von Petra Mattfeldt

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei Droemer Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Norddeutschland, 2010 - heute.
Folge 1 der Falko-Cornelsen-Serie.

  • München: Droemer Knaur, 2014. ISBN: 978-3-426-51445-0. 384 Seiten.

'Sekundentod' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Falko Cornelsen ist Mitte vierzig, verheiratet und Kriminalkommissar in Norddeutschland. Seine speziellen Ermittlungsmethoden bescheren ihm eine beneidenswert hohe Aufklärungsrate. In »Sekundentod« muss der Ermittler den grausamen Mord an einer erfolgreichen Krimiautorin aufklären, die perfiderweise nach ihrer aktuellen Romanvorlage getötet wurde. Mit Sekundenkleber wurden ihr Mund und Nase verschlossen. Bestürzt stellt Falko Cornelsen fest, dass er es mit einem Serienkiller zu tun haben muss, als ein ähnlicher Fall aus der Vergangenheit auftaucht.

Das meint Krimi-Couch.de: »Hohes Tempo mit teils brutalen Sequenzen« 75°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Die seit einiger Zeit erfolgreiche Krimiautorin Rebecca Ganter lebte sehr zurückgezogen in einem abgelegenen Haus in der Nähe von Lüneburg. Nun ist sie tot, ermordet wie die Opfer ihres letzten Romans. Die Nasenlöcher wurden ihr verstopft, der Mund mit Sekundenkleber geschlossen. Kriminalhauptkommissar Falko Cornelsen und sein Team ermitteln fieberhaft und stoßen dabei auf einen ähnlich gelagerten Fall aus Düsseldorf, der erst gut einen Monat zurückliegt. Haben beide Fälle wirklich etwas gemein; ist hier wirklich ein Serientäter am Werk?

»Was glaubst du, mit was für einem Typen wir es hier zu tun haben?«
»Willst du meine Meinung als Kommissar oder als Profiler hören?«
»Deine Meinung als Mensch.«
»Mit einem, der mir ´ne echte Gänsehaut bereitet.«

Recht bald stoßen die Ermittler in Lüneburg auf einen Verdächtigen, den Drogenabhängigen Rafael Langer, der jedoch zunächst nicht aufzufinden ist. Aber kann Langer die Verbrechen organisiert und durchgeführt haben? Und  woher kannte er überhaupt den Inhalt von Ganters letzter Romanvorlage, denn zum Zeitpunkt des Mordes in Düsseldorf war ihr neuester Thriller noch gar nicht erhältlich? Dann wird in Düsseldorf eine weitere Leiche gefunden, aber Langer saß zum Zeitpunkt dieses Verbrechens in Untersuchungshaft in Lüneburg. Gibt es einen Nachahmer oder arbeiten womöglich zwei Täter zusammen? Eile ist gefragt, denn zwei Frauen werden plötzlich vermisst und einiges spricht dafür, dass es sich um den gleichen Täter handelt …

Intensive Schilderung der Ermittlungsarbeit.

Petra Mattfeldts Sekundentod ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Da gibt es zum einen die detailliert geschilderten Ermittlungen in Lüneburg und Düsseldorf, die das Arbeiten und (Privat)Leben der Polizisten gut beleuchten.

»Wir sollten damit beginnen, nach wem wir suchen.« Cornelsen zog sich einen Block heraus und begann zu schreiben. Männlich, organisiert, gestörtes Verhältnis zur Mutter.
Kunst sah auf die wenigen Zeilen. »Das trifft auf die Hälfte meiner Nachbarn zu.«

Vor allem Protagonist Cornelsen stürzt sich immer tiefer in die Arbeit, was zu privaten Spannungen führt. Doch auf ihn kommt es an, denn er hat mit seinem Team die höchste Aufklärungsquote des Landes, was vor allem an seiner besonderen Ermittlungsarbeit liegt. So gelingt es dem Profiler immer wieder, sich mittels Autosuggestion in die Täter hinein zu versetzen; allerdings nur bedingt in das Gefühlsleben seiner Ehefrau.

»Sehen Sie das? Er hat ihr das Haar gekämmt und ordentlich gerichtet. Sie sollte nicht ungepflegt aussehen. Er war fürsorglich.«
»Noch fürsorglicher hätte ich’s gefunden, sie nicht umzubringen.«

Nicht nur für Fans von McFadyen einen Versuch wert

Der zweite Erzählstrang schildert das Martyrium von Kerstin Sommer, einer hochschwangeren Frau, die entführt wurde. Sie sieht sich einem unberechenbarem Mann gegenüber, der trotz seiner Intelligenz immer wieder auf das geistige Niveau eines Kindes zurückfällt. Doch wie soll sie ihm begegnen, denn wenn sie seine Vorgaben nicht erfüllt, drohen brutale Strafen. Hier mag der Hauptkritikpunkt einiger Leser liegen, denn es hätte wahrlich gereicht, eine »normale« Frau leiden zu sehen und nicht eine Frau kurz vor ihrer Entbindung.

So ist Sekundentod, was den Härtegrad und die Details der Verbrechen angeht vor allem für jene Personen geeignet, die auch an Cody McFadyen (der Vergleich mag  ein wenig hinken) und Co. ihre Freude haben. Insgesamt ist die Story recht abgedreht, allerdings weitgehend in sich schlüssig und somit akzeptabel. Die »Aufklärung« selbst und ihr Zustandekommen werden allerdings nicht allen Lesern gefallen (freundlich formuliert). Dennoch: Wer einen packenden Serienmörder-Thriller lesen möchte und dabei nicht vor der ein oder anderen brutalen Sequenz zurückschreckt, ist bei Petra Mattfeldt gut aufgehoben.

Jörg Kijanski, März 2014

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rolandreis zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 25.01.2018
"Sekundentod" ist der erste Band der Falko-Cornelsen-Reihe von Petra Mattfeldt. Dabei wird der Kriminalkommissar zum Tatort einer ermordeten Krimiautorin gerufen. Schnell ergeben sich bei den Ermittlungen Zusammenhänge zu deren Romaninhalten, denn sie gleichen sich mit ihrem Tod und auch weiteren Tötungsdelikten in Düsseldorf. Auch ergibt sich bald eine Spur zum Täter, ein Drogenjunkie der kurz darauf gefasst wird. Aber wie passt das mit den anderen Morden zusammen? Und als eine weitere Frauenleiche in Düsseldorf entdeckt wird ist klar, dass die Ermittler es mit einem zweiten Täter zu tun haben. Falko Cornelsen ist ein Profiler und versetzt sich bei seinen Ermittlungen mittels Autosuggestion in die Täter, aber dies könnte nach meinem Geschmack etwas geringer ausfallen. Er geht voll in seinen Ermittlungen auf, wobei sein Eheleben gerade in die Brüche geht. Eigentlich interessant warum sehr häufig Romanermittler kein geregeltes Familienleben führen oder in irgendeiner Weise einen "Schuss" haben. Aber Petra Mattfeldt entwickelte hier trotzdem einen Ermittler, von dem man durchaus mehr lesen möchte. Der Krimi ist spannend, streckenweise brutal, aber flüssig zu lesen. Daher darf man gespannt sein, wie sich diese Reihe entwickelt.
Kirsten S zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 07.09.2014
Super, absolut gelungen! Negative Bewertungen kann ich nicht nachvollziehen. Der Spannungsbogen wird nicht unterbrochen. Handfeste Hintergrunderklärungen , Fachleute beim Profiling. A. Petermann ist mir aus dem Weser Kurier bekannt - ich konnte seine Spur entdecken...Würde mich über "Fortsetzung" sehr freuen!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Rosenzobel zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 14.08.2014
198,197,196.runterzählen ist das Thema dieses Roman (das nervte schon ab und an) - ich hab auch ab und an runterzählen müssen- - nämlich die Seitenzahlen bis zum unvermeidlichen Ende.
Eine Frau wird bestialisch ermordet aufgefunden- Mund und Nasenlöcher sind verklebt bzw verstopft.Das verspicht Spannung und laut Klappentext eine "neue Ermittlungsmethode" des in dem Roman ziemlich farblosen bleibenden Falko Cornelsen.
Der Ermittler wendet Psychologie und deren Hilfsmittel wie Autosuggestion an(ist ja mal ganz was Neues ;-) , um sich in den Mörder einzufühlen. Ich hatte mir da wirklich etwas von versprochen aber wurde doch ziemlich enttäuscht! Die angewandten Methoden kommen etwas hanebüchen daher und helfen vor allem im Fall eigentlich kaum weiter- die Ermittlugnen bzw. der Erfolg der Ermittlung ist auf die Teamarbeit und die Hilfe der Kollegen des Herrn C. zurückzuführen. Ohne die Hilfe seiner Kollegen und deren Know How wäre F.C. sicherlich klaglos gescheitert- also ist das "CSI_mässige" Profiling eigentlich nur dafür gut, um dem Leser zu suggerieren, dass hier etwas besonderes passier-dem ist nicht so!
Die Story selber bietet schon Potential, dies wird aber nicht ausgereizt.
2 Handlungsstränge laufen nebeneinander her- eigentlich immer eine gute Sache, wenn man in diesem Buch nicht schon ziemlich schnell wüsste wie die beiden Stränge miteinander verbunden sind.
Einzig, die kurze Episode der gescheiterten Ehe Cornelsens ist interessant, wird dann aber auch lieblos abgeschlossen. Bei so einem jähen Ende und ohne abschließende Erklärung hätte man sich diesen Plot auch sparen können- so wirkt er, als wolle er ein paar Seiten füllen- mehr nicht.
Das Ende kommt abrupt - ohne Spannungsbogen und wirkt auch lieblos.
Das Buch ist sicherlich nicht eins der Schlechtesten aber wirklich gut unterhalten habe ich mich auch nicht gefühlt. Wirkliche Spannung ( wie in vielen Rezensionen versprochen-und nur diese hatten mich dazu gebracht das Buch zu kaufen) - kommt nicht auf!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
c-bird zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 31.03.2014
Hauptkommissar Falko Cornelsen wird zu einem äußerst makabren Tatort gerufen. Dem Opfer, eine Krimiautorin wurden die Nasenlöcher verstopft und der Mund mit Sekundenkleber verschlossen. Das Perfide: Die Autorin hat die Vorlage zu diesem Mord selbst geschrieben. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um keine Einzeltat handelt, sondern hier treibt ein Serienmörder sein Unwesen…

Die vielen guten Bewertungen haben mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Das macht neugierig und ich kann mich nur anschließen: die fünf Sterne sind vollkommen berechtigt. Das Buch ist von Anfang an extrem spannend geschrieben und kann dieses Niveau bis zum Schluss halten. Der Protagonist Falko Cornelsen ist megasympathisch und was seine privaten Probleme angeht, so kommen die in genau der richtigen Dosis vor. Der Wechsel der Erzählperspektive von den Ermittlern zu den Opfern macht das Buch äußerst kurzweilig. Die Beschreibungen der Szenen sind gelungen, man kann sich ein gutes Bild machen. Schon nach wenigen Seiten ist man mitten in der Geschichte drin und will gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Ein sensationell gelungenes Krimidebüt. Es ist allerdings nicht das erste Buch von Petra Mattfeldt. Die Autorin hat bereits unter einem anderen Namen historische Romane geschrieben. Den Einstieg ins Krimi-Genre fand ich absolut gelungen. Die Figur des Falko Cornelsen hat schon fast was Kultiges. Da könnte man doch glatt eine Serie draus machen…
Rosenzobel zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 26.03.2014
.runterzählen ist das Thema dieses Roman (das nervte schon ab und an) - ich hab auch ab und an runterzählen müssen- - nämlich die Seitenzahlen bis zum unvermeidlichen Ende.
Eine Frau wird bestialisch ermordet aufgefunden- Mund und Nasenlöcher sind verklebt bzw verstopft.Das verspicht Spannung und laut Klappentext eine "neue Ermittlungsmethode" des in dem Roman ziemlich farblosen bleibenden Falko Cornelsen.
Der Ermittler wendet Psychologie und deren Hilfsmittel wie Autosuggestion an(ist ja mal ganz was Neues ;-) , um sich in den Mörder einzufühlen. Ich hatte mir da wirklich etwas von versprochen aber wurde doch ziemlich enttäuscht! Die angewandten Methoden kommen etwas hanebüchen daher und helfen vor allem im Fall eigentlich kaum weiter- die Ermittlugnen bzw. der Erfolg der Ermittlung ist auf die Teamarbeit und die Hilfe der Kollegen des Herrn C. zurückzuführen. Ohne die Hilfe seiner Kollegen und deren Know How wäre F.C. sicherlich klaglos gescheitert- also ist das "CSI_mässige" Profiling eigentlich nur dafür gut, um dem Leser zu suggerieren, dass hier etwas besonderes passier-dem ist nicht so!
Die Story selber bietet schon Potential, dies wird aber nicht ausgereizt.
2 Handlungsstränge laufen nebeneinander her- eigentlich immer eine gute Sache, wenn man in diesem Buch nicht schon ziemlich schnell wüsste wie die beiden Stränge miteinander verbunden sind.
Einzig, die kurze Episode der gescheiterten Ehe Cornelsens ist interessant, wird dann aber auch lieblos abgeschlossen. Bei so einem jähen Ende und ohne abschließende Erklärung hätte man sich diesen Plot auch sparen können- so wirkt er, als wolle er ein paar Seiten füllen- mehr nicht.
Das Ende kommt abrupt - ohne Spannungsbogen und wirkt auch lieblos.
Das Buch ist sicherlich nicht eins der Schlechtesten aber wirklich gut unterhalten habe ich mich auch nicht gefühlt. Wirkliche Spannung ( wie in vielen Rezensionen versprochen-und nur diese hatten mich dazu gebracht das Buch zu kaufen) - kommt nicht auf! 30%
Frank M. zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 13.03.2014
Eine sachliche Diskussion wäre wünschenswert, nicht der Vorwurf, manche hätten wirklich an jedem Buch was zu meckern. Es geht im Eingangsposting um objektive Fehler in der Sprache.

Das Buch enthält noch erheblich mehr Fehler. Zwei weitere sind:

S. 60: „Die Frau, die Falko schon öfter gesehen, aber stets nur kurz mit ihr gesprochen hatte, strahlte ihn an.“

S. 296: „Die beiden haben sich gestritten, und Nicole Heinemann ist mit Sack und Pack nach Düsseldorf gekommen, weil ihre Eltern hier früher gelebt haben und sie vorübergehend in deren altes Haus gezogen ist.“

Grammatisch muss also auch stimmen: „Nicole Heinemann ist mit Sack und Pack nach Düsseldorf gekommen, weil sie vorübergehend in deren altes Haus gezogen ist.“ Tut es offenbar nicht.

Das ist kein Meckern, das ist einfach nur die Feststellung objektiver Mängel.

Frank
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
fluffi zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 05.03.2014
Manche haben wirklich an jedem Buch was zu meckern.Ich fand es sehr spannend, habe es nicht mehr aus der Hand gelegt. Man hat sich gefühlt als wäre man mittendrin, hat gezittert um die Frauen und hat fast mit in den Besprechungen der Polizisten gesessen. Ich bin begeistert und traurig, dass es bis jetzt das einzige Buch von Frau Mattfeld war. Ich freue mich schon auf das nächste:-) Von mir 96 Grad.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Annelie Schaar zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 10.02.2014
Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen. Die Spannung als auch die Personen mit ihrer Vergangenheit gaben dem Roman eine so gute Geschichte. Ich hoffe, noch viel von Petra Mattfeld zu lesen, denn da ist die Spannung sicher. Die Eindrücke von Herrn A. Petermann habe ich gut herauslesen können, klasse!
Annelie Schaar aus Bremen
unclethom zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 31.01.2014
In einem Interview mit dem HOMER Lesertreffpunkt sagte die Autorin auf die Frage nach Vorbildern:
Zitat: „Vor allem Ken Follett. Ihm ist gelungen, was wohl nur die wenigsten von sich sagen können. Er schreibt in verschiedenen Genres, und das auf eine sehr glaubhafte und intuitive Weise. „
Nach der Lektüre kann ich ihr bescheinigen, dass es ihr aufs Beste ebenso gelungen ist.
Die Beschreibung der Protagonisten, der Schauplätze ist so Bildhaft, dass man das Gefühl hat, man würde mitermitteln. Die Schauplätze sind, als wäre man dort zuhause, jeden Winkel kennt man, so scheint es.
Kommissar Falko Cornelsen, in meinen Augen ein Ermittler mit Kultpotenzial. Gerade diese Figur ist so fein ausgearbeitet, dass ich vor allem auch wegen ihm das Buch kaum aus den Händen legen konnte.
Der Spannungsaufbau zu beginn recht sachte und je weiter man kam, umso mehr stieg die Spannung bis die Nerven bis zum zerreißen angespannt waren. Sie Frage die sich mir stellte war, habe ich es mit einem Krimi oder mit einem Thriller zu tun? Die üblichen Thrillermerkmale fehlten, jedoch die extreme Spannung zum Finale hin, so großartig ausgearbeitet, dass man wirklich glaubte es sei ein Thriller.
So kann ich nicht umhin, für dieses Phantastische Buch 5 von 5 Sternen zu vergeben, sowie eine glasklare Leseempfehlung! Es ist zwar noch sehr früh im Jahr, aber es wird schwer das Buch von der Spitze meiner Top Ten zu verdrängen.
Frank M. zu »Petra Mattfeldt: Sekundentod« 25.01.2014
Die Story, die Mattfeldt erzählt, ist durchschnittlich, Vielleser von Krimi-Standarware werden also nichts daran auszusetzen haben. Was aber nervt, das ist die Sprache.

Beispiel 1:
„Seit acht Jahren war seine Tätigkeit...spezifiziert worden...“ (S.15)
Sie war vor acht Jahren spezifiziert worden, oder seit acht Jahren spezifiziert, aber nicht seit...spezifiziert worden.

Beispiel 2:
„Der massive Holzschreibtisch war der Fensterfront zugewandt, den Blick in den weitläufigen Garten gerichtet.“ (S. 19)
Wovon träumt der Holzschreibtisch, wenn er seinen Blick in den Garten richtet?

Beispiel 3:
„Funktionalität war es, das den Raum beherrschte.“ (S.20)
Das Funktionalität!


Beispiel 4: „Sie haben sich noch mal alle Fahrzeuge vorgenommen, die zum Zeitpunkt von Kerstin Sommers Verschwinden ebenfalls auf dem Parkplatz waren bzw. danach das Gelände mit dem Pkw verlassen haben.“ (S.264f.)
Es wird nicht geklärt, wie viele Fahrzeuge das Gelände mit dem Pkw verlassen haben!

Nicht nur die Autorin hat das Manuskript gelesen. Im Nachwort geht der Dank an weitere Leser, darunter die Lektorin.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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